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Mediale Darstellung von Kriminalität. Anhand der Sendung "Aktenzeichen...XY ungelöst"

Titel: Mediale Darstellung von Kriminalität. Anhand der Sendung "Aktenzeichen...XY ungelöst"

Hausarbeit , 2022 , 17 Seiten

Autor:in: Sebastian Baudrexl (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist die mediale Darstellung von Kriminalität im Fernsehen zur Aufklärung von echten Kriminalfällen gerechtfertigt?
Eingehens werden die für das Gesamtverständnis benötigten Begriffe geklärt. Begonnen wird mit der (Gewalt-)Kriminalität und der hintergründigen Problematik bei einer Definition derer. Darauf folgt eine Betrachtung des Medienbegriffs. Anschließend wird sich dem Beispiel „Aktenzeichen XY … ungelöst“ gewidmet. Nach der deskriptiven Beschreibung des Prinzips der TV-Sendung werden die zentralen Aspekte der Vertretbarkeit des Formats geschildert. Grundlegendes Werk und Ideengeber ist die Arbeit von Tobias Seewald, welcher sich ebenfalls mit der Fernsehsendung Aktenzeichen XY … ungelöst beschäftigte. In Begleitung von zahlreicher Sekundärliteratur unterschiedlichster Autoren wird nun mit der Definition von (Gewalt-)Kriminalität eingeleitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Gedanken

2. Zum Begriff der (Gewalt-)Kriminalität

2.1 Zur Problematik einer Definition der Kriminalität

2.2 Begriffliche Genese

2.3 Zum Begriff der Gewaltkriminalität

3. Der Begriff der Mediengewalt

3.1 Zum Begriff der Medien

3.2 Gewaltdarstellung in den Medien

4. Darstellung von (Gewalt-)Kriminalität in den Medien anhand des Beispiels „Aktenzeichen XY … ungelöst“

4.1 Ablauf der TV-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“

4.1.1 Gezielte Auswahl der Fälle

4.1.2 Darstellungsform „Filmfall“

4.2 Diskussion um die Darstellung medialer (Gewalt-)Kriminalität im Fernsehen am „Beispiel Aktenzeichen XY... ungelöst“

4.2.1 „Aktenzeichen XY … ungelöst“ als Menschenjagt

4.2.2 Problem der Nachahmung

4.2.3 Anstieg der Kriminalitätsfurcht

4.2.4 Wirkung von medial dargestellter Gewalt auf Individuen

4.2.5 Aufklärungsquote

5. Fazit

6. Abschließende Gedanken

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die mediale Darstellung von fiktiv nachgestellter (Gewalt-)Kriminalität im Fernsehen am Beispiel der Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“. Ziel ist es zu prüfen, ob die Darstellung derartiger Kriminalfälle durch die Intention der Aufklärung gerechtfertigt ist, wobei auch ethische Bedenken und medienwissenschaftliche Aspekte einbezogen werden.

  • Grundlagen der Kriminalsoziologie und Definition von Gewaltkriminalität
  • Medientheoretische Einordnung von Mediengewalt
  • Deskriptive Analyse des Sendungskonzepts „Aktenzeichen XY … ungelöst“
  • Diskussion über ethische und gesellschaftliche Auswirkungen der Darstellung (z. B. Kriminalitätsfurcht, Nachahmung)
  • Analyse der Aufklärungsquoten als Rechtfertigungsgrundlage

Auszug aus dem Buch

1. Einleitende Gedanken

„Alles, was Fernsehsender in ihrer aktuellen Berichterstattung im Bild zeigen, sollte tatsächlich geschehen sein. Aber nicht alles, was tatsächlich geschehen ist, sollte im Bild gezeigt werden“ (Kepplinger 1991, S. 204).

