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Bild mit Folgen - Zum Begriff des sequence-image in Victor Burgins Text „The noise of the marketplace“

Titre: Bild mit Folgen - Zum Begriff des sequence-image in Victor Burgins Text „The noise of the marketplace“

Essai Scientifique , 2005 , 30 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Dören (Auteur)

Art - Théorie de l'art, Généralités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der britische Künstler und Theoretiker Victor Burgin versucht eine neue Perspektive auf die Filmwissenschaft zu öffnen. Er entwirft die Idee des sequence-image, das beschreiben soll, wie ein einzelnes Bild, das aus einem Film erinnert wird, weitere Assoziationen auslöst. Durch unbewusste, aber auch bewusste Mechanismen vermischen sich diese Wahrnehmungen mit der eigenen Realität. Es entsteht eine neue oder zumindest eine veränderte Geschichte über sich selbst. Die Fiktion des Films wird so, etwa in ganz alltäglichen Erfahrungen wie dem Tagträumen, Teil der subjektiven Wirklichkeit.

Der Aufsatz "Bild mit Folgen" ordnet Burgins Idee in den Kontext seiner theoretischen Grundpfeiler, der (post-) strukturalistischen Psychoanalyse und Semiologie ein, um sich in den Zeiten zunehmender Medialisierung hochspannenden Thema auf konstruktive Weise zu nähern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Grundthese Burgins und ihre schwierige Versprachlichung: ein flüchtiges Alltagsphänomen und die Unmöglichkeit etwas Gepfiffenes in Worte zu fassen

3. Ausgangspunkte: Fragmentarisierungen der Narrationen

3.1 Im Inhalt

3.2 In Form

3.3 Im Alltag angekommen

4. Theoretische Annäherungen

4.1 Geschichtswissenschaft

4.1.1 Heterotopie

4.1.1.1 Foucault

4.1.1.2 Burgin

4.1.2 Erinnerungsorte

4.1.2.1 Nora

4.1.2.2 Burgin

4.2 Psychoanalyse

4.2.1 Die Erinnerung

4.2.1.1 Lacan

4.2.1.2 Burgin

4.2.2 Das Unbewusste

4.2.2.1 Lacan und Freud

4.2.1.2 Burgin

4.2.3 Der Traum

4.2.3.1 Freud

4.2.3.2 Burgin

4.3 Semiologie

4.3.1 Der (Nicht-) Satz

4.3.2 Innere Rede

5. Der ästhetische Mechanismus des sequence-image

6. Schluss: Der fehlende Ort und die Kritik an Barthes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das von Victor Burgin entwickelte Konzept des sequence-image, welches beschreibt, wie erinnerte Filmfragmente und das eigene Unbewusste interagieren und die subjektive Wirklichkeit verändern. Ziel ist es, dieses komplexe Phänomen durch den Rückgriff auf semiologische, psychoanalytische und diskursanalytische Theorien verständlich zu machen.

  • Interaktion zwischen Filmwahrnehmung und Unbewusstem
  • Fragmentarisierung narrativer Strukturen im modernen Film
  • Analogie von sequence-image zu Begriffen wie Heterotopie und Erinnerungsorten
  • Strukturelle Parallelen zur Psychoanalyse von Lacan und Freud
  • Kritische Auseinandersetzung mit Barthes' Semiologie

Auszug aus dem Buch

3. Ausgangspunkte: Fragmentarisierungen der Narrationen

Seinen neu theoretisierten Zugang zum Film leitet Burgin aus Beobachtungen in der veränderten Produktion und Rezeption des Films ab. Der ehemalige Grundpfeiler fiktionaler Arbeit, die narrative Ordnung, sei gestört. Diese unumstrittene Annahme poststrukturalistischen Denkens, die psychoanalytisch mit dem Verschwinden des Symbolischen begründet worden ist,15 spiegele sich auch in der Art und Weise, in der mit Film umgegangen werde, wieder. So erscheine der Film fragmentarisch und/oder in vielfacher Form.

Rein inhaltlich beobachtet Burgin eine Tendenz, in der Filme ihre Geschichten zunehmend zusammenhangslos erzählten. Er nennt hier exemplarisch Stanley Kubricks Eyes Wide Shut, aber auch an David Lynchs Lost Highway oder Mulholland Drive ließe sich denken, an Filme also, die sich bewusst von den realitäts-abbildenen Prinzipien traditioneller Filmstrukturen distanzieren, indem sie nur bedingt narratologische Ziele verfolgen. War es bislang üblich dem/der Zuschauer/in eine Fiktion als Entwurf einer Wirklichkeit zu verkaufen, in der sich der/die Protagonist/in zur Identifizierung feilbot, um mit ihm/ihr eine nachvollziehbare Entwicklung zu erleben, erscheinen diese einzelnen Bruchstücke nun unabhängig voneinander und lassen sich nur mit einem vergleichsweise hohen Aufwand an eigenem Interpretieren einordnen. Als Konsequenz kann ein solcher Film als Spiegelung einer Wirklichkeit erfahren werden, die sich nicht mehr auf althergebrachte Mechanismen einer Geschichtserzählung – und damit auch einer stabilen Identität – verlässt, sondern Fragmente anbietet, in die der/die Rezipient/in seine/ihre eigene Logik einbringen muss, um sie verstehen zu können. Dadurch kann die Chance bestehen, bereits getroffene Einschreibungen zu umgehen oder zu lösen.16

