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Konstruktionsprozesse von Geschlecht – der ethnomethodologische Ansatz des "doing gender" Konzepts

Título: Konstruktionsprozesse von Geschlecht –  der ethnomethodologische Ansatz des "doing gender" Konzepts

Trabajo Escrito , 2022 , 16 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
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In der vorliegenden Arbeit wird die Geschlechterkonstruktion und insbesondere das "doing gender" Konzept, welches wie beschrieben eine Relevanz für die Soziale Arbeit aufweist, aus einem ethnomethodologischen Blickwinkel betrachtet. Die Ethnomethodologie nach Garfinkel untersucht die Methoden, welche Gesellschaftsmitglieder in verschiedenen
Praxiskontexten anwenden, um soziale Wirklichkeit zu konstruieren. Die Ethnomethodologie will herausarbeiten, wie Situationen durch die beteiligten Gesellschaftsmitglieder hergestellt werden.

Ziel der Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, inwiefern sich der Konstruktionsprozess von Geschlecht aus einer ethnomethodologischen Sicht darstellen lässt. Um dieser Forschungsfrage nachgehen zu können, wird im ersten Schritt auf die Geschlechterforschung allgemein und das Konzept des "doing gender" eingegangen.

Im nächsten Schritt folgt in einem Theorieteil eine Erläuterung des sozialwissenschaftlichen Forschungsansatzes der Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel. Daraufhin wird eine Verbindung des "doing gender" Konzepts und der ethnomethodologischen Forschung geschaffen. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf der Agnes-Studie, die von Garfinkel betrieben wurde. In einem letzten Schritt werden die Folgen für die Soziale Arbeit herausgestellt, welche sich aus dem Ansatz der Ethnomethodologie mit Blick auf die Geschlechterkonstruktionen ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geschlechterrollen im Wandel

2.1 Aktuelle Geschlechterforschung

2.1.1 Etablierung von „sex“ und „gender“ sowie des Konzepts „doing gender“

2.2 Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel

2.2.1 Zentrale Konzepte und programmatische Aussagen der Ethnomethodologie

2.3 Verbindung des „doing gender“ Konzepts und der ethnomethodologischen Forschung

2.3.2 Agnes-Studie nach Garfinkel

2.3.2 Ethnomethodologische Erkenntnisse der Agnes-Studie in Hinblick auf die Geschlechterforschung

2.4 Folgen der Sozialen Arbeit mit Blick auf Geschlechterkonstruktionen

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Konstruktionsprozess von Geschlecht aus einer ethnomethodologischen Perspektive, um zu verstehen, wie soziale Wirklichkeit in diesem Bereich durch alltägliche Praktiken hergestellt wird. Ziel ist es, das „doing gender“-Konzept mit der Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel zu verknüpfen und daraus Schlussfolgerungen für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit abzuleiten.

  • Grundlagen der aktuellen Geschlechterforschung
  • Einführung in die Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel
  • Analyse des „doing gender“-Konzepts in der sozialen Interaktion
  • Einsatz und Erkenntnisse der Agnes-Studie
  • Implikationen und Herausforderungen für die Soziale Arbeit

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Agnes-Studie nach Garfinkel

In einer ethnomethodologischen Studie aus dem Jahr 1967 untersucht Garfinkel den Prozess der Geschlechtsumwandlung der Mann-Frau-Transsexuellen Agnes. Hierbei geht Garfinkel ähnlich, wie in seinen Krisenexperimenten vor. Er möchte beobachten, wie wieder eine „Normalität“ hergestellt werden kann, nachdem es zu einer Abweichung in Bezug auf das ursprüngliche Geschlecht kam (vgl. Garfinkel, 1967 zitiert nach Geimer, 2013, S. 1).

Agnes ist als ein Junge mit männlichen Geschlechtsteilen zur Welt gekommen und galt auch bis zum siebzehnten Lebensjahr als männlich. Sie beschreibt die männliche Rolle, welche sie einnahm, als eine schwierige und nur mühsam gemeisterte Phase. Agnes ließ mehrere geschlechtsangleichende operative Eingriffe vornehmen. Zum Zeitpunkt der Studie ist Agnes neunzehn Jahre alt, eine weiße und unverheiratete Frau. Sie arbeitet bei einer Versicherungsgesellschaft und versorgt sich selbst. Ihre äußerliche Erscheinung und ihr Auftreten entsprechen dem einer Frau. Sie ist groß, schlank, hat eine weibliche Figur, dunkelblonde Haare und kleidet sich typisch, für Frauen in ihrem Alter (vgl. Garfinkel, Schüttpelz, Warfield Rawls & Thielmann, 2020, S. 180f.). Agnes arbeitet andauernd daran, sich als eine kompetente Person des weiblichen Geschlechts zu beweisen. Sie möchte eine natürliche und normale Frau sein und dementsprechend behandelt werden (vgl. Garfinkel et. al, 2020, S. 183f.). Ihr ist jedoch auch bewusst, dass der Weg, den sie eingeschlagen hat, nicht der normale ist und hart bestraft werden kann. Den Menschen ist bewusst, dass es Leute gibt, die wie Agnes eine Geschlechtsangleichung vornehmen. Oftmals werden diese Leute jedoch als absonderliche, außergewöhnliche oder bizarre Personen wahrgenommen und die Veränderungen nur als schwer verständlich aufgenommen. Absichtliche oder zufällige Übergänge zwischen den Geschlechtszugehörigkeiten werden von unserer Gesellschaft verboten. Das Verkleiden oder Theaterspielen ist bei bestimmten Veranstaltungen oder Umständen legitimiert, jedoch sollte der Mensch danach wieder so sein, wie er wirklich ist (vgl. Garfinkel et. al, 2020, S. 186f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der Sozialen Arbeit und definiert die Forschungsfrage bezüglich der ethnomethodologischen Betrachtung von Geschlechterkonstruktionen.

