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Chancengleichheit in der Hochschule? Prädiktoren des Studienerfolgs im Psychologiestudium

Título: Chancengleichheit in der Hochschule? Prädiktoren des Studienerfolgs im Psychologiestudium

Tesis (Bachelor) , 2021 , 68 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Lukas Jäger (Autor)

Psicología - Otras
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Da eine intensive Debatte darüber geführt wird, wie objektive und faire Auswahlkriterien für die Studienplatzvergabe in Studiengängen der Psychologie gestaltet sein müssen, vertieft diese Studie die Fragestellung, ob die Hochschulzugangsberechtigung (zum Beispiel Abiturgesamtnote) ein signifikanter Prädiktor für Studienerfolg (operationalisiert über die Bachelorabschluss-Gesamtnote) ist oder ob auch andere zusätzliche Variablen (zum Beispiel Wochenstundenzeit für eine Erwerbstätigkeit) einen Einfluss auf den Studienerfolg haben. Dies würde Hinweise liefern, dass neben der HZB weitere Merkmale in der Forschung und an den Hochschulen berücksichtigt werden sollten. Praktisch relevant könnte das für die Studienplatzvergabe sein.

Es geht zum einen um die Frage, ob die gefundenen Korrelationen zwischen der Hochschulzugangsberechtigung und der Bachelorabschluss-Gesamtnote bei Psychologiestudierenden aktueller Bachelor- und Masterstudiengänge repliziert werden können. Zum anderen geht es um die Frage, ob zusätzliche, bisher nicht beachtete Merkmale (u.a. die durchschnittliche Wochenstundenzeit für eine Erwerbstätigkeit; durchschnittliche Wochenstundenzeit für andere Tätigkeiten: Freizeit, Hobbys, Betreuungstätigkeit; durchschnittliche Wochenstundenzeit für das Bachelorstudium) einen Einfluss auf den Studienerfolg haben. An der ex post facto Studie nahmen N = 41 Master-Studierende (22-36 Jahre, 73,2% weiblich) des Fachbereichs Psychologie der Philipps-Universität Marburg teil, wobei die Merkmale mittels selbst konzipiertem Online-Fragebogen retrospektiv erfasst wurden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand

