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Wrongful Life - Gibt es ein Recht, nicht geboren zu werden?

Title: Wrongful Life - Gibt es ein Recht, nicht geboren zu werden?

Diploma Thesis , 2008 , 103 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Mag.phil. Paul Gragl (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Das Thema wrongful life umfasst einen großen Problemkreis, der sich vor allem um die Frage dreht, ob eine Person, die schwerstbehindert geboren wurde, weil der behandelnde Arzt diese Behinderung im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung oder der Präimplantationsdiagnostik bei der künstlichen Befruchtung nicht entdeckt hatte, für diesen ärztlichen Fehler Schadenersatz geltend machen kann. Dieser geltend gemachte Schadenersatzanspruch bezieht sich nun einerseits auf die erhöhten Pflege- und Unterhaltskosten, andererseits aber auch auf den Schaden, den die eigene Existenz der betroffenen Person darstellt – hatte sie damit schon ein pränatales Recht, überhaupt nicht geboren zu werden? Gerade diese letzte, überaus provokante Frage stellt den Mittelpunkt dieser Arbeit dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Die rechtliche Stellung der Abtreibung
    • Allgemeine Betrachtungen
    • Österreich
    • Deutschland
    • USA
    • Frankreich
  • Gerichtliche Leitentscheidungen zu wrongful life
    • Begriffserklärung und Abgrenzung
      • Wrongful birth
      • Wrongful life
    • Gleitman v. Cosgrove
    • Procanik by Procanik v. Cillo
    • BGH 18.1.1983 - VI ZR 114/81
    • OGH 25.5.1999 - 1 Ob 91/99k und Folgefälle
    • L'arrêt Perruche
  • Der Begriff der Person
    • Die Rechtsfähigkeit des Rechtssubjektes
      • Rechtsidee und Rechtsbegriff
      • Rechtsbegriff und Person bei Gustav Radbruch
      • Die Rechtsfähigkeit des nasciturus gemäß § 22 ABGB
    • Der ethische Personbegriff
      • Klassische Ansätze
      • Peter Singers Personbegriff
      • Moral agents und moral patients - Versuch einer Conclusio
  • L'arrêt Perruche – ein Präzedenzfall?
    • Allgemeine Betrachtungen
    • Der Streitgegenstand
      • Zur Bedeutung des Streitgegenstandes
      • Das Argument der Perruchisten
      • Das Argument der Anti-Perruchisten
      • Der Wille der Mutter als notwendige Voraussetzung?
      • Menschenwürde versus Menschenrechte
      • Die Aufgabe des Juristen und des Richters
    • Das betroffene Kind als Prozesspartei
      • Parteifähigkeit und Prozessfähigkeit
      • Selbstwiderspruch des Subjekts?
      • Freiheit zur Unlogik
      • Die Freiheit zwischen Naturrecht und Naturgesetz
      • Die Vertretung des Subjekts
      • Conclusio
  • Das Töten von Menschen
    • Die „Heiligkeit des Lebens“ - eine Begriffsanalyse
    • Was ist falsch daran, zu töten?
    • Töten von Personen
      • Personale Präferenzen
      • Recht auf Leben?
      • Autonomie als Respekt
      • Universelle Glücksmaximierung
    • Töten von Embryonen und Föten
      • Das Argument der Austauschbarkeit
      • Eine kurze ethische Betrachtung der Abtreibung
      • Abtreibung und Infantizid
      • Infantizid und Sterbehilfe
  • Muss dieses Kind am Leben bleiben?
    • Schwierige Fälle und einfache Antworten?
      • Baby Doe
      • Drei medizinische Befunde
    • Objektive und subjektive Tatbestände
      • Mögliche objektive Tatbestände
      • Mögliche subjektive Tatbestände
      • Für und Wider aus der Sicht von Betroffenen
  • Conclusio

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Diplomarbeit untersucht die juristischen und ethischen Fragen rund um das Thema „wrongful life“, insbesondere im Kontext aktueller Entscheidungen des österreichischen Obersten Gerichtshofes. Ziel ist es, Klarheit in die komplexe Problematik zu bringen und mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.

