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Rationale Strategien und die Lehren der Pleite von Long-Term Capital Management

Titre: Rationale Strategien und die Lehren der Pleite von Long-Term Capital Management

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Lieb (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Untersuchung der Handelsstrategien von Long-Term Capital Management, Überblick über die Entwicklung des Fonds, Lehren und Konsequenzen aus der Krise. Long-Term Capital Management (LTCM) wurde 1993 von John Meriwether,
dem ehemaligem Head of Fixed Income Trading bei Salomon Brothers und 15
weiteren Partnern in Form einer Delaware Partnership in Greenwich, Connecticut
gegründet. Im Vergleich mit den meisten anderen Hedgefonds ist insbesondere
die Zusammensetzung der Partner bei LTCM hervorzuheben. So
gelang es Meriwether, neben vielen seiner ehemaligen Trader von Salomon
Brothers auch David Mullins, den früheren Vizevorsitzenden der US Federal
Reserve für den Fonds zu gewinnen. Mullins’ Kontakte ermöglichten LTCM
einen deutlich verbesserten Zugang zu internationalen Banken als potentielle
Investoren. Weitere Partner waren Myron Scholes und Robert C. Merton, die
1997 den Nobelpreis für ihre Arbeiten im Bereich der Bewertung von Optionen
erhielten. Diese außerordentlich beeindruckende Kombination von Humankapital
ermöglichte es LTCM, im Gegensatz zu anderen Hedgefonds, deutlich
unvorteilhaftere Konditionen von ihren Investoren zu verlangen. So belief sich
die jährliche Managementgebühr auf 2% zuzüglich 25% des jeweiligen Jahresgewinns.
Branchenüblich waren 1% jährliche Managementgebühr und 20%
des Gewinns. Weiterhin wurde von den Investoren eine Mindestinvestition von
$10 Mio. und eine Mindestanlagedauer von drei Jahren verlangt. Trotz dieser
deutlich verschärften Vertragsbedingungen schaten es LTCM’s hochdekorierte
Partner, dass der Fonds bereits in seinem Gründungsjahr $1,3 Mrd. von
Investoren einsammeln konnte. In dieser Arbeit soll der Fall LTCM unter Gesichtspunkten
rationaler Handelsstrategien, deren Umsetzung und Ergebnissen
betrachtet werden. Im zweiten Kapitel werden einige der häufigsten Strategien
hinsichtlich deren Ausführung erläutert. Kapitel drei betrachtet die Ergebnisse
der Strategien mit Einbezug des hohen Leverage von LTCM und dem damit
verbundenem Risiko. Im folgenden Kapitel werden der Verlauf und die Lösung
der LTCM-Krise beschrieben. Abschließend folgt eine Betrachtung der Ursachen
der Krise und deren Konsequenzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wichtige Handelsstrategien von LTCM

2.1 Relative Value Trades

2.2 Convergence Trades

2.3 Equity Volatility Trades

2.4 Equity Pair Trades

2.5 Merger Arbitrage

3 Performance, Leverage und Risiko des Fonds

4 Irrationalität der Märkte, Niedergang und Rettung von LTCM

5 Lehren und Konsequenzen aus dem Fall LTCM

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Scheitern des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) unter dem Fokus der Marktrationalität. Das Ziel ist es, die eingesetzten Handelsstrategien kritisch zu analysieren, die Rolle des hohen Fremdkapitalhebels (Leverage) zu beleuchten und aufzuzeigen, wie das blinde Vertrauen in theoretische Modelle in Kombination mit unvorhersehbarem Marktverhalten zur Krise führte.

  • Analyse quantitativer Handelsstrategien wie Relative Value und Convergence Trades.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Leverage und Risiko-Management-Modellen (VaR).
  • Darstellung des Niedergangs infolge der Russlandkrise und markttechnischer Ineffizienzen.
  • Reflektion über die Rolle von Finanzaufsicht und Banken als Kreditgeber.
  • Kritische Würdigung der Hypothese rationaler Finanzmärkte anhand des Fallbeispiels.

Auszug aus dem Buch

2.1 Relative Value Trades

Die Relative Value Trades waren insbesondere in den ersten Jahren von LTCM die Haupteinnahmequelle des Fonds. Wie der Name schon sagt, geht es bei dieser Art von Trade um den relativen Wert zweier Finanzinstrumente zueinander. Üblicherweise wird eine Long-Position in einem Wertpapier und eine Short-Position in einem zweiten Wertpapier eingenommen - die Strategie ist also marktneutral.

Als Beispiel wäre hier ein Trade von LTCM aus dem Jahr 1994 zu nennen: die italienische Swap-Kurve verlief unter der italienischen Zinsstrukturkurve. Investoren bekamen also für italienische Staatsanleihen eine höhere Rendite als für italienische Corporate-Swaps mit vergleichbarer Duration. Anders ausgedrückt hieß das, dass ein Staatsbankrott wahrscheinlicher war, als der Bankrott eines Unternehmens mit einem gutem Credit-Rating.

