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Subprimekrise - Hintergründe, Risikoelemente und Folgen

Title: Subprimekrise - Hintergründe, Risikoelemente und Folgen

Seminar Paper , 2008 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Uwe Trambo et al. (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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"Risk-taking is a natural way of increasing your relative success, but, of course, there’s a downside to it, what we’re seeing right now in the economy" (Borenstein 2008, p. 1)
Dieses Zitat lässt sich sehr gut auf Finanzgeschäfte übertragen. Nur in den wenigsten Fällen sind hohe Renditen ohne zusätzliches Risiko erzielbar. Verbunden mit dem allgemeinen Komplexitätszuwachs der Finanzprodukte innerhalb der letzten Jahre ist ein vernünftiges Risikomanagement unabdingbar geworden. (Moore and Brauneis 2008, p. 23)
In den vergangenen Monaten beherrschte die Subprimekrise die Medien wie kaum ein anderes Thema. Hiobsbotschaften aus der Finanzwelt waren an der Tagesordnung. Privatinsolven-zen, milliardenschwere Abschreibungen vieler Finanzunternehmen und der Börsencrash Anfang des Jahres sind zumindest teilweise darauf zurückzuführen.
In der folgenden Seminararbeit werden sowohl die Hintergründe der Finanzkrise sowie mögliche Risikoelemente, die mit dieser Krise in Verbindung stehen, dargestellt. Zu Beginn wird ein Überblick über die Finanzkonstrukte und Akteure, welche diese veräußern, gegeben. Anschließend wird erläutert, wie es zu dieser Krise kam und wie sie sich über die Zeit entwickelte. Im vierten Kapitel geht die Arbeit auf die Folgen der Finanzkrise für die internationalen Märkte ein. Dabei wird der Fokus nicht allein auf den Finanzsektor, sondern auch auf die Weltwirtschaft gerichtet. Abschließend werden die Erkenntnisse der Seminararbeit zusammengefasst und auch eventuelle weitere Folgen dieser Krise kritisch hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Subprimekrise

2.1 Grundzüge der Verbriefung

2.2 Arten der Asset Backed Securities

2.3 Asset Backed Commercial Papers

2.4 Conduit-Transaktionen

2.5 Structured Investment Vehicle-Transaktionen

3 Zeitlicher Verlauf der Subprimekrise

3.1 Beginn

3.2 Verbreitung

4 Auswirkungen der Subprimekrise auf die internationalen Finanzmärkte

4.1 US-Markt

4.2 Europa

4.2.1 England

4.2.2 Deutschland

4.2.3 Spanien

4.3 Asien

4.3.1 Japan

4.3.2 China

5 Risiken der Subprimekrise

5.1 Risikotransferfunktion der Asset Backed Securities

5.2 Risiken verbunden mit der Subprimekrise

5.2.1 Kreditvergabestandards

5.2.2 Fristentransferrisiko und Liquiditätstransferrisiko

6 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, den zeitlichen Verlauf und die globalen Auswirkungen der Subprimekrise. Sie analysiert die komplexen Finanzinstrumente der Verbriefung, beleuchtet die Rolle von Akteuren wie Zweckgesellschaften und diskutiert die daraus resultierenden Risiken für das internationale Finanzsystem sowie die wirtschaftliche Lage einzelner Regionen.

  • Mechanismen der Verbriefung und Asset Backed Securities (ABS)
  • Die Rolle von Conduit- und Structured Investment Vehicle-Transaktionen
  • Verlauf und globale Ausbreitung der Subprimekrise
  • Regionale Auswirkungen in den USA, Europa und Asien
  • Risikoarten und Risikomanagement im Finanzsektor

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundzüge der Verbriefung

Unter Verbriefung, auch als „Securitisation“ bezeichnet, versteht man die Umwandlung von nichthandelbaren Aktiva in handelbare Wertpapiere. Am Beispiel einer Bank betrachtet, werden auf der Grundlage von Krediten, die auf der Aktivseite der Bankbilanz verbucht sind, Wertpapiere generiert, die an den Kapitalmärkten gehandelt werden können. Für die Banken ergeben sich daraus zwei entscheidende Vorteile: zum einen fließt ihnen Liquidität zu, zum anderen übertragen sie ihr Kreditrisiko an andere Kapitalmarktteilnehmer. (Brenken und Papenfuß 2007, S. 14 - 15)

Um ein Grundverständnis für die Ursachen und die Wirkungsweise zu erzeugen, wird nachfolgend die True Sale Verbriefung beschrieben.