1.1 Wer Psychologie studiert

1.2 Die Suche nach Auswahlkriterien

1.3 Forschungsbefunde zur Hochschulzugangsberechtigung in der Psychologie

1.4 Die Entwicklung von Studierfähigkeitstests für die Psychologie

1.5 Kritik an der Hochschulzugangsberechtigung als (alleiniger) Prädiktor für Studienerfolg

1.6 Die Koppelung des Bildungserfolgs an die soziale Herkunft

1.7 Belastungen: Einkommen und Zeit als relevante Prädiktoren für Studienerfolg

1.7.1 Hochschulzugangsberechtigung als ungeeigneter Prädiktor für die Studiendauer

1.7.2 Einfluss der Erwerbstätigkeit und Zeit auf den Studienerfolg

1.8 Fragestellung und Hypothesen

2. Methodisches Vorgehen

2.1 Versuchsdesign und Durchführung

2.2 Stichprobe

2.3 Untersuchungsmaterial

2.4 Operationalisierung der Fragestellungen

2.4.1 Erfassung der soziodemographischen Variablen

2.4.2 Empirische Hypothesen

3. Ergebnisse

3.1 Statistische Analyse

3.1.1 Allgemeines

3.1.2 Demographische Stichprobencharakteristika

3.1.3 Dateninspektion und Datenaufbereitung

3.1.4 Umgang mit fehlenden Werten

3.2 Item- und Indikatorenanalyse

3.3 Korrelationsmatrix aller Indikatoren

3.4 Prüfung der Voraussetzungen der multiplen Regression

3.4.1 Spezifikation des Modells

3.4.2 Multikollinearität

3.4.3 Ausreißer und einflussreiche Datenpunkte

3.4.4 Messfehlerfreiheit der Prädiktoren

3.4.5 Unabhängigkeit der Residuen

3.4.6 Normalverteilung der Residuen auf Populationsebene

3.4.7 Homoskedastizität auf Populationsebene

3.5 Hypothesentestung

3.5.1 Hypothese 1

3.5.2 Hypothese 2a

3.5.3 Hypothese 2b

3.5.4 Hypothese 3a

3.5.5 Hypothese 3b

3.5.6 Hypothese 3c

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Hochschulzugangsberechtigung (HZB) ein geeigneter Prädiktor für den Studienerfolg im Fach Psychologie ist und inwiefern zusätzlich die zeitliche Belastung durch Erwerbstätigkeit, das Bachelorstudium selbst sowie andere Tätigkeiten den Erfolg beeinflussen.

  • Validierung der prognostischen Güte der HZB
  • Einfluss der wöchentlichen Zeitinvestition auf den Studienerfolg
  • Analyse der finanziellen Belastung durch Erwerbstätigkeit neben dem Studium
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen verschiedenen zeitlichen Beanspruchungen
  • Diskussion über faire und objektive Auswahlkriterien für Studienplätze

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Suche nach Auswahlkriterien

Gerade wegen der hohen Basisrate und der knappen Anzahl an Studienplätzen stellt sich die Frage nach fairen und objektiven Auswahlkriterien. Das Bundesverfassungsgericht (2018) mahnte in seinem Urteil vom 19. Dezember 2017 an, „dass bei der Verteilung knapper Studienplätze entsprechende Regelungen angewendet werden müssen, die sich am Kriterium der Eignung orientieren, wobei die zur Vergabe knapper Studienplätze herangezogenen Kriterien auch die Vielfalt der möglichen Anknüpfungspunkte zur Erfassung der Eignung berücksichtigen sollen“.

Welche Kriterien gibt es, die die Eignung, wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert, berücksichtigen?

Das Urteil spricht davon, dass zur Erfassung der Eignung, die Hochschulen nicht nur die Abiturgesamtnote als Auswahlkriterium verwenden dürfen, sondern ein ergänzendes, nicht schulnotenbasiertes Auswahlkriterium (Deutsche Gesellschaft für Psychologie [DGPs], 2018). Was genau zur Eignung herangezogen werden sollte und wenn überhaupt vorhanden, diese „Vielzahl an Möglichkeiten“ zur Erfassung der Eignung aussehen könnte, damit beschäftigte sich ein Diskussionsforum der Psychologischen Rundschau [siehe Diskussionsforum in der Psychologischen Rundschau, 2005, Band 56 (2)]. In der Debatte ging es vor allem um die prognostische Güte bekannter und bereits von den Hochschulen in Anwendung befindlicher Auswahlverfahren, bspw.: unstrukturierte Interviews, schriftliche Begründungen oder Hinzunahme von Fachnoten zu der Abiturdurchschnittsnote (Schmitt, 2005). Dabei wurde der Mangel, vor allem an wissenschaftlicher Fundierung der Verfahren und der fehlenden Berücksichtigung ihrer (prognostischen) Validität, inkrementellen Validität, Fairness, Nützlichkeit und dem Einfluss von Störfaktoren, sowie den daraus folgenden Verzerrungen der Ergebnisse, kritisiert (Schmitt, 2005; Trost, 2005). Es wurde im Forum diskutiert, dass die Abiturdurchschnittsnote als der beste Einzelprädiktor für Studienerfolg gilt (Trost, 2005), jedoch auch Einschränkungen bezogen auf die Vergleichbarkeit von Schule zu Schule bzw. Bundesland zu Bundesland aufweist (Stemmler, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet die aktuelle Situation im Psychologiestudium, diskutiert die Validität der Hochschulzugangsberechtigung und führt theoretische Ansätze sowie frühere Studien zur Vorhersage des Studienerfolgs ein.

