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Personenanalyse von Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ von Annette Pehnt

Titre: Personenanalyse von Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ von Annette Pehnt

Dossier / Travail , 2008 , 15 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Ann-Kristin Schneider (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ein Cover umschließt nicht nur ein Buch, sondern es trägt auch erste Informationen an den Leser. So problematisiert das Außencover schon die Psyche von Dorst, der Hauptfigur in Annette Pehnt‚s Roman „Ich muß los“, hin.
Das Deckblatt weist eine Vierteilung auf: Eine Sardine auf blauem Hintergrund, eine Büchse auf orange-farbenem Hintergrund, ein orangener Teil ohne Bild und ein hellblaues Rechteck mit dem Kopf eines jungen Mannes. Die tote Sardine und die Dose könnten die Einengung von Dorst darstellen, aus der er zu fliehen versucht. Der Mann auf dem Bild könnte Dorst darstellen und das orangene Rechteck die Freiheit, die Dorst sich wünscht.
Auf dem Rückencover liest man „Dorst ist unergründlich und scheu. Wenn sich ihm jemand zu sehr nähert, muss er los, ohne jemals anzukommen.“
Hat er ein psychisches Problem und/oder ist er ein Außenseiter unserer Gesellschaft?
Ich werde mit dieser Arbeit belegen, dass der „rätselhafte“ Dorst ein Außenseiter ist

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenschaftlicher Bezug

3. Was versteht man unter einem Außenseiter

4. Figurenanalyse von Dorst

4.1. Äußere Figurenmerkmale

4.2. Soziale Merkmale

4.3. Innere Merkmale

4.3.1. Erdrückt und gefesselt von übertriebener Mutterliebe

4.3.2. Gestörtes Verhältnis zu Frauen

4.3.3. Dorst ein rastloser Einzelgänger

4.3.4. Einsamkeit und die Angst vor größeren Gruppen

4.3.5. Dorst, ein Lügner?!

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Hauptfigur Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ von Annette Pehnt einer detaillierten Figurenanalyse zu unterziehen, um zu belegen, dass er als Einzelgänger und gesellschaftlicher Außenseiter zu klassifizieren ist.

  • Analyse des psychologischen Hintergrunds von Dorst, insbesondere nach dem Verlust des Vaters.
  • Untersuchung von sozialen Verhaltensweisen und der Fluchtdynamik der Figur.
  • Auseinandersetzung mit den Spannungsfeldern zwischen persönlicher Freiheit und erdrückender Mutterliebe.
  • Literarische Interpretation von Figurenmerkmalen durch indirekte Informationen und Inferenz.

Auszug aus dem Buch

4.1. Äußere Figurenmerkmale

Dorst hat den Tod seines Vaters nicht verkraftet. Er möchte eigentlich die Trennung durch den Tod rückgängig machen. Ein äußeres Zeichen dafür ist, dass er die alten Sachen seines Vaters aus dem Keller holt und diese komplett gegen seine neuen Jeans, T-Shirt usw. austauscht. Ab sofort trägt er die dunklen und viel zu großen Kleidungsstücke seines Vaters. „Dann probierte er ein ... dunkelbraunes Hemd an. Die Ärmel fielen ihm über die Finger, die Hose beulte sich über den Knien und schlackerte an der Hüfte. Dem Vater war am Schluß auch alles zu groß gewesen, dachte er und krempelte die Ärmel hoch.“

Die Mutter war entsetzt. Sie hatte den Tod des Vaters verdrängt, wusste aber nicht dass Dorst den Tod des Vaters überhaupt noch nicht verarbeitet hatte. „... das bleibt wo es ist, das bleibt im Keller. Du schleppst das alte Zeug hier an, weißt du nicht das ich damit ein für alle Mal abgeschlossen habe.“ Auch Argumente die einen normalen Jugendlichen beschäftigen würden interessieren Dorst nicht. „Meinst du, daß die Mädchen dich in solchen Sachen schick finden. Ist mir egal, sagte Dorst...“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Romanproblematik ein, indem sie die Cover-Symbolik analysiert und die Forschungsfrage stellt, ob die Hauptfigur Dorst ein Außenseiter unserer Gesellschaft ist.

2. Wissenschaftlicher Bezug: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung von Figuren in der narrativen Fiktion und diskutiert die bisherige Vernachlässigung des Figurenkonzepts in der Literaturtheorie.

3. Was versteht man unter einem Außenseiter: Hier werden soziologische und psychologische Definitionen des Begriffs „Außenseiter“ dargelegt, die als theoretische Basis für die nachfolgende Analyse dienen.

4. Figurenanalyse von Dorst: Der Hauptteil gliedert sich in äußere, soziale und innere Merkmale, wobei das Verhalten der Figur im Kontext von Verlust, Familienbeziehungen und gesellschaftlichem Rückzug untersucht wird.

