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Eisenbahn in England

Title: Eisenbahn in England

Seminar Paper , 2007 , 30 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Jutta Klinglmüller (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit werde ich chronologisch vorgehen, weswegen ich mit den Verkehrswegen vor der Zeit der Eisenbahn beginnen werde. Die Beschäftigung mit Chausseen und Kanälen ist an dieser Stelle wichtig, weil nur dadurch die Vor- und Nachteile der späteren Innovation der Eisenbahn ersichtlich werden. Schon lange vor der eigentlichen Eisenbahn kamen in Bergwerken hölzerne Karren mit Rädern in Einsatz, welche auf Schienen verliefen und so die anstrengende Arbeit in den Minen um ein Vielfaches erleichterten. Diese Urahnen der Eisenbahn wurden in späterer Folge durch die Innovation der Dampfmaschine und anderen technischen Erneuerungen in etwa zu dem was wir uns heute unter einer Eisenbahn vorstellen. Bezüglich des Erfinders der Eisenbahn gibt es konträre Ansichten. Einige wenige Autoren, wie zum Beispiel Ralf Roth, sprechen von einem Prozess und weniger von einer Erfindung, der Großteil der Sachbuchautoren nennen Stephenson als Erfinder und wieder andere weisen darauf hin, dass eigentlich Trevithick vor Stephenson eine funktionstüchtige Eisenbahn geschaffen hatte. In Bezugnahme auf Stephenson möchte ich dann weiters über die ersten Eisenbahnstrecken berichten sowie über die Probleme und Lösungsversuche, welche die Errichtungen mit sich brachten. Die Eisenbahn konnte sich bald etablieren und hatte natürlich auch große Auswirkungen auf die Gesellschaft. An dieser Stelle werde ich auch kurz versuchen die Reaktionen der Menschen zu dem neuen Verkehrsmittel wiederzuspiegeln. Verkehrsmittel funktionieren natürlich nicht ohne Finanzierung und Organisation. Mit dem Wort Organisation schwingt auch das Wort Vereinheitlichung mit, welche unter anderem die Zeit betrifft. Mit einem kurzen Exkurs über die „Entdeckung“ der Zeit werde ich meine Arbeit schließlich auch beenden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

0.1. Meine Motivation für dieses Thema

0.2 Literaturlage

0.3. Forschungsstand

0.4. Definition von Eisenbahn

0.5. Fragestellungen

0.6. Hypothesen

0.7. Aufbau der Arbeit

1 Das alte Verkehrssystem und seine Innovationen

1.1. Chausseenbau

1.2 Kanalbau

1.3 Vorteile der Eisenbahn gegenüber den Straßen- und Kanalwegen

2 Eisenbahn

2.1. Geburt im Bergwerk

2.2 Warum ist England das Mutterland der Eisenbahn?

3. Technische Vorläufer

3.1. Dampfmaschine

3.2. Dampfmobil

4. Die Erfinder der Eisenbahn

4.1. Richard Trevithick

4.2. George Stephenson

4.3. Wer war nun der eigentliche Erfinder der Eisenbahn?

5 Die ersten Eisenbahnverbindungen

5.1. Darlington – Stockton

5.2. Manchester – Liverpool

5.2.1. Starlight-Express: Das Rennen der Lokomotiven

6 Folgen der Innovation der Eisenbahn

6.1. Auswirkungen auf die Gesellschaft

6.2. Reaktionen der Menschen

7 Organisationsform

7.1. Individualverkehr vs. Transportmonopole

7.2. Finanzierung

8. Die „Entdeckung“ der Zeit

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Eisenbahn in England bis zum Jahr 1840, analysiert den technologischen Innovationsprozess sowie die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die britische Gesellschaft während der frühen Industrialisierung.

  • Evolution des Transportsystems von Straßen und Kanälen zur Schiene.
  • Die kontroverse Frage nach dem „eigentlichen“ Erfinder der Eisenbahn (Trevithick vs. Stephenson).
  • Technologische Meilensteine und der Aufstieg von Eisenbahnverbindungen wie Stockton-Darlington und Manchester-Liverpool.
  • Sozioökonomische Folgen wie Mobilität, Arbeitsmarktveränderungen und die Standardisierung von Zeit.
  • Die Bedeutung von Finanzierung und privatwirtschaftlicher Organisation in der Frühphase.

