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Die geheimnisvollen Buchstaben des Korans

Titre: Die geheimnisvollen Buchstaben des Korans

Thèse de Bachelor , 2008 , 36 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Maritana Larbi (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Arabe
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In der islamischen Tradition und zum größten Teil auch in der westlichen Orientalistik geht man davon aus, dass der Koran das authentische Wort des Propheten Mohammed ist. Allerdings stellt der Koran
kein leicht zu erschließendes Buch dar. Daher entwickelten sich von Anfang an in der islamischen Welt zahlreiche exegetische Koranwissenschaften,ʽulūm al-Qurʼān, die allesamt die verschiedensten Frage rund um den Koran zu klären
versuchen.Eine dieser Wissenschaften ist die Wissenschaft von ḥurūf al-fawātiḥ, also Wissenschaft von 29 Siglen des Korans, die aus unterschiedlichen
Kombinationen von Buchstaben des arabischen Alphabets bestehen. Sie stehen
unmittelbar nach der einleitenden Formel basmala, meistens als erster Vers am Anfang der Suren.
Das Tema diese Arbeit ist eine Untersuchung des Problems von der
Ursprung und der Bedeutung dieser koranischen Siglen. Um dieses Thema näher zu erläutern, war es sinnvoll, am Anfang der Arbeit zuerst eine
Übersicht über die Geschichte der Offenbarung und ihre Niederschrift zu geben und zwar im Bezug auf die Ereignisse, die für diese Fragestellung von Bedeutung sein könnten, also die Sammlung des Korans unter dem Propheten bis zum seiner kanonischen Endredaktion unter dem kalifen Utman. Im zweiten Teil der Arbeit wird gezeigt, wie Siglen im Koran aufgeteilt sind und durch welche besonderen Merkmale sie gekennzeichnet sind. Anschließend wird ein allgemeiner
Überblick über die Deutungsversuche sowohl seitens der islamischen als auch der
westlichen Forschung dargestellt, ohne dass hier eine bestimmte These bevorzugt wird.Im Vorfeld ist zu sagen, dass trotz aller Bemühungen bis jetzt nicht gelungen ist, der Lösung dieses Rätsels näher zu kommen. Vielmehr spricht man bei allen Versuchen, sei es aus einer islamischen Tradition oder aus der Sicht einer westlichen historisch-kritischen Forschung, von einer Willkür der Erklärungsvorschläge. Das betrifft vor allem viele Deutungen der Zeichen als Abbreviaturen, die sich „im Reiche der unbegrenzten Möglichkeiten“ bewegen. Im Vorfeld kann man nur betonen, dass alle möglichen Versuche die Bedeutung und den Ursprung der Siglen zu erschließen, Mutmaßungen bleiben, die bis
jetzt nicht eindeutig bewiesen werden konnten und wahrscheinlich auch nicht mehr
bewiesen werden können. Das Phänomen der „geheimnisvollen“ Buchstaben unterstreicht noch einmal alle Schwierigkeiten, die genauso bei der Suche nach der Aufklärung auch anderer koranischer Streitfragen auftreten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte des Korans in der islamischen Geschichtsschreibung

2.1 Die Sammlung des Korans unter dem Propheten

2.2 Die ʽuṯmānische Redaktion des Korans

2.3 Vor-ʽuṯmānische Kodizes

2.4 Zusammenfassung

3. Die koranischen Siglen

3.1 Einleitungsverse der „chiffrierten“ Suren

3.2 Verszählung

3.3 Surennamen

3.4 Siglen in den vor-ʽuṯmānischen Sammlungen

4. Erklärungstheorien zu Ursprung und Bedeutung von Siglen

4.1 Die Siglen aus der islamischen Sichtweise

4.1.1 Die klassischen Interpretationen der Siglen

4.1.2 Die modernistische Deutung der Siglen als „mathematisches Wunder des Korans“

4.2 Deutungsversuche der Siglen in der westlichen Orientalistik

4.2.1 Die Deutungsversuche nach Eduard GOOSSENS

4.2.2 Sigle als technische Zeichen für die Länge der Suren nach Hans BAUER

4.2.3 Sigle als Abbreviaturen im Zusammenhang mit dem Redaktionsprozess bei Werner SCHMUCKER

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ursprung und die Bedeutung der sogenannten „geheimnisvollen Buchstaben“ (Siglen), die am Anfang zahlreicher Suren des Korans stehen. Ziel ist es, den Forschungsstand sowohl aus der traditionell-islamischen Perspektive als auch aus der historisch-kritischen westlichen Orientalistik kritisch gegenüberzustellen und die verschiedenen Erklärungstheorien auf ihre Plausibilität und wissenschaftliche Fundierung zu prüfen.

