Die Souveränität Brasiliens über den Amazonasregenwald

Umweltrechte in Lateinamerika


Seminararbeit, 1999
15 Seiten, Note: 16

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. URSACHEN DER ZERSTÖRUNG

3. GESELLSCHAFTLICHE VERÄNDERUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DEN REGENWALD

4. MITVERANTWORTUNG DER INDUSTRIENATIONEN
a) Der Siedlungsdruck
b) Schuldenkrise
c) Land und Forstwirtschaftliche Großprojekte
d) Europäisch-brasilianisches Soja-Geschäft
e) Projekt „Grande Carajas“
f) Hydroelektrische Großprojekte -Energiesektorkredit für Brasilien
g) Ausländische Konzerne

5. DIE SOUVERÄNITÄT BRASILIENS UND IHRE POLITISCHE FÜHRUNG
a. DIE BRASILIANISCHE AUSSENPOLITIK
b) BRASILIEN UND DIE USA
c. DAS BRASILIANISCHE MILITÄR

6. LÖSUNGSANSÄTZE - MEINUNGEN

1. EINLEITUNG

Der Ökozid in den Tropenwäldern geht weiter. Es muss festgestellt werden, daß praktisch alle internationalen Hilfsprogramme zur Aufhebung der Zerstörungsprozesse bislang ohne nennenswerte Erfolge geblieben seien.[1]Ende der 80er Jahre war der brasilianische Regenwald zum Dauerthema in den Medien geworden. In Berichten über immer neue Abholzungen und riesige Flächenbrände hatten sich Stellungnahmen der brasilianischen Politik, aber auch Bewertungen und Absichtserklärungen aus den großen Industriestaaten gemischt. Bei den sich überschlagenden und nicht selten widersprüchlichen Meldungen war für Außenstehende zunehmend unklar geworden, was am Amazonas wirklich geschah.[2]

2. URSACHEN DER ZERSTÖRUNG

Brasilien ist als Souverän über seinen Amazonas-Tropenwald eine ausführende Kraft was die Umweltzerstörung angeht. Ebenso wäre jedoch auch die westliche Welt mit vielerlei Faktoren an dieser Zerstörung beteiligt. Keiner könne insoweit aus der Verantwortung genommen werden.

3. GESELLSCHAFTLICHE VERÄNDERUNGEN UND IHRE AUSWIRKUNGEN AUF DEN REGENWALD

ELMAR ALTVATER

Wozu die Industrialisierung in Europa Jahrhunderte benötigt hätte, sei heute in Ländern der Dritten Welt in wenigen Jahren erreicht worden. Durch die schnellen Kredite würden sich die Veränderungen in den Gesellschaften beschleunigen. Gleichzeitig würde sich auch das Verhältnis der Gesellschaften zu ihrer Natur verändern. Die gesellschaftlichen Strukturen würden durchdrungen und die Lebensweisen kolonialisiert. Dies entstünde durch eine Produktionsweise, die mit der Mobilisierung der natürlichen Ressourcen in allen Teilen der Welt die weißen Flecken auf der Landkarte verschwinden ließe.

Selbst die ökologisch angepassteste, sanfteste Nutzung natürlicher Ressourcen, sei noch Ausdruck der Rationalität der Weltbeherrschung.[3]So müßten den betreffenden Ländern nicht nur die Ausbeutungsfeldzüge der kapitalistischen Metropolen als Bedrohung erscheinen, sondern auch die Projekte und Entwicklungsstrategien zur Rettung der Tropenwälder. Solche Einmischungen in die „inneren Angelegenheiten“ von Ländern mit tropischem Regenwald würden subjektiv aber als imperiale Tradition empfunden werden.[4]

[...]


[1]S. 11, Heffa Schücking und Jürgen Wolters in Schutz für den Regenwald

[2]S. 226, Jürgen Wolters in Naturerbe Regenwald

[3]S. 48f, Elmar Altvater in Schutz für den Regenwald

[4]S. 48f, Elmar Altvater in Schutz für den Regenwald

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Die Souveränität Brasiliens über den Amazonasregenwald
Untertitel
Umweltrechte in Lateinamerika
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Seminar - Umweltrechte in Lateinamerika
Note
16
Autor
Jahr
1999
Seiten
15
Katalognummer
V119834
ISBN (eBook)
9783640239351
ISBN (Buch)
9783640239535
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Souveränität, Brasiliens, Amazonasregenwald, Seminar, Umweltrechte, Lateinamerika
Arbeit zitieren
Yonca Kiel (Autor), 1999, Die Souveränität Brasiliens über den Amazonasregenwald, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119834

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