Diese Aussage traf der emeritierte Kommunikationswissenschaftler Kepplinger schon 1991 auf den Medientagen in München. Der erste Satz des Zitats bezieht sich auf den Wahrheitsgehalt von Berichterstattung. Vor allem Nachrichtensendungen wie die Tagesschau müssen darauf achten, dass ihre Informationen stets fundiert und richtig sind. Dieses normative Paradigma sollte unumstritten sein. Der zweite Teil des Zitats bietet hier mehr Diskussionspotenzial. Dieser Satz hat in den vergangenen rund 30 Jahren weder an Aktualität verloren, noch ist die hinter ihm stehende Frage geklärt. Die Grenze zwischen „vollumfänglichen Informieren“ und dem Brechen von moralischen Grenzen durch das Zeigen von unangemessenen Bildern wird immer wieder neu verhandelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Gedanken: Einführung in die Thematik der medialen Gewaltdarstellung und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Rechtfertigung von „Aktenzeichen XY … ungelöst“.

2. Zum Begriff der (Gewalt-)Kriminalität: Theoretische Auseinandersetzung mit Kriminalität, insbesondere unter Verwendung der Anomietheorie, und Definition von Gewaltkriminalität.

3. Der Begriff der Mediengewalt: Definition von Medienbegriffen und Analyse der verschiedenen Formen medialer Gewaltdarstellung (fiktiv vs. real).

4. Darstellung von (Gewalt-)Kriminalität in den Medien anhand des Beispiels „Aktenzeichen XY … ungelöst“: Detaillierte Untersuchung des Sendungsablaufs, der Auswahlkriterien sowie eine kritische Diskussion der Auswirkungen auf Gesellschaft und Individuum.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rechtfertigung der Sendung, gestützt auf die hohen Aufklärungsquoten und die Entkräftung zentraler Gegenargumente.

6. Abschließende Gedanken: Reflexion über den Wandel der gesellschaftlichen Wahrnehmung von True-Crime-Formaten und die psychologische Faszination am realen Verbrechen.

Schlüsselwörter

Aktenzeichen XY, Gewaltkriminalität, Kriminalsoziologie, Mediengewalt, Anomietheorie, Fernsehsendung, Aufklärungsquote, True-Crime, Medienwirkung, Kriminalitätsfurcht, Sozialwissenschaft, Gewaltprävention, Mediendarstellung, Kriminalistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern die mediale Darstellung von (Gewalt-)Kriminalität in Unterhaltungsformaten ethisch vertretbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Kriminalsoziologie, die Medienwirkungsforschung sowie die ethische Reflexion über True-Crime-Formate im Fernsehen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, ob die nachgestellte Darstellung von Gewaltkriminalität in der Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ durch den Nutzen der Aufklärung von Straftaten legitimiert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien (insb. Anomietheorie) sowie einer deskriptiven Analyse des Formats „Aktenzeichen XY … ungelöst“ unter Einbeziehung offizieller Kriminalstatistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsdefinition von Kriminalität und Medien, die detaillierte Beschreibung des Sendungskonzepts sowie eine ausführliche Diskussion von Kritikpunkten wie der „Menschenjagd“ oder der Gefahr der Nachahmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kriminalsoziologie, Gewaltkriminalität, Mediengewalt, True-Crime, Aufklärungsquote und Anomietheorie geprägt.

Warum spielen die „Filmfälle“ in der Sendung eine so zentrale Rolle?

Filmfälle dienen als zentrales Darstellungsmerkmal, da sie durch ihre filmsemiotische Struktur und Wirklichkeitsnähe dazu beitragen, das Interesse des Publikums zu steigern, was wiederum für die Aufklärungsquote relevant ist.

Wie bewertet der Autor die Kritik an der Sendung als „Menschenjagd“?

Der Autor ordnet diese Kritik historisch ein und stellt fest, dass sie durch die Professionalisierung der Auswahlkriterien und die enge Zusammenarbeit mit den Ermittlungsbehörden über die Jahre an Bedeutung verloren hat.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediale Darstellung von Kriminalität. Anhand der Sendung "Aktenzeichen...XY ungelöst"
Hochschule
Universität Augsburg
Autor
Sebastian Baudrexl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1195763
ISBN (PDF)
9783346629449
ISBN (Buch)
9783346629456
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mediale darstellung kriminalität anhand sendung aktenzeichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Baudrexl (Autor:in), 2022, Mediale Darstellung von Kriminalität. Anhand der Sendung "Aktenzeichen...XY ungelöst", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195763
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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