  • Die Entstehungs- und Sammlungsgeschichte des Korans.
  • Strukturelle Besonderheiten der „chiffrierten“ Suren.
  • Klassische islamische Deutungsansätze (Abbreviaturen, mystische Zeichen).
  • Westlich-orientalistische Forschung zu technischen Funktionen und Redaktionsprozessen.
  • Kritische Auseinandersetzung mit modernen numerologischen Interpretationen.

Auszug aus dem Buch

3. Die koranischen Siglen

Die 29 Siglen verteilen sich über die erste Hälfte des Korans in den ersten 68 Suren. Sie stehen am Anfang der Sure im ersten oder als erster Vers unmittelbar nach der einleitenden Formel basmala. Entscheidend dabei ist, dass die Siglen nie mitten im Korantext selbst stehen: „die Siglen werden dadurch aus dem Texte herausgehoben und als nicht zu ihm gehörig kenntlich gemacht“. Aus diesem Grunde werden sie in der islamischen Koranforschung al-ḥurūf al-muqaṭṭaʽa oder ḥurūf al-fawātih genannt, was isolierte/getrennte bzw. eröffnende Buchstaben bedeutet. Sie bilden keine eigenständigen Wörter und werden wie die Buchstaben des arabischen Alphabets gelesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Koranforschung ein und stellt die Relevanz der „geheimnisvollen“ Buchstaben für das Verständnis des Offenbarungstextes dar.

2. Die Geschichte des Korans in der islamischen Geschichtsschreibung: Dieses Kapitel erläutert die traditionelle islamische Sicht auf die Sammlung des Korans vom Propheten bis zur kanonischen Redaktion unter Uthman.

3. Die koranischen Siglen: Hier werden die formalen Merkmale der Siglen, deren Positionierung im Korantext sowie ihre Verteilung in den verschiedenen Suren beschrieben.

4. Erklärungstheorien zu Ursprung und Bedeutung von Siglen: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der islamischen und westlich-orientalistischen Deutungsversuche, von der klassischen Exegese bis hin zur modernen mathematischen Analyse.

5. Schlussfolgerung: Die abschließende Betrachtung fasst die Forschungsprobleme zusammen und betont, dass eine eindeutige Lösung für die Bedeutung der Siglen nach wie vor aussteht.

Schlüsselwörter

Koran, Siglen, Offenbarung, Islamische Tradition, Koranredaktion, Uthman, Westliche Orientalistik, Abbreviaturen, Surenanfänge, Exegese, Historisch-kritische Forschung, Buchstabensymbolik, Mathematisches Wunder, Suren, ḥurūf al-fawātiḥ.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung der sogenannten „geheimnisvollen Buchstaben“ (Siglen), die am Anfang vieler Suren im Koran stehen und deren Ursprung und Bedeutung bis heute ein ungelöstes Rätsel der Koranforschung darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Sammlungsgeschichte des Korans, die strukturelle Analyse der Siglen sowie der Vergleich zwischen der traditionellen islamischen Exegese und modernen historisch-kritischen Deutungsansätzen der westlichen Orientalistik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Fülle an Erklärungsansätzen für die Siglen zu sichten, kritisch zu bewerten und darzustellen, warum bisher keine einheitliche wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen gefunden werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt einen komparativen, historisch-kritischen Ansatz, indem sie vorliegende Quellen aus der islamischen Gelehrsamkeit sowie Forschungsergebnisse westlicher Islamwissenschaftler analysiert und miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Entstehungsgeschichte des Korans sowie die besonderen Merkmale der „chiffrierten“ Suren beleuchtet. Anschließend erfolgt eine tiefgehende Diskussion verschiedener Theorien – von der Interpretation als Abbreviaturen bis hin zu modernen numerologischen Ansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Koran, Siglen, Koranredaktion, Exegese und historisch-kritische Forschung charakterisiert.

Wie stehen die Siglen mit der chronologischen Anordnung der Suren in Verbindung?

Einige Forscher vermuten, dass die Siglen technische Funktionen hatten, um Surengruppen zu markieren, die unabhängig von der späteren kanonischen Längeneinordnung der Suren ursprünglich zusammengehörten.

Warum ist die Bedeutung der Siglen aus Sicht der Forschung so schwierig zu klären?

Die Schwierigkeit liegt darin, dass keine zeitgenössischen Belege existieren und selbst die frühen Kommentatoren keine gesicherte Tradition über die genaue Funktion dieser Buchstaben besaßen, was zu einer Vielzahl oft willkürlicher Deutungsversuche führte.

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Résumé des informations

Titre
Die geheimnisvollen Buchstaben des Korans
Université
University of Bonn
Note
1,3
Auteur
Maritana Larbi (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
36
N° de catalogue
V119681
ISBN (ebook)
9783640226702
ISBN (Livre)
9783640227914
Langue
allemand
mots-clé
Buchstaben Korans
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maritana Larbi (Auteur), 2008, Die geheimnisvollen Buchstaben des Korans, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119681
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Extrait de  36  pages
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