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Schwerstbehinderung und deren Implikationen nach Wieczorek und Burkart

Medizinische, psychologische und pädagogische Aspekte in "Individualität und schwerste Behinderung“ und "Schwerste Behinderung – Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassenden Hilfebedarf"

Title: Schwerstbehinderung und deren Implikationen nach Wieczorek und Burkart

Term Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1,75

Autor:in: Diplom Sozialpädagoge Alexander Bauer (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Thematik der schwersten Behinderung. Um die Tragweite dieser Thematik zu vergegenwärtigen werden zwei relevante Bücher miteinander verglichen. Zum einen „Individualität und schwerste Behinderung“, von Marion Wieczorek und zum anderen die Dissertation „Schwerste Behinderung – Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassenden Hilfebedarf.

Diese beiden Bücher werden unter medizinischen, psychologischen und pädagogischen Gesichtspunkten verglichen. Leider ist bei beiden Büchern die medizinische Sichtweise vernachlässigt worden. Trotzdem wurde der Versuch unternommen, die beiden Bücher auch in diesem Bereich zu vergleichen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von schwerster Behinderung (Medizinische Sichtweise)

2.1 Die Vielfalt sonderpädagogischer Theorienbildung zu schwerster Behinderung nach Wieczorek

2.2 Krankenhaushalte nach Wieczorek

2.3 Übersicht über neue Definitionsversuche nach Burkart

2.4 Medizinisch psychiatrische Sichtweise nach Burkart

2.5 Die schulorganisatorische Sichtweise nach Burkart

2.6 Die entwicklungsbezogene Sichtweise nach Burkart

2.7 Beschreibungen anhand von Negativkatalogen nach Burkart

3 Psychologie der schwersten Behinderung

3.1 Verhaltensweisen bei schwerster Behinderung nach Wieczorek

3.2 Trauma und Körperwissen nach Wieczorek

3.3 Individuelle Aktivitätsniveaus nach Wieczorek

3.4 Schritt für Schritt?- Die entwicklungspsychologische Sichtweise nach Burkart

4. Pädagogik bei schwerster Behinderung

4.1 Wecken von Neugierde und Interesse – Erleben von Urheberschaft nach Wieczorek

4.2 Entwicklungsbegleitung statt Training nach Wieczorek

4.3 Pädagogik bei (schweren) geistigen Behinderungen nach Burkart

4.4 Erziehungswissenschaftliche Ansätze nach Burkart

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, theoretische Konzepte zur schwersten Behinderung durch den Vergleich zweier relevanter Fachpublikationen kritisch zu analysieren und unter medizinischen, psychologischen sowie pädagogischen Aspekten gegenüberzustellen.

  • Definitionen und sonderpädagogische Theorienbildung zur schwersten Behinderung
  • Psychologische Aspekte: Traumata, Verhaltensweisen und Entwicklungspsychologie
  • Pädagogische Ansätze: Entwicklungsbegleitung statt klassischer Defizit-orientierter Förderung
  • Kritische Reflexion der medizinischen Sichtweise innerhalb der Fachliteratur
  • Bedeutung von Urheberschaft und Autonomie für Menschen mit allumfassendem Hilfebedarf

Auszug aus dem Buch

3.2 Trauma und Körperwissen nach Wieczorek

Kinder mit schwerster Behinderung erleben Operationen, Krankheiten, Verletzungen, Unfälle mit lebensbedrohlicher Thematik, die ursächlich zu ihrer Behinderung beigetragen haben oder Folgeerscheinungen sind, als Traumata. (vgl. Wieczorek, 2002, 145)

Traumata hinterlassen Spuren und beeinflussen das Selbst- und Fremderleben eines jeden Kindes. Die Erinnerung an diese einschneidenden Ereignisse wird nicht nur im Gehirn, sondern auch im ganzen Körper kodiert.

So entwickeln sich Aufbau, Funktion und Gedächtnis in der Entwicklung parallel; Speicherung von Erfahrung ist somit von frühester pränataler Entwicklung an möglich. (vgl. Wieczorek, 2002, 146)

Traumatische Erinnerungen bleiben erlebenswirksam und beeinflussen die Reaktion und die Wahrnehmung des Kindes auf zukünftige Ereignisse. Die Kinder behalten eine erhöhte Vulnerabilität, die bei nachfolgenden positiven Lebensumständen latent bleibt. Die aber bei Schwierigkeiten erneut hervortreten kann. Wieczorek bezieht sich hier auf Bessel A. van der Kolk, der hier von „Verlust der Fähigkeit zur Selbstregulation“ spricht. Diese ist umso stärker, je jünger das Kind zum Zeitpunkt der Traumatisierung war, und je länger das Trauma dauerte. Das spätere schwer verständliche Verhalten der Kinder, wird im späteren als ein Versuch gesehen, Kontrolle über ihrer eingeschränkten Fähigkeiten zur Verhaltensregulation zurückzuerlangen, sich vor übermäßiger Erregung zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert das Ziel der Arbeit, zwei Fachbücher zum Thema schwerste Behinderung unter verschiedenen fachlichen Gesichtspunkten zu vergleichen.