2 Geschlechterrollen im Wandel: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Wandel von Geschlechterrollen und führt in aktuelle Diskurse der Geschlechterforschung sowie das „doing gender“-Konzept ein.

2.1 Aktuelle Geschlechterforschung: Hier werden gegenwärtige Forschungsansätze beleuchtet, die biologische Erklärungen für geschlechtstypisches Verhalten kritisch hinterfragen.

2.1.1 Etablierung von „sex“ und „gender“ sowie des Konzepts „doing gender“: Dieser Abschnitt erläutert die Trennung von biologischem und sozialem Geschlecht und die theoretische Fundierung des „doing gender“-Konzepts.

2.2 Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel: Es folgt eine Einführung in das Forschungsprogramm von Garfinkel, inklusive der Kritik an bestehenden soziologischen Handlungsmodellen.

2.2.1 Zentrale Konzepte und programmatische Aussagen der Ethnomethodologie: Die zentralen Begriffe, wie „Account“ und die Indexikalität der Sprache, sowie der Ansatz der Krisenexperimente werden hier detailliert dargestellt.

2.3 Verbindung des „doing gender“ Konzepts und der ethnomethodologischen Forschung: Dieser Teil führt die theoretischen Stränge zusammen und beleuchtet die Alltäglichkeit und Routine der Geschlechtskonstruktion.

2.3.2 Agnes-Studie nach Garfinkel: Anhand der Fallstudie Agnes wird der Prozess der Geschlechtsangleichung und der Kampf um gesellschaftliche Anerkennung untersucht.

2.3.2 Ethnomethodologische Erkenntnisse der Agnes-Studie in Hinblick auf die Geschlechterforschung: Dieser Abschnitt diskutiert die Schlussfolgerungen der Studie in Bezug auf die notwendige Arbeit, um als „natürliche Frau“ wahrgenommen zu werden.

2.4 Folgen der Sozialen Arbeit mit Blick auf Geschlechterkonstruktionen: Hier werden die Konsequenzen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit reflektiert, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung von Adressat*innen in ihren Identitätsprozessen.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Bedeutung der ethnomethodologischen Perspektive für das Verständnis von Geschlecht als laufenden Konstruktionsprozess.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Geschlechterkonstruktion, doing gender, Ethnomethodologie, Harold Garfinkel, Agnes-Studie, Geschlechterrollen, soziale Wirklichkeit, Alltagshandeln, Interaktion, Identität, Geschlechtsangleichung, Normalität, Machtmechanismen, Reflexivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Perspektive auf Geschlecht und untersucht, wie Geschlechtsidentitäten im Alltag durch soziale Prozesse konstruiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Ethnomethodologie nach Harold Garfinkel, das „doing gender“-Konzept, die Analyse von Geschlechterrollen sowie deren Bedeutung für die professionelle Soziale Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Akteure Geschlecht durch Interaktion herstellen und welche Anforderungen dieser Prozess an den Einzelnen stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Ansatz, basierend auf der ethnomethodologischen Forschung und der Analyse der bekannten Agnes-Studie von Harold Garfinkel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Ethnomethodologie, die Verknüpfung mit dem „doing gender“-Konzept, die detaillierte Betrachtung der Agnes-Studie sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „doing gender“, „Ethnomethodologie“, „Geschlechtskonstruktion“ und „Soziale Arbeit“ geprägt.

Was ist das Besondere an der Agnes-Studie für diese Analyse?

Die Agnes-Studie dient als konkretes Beispiel für den mühsamen, andauernden Prozess der Geschlechtsherstellung („passing“), da Agnes als Transsexuelle bewusst Methoden anwenden musste, um in einer zweigeschlechtlichen Gesellschaft als Frau zu gelten.

Warum ist das Thema für die Soziale Arbeit relevant?

Für die Soziale Arbeit ist es essentiell, machtvolle Zuschreibungen und Geschlechterstereotype zu erkennen, um Adressat*innen in ihrem individuellen Identitätsbildungsprozess kompetent zu unterstützen.

Was bedeutet „ongoing accomplishment“ im Kontext von Geschlecht?

Es beschreibt, dass Geschlecht keine statische Eigenschaft ist, sondern eine Leistung, die durch das ständige, routinierte Handeln in sozialen Interaktionen immer wieder neu erzeugt werden muss.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Konstruktionsprozesse von Geschlecht – der ethnomethodologische Ansatz des "doing gender" Konzepts
Universidad
University of Siegen
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
16
No. de catálogo
V1202183
ISBN (PDF)
9783346647702
ISBN (Libro)
9783346647719
Idioma
Alemán
Etiqueta
konstruktionsprozesse geschlecht ansatz konzepts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Konstruktionsprozesse von Geschlecht – der ethnomethodologische Ansatz des "doing gender" Konzepts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1202183
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