Das Fach Amerikanistik in der Dewey Decimal Classification (DDC) und in der Göttinger Online Klassifikation (GOK)


Seminararbeit, 2006
21 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zur Dewey Decimal Classification (DDC) im englischsprachigen Raum
2.1 Einführung der Dewey Decimal Classification im deutschen Sprachraum

3. Das Fach Amerikanistik in der deutschen Ausgabe der DDC

4. Zur Göttinger Online Klassifikation (GOK)
4.1 Das Fach Amerikanistik in der GOK
4.2 GOK - Recherchebeispiele
Recherchebeispiel / sachverwandte Fachgruppen

5. Fazit

6. Quellen
6.1 Printquellen
6.2 Elektronische Quellen

1. Einführung

Die Dewey Decimal Classification (DDC) ist eine weltweit verbreitete Dezimalklassifikation. Sie wurde in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Die DDC wird regelmäßig aktualisiert. Gegenwärtig liegt im deutschen Buchhandel eine aktualisierte Ausgabe der DDC vor. Sie ist im Jahr 2005 in vier Bänden und Register im Saur Verlag erschienen.

An der Aktualisierung der deutschen Ausgabe der DDC ist aktiv eine Projektgruppe der Fachhochschule Köln beteiligt.

Die Göttinger Online Klassifikation (GOK) wurde im Jahr 1993 entwickelt. Sie wird bei der Online-Recherche der Bestände des Katalogs der SUB Göttingen genutzt. Der Katalog der SUB Göttingen wird online u.a. bei der Nutzung von Virtuellen Fachbibliotheken genutzt. Die SUB Göttingen betreut von ihr entwickelte Virtuelle Fachbibliotheken, welche auf den Beständen der Sondersammelgebiete der SUB Göttingen gründen.

In dieser Ausarbeitung soll es darum gehen, herauszufinden und festzuhalten, wie das Fach Amerikanistik in der DDC und der GOK repräsentiert ist.

Der eigentlichen Klärung der Aufgabenstellung werden jeweils einführende Informationen zur DDC und zur GOK vorangestellt.

2. Zur Dewey Decimal Classification (DDC) im englischsprachigen Raum

Die Dewey Decimal Classification wurde zwischen 1873 und 1876 von Melvil Dewey entwickelt und zuerst anonym unter dem Titel „A Classification and Subject Index for Cataloguing and Arranging the Books and Pamphlets of a Library“ veröffentlicht.[1] Zu dieser Zeit wurden Bücher nach ihren Standorten klassifiziert. Sie wurden in bestimmten Räumen einer Bibliothek aufbewahrt und nach den Räumen oder Regalen, in denen sie aufzufinden waren, nummeriert.

Wenn Bücher in einen anderen Raum transportiert wurden, mussten sie erneut klassifiziert werden. Deweys Erfindung, Bücher nach ihrem intellektuellen Inhalt zu kennzeichnen, bildet die Basis für Aufstellungssystematiken in Bibliotheken, wie wir sie heute kennen.

Die Dewey Decimal Classification ist ein hierarchisches Klassifikationssystem, das bei allgemeinen Disziplinen beginnt und sich zum Spezifischen hin voranarbeitet. Ähnlichkeiten zwischen bestimmten Disziplinen spielen eine entscheidende Rolle.[2]

Bei der DDC wird nach zehn Klassen unterschieden. Die jeweiligen Klassen zwischen 100 und 900 repräsentieren eine breite Disziplin oder eine Gruppe von Disziplinen, wobei in der Klasse 000 allgemeine Sachgebiete zusammengefasst werden, welche keine verwandten Disziplinen darstellen (z.B. Enzyklopädien).

Jede Klasse hat zehn Unterteilungen, die von der zweiten Ziffer ausgewiesen werden. Jede Unterteilung hat zehn Abschnitte, die von der dritten Ziffer einer Notation ausgewiesen werden.

Wenn spezifische Aspekte eines Faches angezeigt werden sollen, werden zur Notation weitere Ziffern hinzugefügt. M. Mortimer liefert für den Vorgang der Erweiterung ein Beispiel:[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es handelt sich um das Festhalten der Weiterführung der Klassifikation von untereinander verwandten Sachbereichen in der Notation.

Bei der DDC werden die verschiedenen Aspekte der Fächer in Indizes zusammengefasst. Beispiel: einige Einträge für das Thema „Metal“ sind im Index wie folgt aufgelistet:[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Um eine Übersicht über die verschiedenen Aspekte eines bestimmten Fachoberbegriffs zu schaffen, werden im Index miteinander verwandte Thematiken, die normalerweise unter verschiedenen Notationsklassen präsent sind, zusammengetragen.