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen auch subtiler eingesetzte Störfaktoren. Burgin beobachtet in Chantal Akermans Portrait d’une jeune fille de la fin des anées 60, à Bruxelles, Avril 68 und Noémie Lvovskys La Vie ne me fait pas peur ein Spiel mit zeitlicher Logik, wenn etwa ein CD-Player in einem eindeutigen 60er Jahre Setting zu sehen sei oder die Chronologie der Erzählung nur durch modische Indices, also durch Kleidung beispielsweise, zu entschlüsseln sei. In der postmodernen Zitierfreude, in der Mode gern als Retro betitelt, fallen solche Entscheidungen zunehmend schwer.17

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Victor Burgins Konzept des sequence-image ein und erläutert den theoretischen Rahmen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die Grundthese Burgins und ihre schwierige Versprachlichung: ein flüchtiges Alltagsphänomen und die Unmöglichkeit etwas Gepfiffenes in Worte zu fassen: Dieses Kapitel thematisiert Burgins Interesse an psychischen Mechanismen, die mediale Repräsentationen mit dem Unbewussten verbinden.

3. Ausgangspunkte: Fragmentarisierungen der Narrationen: Hier werden Tendenzen zur fragmentarischen Erzählweise im modernen Film und die veränderte Rezeption durch den Zuschauer untersucht.

4. Theoretische Annäherungen: Dieses zentrale Kapitel stützt Burgins Beobachtungen durch Theorien zur Heterotopie, Erinnerungsorten, Psychoanalyse und Semiologie.

5. Der ästhetische Mechanismus des sequence-image: Das Kapitel erklärt die Organisation des sequence-image mithilfe aristotelischer Begriffe und stellt dessen Verbindung zu narrativen Strukturen dar.

6. Schluss: Der fehlende Ort und die Kritik an Barthes: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion des Konzepts sowie einer kritischen Analyse von Burgins Bezugnahme auf Roland Barthes.

Schlüsselwörter

sequence-image, Victor Burgin, Filmwissenschaft, Unbewusstes, Heterotopie, Erinnerungsorte, Jacques Lacan, Roland Barthes, Narration, Psychoanalyse, Semiotik, Imaginäres, Symbolisches, Wahrnehmung, Fragmentierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das von Victor Burgin entwickelte theoretische Konzept des sequence-image und untersucht, wie erinnerte Filmfragmente und das Unbewusste des Subjekts interagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Filmtheorie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften, insbesondere unter Einbeziehung von Lacan, Foucault und Barthes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Mechanismus des sequence-image als einen Prozess zu verdeutlichen, in dem mediale Bilder Teil der subjektiven Wirklichkeit werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturalistische Perspektive und führt eine theoretische Analyse durch, um Burgins Thesen in den Kontext etablierter kulturwissenschaftlicher Konzepte zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Fragmentarisierung narrativer Formen und eine detaillierte theoretische Fundierung durch Psychoanalyse, Semiologie und Geschichtswissenschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie sequence-image, Unbewusstes, Heterotopie, Erinnerungsorte und die kritische Auseinandersetzung mit semiologischen Ansätzen charakterisiert.

Wie unterscheidet sich ein sequence-image von einer klassischen Bildabfolge?

Ein sequence-image ist laut Burgin keine zielgerichtete Erzählung, sondern ein flüchtiges, traumähnliches Objekt, das nur im Moment der Gegenwart existiert.

Warum übt der Autor Kritik an der semiologischen Sichtweise von Roland Barthes?

Burgin kritisiert die strenge Trennung von Raum und Zeit bzw. Fotografie und Film bei Barthes und argumentiert, dass diese Kategorisierung die Realität der medialen Repräsentationen verkennt.

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Résumé des informations

Titre
Bild mit Folgen - Zum Begriff des sequence-image in Victor Burgins Text „The noise of the marketplace“
Université
University of Bremen
Note
1,0
Auteur
Thomas Dören (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
30
N° de catalogue
V119873
ISBN (ebook)
9783640231966
ISBN (Livre)
9783640232109
Langue
allemand
mots-clé
Bild Folgen Begriff Victor Burgins Text
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Dören (Auteur), 2005, Bild mit Folgen - Zum Begriff des sequence-image in Victor Burgins Text „The noise of the marketplace“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119873
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Extrait de  30  pages
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