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www.politicsgoesblog.com - wie die amerikanischen Weblogs zu mehr Demokratie verhelfen

Title: www.politicsgoesblog.com - wie die amerikanischen Weblogs zu mehr Demokratie verhelfen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Soz. Wiss. Anca Comaniciu (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Summary Excerpt Details

Führen die Weblogs dank ihrem Partizipationspotenzial zu einer Verbesserung der amerikanischen Demokratie? Wenn ja, woran liegt es, dass ausgerechnet in den USA die Weblogs eine größere politische Macht als anderswo haben? Und inwieweit beeinflussen die Weblogs die amerikanische Politik?
Ziel dieser Analyse ist es zu demonstrieren, dass die Weblogs in den USA zu einer stärkeren bürgerlichen Partizipation verhelfen, weil sie dank der politischen Demokratievoraussetzungen, der gesellschaftlichen Grundzüge der Bevölkerung und der damit verbundenen günstigeren Kontextfaktoren ihre Macht leichter entfalten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Internet und die Faszination der E-Demokratie

2.1. Theoretischer Ansatz: das Modell der deliberativen Demokratie von Jürgen Habermas

2.2. US-Kontextfaktoren zur Entwicklung der Weblogs

2.2.1. Demokratieverständnis und amerikanische Öffentlichkeit

2.2.2. American way of life

3. Zur politischen Macht der amerikanischen Weblogs

3.1. Die Kreislaufbeziehung zwischen Weblogs, Medien und Politik

3.2. Das „Komet“ Howard Dean

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Partizipationspotenzial von amerikanischen Weblogs und analysiert, inwiefern diese zur Stärkung der Demokratie beitragen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob Weblogs durch ihre spezifische Interaktion mit Medien und Politik ein Modell deliberativer Demokratie in den USA fördern können, insbesondere vor dem Hintergrund der US-amerikanischen politischen Kultur.

  • Einfluss von Weblogs auf die politische Willensbildung
  • Theoretische Fundierung durch das Modell der deliberativen Demokratie nach Jürgen Habermas
  • Bedeutung von Kontextfaktoren wie dem "American way of life" für die Blog-Entwicklung
  • Analyse des Agenda-Setting-Effekts von Weblogs in der Medienlandschaft
  • Fallstudie zur Kampagne von Howard Dean als Praxisbeispiel für digitale Mobilisierung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Kreislaufbeziehung zwischen Weblogs, Medien und Politik

Die Weblogs sind Tagebücher, die sich auf einer Ebene zwischen Tratsch und harten Fakten bewegen. Sie haben einen informellen, leichten Charakter und werden in einer umgangssprachlichen Art geschrieben (vgl. Voigt Stand 15.02.06). Die Weblogs haben keine lange Geschichte hinter sich; nur 4% der Internetuser besuchen Weblogs und nur 2% benutzen diese regelässig (vgl. [3] Stand 15.03.06). Die Blogger bilden ein eigenes hierarchisches System, das auf der Anzahl der Verlinkungen basiert: die besten Blogger haben auch die meisten Verlinkungen. Das Profil des typischen amerikanischen Bloggers ist männlich, jung, wohlhabend und intellektuell (vgl. Voigt Stand 26.02.06).

Wie kommt es aber, dass die Weblogs eine politische Macht besitzen? Drezner und Farrell gehen in ihrer Studie „The Power and Politics of Blogs“ dieser Problematik empirisch nach. Sie kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Weblogs einen Agenda-Setting-Effekt besitzen. Das kommt davon, weil die Blogger Themen aufgreifen, die von den Medien übersehen wurden. Die Journalisten, als erfahrenen Medienmenschen, benutzen für ihre Artikel die Inhalte der besten Blogs, die die höchsten Zahlen an Verlinkungen haben. Meistens sind die meistverlinkten Blogger auch Journalisten oder Experten auf einem Gebiet, sodass ihren virtuellen Schriften mehr Gewicht verliehen wird.

Wenn ein wichtiges Thema aufgegriffen wird, dann berichten viele Blogger darüber und das Thema kann sich dann in den normalen Medienalltag besser etablieren (vgl. Drezner / Farrell Stand 25.11.05). Metaphorisch gesehen, funktioniert die Blogosphäre wie ein Metalldetektor, der laute Geräusche von sich gibt, wenn sich „versteckte“ Metallteile unter der Erdoberfläche befinden. Die Medien beeinflussen die Politik, also kann ein Thema, welches in der Blogszene behandelt wurde, die politischen Geschehnisse stark beeinflussen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Internets für die politische Kommunikation ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss von Weblogs auf die amerikanische Demokratie.