Auszug aus dem Buch

4.2. George Stephenson

George Stephenson sah bereits in seiner Kindheit die von Pferden gezogenen Kohlewagen an seinem Fenster vorbeirollen und in seiner späteren Arbeitsstätte, dem Bergwerk, sah er sie dann jeden Tag. Mit 20 Jahren hatte er es zum Maschinenmeister gebracht. George erlernte zu dieser Zeit auch Lesen und Schreiben und verfolgte mit dieser Ausbildung sein großes Ziel Ingenieur zu werden. Sein Geschick bei Verbesserungen und Reparaturen von Maschinen machten ihn weitläufig als Maschinendoktor bekannt. Mit 23, als er das erste Mal den Dampfwagen von Trevithick zu Gesicht bekam, wollte er dann nichts anderes mehr als Eisenbahnbauer zu werden. In den folgenden Jahren studierte er alle erdenklichen Erfindungen die ihm auf diesem Gebiet weiter helfen konnten und prüfte sie – hingegen ihrer Erfinder – auch auf ihre Wirtschaftlichkeit.

Das Angebot Stephensons – eine schnelle, sichere und preiswerte Maschine zu bauen, die Kohle transportieren konnte – lockte auch die Investoren. Er bekam den Auftrag und präsentierte am 25. Juli 1814 seine erste Lokomotive auf der Pferdeeisenbahn von Killingworth. Die Lokomotive – namens Blücher – zog acht Wagen mit 30 Tonnen Last. Mit diesem Erfolg machte er natürlich von sich reden. Mit jeder Maschine die er baute kamen auch kleine Neuerungen dazu. 1822 konnte er für einen schwer reichen Grubenbesitzer in der Grafschaft Durham eine weitere Bahn eröffnen, auf der 17 Wagen 64 Tonnen Kohle beförderten.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation der Autorin, die Literaturlage, den Forschungsstand sowie die Definition der Eisenbahn als technologisches Ensemble und formuliert die zentralen Fragestellungen und Hypothesen.

1 Das alte Verkehrssystem und seine Innovationen: Das Kapitel beschreibt den Zustand des Chaussee- und Kanalbaus vor der Eisenbahn und arbeitet die Überlegenheit der neuen Schienentechnologie hinsichtlich Energieeffizienz und Witterungsunabhängigkeit heraus.

2 Eisenbahn: Hier wird der Ursprung der Eisenbahn im Bergbau beleuchtet und dargelegt, warum England als Mutterland der Eisenbahn fungierte und welche Rolle der Gütertransport für die Industrielle Revolution spielte.

3. Technische Vorläufer: Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Dampfmaschine und den frühen Experimenten mit Dampfmobilen, die trotz technischer Mängel die mechanische Alternative zum Pferdebetrieb vorbereiteten.

4. Die Erfinder der Eisenbahn: Dieses Kapitel widmet sich den Rollen von Richard Trevithick als technischem Pionier und George Stephenson als Innovator, der durch wirtschaftliche Strategien die weltweite Verbreitung der Eisenbahn ermöglichte.

5 Die ersten Eisenbahnverbindungen: Es werden die Projekte Stockton-Darlington und Manchester-Liverpool detailliert geschildert, inklusive der Überwindung politischer und technischer Widerstände durch Pionierarbeit.

6 Folgen der Innovation der Eisenbahn: Das Kapitel analysiert den sozialen Wandel durch gestiegene Mobilität, neue Arbeitsplätze sowie die ambivalenten Reaktionen der Bevölkerung gegenüber der neuen Technik.

7 Organisationsform: Hier wird der Übergang von privatwirtschaftlich organisierten lokalen Bahnen hin zur Notwendigkeit einheitlicher Transportmonopole sowie die Finanzierung der frühen Eisenbahnstrecken erläutert.

