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Tiergestützte Therapien. Geschichte und Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Menschen und Tieren

Die Besonderheit der Mensch-Pferd-Beziehung und der Einsatz des Pferdes in Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sport

Title: Tiergestützte Therapien. Geschichte und Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Menschen und Tieren

Diploma Thesis , 2008 , 145 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin Stefanie Nicole Waurig (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Die heutige Gesellschaft scheint zweigespalten im Umgang mit den Tieren und der
Umwelt. Früher waren sie Nutztiere, die der Lebenserhaltung und Ernährung der
Menschen dienten. Heute gelten einige Tiere als „Helfer und Heiler“, sind manchmal gar Partnerersatz und werden aufwendig umsorgt und gepflegt. Es gibt (Wellness-) Hotels für den geliebten Vierbeiner, homöopathische Therapien, kostspielige medizinische Versorgungen und Operationsmöglichkeiten und Tierfriedhöfe. Tiere fungieren als Servicetiere, zum Beispiel als Begleithund für Körperbehinderte oder für Blinde, aber auch Katzen, Schafe, Lamas und andere Nutztiere werden in Besuchsdiensten oder Therapien eingesetzt. Mit der Entdeckung positiver Wirkfaktoren durch die Tiere wird von der Entwicklung eines neuen Wissenschaftszweiges, der „Mensch-Tier-Beziehung“, gesprochen,1 dessen Konturen noch nicht ganz klar sind. Strenggenommen hätte diese Wissenschaft noch nicht einmal einen Namen.2 „Im Spiel sind folgende Wissenschaften: menschliche und tierische Verhaltensforschung,
allgemeine und spezielle Psychologien, Psychoanalyse und Psychiatrie, Soziologie, Pädagogik, Gerontologie, Sozialisationsforschung, Human- und Veterinärmedizin.“3 Andererseits nimmt die Umweltzerstörung (siehe den oft genannten „Klimawandel“) und damit auch die Ausrottung von Tierarten zu. In Tierversuchen, Massentierhaltungen und „modernen“ Züchtungen werden Tiere gequält und dienen der menschlichen Gesellschaft ohne Rücksicht auf ihre Empfindungen. Der Alltag des Menschen wird vielfach technisiert und dabei scheint die Sehnsucht nach der Natur zu wachsen. Slogans wie „Zurück zur Natur“ oder „Urlaub auf dem Bauernhof“ hört man vielfach. Es sei daher die Herausforderung des 21. Jahrhunderts, der zunehmenden Umweltzerstörung entgegen zu wirken und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Umwelt und Mensch anzustreben.4 Der Mensch scheint zu merken, dass er ohne die Natur und den Bezug dazu (in Form von Tieren) nicht leben kann und ihm etwas fehlt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Mythologie und Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung

3.1 Mythologie

3.2 Geschichte

3.2.1 Christliche Religion und der Wandel der Mensch-Tier-Beziehung

3.3 Ambivalente Beziehung in der modernen Gesellschaft

4. Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Tier

4.1 Verbundenheit der Menschen und Tiere und Erklärungsversuche der therapeutischen Wirkung

Scheldrakes morphologische Felder

4.1.1 Gemeinsame Evolutionsgeschichte

4.1.2 Biophilie- Hypothese

4.1.3 Du- Evidenz

4.1.4 Weitere theoretische Ansätze

4.2 Kommunikation von Menschen, Tieren und miteinander

5. Wirkungen und Lerneffekte der Mensch-Tier-Beziehung

5.1 Tiere als Therapeuten?

5.1.2 Ein Beispiel für tiergestützte Therapie mit Kindern und Jugendlichen

Eckpfeiler der Therapie

5.2 Wirkungen auf Körper und Geist

5.2.1 Wirkungen auf die Physis des Menschen

5.2.2 Auswirkung auf seelischer und geistiger Ebene

„Eisbrecher“-Funktion der Tiere

Emotionale Unterstützung

Vertrauen und Akzeptanz

Auswirkungen im nicht-therapeutischen Kontext

Schlussfolgerung

5.3 Tiere als Rückbesinnung auf die Natur (des Menschen)

5.4 Tiere in der Resozialisierung

Forensische Resozialisierung in den USA

Resozialisierung in Deutschland

6. Kinder und Tiere

6.1 Autistische Kinder

6.2 Tiergestützte Kinderpsychotherapie

7. Entwicklung und Geschichte der tiergestützten Pädagogik und Therapie zum heutigen Handlungsfeld

7.1 Begriffserklärungen und Definitionen

7.1.1 AAA-Animal Assisted Activity

7.1.2 AAT- Animal Assisted Therapy

7.1.3 TIPS

8. Kontraindikationen für die Haltung von Tieren und deren Einsatz in der Therapie und Pädagogik

8.1 Gesundheitliche Risiken

8.2 Einwände gegen Tierbeziehungen

8.3 Kontraindikationen zum Therapeutischen Reiten

9. Geschichte der Beziehung von Menschen und Pferden und dessen Bedeutung in Mythologie und Religion

9.1 Eine gemeinsame Geschichte

9.2 Das Pferd in Mythologie und Religion

10. Besonderheiten der Beziehung zwischen Mensch und Pferd

10.1 Wesen der Pferde und Interaktion mit dem Menschen

10.1.1 Wesen und Kommunikation

10.1.2 Heilende Interaktionen und Stimuli durch das Pferd

10.1.2.1 Emotionale Ebene

10.1.2.2 Körperliche Nähe- taktile Stimulation

10.1.2.3 Bewegung auf und mit dem Pferd- vestibuläre Stimulation

Wirken von Bewegung und Rhythmus des Tieres

Rhythmisch bewegen lassen

Gleichgewicht schulen und Eigenwahrnehmung fördern

Inneres verändern durch äußere Bewegung

Verknüpfungen im Gehirn gefördert

Biofeedback für den Reiter

Bewegungserfahrungen für Kinder

10.1.2.4 Selbsterfahrung im Umgang mit dem Pferd

10.1.3 Pferde spiegeln den Menschen

10.2 Mädchen und Pferde

10.3 Pferde für Senioren

Zusammenfassung 10. Kapitel

11. Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit dem Pferd

11.1 Internationale Geschichte des Therapeutischen Reitens

Wissenschaftliche Fundierung

11.2 Reiten in der Medizin

11.2.1 Hippotherapie (Medizin, Physiotherapie)

Definition

Klientel

Physische Wirkungen

Bewegung neu lernen

Psychische Wirkungen

11.2.2 Therapeutisches Reiten in der Therapie nach Herzerkrankungen

11.3 Das Pferd in der Psychotherapie

11.3.1 Klientel

11.3.2 Begriffsbestimmung der Pferdegestützten Psychotherapie

Psychodynamisches Erklärungsmodell

11.3.3 Position und Verhalten des Therapeuten

11.3.4 Drei Ebenen der Beziehung und möglicher Widerstand

11.3.5 Therapeutisches Setting und jeweilige Wirkung

Arbeiten in der Gruppe und anschließendes Verbalisieren des Erlebten

11.3.6 Therapeutische Wirkfaktoren durch das Tier

Motorische Selbsterfahrung

Angst bewältigen und Grenzen setzen

Beziehungsarbeit

Nonverbale Kommunikation

Identifikationsobjekt

Möglichkeiten bei verschiedenen Störungsbildern

11.3.7 Das Pferd in der Arbeit mit traumatisierten Menschen

11.3.7.1 Definition Trauma

11.3.7.2 Mögliche Verhaltensweisen und Auffälligkeiten traumatisierter Menschen

Therapie in drei Phasen

11.3.7.3 Heilende Wirkungen durch das Therapeutische Reiten

Angst und Ohnmacht überwinden- Kontrolle gewinnen

Grenzen setzen und Verhalten neu lernen

Sicherheit und Vertrauen bieten

Zusammenfassung

11.4 Behindertenreitsport

11.4.1 Integration und Rehabilitation für den Behinderten

11.4.2 Besonderheiten in der Ausbildung

11.4.3 Reiten mit verschiedenen Einschränkungen

11.5 Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren (Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie)