2. Das Internet und die Faszination der E-Demokratie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der deliberativen Demokratie erläutert und die spezifischen US-Kontextfaktoren analysiert, die die Entstehung von Weblogs begünstigten.

2.1. Theoretischer Ansatz: das Modell der deliberativen Demokratie von Jürgen Habermas: Dieses Kapitel stellt das Konzept der deliberativen Demokratie vor und setzt es in Bezug zur Möglichkeit einer diskursiven Meinungsbildung durch das Internet.

2.2. US-Kontextfaktoren zur Entwicklung der Weblogs: Diese Sektion untersucht, warum gerade in den USA Rahmenbedingungen wie Medienfreiheit und Individualismus die Entwicklung von Weblogs befeuert haben.

2.2.1. Demokratieverständnis und amerikanische Öffentlichkeit: Das Kapitel betrachtet die historische und politische Verankerung des amerikanischen Demokratieverständnisses und dessen Einfluss auf die mediale Öffentlichkeit.

2.2.2. American way of life: Hier werden amerikanische Mythen und Wertvorstellungen, wie der "American Dream" und Individualismus, auf ihren Einfluss auf die Weblog-Kultur hin geprüft.

3. Zur politischen Macht der amerikanischen Weblogs: Dieser Teil befasst sich mit der empirischen Wirkung von Weblogs als Instrumente der politischen Partizipation.

3.1. Die Kreislaufbeziehung zwischen Weblogs, Medien und Politik: Das Kapitel analysiert den Agenda-Setting-Effekt von Weblogs und wie diese in einem Kreislauf die traditionellen Medien und damit die Politik beeinflussen.

3.2. Das „Komet“ Howard Dean: Anhand der Kampagne von Howard Dean wird praktisch demonstriert, wie digitale Instrumente und Weblogs in einem modernen Wahlkampf eingesetzt werden können.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Weblogs für die Zukunft der E-Demokratie.

Schlüsselwörter

E-Demokratie, Weblogs, deliberative Demokratie, politische Partizipation, USA, Howard Dean, Agenda-Setting, Internet, digitale Medien, amerikanische Politik, Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeit, Kommunikation, Wahlkampf, Cyberdemokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Weblogs, als neue Form der politischen Kommunikation zu einer stärkeren bürgerlichen Partizipation und damit zu einer Belebung der Demokratie, insbesondere in den USA, beizutragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die Theorie der deliberativen Demokratie nach Jürgen Habermas, den US-amerikanischen politischen Kontext, die Dynamik zwischen Blogs und Massenmedien sowie die praktische Anwendung durch politische Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Weblogs in den USA aufgrund günstiger kultureller und politischer Faktoren eine signifikante politische Macht entfalten und als Instrument für direktere Partizipation fungieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der Demokratiekonzepte mit einer empirisch orientierten Betrachtung der Rolle von Weblogs (basierend auf der Studie von Drezner und Farrell) und einer Fallstudie zum Wahlkampf von Howard Dean.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über Habermas, die Analyse der US-Kontextfaktoren und die Untersuchung des "Agenda-Setting-Effekts" von Weblogs in Wechselwirkung mit den Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind E-Demokratie, Agenda-Setting, deliberative Demokratie, politische Partizipation und das Praxisbeispiel der digitalen Kampagne von Howard Dean.

Warum spielt der Fall "Howard Dean" eine so zentrale Rolle?

Howard Dean wird als Paradebeispiel angeführt, da seine Präsidentschaftsvorwahlkampagne 2004 wegweisend für den Einsatz von Weblogs und digitalen Werkzeugen zur Mobilisierung von Wählern war.

Was bedeutet der in der Arbeit erwähnte "Agenda-Setting-Effekt"?

Damit ist die Fähigkeit von Bloggern gemeint, gesellschaftlich relevante Themen aufzugreifen, die von traditionellen Medien zunächst ignoriert wurden, und diese durch ihre Reichweite in den allgemeinen öffentlichen Diskurs zu zwingen.

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Details

Title
www.politicsgoesblog.com - wie die amerikanischen Weblogs zu mehr Demokratie verhelfen
College
University of Münster  (Institut für Kommunikationswissenschaften)
Course
Einzelveranstaltung
Grade
2,0
Author
Dipl. Soz. Wiss. Anca Comaniciu (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V119721
ISBN (eBook)
9783640226757
ISBN (Book)
9783640259243
Language
German
Tags
Weblogs Demokratie Einzelveranstaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soz. Wiss. Anca Comaniciu (Author), 2006, www.politicsgoesblog.com - wie die amerikanischen Weblogs zu mehr Demokratie verhelfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119721
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