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Latente Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Title: Latente Steuern im Einzelabschluss nach dem  Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Project Report , 2008 , 25 Pages

Autor:in: Henrike Kersting (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland ist Teil der Globalisierung. Damit verbunden ist die Internationalisierung diverser Märkte, auf denen nicht nur Großkonzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen agieren: Güter-, Dienstleitungs- und Kapitalmärkte. Der Trend der Internationalisierung zeichnet sich gleichermaßen in der Rechnungslegung der einzelnen Unternehmen ab, denn kapitalmarktorientierte Unternehmen sind seit dem Geschäftsjahr 2005 verpflichtet internationale Rechnungslegungsstandards bei der Erstellung ihrer Jahresabschlüsse zu beachten.

Um die Abschlüsse nach HGB und IFRS vergleichbarer zu machen, hat das Bundeskabinett am 21. Mai 2008 den Entwurf des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) beschlossen. In der Neufassung des HGB wird das derzeit angewandte deutsche Handelsrecht gestärkt durch Elemente internationaler Rechnungslegungsstandards. Ziel ist es insbesondere das bestehende Recht einerseits nicht aufzugeben und andererseits zu einer vollwertigen, aber kostengünstigeren und einfacheren Alternative zu den internationalen Rechnungslegungsstandards weiterzuentwickeln. Des Weiteren soll durch das BilMoG die Informationsfunktion handelsrechtlicher Abschlüsse durch die neu hinzugefügten IFRS-Elemente betont werden.

Die Abgrenzung aktiver und passiver latenter Steuern wird durch das BilMoG deutlich umfassender und klarer geregelt als nach jetzigem Recht und es ergeben sich hinsichtlich Ermittlung, Bewertung und Ausweis latenter Steuern umfangreiche Änderungen.

In dieser Arbeit werden sowohl die Grundlagen der Steuerabgrenzung als auch die zukünftigen Neuerungen durch das BilMoG (inkl. Vergleich zur Behandlung nach geltendem Recht) dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Ansatz latenter Steuern

2.1 Begriff der latenten Steuern nach § 274 HGB

2.2 Aktive latente Steuern

2.3 Passive latente Steuern

3. Abgrenzung und Bewertung latenter Steuern

3.1 Abgrenzung nach dem Temporary- und dem Timing-Konzept

3.2 Bewertungsmethoden und demnach anzuwendender Steuersatz

3.3 Abzinsungsverbot

4. Ausweis latenter Steuern

4.1 Charakter des Bilanzpostens

4.2 Saldierungsge- bzw. -verbot

5. Erläuterung im Anhang

6. Erleichterung für kleine Kapitalgesellschaften

7. Anwendungsbeispiel

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Projektarbeit analysiert die grundlegenden Neuregelungen zur Abgrenzung, Bewertung und zum Ausweis latenter Steuern im Einzelabschluss, wie sie durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) im deutschen Handelsrecht eingeführt wurden.

  • Konzeptioneller Vergleich zwischen Timing-Konzept und Temporary-Konzept
  • Bilanzierung aktiver und passiver latenter Steuern nach aktuellem und zukünftigem Recht
  • Methodik der Bewertung und Anwendung des Saldierungsverbots
  • Anforderungen an den Anhang und spezifische Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften
  • Praktische Veranschaulichung der neuen Vorschriften an einem durchgehenden Anwendungsbeispiel

Auszug aus dem Buch

3.1 Abgrenzung nach dem Temporary- und dem Timing-Konzept

Im Folgenden geht es um die Frage, nach welchen Methoden latente Steuern grundsätzlich abgegrenzt werden können. Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt entweder nach dem Guv-orientierten Timing-Konzept oder nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept. Nach jetzigem Recht werden latente Steuern durch die Methode des Timing-Konzepts abgegrenzt. Der Regierungsentwurf sieht jedoch vor, das umfassendere Temporary-Konzept in das deutsche Handelsrecht zu übernehmen.

Das Timing-Konzept, das sich an der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) orientiert, bezieht nur jene Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen in die Steuerabgrenzung mit ein, deren Entstehung und Umkehrung sich in der GuV niederschlagen.

In diesem Zusammenhang wird zwischen zeitlich unbegrenzten Differenzen (permanent differences) und zeitlich begrenzten Differenzen (timing differences) unterschieden.