11.5.1 Darstellung der Begriffe

11.5.2 Therapeutisches Setting

11.5.2.1 Anforderungen an den Therapeuten und seine Beziehung zum Klienten

„Sachorientierte Partnerschaft“

11.5.3 (Lern-) Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd

11.5.3.1 Beziehung und Dialog

11.5.3.2 Emotionale und kognitive Lernerfahrungen

11.5.3.3 Soziales Lernen in der Reitgruppe

11.5.3.4 Das Pferd als Unterstützung für Kinder und Heranwachsende

Der Reitstall als Lernfeld

11.5.4 Verschiedene Durchführungsformen im Heilpädagogischen Reiten und Voltigieren

11.5.5 Heilpädagogisches Voltigieren (HPV)

Durchführung

Klientel

11.5.5.1 Individuelle Ziele und wie sie erreicht werden können

Ängste abbauen

Vertrauensvolle Beziehungen

Selbstwertgefühl stabilisieren

Konzentrationsfähigkeit

Prozesse in der Gruppe

11.5.6 Heilpädagogisches Reiten (HPR)

HPR als Weiterentwicklung gegenüber dem HPV

Durchführung

11.5.6.1 Wirkungen im HPR

Beziehungen in der Gruppe

Mit dem Pferd konstruktiv auseinander setzen

11.5.7 Sprachtherapie durch Reiten

11.5.8 Erlebnispädagogik mit dem Pferd

11.5.8.1 Begriff der Erlebnispädagogik und Verbindung zum Therapeutischen Reiten

11.5.8.2 Erlebnispädagogische Wanderritte

11.6 Finanzierungsmöglichkeiten des Therapeutischen Reitens

Hippotherapie

Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren

12. Das Therapiepferd

12.1 Eigenschaften eines Therapiepferdes

Körpergröße

Rücken

Geschlecht und Farbe

Rasse

12.1.1 Anatomie

12.1.2 Interieur

12.2 Ausbildung des Therapiepferdes

Bodenarbeit

Longenarbeit

Therapiebezogenes Training

12.3 Therapiebegleitendes Training- Abwechslung schaffen

12.4 Artgerechte Haltung

13. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den therapeutischen Nutzen der Mensch-Tier-Beziehung, mit einem besonderen Fokus auf der Mensch-Pferd-Beziehung. Es wird analysiert, wie Pferde in den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sport gezielt zur Unterstützung und Heilung eingesetzt werden können, um bei verschiedenen Klientengruppen physische, seelische und soziale Entwicklungsprozesse zu fördern.

  • Historische und mythologische Grundlagen der Beziehung zwischen Mensch und Tier
  • Theoretische Erklärungsansätze für die therapeutische Wirkung von Tieren
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen des Pferdes in der Therapie
  • Besonderheiten in der Ausbildung und Haltung von Therapiepferden
  • Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten für therapeutische Reitangebote

Auszug aus dem Buch

3.1 Mythologie

Sagenumwoben sind die Halb-Mensch/Halb-Tier-Wesen, welche in beinah jeder Kultur zu finden sind. Die Sphinx, ein ägyptisches Steinbild in Löwengestalt mit Menschkopf; der Zentaur, welcher der griechischen Fabelwelt entstammt (Pferdeleib mit menschlichem Oberkörper), pelzfüßige Trolle, Meerjungfrauen, Engel, Minotaurus (griechisches Sagenwesen, halb Mensch- halb Stier) trieben mit den Menschen Handel und waren ihnen hilfreich - im Alltag wie im Erleben des Mystischen. Zugleich demonstrieren sie die enge Verbindung von Mensch und Tier.