Zunächst bildet der Forderungsinhaber, auch Originator genannt, aus seinem vorhandenen Kreditportfolio ein Subportfolio, das er zur Verbriefung bereitstellen will. Dieses Subportfolio kann mehrere tausend Einzelforderungen umfassen, was innerhalb des Portfolios zu einer gewissen Diversifikation führt. Im nächsten Schritt wird nun dieses Kreditportfolio an eine allein zu diesem Zweck gegründete Zweckgesellschaft, ein so genanntes Special Purpose Vehicle (SPV), verkauft. Da das SPV über keine eigenen Aktiva verfügt, emittiert es Wertpapiere, die am Kapitalmarkt veräußert werden, um den Kauf des Kreditportfolios zu finanzieren. Diese Wertpapiere werden als ABS, zu Deutsch forderungsunterlegte Wertpapiere, bezeichnet. (Perridon und Steiner 2007, S. 437; Brenken und Papenfuß 2007, S. 15) Die ABS werden in der Folge von Investoren erworben, welche sich durch den Kauf der Wertpapiere Ansprüche auf Zins- und Tilgungszahlungen sichern. (Bär 1998, S. 27) Die Anleger haben nur Forderungsansprüche gegen die Zweckgesellschaft, nicht aber gegen den Originator. Ihre Forderungen werden allein durch Zuflüsse aus dem verbrieften Kreditportfolio bedient. (Brenken und Papenfuß 2007, S. 16) Um einen korrekten Ablauf der Verbriefungstransaktion sicherzustellen, werden in der Praxis meist so genannte Arranger mit einbezogen. (Blaeser-Benfer 2005, S. 5) Außerdem werden regelmäßig Treuhänder eingesetzt, die dafür sorgen, dass die Interessen der Investoren gewahrt werden. (Krahnen 2005, S. 20)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Subprimekrise für die Finanzwirtschaft und definiert den Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen der Subprimekrise: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen der Verbriefung, verschiedene ABS-Arten, Conduit-Strukturen sowie die Bedeutung von Structured Investment Vehicles.

3 Zeitlicher Verlauf der Subprimekrise: Der Abschnitt beschreibt die Entstehung der Krise durch exogene Einflüsse und die Ausbreitung des „originate and distribute“-Modells.

4 Auswirkungen der Subprimekrise auf die internationalen Finanzmärkte: Es werden die Auswirkungen der Krise auf die USA, europäische Länder wie England, Deutschland und Spanien sowie asiatische Märkte analysiert.

5 Risiken der Subprimekrise: Das Kapitel befasst sich mit Definitionen von Risiko, der Risikotransferfunktion von ABS sowie spezifischen Problemen bei Kreditvergabestandards und Fristentransformationen.

6 Erkenntnisse und Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die staatlichen Interventionen und reflektiert über zukünftige Risiken und Regulierungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Subprimekrise, Verbriefung, Asset Backed Securities, ABS, Zweckgesellschaft, SPV, Conduit, Structured Investment Vehicle, Risikomanagement, Finanzmärkte, Hypotheken, Kreditrisiko, Liquidität, Originator, Tranchierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Subprimekrise, ihre Ursachen im Bereich der Finanzprodukte und ihre Auswirkungen auf das globale Finanzsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf Verbriefungsprozessen (Securitisation), der Funktionsweise von Zweckgesellschaften und den Risiken bei der kurzfristigen Refinanzierung langfristiger Kreditportfolios.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen den Finanzmärkten aufzuzeigen und zu klären, welche Chancen und Risiken durch die Handelsstrukturen für die Akteure entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Finanzkonstrukten und Marktereignissen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Verbriefung, den historischen Verlauf der Krise, die länderspezifischen Auswirkungen und eine detaillierte Risikobetrachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Subprimekrise, Verbriefung, ABS, Zweckgesellschaft, Risikomanagement und Liquidität.

Welche Rolle spielten die Zweckgesellschaften in der Krise?

Zweckgesellschaften (Conduits/SIVs) dienten dazu, langfristige Hypotheken durch kurzfristige Wertpapiere (ABCP) zu finanzieren. Dies führte bei ausbleibender Nachfrage nach diesen Papieren zu massiven Liquiditätsproblemen.

Warum war die Krise in Deutschland spürbar?

Deutsche Banken, insbesondere die IKB und die Sachsen LB, waren stark in Verbriefungsprodukte und entsprechende Conduits involviert, was durch den Vertrauensverlust an den Finanzmärkten zu akuten Liquiditätsengpässen führte.

Wie unterscheidet sich die Situation in Spanien von anderen Ländern?

Spanien war zwar ebenfalls von der Krise betroffen, konnte jedoch durch restriktivere Kreditregeln und ein spezielles Rücklagensystem („dynamic provision“) die Folgen besser abfedern als Länder mit weniger regulierten Märkten.

Welche Bedeutung haben die Rating-Agenturen für die Krise?

Den Rating-Agenturen wird eine Mitschuld zugeschrieben, da die Komplexität der verbrieften Produkte oft unterschätzt wurde und die Agenturen die Risiken der Tranchen anhand unzureichender Faktoren bewerteten.

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Details

Title
Subprimekrise - Hintergründe, Risikoelemente und Folgen
College
University of Augsburg
Course
Risikomanagement
Grade
1,0
Author
Uwe Trambo et al. (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V119597
ISBN (eBook)
9783640232796
ISBN (Book)
9783640232871
Language
German
Tags
Subprimekrise Hintergründe Risikoelemente Folgen Risikomanagement ABS CDO MBS Mortgage Kredit Hypothek Immobilie Subprime Finanzkrise Liquidität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Trambo et al. (Author), 2008, Subprimekrise - Hintergründe, Risikoelemente und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119597
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