Bei der DDC – Notation werden arabische Ziffern angewandt. Für den Aufbau einer Notation werden zuerst drei Ziffern verwendet. Ein dezimaler Punkt folgt der dritten Zahl, wenn die Notation mehr als drei Ziffern beinhalten soll. Im weiterführenden Verlauf der Notation erfolgt nach jeder dritten Ziffer ein Leerzeichen. Beispiel: 344.063 635 1. Das geschieht aus Gründen der Übersichtlichkeit von langen Zahlenreihen.

Wenn in einer Bibliothek kürzere Notationsziffern bevorzugt werden, können lange Notationen gekürzt werden. Beispiel: die Ziffer 025.4’31 meint, dass die vollständige Notationsziffer 025.431 lautet. Durch den stark verkürzten Eintrag 025.4 kann die längere Notationskette 025.431wiedergegeben werden, doch sind die Einträge bei Kürzungen, je nachdem, wie stark sie gekürzt worden sind, weniger spezifisch.

Die DDC war die erste Klassifikation, die ein Konzept für die Aufstellung von Bibliotheksbeständen lieferte. Das DDC – Notationssystem hat sich etabliert und ist international anerkannt.

2.1 Einführung der Dewey Decimal Classification im deutschen Sprachraum

Mitte 2003 wurde erstmalig eine ins Deutsche übersetzte Version der DDC veröffentlicht.[5] Bemühungen um eine Übertragung der DDC ins Deutsche haben jedoch bereits in den 90er Jahren ihren Anfang genommen. Bis in die 90er Jahre war die verbale Sacherschließung nach den RSWK das bevorzugte Sacherschließungssystem in Deutschland. Die Deutsche Bibliothek hat sich für eine Einführung der DDC in deutscher Übersetzung im deutschen Sprachraum eingesetzt.

In den 90er Jahren sind in diesem Zusammenhang von wissenschaftlichen Arbeitsgruppen Aktivitäten unternommen worden. Unter anderem durch die Empfehlungen der Expertengruppe Klassifikation des Deutschen Bibliotheksinstituts wurde im Jahr 1998[6] der Wunsch ausgesprochen, auch im deutschsprachigen Raum die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das Potential der mit der Dewey Decimal Classification erschlossenen Literatur des Auslandes zu nutzen. Für eine klassifikatorische Erschließung durch die Deutsche Bibliothek erschien der Expertengruppe Klassifikation die DDC aus folgenden Gründen geeignet:[7]

- die DDC wird in zahlreichen Nationalbibliographien angewendet
- ihre Notationen sind hierarchisch strukturiert und trunkierbar
- mit der DDC ist weltweit eine sehr große Menge von Titeln verknüpfbar
- die DDC wird auch als Aufstellungssystematik eingesetzt
- durch ein ständig arbeitendes Komitee wird sie laufend gepflegt
- häufig erscheinende Neuausgaben garantieren eine hohe Aktualität

Bei der Abwägung von Vor- und Nachteilen möglicher Alternativen (andere

Klassifikationen, z.B. RVK, BK, ASB, KAB, UDK)[8] zur DDC sind die folgenden Optionen der DDC ausschlaggebend für ihre Anwendung:[9]

- sie ist die einzige wirklich global, nicht nur multinational, verwendete Klassifikation

[...]


[1] s. M. Mortimer, Learn Dewey Decimal Classification, S. 13

[2] s. ebd., S. 14

[3] s. ebd., S. 14

[4] s.ebd., S. 15

[5] s. Einführung und Nutzung der Dewey Dezimal Classification (DDC) im deutschen Sprachraum, S. 62

[6] s. ebd., S. 7

[7] s. ebd., S. 7

[8] s. ebd., S. 44

[9] s. ebd., S. 45

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Das Fach Amerikanistik in der Dewey Decimal Classification (DDC) und in der Göttinger Online Klassifikation (GOK)
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V119571
ISBN (eBook)
9783640229352
ISBN (Buch)
9783640230884
Dateigröße
2211 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fach, Amerikanistik, Dewey, Decimal, Classification, Göttinger, Online, Klassifikation
Arbeit zitieren
Magdalena Jagelke (Autor), 2006, Das Fach Amerikanistik in der Dewey Decimal Classification (DDC) und in der Göttinger Online Klassifikation (GOK), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119571

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