Die Frühmenschen glaubten daran, dass jede Kreatur eine unverwundbare, unsterbliche Seele besitzt und jede Tierart einen Wächtergeist besitzt, der das Töten eines Tieres rächen wird. Um diesen zu besänftigen, wurde Tiere zur Gottheit erhöht. Die Menschen begegneten den Jagdtieren mit großem Respekt, Ehrerbietung und Achtung seiner Fähigkeiten, brachten nach Erlegen des Tieres Sühneopfer, gaben Gastmahle zu Ehren des Tieres und besangen die Auferstehung von diesem in den Himmel. Wahrscheinlich dienten die Höhlenmalerein von Pferden, Auerochsen, Mammuten, Bären, Nashörner u.a. der Versöhnung mit den gejagten Tieren, sie sollten in den Bildern weiterleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autorin beschreibt ihre persönliche lebenslange Verbundenheit zu Tieren und ihre Motivation, das Thema "Therapie & Pädagogik mit Tieren" wissenschaftlich zu erschließen.

2. Einleitung: Es wird die Ambivalenz der modernen Gesellschaft im Umgang mit Tieren dargestellt, zwischen deren Instrumentalisierung und der wachsenden Sehnsucht nach einer heilsamen Mensch-Tier-Beziehung.

3. Mythologie und Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel beleuchtet, wie religiöse und kulturelle Einflüsse im Wandel der Zeit das Verständnis von Tieren als heilige Wesen oder bloße Nutztier-Objekte geprägt haben.

4. Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Tier: Hier werden theoretische Erklärungsversuche wie die Biophilie-Hypothese und morphologische Felder diskutiert, um die therapeutische Kraft der Mensch-Tier-Interaktion zu begründen.

5. Wirkungen und Lerneffekte der Mensch-Tier-Beziehung: Das Kapitel thematisiert die psychischen und physischen Vorteile des Tierkontakts, darunter die stressmindernde Wirkung und die Rolle von Tieren als "soziale Katalysatoren" in der Therapie.

6. Kinder und Tiere: Es wird erläutert, wie Kinder durch den frühen Kontakt mit Tieren soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen erlernen und wie insbesondere autistische Kinder von der nonverbalen Kommunikation profitieren.

7. Entwicklung und Geschichte der tiergestützten Pädagogik und Therapie zum heutigen Handlungsfeld: Die Entwicklung des Handlungsfeldes von ersten Ansätzen bis hin zur heutigen differenzierten Definition von AAA, AAT und TIPS wird nachgezeichnet.

8. Kontraindikationen für die Haltung von Tieren und deren Einsatz in der Therapie und Pädagogik: Dieses Kapitel adressiert gesundheitliche Risiken (Antropozonosen) sowie psychologische Bedenken, etwa bei einer pathologischen Fixierung auf das Tier.

9. Geschichte der Beziehung von Menschen und Pferden und dessen Bedeutung in Mythologie und Religion: Es wird die tiefe kulturhistorische Verbindung zwischen Mensch und Pferd analysiert, die sich von frühen Jagdbeziehungen bis hin zur heutigen Partnerschaft entwickelt hat.

10. Besonderheiten der Beziehung zwischen Mensch und Pferd: Die spezifischen Charakteristika des Pferdes, wie seine nonverbale Kommunikation und die Eignung als Spiegel des menschlichen Verhaltens, werden in diesem Kapitel detailliert untersucht.

11. Tiergestützte Therapie und Pädagogik mit dem Pferd: Das umfangreichste Kapitel beschreibt die verschiedenen medizinischen und pädagogischen Ansätze, wie Hippotherapie und Heilpädagogisches Reiten, und ihre Wirksamkeit bei spezifischen Störungsbildern.

