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(Er-)Leben ohne Ende? Die Freiheit des Willens

Kommentierendes Glossar zur buddhistischen Tradition der tibetischen Medizin

Title: (Er-)Leben ohne Ende? Die Freiheit des Willens

Textbook , 2008 , 273 Pages

Autor:in: Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel (Author)

Medicine - Alternative Medicine
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In der modernen westlichen Gesellschaft verlieren immer mehr Menschen ihren Bezug zu den traditionellen moralischen Werten, was sich auf ihre Lebens-Orientierung auswirken kann. Dies begünstigt die Entstehung psychischer Störungen und hierüber induzierter psychischer und somatischer Erkrankungen. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach neuen, möglicherweise mehr zeitgemäß empfundenen ethischen Richtlinien. Hierfür wird sich neben einer in jüngster Zeit diskreten Renaissance des Christentums zunehmend fernöstlichen Philosophien zugewandt, vor allem dem Buddhismus, da dieser die Eigenverantwortlichkeit für das persönliche Heil außerhalb einer Doktrin betont. Große Anziehungskraft hat neben dem Hinayana und dem Zen-Buddhismus vor allem der Vajrayana; diese tibetische Modifikation des Buddhismus ist ein Synkretismus aus Buddhismus, dem Bön als der traditionellen Religion Tibets sowie aus alten schamanistischen Vorstellungen von zahllosen Dämonen und Geistern. Diese sind in der Tibetischen Medizin als Störelemente und Krankheitsauslöser manifest und als mögliche Krankheitsursachen anerkannt, im Gegensatz zu allen anderen etablierten Medizinauffassungen. Hierbei ist es wichtig festzuhalten, dass die Tibetische Medizin als ein universitäres Studium einen scholastischen Hintergrund hat. Der Vajrayana gesteht das allen buddhistischen Traditionen gemeinsame Ziel der Erleuchtung dem Bewusstsein eines jeden Menschen als bereits grundsätzlich vorhanden zu. Allerdings bezeichnet er es als durch Geistesfehler verschleiert und verschüttet. Dadurch ist er besonders offen für die Diskussion Bewusstseins beeinträchtigender Faktoren und somit für die Bewusstseinsfindung. Mit der Interpretation des Menschen innerhalb eines holistischen Konzeptes als untrennbare Einheit aus Körper, Bewusstsein und Geist bietet der Vajrayana, ebenso wie die Tibetische Medizin als seine praktische Umsetzung, Varianzen der Blickwinkel für die Problematik psychischer und psychisch induzierter Störungen. Daraus definiert er sich als traditionelle Philosophie, deren Grundaussagen mit den modernen Erkenntnistheorien übereinstimmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstract

Einführung

Buddhistische Terminologie

Tibetische Medizin

Literatur

Zielsetzung & Themen der Publikation

Das vorliegende Werk bietet eine fundierte, kommentierende Auseinandersetzung mit der buddhistischen Philosophie und deren praktischer Anwendung in der Tibetischen Medizin, um ein Verständnis für die holistische Sichtweise auf Gesundheit und Krankheit in diesen Traditionen zu ermöglichen.

  • Philosophische Grundkonzepte des Buddhismus (z.B. Anatman, Leere, Karma)
  • Die historische und kulturelle Einordnung der Tibetischen Medizin
  • Strukturen des Geistes und Bewusstseins in der buddhistischen Tradition
  • Wechselwirkungen zwischen geistiger Fehlhaltung und somatischen Erkrankungen
  • Praktische Methoden wie Meditation, Mantras und medizinische Diagnostik

Auszug aus dem Buch

1.1 Anatman

Der Anatman (Nicht-Selbst) ist die Lehre vom Nicht-Vorhandensein eines permanenten, autarken Selbst. Sie steht in Beziehung zu der vom bedingten Entstehen (s. 1.27 Leere), wonach sich jedes Sein in Konditionalabhängigkeit von einem anderen Sein befindet. Daher kann kein unabhängiger Wesenskern bestehen und es deshalb auch kein Atman (Selbst) als permanente Ich-Einheit geben. Diese Erkenntnis ist jedoch dem Menschen als Ausdruck seiner grundeigenen Unwissenheit verstellt; hieraus resultiert seine zentrische Positionierung des Ichs mit der sich daraus ableitenden Perspektive der Wirklichkeit (s.1.41 Realität, buddhistische) und unterhält den Dualismus (s. 1.19 Dualismus) eines dauerhaften Ich und eines dauerhaften Seins. Daher konzentrieren sich die Methoden zur Erlangung der Befreiung (s. 1.25 Karma) darauf, den Glauben an ein Ich als das wesentliche Hindernis für die Verwirklichung des Nirwana (s. 1.39 Nirwana) auszuräumen.

