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Benötigen wir eine europäische Identität?

Título: Benötigen wir eine europäische Identität?

Tesis (Bachelor) , 2008 , 46 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Bachelor of Arts Patrick Krippendorf (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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In der vorliegenden Arbeit soll die Frage nach der Notwendigkeit einer Europäischen Identität gestellt werden. Das Phänomen der kollektiven Identität wird hierbei in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses gestellt, während das Konzept personaler Identität aus Platzgründen außen vor bleiben muss. Zunächst werden aktuelle Problemfelder der europäischen Politik, wie die gescheiterte Verfassung oder der Lissaboner Vertrag, näher betrachtet und kurz analysiert, da sie für diese Arbeit, als auch allgemein für die Problematik in der sich die Europäische Union befindet, ausschlaggebend sind. In Kapitel Nummer drei werden die für die Fragestellung relevanten Identitätstheorien vorgestellt. Dabei stellt sich zunächst die Frage, ob eine europäische Identität überhaupt möglich ist. In der aktuellen Forschung gilt politische Identität als der Motor einer pluralistischen Gesellschaft, während kulturelle Identität als ein zu generalistisches und umfassendes Konzept erfasst wird, das in einer heterogenen Gemeinschaft, wie sie die EU darstellt, keinen verbindenden Charakter entfalten kann. Dementsprechend liegt der Fokus dieser Arbeit auf möglichen Bezugspunkten einer gemeinsamen europäischen Identität, die sich aus dem Politischen gründet. Das Begreifen von Identität als Projekt, in dem unterschiedliche Prozesse und Bezugspunkte gebündelt werden, welches sich in einer fortlaufenden Entwicklung befindet, in der nur das Ziel klar definiert ist – „ein Passungsverhältnis zwischen Innen- und Außenwelt herzustellen“ – erweist sich ebenfalls als wichtig. Im Hauptteil wird eine mögliche Europäische Identität in all ihren Facetten geschildert und untersucht, sowie ihre Bedeutung herausgearbeitet, um somit die Fragestellung dieser Arbeit beantworten zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung

2.1 Die EU nach gescheiterter Verfassung und Lissaboner Vertrag

2.2 Quo vadis Europa?

3. Identitätstheorie

3.1 Identitätskonstruktion in einer pluralisierten Welt

3.2 Kulturelle und politische Identität

3.3 Europäische Identität als Projekt

4. Europäische Identität

4.1 Wozu europäische Identität?

4.2 Mögliche Bezugspunkte europäischer Identität

4.2.1 Funktionskriterien von Bezugspunkten

4.2.2 Klassische Bezugspunkte kollektiver Identität

4.2.3 Bezugspunkte politischer Identität

4.3 Medien, Zivilgesellschaft und Legitimität

4.3.1 Bedeutung der Medien

4.3.2 Funktion und Bedeutung der Zivilgesellschaft

4.3.3 Die Legitimationskrise und ihre Lösung

4.4 Mission Europa

5. Ausblick

5.1 Problemorientierte Entwicklung

5.2 Stillstand & Krise

6. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer europäischen Identität im Kontext der aktuellen Legitimations- und Integrationskrise der Europäischen Union, wobei der Fokus auf politischer Identität als Motor der Union liegt.

  • Analysen zum Zustand der europäischen Integration nach gescheiterten Verfassungsreferenden.
  • Untersuchung von Identitätstheorien und deren Übertragbarkeit auf die europäische Ebene.
  • Identifikation und Bewertung möglicher Bezugspunkte einer gemeinsamen europäischen Identität.
  • Diskussion der Rollen von Medien, Zivilgesellschaft und demokratischer Legitimation.
  • Entwurf zukünftiger Entwicklungsszenarien für die Europäische Union.

Auszug aus dem Buch

3.1 Identitätskonstruktion in einer pluralisierten Welt

Nach der Definition von Erikson muss jede Identität zunächst im Individuellen ansetzen. „Das bewusste Gefühl, eine persönliche Identität zu besitzen, beruht auf zwei gleichzeitigen Beobachtungen der unmittelbaren Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit, und der damit verbundenen Wahrnehmung, dass auch andere, diese Gleichheit und Kontinuität erkennen.“ Betont Erikson zunächst also die Konstanz der Außen- und Innenwirkung einer Person für sich selbst, hebt Meyer eher die Offenheit in sich stetig wechselnden Zusammenhängen hervor. Im Kontakt zu sich ständig neu formierenden Gruppen entsteht eine so genannte 'Patchwork-Identität', die in der modernen pluralistischen Gesellschaft einer ständigen Veränderung unterliegt.