4.1. Äußere Figurenmerkmale: Dieses Kapitel beleuchtet den Umgang von Dorst mit der Kleidung seines verstorbenen Vaters als sichtbares Zeichen für seine Trauer und seine Unfähigkeit, den Verlust zu verarbeiten.

4.2. Soziale Merkmale: Hier wird der soziale Hintergrund von Dorst skizziert, wobei die Autorin Hinweise auf seine Mittelschichtszugehörigkeit und sein Bildungs- sowie familiäres Umfeld gibt.

4.3. Innere Merkmale: In diesem Abschnitt wird Dorsts Innenleben beleuchtet, insbesondere seine emotionale Blockade und sein Bedürfnis nach Rückzug vor der sozialen Umwelt.

4.3.1. Erdrückt und gefesselt von übertriebener Mutterliebe: Dieses Kapitel analysiert das belastende Verhältnis zur Mutter, die Dorst bevormundet und ihn durch ihre Erwartungen in die Flucht treibt.

4.3.2. Gestörtes Verhältnis zu Frauen: Hier wird untersucht, wie die Erfahrungen mit der Mutter das Misstrauen von Dorst gegenüber anderen Frauen prägen und sein Fluchtverhalten in engen Beziehungen fördern.

4.3.3. Dorst ein rastloser Einzelgänger: Dieses Kapitel beschreibt das Motiv der Rastlosigkeit, das sich in seinem ziellosen Umherstreifen, etwa in der Straßenbahn, manifestiert.

4.3.4. Einsamkeit und die Angst vor größeren Gruppen: Hier liegt der Fokus auf Dorsts Problemen im Umgang mit sozialen Gruppen und seinem Bedürfnis nach der Isolation, die er beim Angeln findet.

4.3.5. Dorst, ein Lügner?!: Dieses Kapitel hinterfragt Dorsts Wahrheitssinn und erklärt sein Schweigen sowie seine Flunkereien als Schutzmechanismen gegenüber einer fordernden Umwelt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt Dorst als Außenseiter aufgrund seines Verhaltens, seines Äußeren, seiner Unfähigkeit zur Kommunikation und seiner ständigen Flucht vor Nähe.

Schlüsselwörter

Dorst, Annette Pehnt, Ich muß los, Außenseiter, Figurenanalyse, Einzelgänger, Trauerbewältigung, Mutterliebe, Rastlosigkeit, Literaturwissenschaft, Identitätsfindung, soziale Isolation, Fluchtverhalten, psychische Probleme, Romananalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer literaturwissenschaftlichen Figurenanalyse des Protagonisten Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ der Autorin Annette Pehnt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Einsamkeit, soziale Ausgrenzung, die Verarbeitung von Trauer, das Verhältnis zu Eltern sowie die Flucht vor zwischenmenschlicher Nähe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der im Roman verstreuten Figureninformationen den Nachweis zu erbringen, dass Dorst ein Einzelgänger und ein Außenseiter der Gesellschaft ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der Figurenanalyse nach Fotis Jannidis, indem sie „figurenbezogene Tatsachen“ wie Handlungen, äußere Merkmale und soziale Indikatoren interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die äußeren, sozialen und inneren Merkmale der Hauptfigur systematisch untersucht, darunter sein Kleiderstil, sein Bildungsstand und seine Schwierigkeiten im Umgang mit Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Begriffe wie Außenseiter, Rastlosigkeit, Trauer, Fluchtverhalten, Identität und die spezifische psychologische Ausgestaltung der Romanfigur Dorst.

Warum kleidet sich Dorst im Roman so auffällig?

Dorst trägt die alten und zu großen Kleidungsstücke seines verstorbenen Vaters, was als äußeres Anzeichen für seine Unfähigkeit, den Tod des Vaters zu verarbeiten, gedeutet wird.

Welche Rolle spielt die Mutter bei Dorsts Entwicklung zum Außenseiter?

Die Mutter trägt durch ihre übertriebene Mutterliebe, ihre ständige Bevormundung und ihre überhöhten Erwartungen an Dorsts berufliche Laufbahn dazu bei, dass er sich immer stärker zurückzieht und flüchtet.

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Résumé des informations

Titre
Personenanalyse von Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ von Annette Pehnt
Université
University of Kassel  (Fachbereich 1 Germanistik)
Cours
Gegenwartsliteratur - Annette Pehnt
Note
2,0
Auteur
Ann-Kristin Schneider (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
15
N° de catalogue
V120036
ISBN (ebook)
9783640240289
ISBN (Livre)
9783640244522
Langue
allemand
mots-clé
Personenanalyse Dorst Roman Annette Pehnt Gegenwartsliteratur Annette Pehnt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ann-Kristin Schneider (Auteur), 2008, Personenanalyse von Dorst aus dem Roman „Ich muß los“ von Annette Pehnt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120036
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Extrait de  15  pages
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