Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit - Kinder- und Jugendhilfe

Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Titel: Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Joline Königs (Autor:in)

Soziale Arbeit - Kinder- und Jugendhilfe
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Leitfrage, die in dieser Arbeit also beantwortet wird, ist Folgende: Wie können die Interessen und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen in der Kinder- und Jugendhilfe erkundet und genutzt werden, um diese für ihre persönliche Entwicklung und für die Eröffnung diesbezüglicher Angebote und Maßnahmen zu nutzen? In der stationären Kinder- und Jugendhilfe werden die Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr betreut und von den Pädagog:innen begleitet, ohne die Alternative anderorts zu leben. Außerdem wird der Zusammenhang zwischen Partizipation und (Selbst-)Bildung der Kinder und Jugendlichen aufgezeigt und analysiert.

Dazu kommt, dass Partizipation von Kindern und Jugendlichen mit Demokratiebildung eng einher geht, sowie dem Grundverständnis von Gerechtigkeit Häufig fehlt es den Kindern und Jugendlichen an Möglichkeiten und Gegebenheiten wie zum Beispiel in Form von Räumen, in denen sie die Gelegenheit bekommen, sich selbst einzubringen und ihre Ressourcen auszuschöpfen. Um ein Ergebnis auf die Fragestellung finden zu können, werden zunächst die Begrifflichkeiten und Verwendungen der Partizipation und der stationären Kinder- und Jugendhilfe jeweils erläutert. Dazu gehören zum Beispiel auch die rechtlichen Grundlagen, in denen die Handlungsmöglichkeiten festgelegt sind.

Zwischen den gegebenen Informationen wird dann ein Zusammenhang geknüpft, sodass näher auf die Partizipation in der stationären Kinder und Jugendhilfe eingegangen werden kann. Dies ist unterteilt in die Rollen der Kinder und Jugendlichen, sowie die der Pädagog:innen. Zusätzlich werden die Problematiken und Herausforderungen beleuchtet und in den Kontext eingebunden. Anschließend folgt eine Zusammenführung bereits gefundener und neuer Erkenntnisse. Zum Abschluss wird die Fragestellung gezielt beantwortet und alle Inhalte mit einer kritischen Betrachtung zusammengefasst, worauf der Ausblick und die Einordnung in den Seminarkontext folgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Partizipation

2.1 Partizipationsbegriff

2.2 Wofür ist Partizipation sinnvoll?

2.3 Warum Partizipation für Kinder und Jugendliche?

3 Kinder- und Jugendhilfe

3.1 Was ist die stationäre Kinder- und Jugendhilfe?

3.2 Rechtliche Grundlagen in der Kinder- und Jugendhilfe

4 Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

4.1 Rolle der Kinder und Jugendlichen

4.2 Rolle der Pädagog*innen

5 Problematik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe implementiert werden kann, um die Interessen und Ressourcen der jungen Menschen für ihre persönliche Entwicklung gezielt zu nutzen und zu fördern.

  • Grundlagen des Partizipationsbegriffs und dessen Bedeutung für die Entwicklung.
  • Die gesetzlichen und strukturellen Rahmenbedingungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe.
  • Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung durch Kinder und Jugendliche im Alltag.
  • Die zentrale Rolle der pädagogischen Fachkräfte bei der Schaffung von Partizipationsräumen.
  • Herausforderungen und Machtasymmetrien im pädagogischen Setting.

Auszug aus dem Buch

2.1 Partizipationsbegriff

Der Begriff der Partizipation lässt sich vom lateinischen Wort „participatio“ ableiten, was so viel bedeutet wie Teilhabe und Mitwirkung. Die Partizipation ist ein Gestaltungsprinzip, welches es Menschen ermöglicht in verschiedenen Formen Entscheidungen zu treffen und ihre eigenen Interessen zu vertreten. Dadurch wird die Gelegenheit geboten, dass Menschen einbringen können und die Verantwortung für ihren eigenen Erfolg tragen (vgl. BMZ 2020). Das betrifft Menschen jeden Alters; sowohl Kinder, als auch Jugendliche oder Erwachsene. Diese haben verschiedenste Optionen, ihre eigene Position zu vertreten, sowie Anliegen zu äußern, damit diese wahrgenommen und aufgegriffen werden.

In den meisten Fällen ist es so, dass der Wunsch nach Partizipation dem eigenen Interesse dient und „[...] Engagierte oder Betroffene aus eigenem Antrieb oder Leidensdruck ihre Situation verbessern wollen“ (Straßburger; Rieger 2019, S. 14).

Jedoch ist nicht jede Möglichkeit, in der Menschen sich zu einem bestimmten Thema äußern können Partizipation. So gibt es Vorstufen und Stufen der Partizipation. Der Unterschied liegt darin, dass bei Vorstufen der Partizipation der Eindruck vermittelt wird, dass mitentschieden werden darf, bei Stufen der Partizipation ist jedoch ein viel größerer Spielraum und eine höhere Transparenz der Rahmenbedingungen (vgl. Straßburger; Rieger 2019, S. 18f.).