Der Anatman ist im Hinayana (s. 1.22 Hinayana-Buddhismus, s. 1.16 Dharma) verankert, in der Ablehnung des Vorhandenseins einer permanenten Wesenhaftigkeit gehört er zusammen mit dem Karma (s. 1.25 Karma), der Wiedergeburt (s. 1.42 Reinkarnation) sowie dem Nirwana (s. 1.39 Nirwana) zum Grundverständnis der buddhistischen Lehre.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract: Eine einführende Betrachtung, die den Kontext der modernen westlichen Gesundheitsgesellschaft und die zunehmende Hinwendung zu fernöstlichen Philosophien wie dem Buddhismus und der Tibetischen Medizin beleuchtet.

Einführung: Erläutert das biopsychosoziale Modell, die untrennbare Verbindung von Körper und Geist und die Bedeutung einer ganzheitlichen Gesundheitsbetrachtung im kybernetischen Kontext.

Buddhistische Terminologie: Präsentiert eine Auswahl grundlegender buddhistischer Fachbegriffe und Konzepte in systematischer Aufarbeitung, die für das Verständnis der weiteren Lehren essentiell sind.

Tibetische Medizin: Beschreibt die theoretischen und praktischen Grundlagen des medizinischen Systems, inklusive Diagnostik, Therapieansätzen und der Rolle von Geist, Körper und Energie.

Literatur: Eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Quellen und weiterführenden Materialien, auf die sich die Arbeit stützt.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Tibetische Medizin, Anatman, Karma, Reinkarnation, Erleuchtung, Geist, Bewusstsein, Meditation, Mantras, Diagnostik, Bön, Mahayana, Vajrayana, Heilkunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk primär?

Das Buch bietet ein kommentiertes Glossar, das die komplexen philosophischen Zusammenhänge der buddhistischen Lehre und deren medizinische Anwendung in der tibetischen Tradition verständlich darlegt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die buddhistische Metaphysik (z.B. Leere, Karma), die Kosmologie, medizinische Diagnostik sowie spirituelle Praxisformen wie Meditation und die Verwendung von Mantras.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Erklärung zentraler Begriffe und Zusammenhänge eine Brücke zwischen buddhistischer Philosophie und praktischer Lebensführung bzw. Heilkunst zu schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philologischen und philosophischen Analyse klassischer buddhistischer Schriften sowie deren Verbindung mit Erkenntnissen aus dem Bereich der Tibetischen Medizin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil ist in zwei große Sektionen untergliedert: Zuerst werden die philosophischen Grundlagen (buddhistische Terminologie) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des tibetischen Medizinsystems.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Leerheit (Sunyata), Bedingtes Entstehen (Pratityasamutpada), dem Bardo-Zustand, Karma und dem ganzheitlichen Verständnis von Körper und Geist.

Wie definiert die Tibetische Medizin Krankheit?

Krankheit wird als somatische Manifestation geistiger Defizite (Unwissenheit) betrachtet, die zu einem energetischen Ungleichgewicht der Körpersäfte führt.

Welche Rolle spielen Geister in diesem Medizinsystem?

Geister werden als real existierende (psychosomatische) Störfaktoren betrachtet, die durch die Unwissenheit der Menschen entstehen und deren Heilung eine ganzheitliche spirituelle und rituelle Herangehensweise erfordert.

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Details

Title
(Er-)Leben ohne Ende? Die Freiheit des Willens
Subtitle
Kommentierendes Glossar zur buddhistischen Tradition der tibetischen Medizin
Author
Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel (Author)
Publication Year
2008
Pages
273
Catalog Number
V119911
ISBN (eBook)
9783640233519
ISBN (Book)
9783640233670
Language
German
Tags
Ende Freiheit Willens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel (Author), 2008, (Er-)Leben ohne Ende? Die Freiheit des Willens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119911
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