2 Definition von schwerster Behinderung (Medizinische Sichtweise): Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene theoretische Definitionsansätze und kritisiert die oft vernachlässigte medizinische Perspektive in der Literatur.

3 Psychologie der schwersten Behinderung: Es wird die psychologische Entwicklung, der Einfluss von Traumata sowie die Bedeutung individueller Aktivitätsniveaus für das Verständnis der Betroffenen analysiert.

4. Pädagogik bei schwerster Behinderung: Das Kapitel kontrastiert klassische, defizitorientierte Förderkonzepte mit neuen Ansätzen wie der Entwicklungsbegleitung und dem Wecken von Eigeninteresse.

5. Resümee: Der Autor zieht ein Fazit über die beiden untersuchten Werke und betont den Wert des Austausches zwischen pädagogischer Praxis und wissenschaftlicher Theorie.

Schlüsselwörter

Schwerste Behinderung, Sonderpädagogik, Entwicklungsbegleitung, Heilpädagogik, Trauma, Förderung, Urheberschaft, Defizitorientierung, Ganzheitlichkeit, Psychologie, Allumfassender Hilfebedarf, Lebensqualität, Körpererleben, Kommunikation, Pädagogische Konzepte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit vergleicht zwei Fachpublikationen, um ein tieferes Verständnis für die theoretischen und praktischen Ansätze im Umgang mit Menschen mit schwerster Behinderung zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Definition von schwerster Behinderung, die psychologischen Folgen von Traumata sowie moderne pädagogische Förderansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Vergleich medizinischer, psychologischer und pädagogischer Sichtweisen in der Fachliteratur, um die Tragweite der Thematik für die sonderpädagogische Arbeit zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, bei der zwei spezifische Fachbücher gegenübergestellt und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, psychologische Betrachtungen zu Verhalten und Trauma sowie pädagogische Konzepte der Entwicklungsbegleitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind schwerste Behinderung, Entwicklungsbegleitung, Urheberschaft, Ganzheitlichkeit und sonderpädagogische Förderung.

Warum spielt die medizinische Sichtweise eine Rolle?

Der Autor stellt fest, dass die medizinische Sichtweise in der Literatur oft vernachlässigt wird, obwohl sie essenziell ist, um z.B. Krankenhausaufenthalte und deren Auswirkungen auf die Kinder zu verstehen.

Welche Bedeutung hat das "Erleben von Urheberschaft"?

Es ist ein zentrales pädagogisches Ziel, bei schwerstbehinderten Kindern Neugierde zu wecken und Selbstvertrauen durch selbstbestimmte Erfahrungen aufzubauen.

Wie unterscheidet sich die Pädagogik bei Burkart von der klassischen Therapie?

Während klassische Ansätze oft auf Defizit-Training basieren, fordert Burkart eine ganzheitliche Sichtweise, die Sinnzusammenhänge erschließt und das Umfeld miteinbezieht.

Wie wirkt sich ein Trauma auf schwerstbehinderte Kinder aus?

Traumata beeinflussen die Fähigkeit zur Selbstregulation und führen oft zu Verhaltensweisen wie Wahrnehmungsvermeidung, um sich vor Übererregung zu schützen.

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Details

Title
Schwerstbehinderung und deren Implikationen nach Wieczorek und Burkart
Subtitle
Medizinische, psychologische und pädagogische Aspekte in "Individualität und schwerste Behinderung“ und "Schwerste Behinderung – Anfragen an Förderkonzepte für Menschen mit allumfassenden Hilfebedarf"
College
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät)
Course
Rehabilitation
Grade
1,75
Author
Diplom Sozialpädagoge Alexander Bauer (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V120130
ISBN (eBook)
9783640240760
ISBN (Book)
9783656740223
Language
German
Tags
Schwerste Behinderung Rehabilitation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sozialpädagoge Alexander Bauer (Author), 2006, Schwerstbehinderung und deren Implikationen nach Wieczorek und Burkart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120130
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