2. Methodisches Vorgehen: Hier werden das ex post facto Design, die Datenerhebung via Online-Fragebogen bei Masterstudierenden der Philipps-Universität Marburg und die Operationalisierung der Variablen (HZB, Zeitaufwand, Abschlussnote) detailliert beschrieben.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Analyse der Daten, inklusive der Prüfung der Regressionsvoraussetzungen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Pfadmodell und multipler Regression.

4. Diskussion: Die Ergebnisse werden in den theoretischen Kontext eingeordnet, Limitationen der Studie (wie die geringe Stichprobengröße und retrospektive Erhebung) erörtert und Implikationen für zukünftige Forschung sowie die Studierendenauswahl abgeleitet.

Schlüsselwörter

Studienerfolg, Psychologiestudium, Chancengleichheit, Hochschulzugangsberechtigung, Studienplatzvergabe, Auswahlkriterien, Studierendenauswahl, Bachelorstudium, Erwerbstätigkeit, Zeitmanagement, Validität, Regressionsanalyse, Masterstudierende, Bildungserfolg, Studienbelastung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Hochschulzugangsberechtigung (Abiturnote) ein valider Prädiktor für den Studienerfolg in Psychologie ist und welche weiteren Faktoren, wie zeitliche Belastungen, diesen Erfolg beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Themen Studienplatzvergabe, die Rolle der Abiturnote als Auswahlkriterium, die Vereinbarkeit von Studium und Erwerbstätigkeit sowie der Einfluss persönlicher Zeitgestaltung auf die Abschlussnote.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob die Abiturnote den Studienerfolg (operationalisiert als Bachelorabschlussnote) auch dann noch signifikant vorhersagt, wenn verschiedene zeitliche Belastungen statistisch kontrolliert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine retrospektive ex post facto Studie durchgeführt. Die Daten wurden mittels Online-Fragebogen bei N=41 Masterstudierenden erhoben und mittels multipler Regression sowie Pfadmodellen statistisch ausgewertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Literaturrecherche zur Eignungsdiagnostik, die Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie eine umfassende statistische Ergebnisdarstellung und deren kritische Diskussion.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Studienerfolg, Hochschulzugangsberechtigung, Erwerbstätigkeit während des Studiums, Selektionsverfahren und Eignungsdiagnostik im Psychologiestudium.

Warum wird die Abiturnote als Prädiktor kritisch hinterfragt?

Die Abiturnote wird kritisiert, da ihre Vergleichbarkeit zwischen Bundesländern und Schulen begrenzt ist und sie primär vergangene Schulleistungen bewertet, anstatt spezifische Eignungen für das Psychologiestudium abzubilden.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Relevanz der Untersuchung?

Der Autor schlussfolgert, dass neben der Abiturnote weitere Prädiktoren bei der Auswahl von Studierenden berücksichtigt werden sollten, um faire und wissenschaftlich fundierte Zulassungsverfahren zu gewährleisten.

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Detalles

Título
Chancengleichheit in der Hochschule? Prädiktoren des Studienerfolgs im Psychologiestudium
Universidad
University of Marburg  (Arbeitsgruppe Sozialpsychologie)
Calificación
1,0
Autor
Lukas Jäger (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
68
No. de catálogo
V1195547
ISBN (PDF)
9783346641786
ISBN (Libro)
9783346641793
Idioma
Alemán
Etiqueta
Studienerfolg Psychologiestudium Chancengleichheit Hochschulzugangsberechtigung Studienplatzvergabe Auswahlkriterien Studierendenauswahl Bachelorstudium Prädiktoren Selektion Abiturnote Multiple Regression Mediation PROCESS SPSS
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lukas Jäger (Autor), 2021, Chancengleichheit in der Hochschule? Prädiktoren des Studienerfolgs im Psychologiestudium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195547
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