  • Die rechtliche Einordnung von „wrongful life“ im Vergleich zu „wrongful birth“
  • Die Definition des Begriffs „Person“ in rechtlicher und ethischer Hinsicht
  • Analyse der Leitentscheidungen zu „wrongful life“ in verschiedenen Ländern
  • Ethische Aspekte des Töten von Menschen, insbesondere im Zusammenhang mit Embryonen und Föten
  • Die Frage nach dem Recht, nicht geboren zu werden, im Kontext schwerer Behinderungen

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt den Kontext der Arbeit. Das Kapitel zur rechtlichen Stellung der Abtreibung beleuchtet die verschiedenen Rechtslagen in Österreich, Deutschland, den USA und Frankreich. Die Analyse der Gerichtsentscheidungen zu „wrongful life“ untersucht verschiedene Präzedenzfälle und deren Argumentationslinien. Die Kapitel zum Begriff der Person erörtern den rechtlichen und ethischen Personbegriff. Das Kapitel zu „L’arrêt Perruche“ analysiert diesen Präzedenzfall detailliert. Das Kapitel zum Töten von Menschen befasst sich mit ethischen Fragen rund um das Leben und Sterben. Das Kapitel zu „Muss dieses Kind am Leben bleiben?“ thematisiert schwierige ethische und medizinische Fallbeispiele.

Schlüsselwörter

Wrongful life, Wrongful birth, Rechtsfähigkeit, Personbegriff, Abtreibung, Präimplantationsdiagnostik, Schadenersatz, Ethik, Bioethik, Menschenwürde, Menschenrechte, OGH, BGH.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet der Begriff „Wrongful Life“?

Es bezeichnet Klagen, bei denen ein behindertes Kind (vertreten durch die Eltern) Schadenersatz fordert, weil es ohne einen ärztlichen Fehler (z.B. bei der Diagnose) nicht geboren worden wäre.

Was ist der Unterschied zwischen „Wrongful Life“ und „Wrongful Birth“?

Bei „Wrongful Birth“ fordern die Eltern Schadenersatz für ihren eigenen Aufwand, während bei „Wrongful Life“ das Kind selbst als geschädigte Partei auftritt, da seine Existenz als Schaden betrachtet wird.

Gibt es ein rechtliches „Recht, nicht geboren zu werden“?

Dies ist eine zentrale, provokante Frage der Arbeit. Die Rechtsprechung in Ländern wie Deutschland und Österreich lehnt ein solches Recht meist ab, da das Leben an sich nicht als rechtlicher Schaden gelten kann.

Was war der Fall „L'arrêt Perruche“?

Ein wegweisender französischer Präzedenzfall, in dem einem behinderten Kind erstmals ein eigener Entschädigungsanspruch zugesprochen wurde, was international heftige Debatten auslöste.

Welche Rolle spielt Peter Singer in der ethischen Debatte?

Die Arbeit zieht Singers Personbegriff heran, um die ethischen Grenzen zwischen dem Schutz des Lebens und der Lebensqualität bei schwersten Behinderungen zu diskutieren.

Wie wird die Menschenwürde in diesem Kontext betrachtet?

Es wird untersucht, ob die Anerkennung eines Lebens als „Schaden“ mit der unantastbaren Menschenwürde vereinbar ist oder ob das Recht auf Selbstbestimmung hier Vorrang hat.

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Details

Title
Wrongful Life - Gibt es ein Recht, nicht geboren zu werden?
College
University of Graz
Grade
Sehr Gut
Author
Mag.phil. Paul Gragl (Author)
Publication Year
2008
Pages
103
Catalog Number
V120057
ISBN (eBook)
9783640236831
ISBN (Book)
9783640238705
Language
German
Tags
Wrongful Life Gibt Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag.phil. Paul Gragl (Author), 2008, Wrongful Life - Gibt es ein Recht, nicht geboren zu werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120057
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