8. Die „Entdeckung“ der Zeit: Der Abschnitt diskutiert die Bedeutung der Eisenbahn für die Etablierung von Pünktlichkeit, Normalzeit und die Einführung der ersten Kursbücher.

9. Resümee: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen, verifiziert die aufgestellten Hypothesen und reflektiert über die historische Zwangsläufigkeit des technologischen Wandels.

Schlüsselwörter

Eisenbahn, England, Industrielle Revolution, Dampfmaschine, George Stephenson, Richard Trevithick, Stockton-Darlington, Manchester-Liverpool, Kohletransport, Infrastruktur, Mobilität, Aktiengesellschaften, Zeit, Pünktlichkeit, Bahninnovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und frühen Entwicklung der Eisenbahn in England im Zeitraum von den Anfängen bis 1840, wobei sie sowohl technische Aspekte als auch sozioökonomische Faktoren beleuchtet.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die technologischen Vorläufer, die Rolle einflussreicher Pioniere, die ersten konkreten Bahnprojekte sowie die Auswirkungen der Eisenbahn auf den Arbeitsmarkt, den Handel und die Wahrnehmung von Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Eisenbahn als Innovationsprozess zu verstehen, die Rolle von Trevithick und Stephenson kritisch einzuordnen und zu prüfen, inwieweit die Eisenbahn den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in England vorantrieb.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin wählt ein chronologisches Vorgehen, ergänzt durch die Analyse zeitgenössischer Literatur, technischer Entwicklungsberichte sowie Wirtschaftsdaten, um ihre Hypothesen zum Eisenbahnbau zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Verkehrswege vor der Eisenbahn, die technischen Vorläufer wie die Dampfmaschine, die Erfinderpersönlichkeiten sowie den Aufbau und die Folgen der ersten Eisenbahnstrecken für die Gesellschaft und Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Industrialisierung, Eisenbahn, England, Dampftechnik, wirtschaftlicher Wandel und Infrastruktur.

Warum wird Richard Trevithick als der eigentliche Erfinder bezeichnet?

Die Autorin argumentiert, dass Trevithick die notwendigen technischen Komponenten (Schienen, Räder, Dampfkraft) erstmals zu einem funktionsfähigen System zusammenfügte, auch wenn seine Erfindung kommerziell weniger erfolgreich war als die von Stephenson.

Welchen Einfluss hatte die Eisenbahn auf die "Entdeckung der Zeit"?

Die Eisenbahn erforderte für einen sicheren und effizienten Betrieb einen koordinierten Fahrplan, was zur Einführung von Minutenangaben, einer Standardisierung der Zeit und schließlich zur Entwicklung des ersten Kursbuches führte.

Wie widerlegt die Autorin ihre These zur sozialen Ungleichheit?

Sie widerlegt die Annahme, dass die Eisenbahn bis 1840 nur der Oberschicht zugutekam, indem sie aufzeigt, dass sie auch zur Mobilität der Unterschichten beitrug und durch billigere Kohletransporte die Güterpreise für die breite Bevölkerung senkte.

Welche Rolle spielten die Kanäle im Wettbewerb mit der Eisenbahn?

Obwohl die Eisenbahn effizienter war, blieb das Kanalnetz auch nach 1840 noch lange in Betrieb und war wirtschaftlich bedeutend, da es in einigen Regionen zunächst noch kostengünstigeren Gütertransport bot.

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Details

Title
Eisenbahn in England
College
University of Salzburg  (Geschichte)
Course
Transportsysteme und historischer Wandel. Zur Geschichte der Eisenbahn von den Anfängen bis zum 1. Weltkrieg.
Grade
1,25
Author
Jutta Klinglmüller (Author)
Publication Year
2007
Pages
30
Catalog Number
V119626
ISBN (eBook)
9783640235551
ISBN (Book)
9783640235629
Language
German
Tags
Eisenbahn England Transportsysteme Wandel Geschichte Eisenbahn Anfängen Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jutta Klinglmüller (Author), 2007, Eisenbahn in England , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119626
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