Unter dem Mantel allgemeiner Übereinstimmung in einer Gesellschaft gibt es dennoch viele Unterschiede. Das Verhältnis zwischen den Menschen ist durch Teilrollen geprägt. Eine einzelne Person kann beispielsweise gleichzeitig Mutter, Ehefrau, Angestellte, Basketballspielerin und Demokratin sein, diese unterschiedlichen Teilrollen definieren folglich die personale Identität. Das gleiche gilt auch für kollektive Akteure.

Darauf aufbauend formiert sich eine größere kollektive Identität nach Rainer Lepsius dann, „wenn eine Gruppe von Individuen sich mit den gleichen Objekten identifiziert und sie sich dieser Gemeinsamkeit außerdem bewusst ist.“ Grundsätzlich spielen sich Identitätsbildungsprozesse in allen Bereichen des sozialen Miteinanders einer Gemeinschaft ab, sowohl auf politisch-konstitutioneller, ökonomischer als auch soziokultureller Ebene. Beispiele aus dem alltäglichen Leben wären Parteien, Sport- und Musikvereine oder auch eine NRO. Diese sind in ihren Mechanismen und inhärenten Wirklogiken jedoch verschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Notwendigkeit einer europäischen Identität und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Problemstellung: Dieses Kapitel behandelt die aktuelle Krise der EU nach dem Scheitern des Verfassungsentwurfs und des Lissaboner Vertrags.

3. Identitätstheorie: Hier werden theoretische Grundlagen zur Identitätskonstruktion, insbesondere in pluralisierten Gesellschaften, dargelegt.

4. Europäische Identität: In diesem Hauptkapitel werden mögliche Bezugspunkte einer europäischen Identität sowie die Rolle von Medien und Zivilgesellschaft untersucht.

5. Ausblick: Der Ausblick entwirft zwei Szenarien für die zukünftige politische Entwicklung der EU und die Rolle der Identitätsbildung.

6. Konklusion: Die Konklusion zieht ein Fazit über die Notwendigkeit einer rein politischen Identität zur Sicherung der Funktionsfähigkeit der EU.

Schlüsselwörter

Europäische Identität, Europäische Union, Politische Identität, Integration, Legitimationskrise, Demokratiedefizit, Zivilgesellschaft, Europäische Öffentlichkeit, Projektidentität, Transnationalismus, Institutionen, Wertegemeinschaft, Bezugspunkte, Europa, Souveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Frage, ob eine gemeinsame europäische Identität notwendig ist und wie diese angesichts der komplexen Struktur der EU konstruiert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf Identitätstheorien, der Problematik der europäischen Integration, den Rollen von Medien und Zivilgesellschaft sowie der Frage der demokratischen Legitimation der EU.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Notwendigkeit einer europäischen Identität zu hinterfragen und zu analysieren, ob und wie diese als politisches Projekt zur Stabilisierung der EU beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse politikwissenschaftlicher Konzepte und deren Anwendung auf den Integrationsprozess der Europäischen Union.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Identitätstheorie, den möglichen Bezugspunkten europäischer Identität sowie den Faktoren, die zu ihrer Bildung beitragen oder sie erschweren, wie etwa das Demokratiedefizit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen europäische Identität, politische Integration, demokratische Legitimität, Zivilgesellschaft und das Konzept der Projektidentität.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Medien auf eine europäische Identität?

Der Autor stellt fest, dass Medien aktuell stark national geprägt sind und oft eher ein negatives Bild der EU vermitteln, betont aber, dass europaweite Medien für eine dauerhafte Verbesserung der Legitimität essentiell wären.

Welche Rolle spielen die "Bezugspunkte" bei der Identitätsbildung?

Bezugspunkte sind notwendig, um ein Kollektiv zur Identifikation zu befähigen. Der Autor argumentiert, dass diese für die EU primär politischer Natur sein müssen, da klassische Merkmale wie Sprache oder eine gemeinsame Geschichte ungeeignet sind.

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Detalles

Título
Benötigen wir eine europäische Identität?
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Politikwissenschaft)
Calificación
3,0
Autor
Bachelor of Arts Patrick Krippendorf (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
46
No. de catálogo
V119825
ISBN (Ebook)
9783640233076
ISBN (Libro)
9783640233267
Idioma
Alemán
Etiqueta
Identität Europäische Union Europa Zivilgesellschaft Öffentlichkeit politische Identität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Arts Patrick Krippendorf (Autor), 2008, Benötigen wir eine europäische Identität?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119825
Leer eBook
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