12. Das Therapiepferd: Die Autorin legt dar, welche Anforderungen an ein Therapiepferd in Bezug auf Wesen, Anatomie und Ausbildung gestellt werden, um den Einsatz für das Tier vertretbar zu machen.

13. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Tiere keine menschlichen Kontakte ersetzen können, aber als wertvolle, wissenschaftlich fundierte Ergänzung heilsame Impulse in der modernen Therapie setzen.

Schlüsselwörter

Tiergestützte Therapie, Heilpädagogisches Reiten, Mensch-Tier-Beziehung, Hippotherapie, Psychotherapie, Inklusion, Resozialisierung, Biophilie-Hypothese, Reittherapie, Pädagogik, Entwicklungsförderung, Psychomotorik, Pferdesport, Traumaarbeit, Selbsterfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Mensch und Tier, mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Einsatz des Pferdes in der Pädagogik, Psychologie, Medizin und im Sport.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst die historische Entwicklung der Mensch-Tier-Beziehung, theoretische Erklärungsmodelle zur Wirkung, praktische Einsatzformen wie Hippotherapie und Heilpädagogisches Reiten sowie die notwendige Ausbildung und Haltung von Therapiepferden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie tiergestützte Ansätze bei Menschen mit verschiedenen Störungsbildern therapeutisch wirksam sind und dass eine ganzheitliche Arbeit mit Pferden über bloßes Reiten hinausgeht.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung internationaler Studien, um die verschiedenen therapeutischen Wirkfaktoren wie Kommunikation, Motorik und psychische Stabilisierung zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Bindung und eine detaillierte Ausarbeitung der verschiedenen Fachbereiche des Therapeutischen Reitens, inklusive spezifischer Indikationen und pädagogischer Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Tiergestützte Therapie, Heilpädagogisches Reiten, Mensch-Tier-Beziehung, Hippotherapie, Psychotherapie und psychomotorische Förderung aus.

Wie unterscheidet sich die "Hippotherapie" vom "Heilpädagogischen Reiten"?

Die Hippotherapie ist eine medizinische, krankengymnastische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage, während beim Heilpädagogischen Reiten (HPR) pädagogische und psychologische Lernprozesse und die allgemeine Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund stehen.

Welche Rolle spielt das Pferd als "Spiegel des Menschen"?

Pferde reagieren instinktiv und unmittelbar auf die unbewussten Stimmungen und Verhaltensweisen des Menschen, was dem Klienten eine direkte, aber urteilsfreie Rückmeldung über sein eigenes Handeln gibt.

Kann jedes Pferd als Therapiepferd eingesetzt werden?

Nein, die Autorin betont, dass ein Therapiepferd eine spezifische grundständige Ausbildung und ein besonderes Wesen (Ruhe, Kontaktfreudigkeit, Sensibilität) benötigt, um sowohl den Anforderungen der Therapie als auch dem Wohl des Tieres gerecht zu werden.

Warum ist das "Galoppieren" in der Therapie von besonderem Wert?

Der Galopp erfordert Mut und die Überwindung von Ängsten, wirkt beschwingend und fördert das Gefühl des "Getragenwerdens", was zur emotionalen Öffnung und zur Steigerung des Selbstvertrauens beim Reiter beitragen kann.

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Details

Title
Tiergestützte Therapien. Geschichte und Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Menschen und Tieren
Subtitle
Die Besonderheit der Mensch-Pferd-Beziehung und der Einsatz des Pferdes in Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sport
College
Leipzig University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin Stefanie Nicole Waurig (Author)
Publication Year
2008
Pages
145
Catalog Number
V119643
ISBN (eBook)
9783640226559
Language
German
Tags
Tiergestützte Therapien Geschichte Nutzen Beziehung Menschen Tieren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin Stefanie Nicole Waurig (Author), 2008, Tiergestützte Therapien. Geschichte und Nutzen der heilenden Beziehung zwischen Menschen und Tieren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119643
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