LTCM ging davon aus, dass dies eine Übertreibung darstellte und entwickelte eine Strategie, um diese für sich auszunutzen. LTCM erhielt Zinszahlungen aus italienischen Staatsanleihen im Austausch gegen den Lira-LIBOR Zinssatz. So konnte der Fonds eine Long-Position in italienischen Staatsanleihen einnehmen, ohne diese tatsächlich im Portfolio zu halten. Finanziert wurde das Ganze über Short-selling von Swaps, für die LTCM den Lira-LIBOR erhielt. Diese Transaktion ermöglichte es, die Zinszahlungen aus den Staatsanleihen im Tausch gegen den fixen Swap-Zinssatz zu erhalten. LTCM handelte somit ausschließlich Veränderungen des Spreads zwischen dem Lira-LIBOR und den Swap-Zinssätzen. Sie hatten keine Position eingenommen, die sich ausschließlich auf die zukünftige Richtung des italienischen Leitzinses konzentrierte und somit sehr unsicher gewesen wäre.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Entstehung von LTCM sowie die hochkarätige Partnerriege vor und erläutert die Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung rationaler Handelsstrategien.

2 Wichtige Handelsstrategien von LTCM: Dieses Kapitel erläutert die spezifischen Investmentansätze, darunter Relative Value, Convergence Trades, Equity Volatility Trades, Equity Pair Trades und Merger Arbitrage.

3 Performance, Leverage und Risiko des Fonds: Hier werden die Renditeentwicklung, der zunehmende Einsatz von Leverage sowie das angewandte Value-at-Risk-Konzept und dessen Grenzen kritisch analysiert.

4 Irrationalität der Märkte, Niedergang und Rettung von LTCM: Dieses Kapitel beschreibt die Eskalation der Krise, den Einfluss der Russlandkrise und den schließlich notwendigen Rettungsversuch durch ein Bankenkonsortium.

5 Lehren und Konsequenzen aus dem Fall LTCM: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst, wobei das Versagen rationaler Finanzmodelle und die systemischen Risiken durch die Kreditgeber in den Vordergrund gestellt werden.

Schlüsselwörter

LTCM, Hedgefonds, Finanzmärkte, Rationalität, Arbitrage, Leverage, Risikomanagement, Value-at-Risk, Marktineffizienz, Convergence Trades, Liquiditätsrisiko, Russlandkrise, Finanzaufsicht, Derivate, Swap

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Scheitern des Hedgefonds Long-Term Capital Management (LTCM) in den späten 1990er Jahren, um die Grenzen rationaler Finanzmarktmodelle aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Handelsstrategien des Fonds, der Einsatz von hohem Fremdkapitalhebel, das Risikomanagement sowie die Rolle der beteiligten Banken und Aufsichtsbehörden während der Krise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein theoretisch auf rationalen Annahmen basierendes Modell in der Realität an die Grenzen stößt, wenn Marktteilnehmer oder externe Ereignisse irrational agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse und Fallstudienbetrachtung, die auf Fachliteratur sowie historischen Daten zu LTCM basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil detailliert die verschiedenen Handelsstrategien (z.B. Relative Value, Equity Pair Trades), die Performance-Probleme, den unkontrollierten Anstieg des Leverages und die Ereignisse, die 1998 zum Beinahe-Kollaps führten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Arbitrage, Leverage, Marktrationalität, Risikomanagement und Liquiditätsrisiko sind essenziell, um den Kern der Analyse zu erfassen.

Warum konnte LTCM trotz Nobelpreisträgern als Partner scheitern?

Das Scheitern wird maßgeblich auf ein blindes Vertrauen in statistische Computermodelle zurückgeführt, die extreme Marktereignisse ("fat tails") nicht ausreichend berücksichtigten und die menschliche Komponente des Marktes ignorierten.

Welche Rolle spielten die Banken bei der Krise?

Die Banken agierten als Kreditgeber, die unzureichende Sicherheiten (Margins) verlangten und somit den riskanten Leverage erst ermöglichten, bevor sie in der Krise selbst unter Druck gerieten.

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Résumé des informations

Titre
Rationale Strategien und die Lehren der Pleite von Long-Term Capital Management
Université
LMU Munich  (Institut für Kapitalmarktforschung und Finanzierung)
Cours
Seminar zum Thema Rationalität und Finanzmärkte
Note
1,3
Auteur
Sebastian Lieb (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
22
N° de catalogue
V120244
ISBN (ebook)
9783640241187
ISBN (Livre)
9783640256433
Langue
allemand
mots-clé
Rationale Strategien Lehren Pleite Long-Term Capital Management Rationalität Finanzmärkte LTCM Hedge-Fonds Staatsbankrott John Meriwether Relative Value Convergence Handelsstrategie Arbitrage Option Black Scholes Merton
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Lieb (Auteur), 2008, Rationale Strategien und die Lehren der Pleite von Long-Term Capital Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120244
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Extrait de  22  pages
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