Als permanente Differenzen werden solche kategorisiert, die in einer Periode entstehen, sich jedoch im Zeitablauf nicht wieder ausgleichen werden. Die Entstehung dieser Differenzen liegt darin, dass es Aufwendungen bzw. Erträge gibt, die nur in der Steuerbilanz oder nur in der Handelsbilanz erfasst werden. Solche Differenzen entstehen z.B. bei einer steuerrechtlich nicht abzugsfähigen Abschreibung auf Grundstücke. Im Rahmen des Timing-Konzepts werden permanente Differenzen nicht abgegrenzt, da der Steueraufwand folgender Perioden nicht beeinflusst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Globalisierungstrend und den Entwurf des BilMoG, um Abschlüsse nach HGB und IFRS vergleichbarer zu machen.

2. Ansatz latenter Steuern: Dieses Kapitel definiert den Begriff der latenten Steuern und differenziert zwischen aktiven und passiven Latenzen sowie deren Entstehungsursachen.

3. Abgrenzung und Bewertung latenter Steuern: Hier werden das Timing-Konzept und das Temporary-Konzept gegenübergestellt sowie Bewertungsmethoden und das Abzinsungsverbot erörtert.

4. Ausweis latenter Steuern: Das Kapitel behandelt den Bilanzpostencharakter sowie den Übergang vom Saldierungswahlrecht zum Saldierungsverbot.

5. Erläuterung im Anhang: Es werden die erweiterten Anforderungen an die Anhangsangaben gemäß der Neuregelungen beschrieben.

6. Erleichterung für kleine Kapitalgesellschaften: Hier wird aufgezeigt, inwieweit kleine Kapitalgesellschaften von den Ermittlungs- und Ausweispflichten befreit sind.

7. Anwendungsbeispiel: Ein konkretes Fallbeispiel veranschaulicht die Anwendung der neuen temporären Differenzen und die daraus resultierenden Buchungen.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die wesentlichen Änderungen zusammen und bewertet die Bedeutung der Neuregelungen für die Aussagekraft der Jahresabschlüsse.

Schlüsselwörter

BilMoG, HGB, Latente Steuern, Steuerabgrenzung, Temporary-Konzept, Timing-Konzept, Aktive latente Steuern, Passive latente Steuern, Jahresabschluss, Bilanzierung, Steuerbilanz, Handelsbilanz, Liability-Methode, Saldierungsverbot, Verlustvorträge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Änderungen der Bilanzierung latenter Steuern im Einzelabschluss, die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) in Deutschland initiiert wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Übergang vom Timing-Konzept zum Temporary-Konzept, der Aktivierungspflicht, dem neuen Saldierungsverbot und den Anforderungen an die Anhangsangaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Neuregelungen darzustellen, die eine höhere Transparenz und Vergleichbarkeit der handelsrechtlichen Abschlüsse im internationalen Kontext schaffen sollen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Analyse und rechtsvergleichende Untersuchung auf Basis des Gesetzesentwurfs der Bundesregierung und relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erläutert die konzeptionellen Grundlagen der Abgrenzung, die Bewertungsmethoden, die spezifischen Ausweisvorschriften und die Handhabung bei kleinen Kapitalgesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Latente Steuern, BilMoG, HGB, Temporary-Konzept und Steuerabgrenzung charakterisieren.

Warum ist das Temporary-Konzept umfassender als das Timing-Konzept?

Das Temporary-Konzept bezieht jede Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenz ein, die zu einer Steuerbe- oder -entlastung führt, und ist somit bilanzorientiert statt nur GuV-orientiert.

Wie unterscheidet sich der Ausweis nach BilMoG von der bisherigen Praxis?

Künftig müssen aktive und passive latente Steuern unsaldiert in einem gesonderten Bilanzposten ausgewiesen werden, anstatt sie wie bisher teilweise saldiert oder als Rückstellung zu behandeln.

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Details

Title
Latente Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Author
Henrike Kersting (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V119582
ISBN (eBook)
9783640232192
ISBN (Book)
9783640232284
Language
German
Tags
Latente Steuern Einzelabschluss Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henrike Kersting (Author), 2008, Latente Steuern im Einzelabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119582
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