Die verschiedenen Ebenen der Partizipation, manchmal auch durch eine Partizipationspyramide dargestellt, bestehen aus dem Informieren über ein mögliches Vorhaben oder ein Thema, an dem derjenige interessiert ist und reichen bis zur Umsetzung und Darlegung der eigenen Interessen, beispielsweise in Zivilgesellschaftlichen Eigenaktivitäten. Dazwischen liegen unter anderem die Einbringung von Ideen oder auch die Entscheidungsfreiheit nutzen zu dürfen, das sind beispielsweise organisatorische oder inhaltliche Entscheidungen, in beispielsweise institutionellen Verfahren (vgl. Straßburger; Rieger 2019, S. 28ff.). In welcher Ebene der Partizipation gehandelt wird lässt sich durch verschiedene Qualitätskriterien prüfen. Kontrolliert wird beispielsweise die Freiwilligkeit, die Ernsthaftigkeit und die Wirksamkeit. Dafür müssen die Strukturen aufgebrochen und Transparenz geschaffen werden, um Beginn an die Rollen, Rechte und Entscheidungsspielräume klar zu kommunizieren (vgl. AGJ 2018, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 Partizipation: Das Kapitel definiert den Begriff der Partizipation und erläutert dessen Bedeutung sowie die verschiedenen Stufen und Ebenen der Mitwirkung.

3 Kinder- und Jugendhilfe: Es erfolgt eine begriffliche Einordnung der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie eine Erläuterung der zugehörigen rechtlichen Grundlagen.

4 Partizipation in der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Hier wird analysiert, wie Beteiligung im Alltag der stationären Hilfe praktisch umgesetzt wird und welche Rollen Kinder, Jugendliche sowie Pädagog*innen dabei einnehmen.

5 Problematik: Das Kapitel beleuchtet Hindernisse, Machtasymmetrien und Risiken, die eine erfolgreiche Partizipation in der stationären Hilfe erschweren können.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und reflektiert die Bedeutung der Partizipation als pädagogisches Handlungsprinzip.

Schlüsselwörter

Partizipation, Kinder- und Jugendhilfe, stationäre Wohnformen, Mitbestimmung, Pädagogik, Kindeswohl, Demokratiebildung, Selbstbestimmung, Teilhabe, Machtstrukturen, Rechtsgrundlagen, Erziehungshilfe, Empowerment, Bildungsauftrag, Rechte von Kindern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe eine aktive Teilhabe und Mitbestimmung an ihrem Lebensumfeld zu ermöglichen.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Felder sind der theoretische Partizipationsbegriff, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Jugendhilfe nach dem SGB VIII sowie die praktische Umsetzung von Beteiligungsprozessen im stationären Alltag.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie die Interessen und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen in der stationären Hilfe explizit erkundet und genutzt werden können, um ihre persönliche Entwicklung zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Fachpublikationen zur Partizipationspädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Darstellung der rechtlichen Grundlagen und eine detaillierte Analyse der Rollenverteilung zwischen den betreuten Jugendlichen und den pädagogischen Fachkräften.

Was zeichnet diese Arbeit aus?

Die Arbeit verbindet den abstrakten Anspruch auf Partizipation mit den sehr spezifischen, oft herausfordernden Bedingungen der stationären Heimerziehung.

Warum ist Partizipation gerade in der Heimerziehung so komplex?

Aufgrund der institutionellen Rahmenbedingungen und der vorhandenen Machtasymmetrien, wie etwa der Verfügungsgewalt über Ressourcen durch die Pädagog*innen, ist eine gleichberechtigte Beteiligung oft erschwert.

Welche Rolle spielen die Pädagog*innen bei der Partizipation?

Pädagog*innen fungieren als Ermöglicher, die durch Transparenz, klare Regeln und die bewusste Öffnung von Entscheidungsräumen eine Kultur der Beteiligung schaffen müssen.

Gilt Partizipation auch als Menschenrecht für Kinder?

Ja, das Dokument betont, dass Partizipation unter anderem durch die UN-Kinderrechtskonvention und das SGB VIII rechtlich verbrieft ist und somit einen hohen Stellenwert besitzt.

Was sind die größten Hindernisse für Partizipation laut der Arbeit?

Zu den Hindernissen gehören fehlende Strukturen, mangelnde Aufklärung über Mitspracherechte, die Unsicherheit von Pädagog*innen im Umgang mit Machtabgabe sowie die spezifischen Vorerfahrungen der Kinder.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,2
Autor
Joline Königs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1196287
ISBN (PDF)
9783346646699
ISBN (Buch)
9783346646705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Partizipation Kinder- und Jugendhilfe Mitbestimmung Entwicklung Angebote Maßnahme stationär Partizipationsbegriff Rechtliche Grundlagen Rolle Problematik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joline Königs (Autor:in), 2021, Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1196287
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum