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Berufsausbildung in der DDR

Einflüsse der sozialistischen Ideologie auf die Berufspädagogik

Título: Berufsausbildung in der DDR

Trabajo Escrito , 2006 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christian Schäfer (Autor)

Economía de las empresas - Historia económica y social
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„Die DDR war mit dem ausdrücklichen Ziel angetreten, die beiden zentralen Aufgaben eines jeden Ausbildungssystems – Herausbildung des politischen Bewusstseins und der Ausbildung marktfähiger Qualifikationen – in einer neuen Ausbildungsstruktur zu ordnen und sich somit von dem traditionsleitenden Dualen System deutlich abzusetzen.“ Diese Aussage wirft die Frage auf, in welchem Ausmaß dies dem Regime der DDR gelang und was die Hintergründe und Motivationen hierfür waren. Handelte die DDR nur nach sowjetischem Vorbild, da sie noch deutlich von den geschichtlichen Ereignissen des 2. Weltkrieges geprägt war? Versuchte sie eine Vorreiterrolle innerhalb der sozialistisch regierten Staaten einzunehmen oder gar ein völlig neues sozialistisches Ausbildungsmodell zu konstituieren, welches zur optimalen Ausbildung der Arbeiterklasse bestimmt war?
Inhalt dieser Arbeit ist, diese Hintergründe und die sozialistischen Einflüsse auf die Berufspädagogik zu untersuchen und zu analysieren. Sie soll einen Einblick in die Strukturen der damaligen Berufsbildungspolitik gewähren und zeigen, wie sich die Ideologie nach den Lehren des Marxismus-Leninismus im beruflichen Ausbildungsalltag manifestiert hat. [...] Ziel ist, den beruflichen Ausbildungsteil der Jugendlichen in der DDR darzustellen und zu klären, welchen Einfluss die Ideologie dieser Zeit auf die Auszubildenden, die Lehrkräfte und die Berufsbildungspolitik hatte und aufzuzeigen welche Auswirkungen sich eventuell daraus ergaben. Zunächst werden einige Hintergründe, auf denen diese Arbeit fußt, erörtert, um eine verständnisvollere Basis zu schaffen. Im weiteren Verlauf sollen, mit Hilfe von Auszügen aus Vergangenheits- und Gegenwartsliteratur, o.g. Fragen geklärt und das Kernthema dargestellt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1. Ideologische Hintergründe

2.2. Berufsausbildung und Duales System

3. Berufsausbildung in der DDR

3.1. Überwindung des „Dualen Berufsausbildungssystems“

3.2. Strukturen und Inhalte der Berufsausbildung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der sozialistischen Ideologie auf das Berufsausbildungssystem der DDR. Ziel ist es zu analysieren, wie das SED-Regime versuchte, das traditionsleitende duale System durch ein ideologisch geprägtes Modell zu ersetzen, um politische Erziehung mit beruflicher Qualifizierung zu verschmelzen.

  • Ideologische Grundlagen des Marxismus-Leninismus in der DDR-Bildungspolitik
  • Transformation des Bildungswesens nach sowjetischem Vorbild
  • Abgrenzung vom westdeutschen dualen Berufsausbildungssystem
  • Strukturen des polytechnischen Unterrichts und betrieblicher Ausbildung
  • Die Rolle des Bildungsgesetzes von 1965 bei der sozialistischen Umgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1. Überwindung des „Dualen Berufsausbildungssystems“

Wie in der Einleitung erwähnt, war die DDR bestrebt die Aufgaben des Ausbildungssystems in einer neuen Ausbildungsstruktur zu ordnen und sich somit von dem traditionsleitenden Dualen System deutlich abzusetzen. Der Bereich der Berufsausbildung wurde analog zu den Bereichen des allgemeinbildendenden Schulwesens und des Hochschulwesens nach den sozialistischen Vorstellungen entwickelt. „Fragen der Berufsbildung16 nahmen neben den Problemen des allgemeinbildenden Schulwesens einen exponierten Platz in der DDR-Bildungspolitik ein. Bedingt durch die enge Verflechtung mit der Wirtschaftspolitik fielen die Bildungswege, -inhalte und -strukturen modifizierende Veränderungen deutlicher aus als im Bereich der POS oder EOS. […] Bereits 1968 war mit der Einführung von „Grundberufen“17 und „Grundlagenfächern“ eine Reform der Berufsausbildung eingeleitet wurden, die künftigen Anforderungen der WTR in der Wirtschaft der DDR Rechung tragen sollte. […] Charakteristisch für die siebziger und achtziger Jahre erwiesen sich die Forderungen die berufspraktische Ausbildung zu intensivieren, die Lehrlinge zu befähigen, frühzeitig die Facharbeiterleistungen zu erreichen und verstärkt Ausbildungselemente in die „Arbeitskollektive“ und damit in unmittelbare Produktion zu verlagern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den ideologischen Motivationen und Hintergründen der DDR-Berufsbildungspolitik und deren Zielsetzung, ein eigenständiges sozialistisches Ausbildungsmodell zu etablieren.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Entwicklung in der DDR seit der Nachkriegszeit sowie die theoretischen Grundlagen der Berufsausbildung und des dualen Systems.

3. Berufsausbildung in der DDR: Das Hauptkapitel beschreibt die gezielte Umgestaltung der Berufsausbildung durch die Überwindung dualer Strukturen und die Einführung polytechnischer Unterrichtsinhalte.

4. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und kritisiert die staatliche Reglementierung und ideologische Manipulation im Bildungswesen als Preis für die gesellschaftspolitischen Ziele der DDR.

Schlüsselwörter

DDR, Berufsausbildung, Sozialistische Ideologie, Marxismus-Leninismus, Duales System, Bildungspolitik, Polytechnischer Unterricht, Facharbeiter, SED, Bildungsgesetz, Berufspädagogik, Erziehungswissenschaft, Arbeitskollektive, Berufsbildung, Planwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die sozialistische Ideologie der DDR die Strukturen und Inhalte der Berufsausbildung maßgeblich beeinflusst und geformt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der DDR-Bildungspolitik, der Abkehr vom dualen System und der Implementierung eines ideologisch aufgeladenen, polytechnischen Ausbildungsmodells.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politische Erziehung und berufliche Qualifizierung in der DDR verschmolzen wurden und welche Motivationen hinter dieser „sozialistischen Umgestaltung“ standen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Herangehensweise unter Auswertung von Vergangenheits- und Gegenwartsliteratur sowie gesetzlicher Grundlagen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation der Berufsausbildung, der Rolle des polytechnischen Unterrichts und der spezifischen Einbindung von Jugendlichen in die sozialistische Produktionswelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR, Berufsausbildung, sozialistische Ideologie, polytechnischer Unterricht und der Gegensatz zum dualen System.

Welche Bedeutung hatte das Bildungsgesetz von 1965 für die Berufsausbildung?

Es bildete den gesetzlichen Rahmen, um ideologische Richtlinien im Bildungswesen zu verankern und die Maßnahmen zur sozialistischen Umgestaltung systematisch zu institutionalisieren.

Wie wurde das Modell des dualen Systems in der DDR bewertet?

Das duale System wurde als traditionsleitend und damit als nicht vereinbar mit den sozialistischen Zielen angesehen, weshalb das Regime bestrebt war, sich deutlich davon abzusetzen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Berufsausbildung in der DDR
Subtítulo
Einflüsse der sozialistischen Ideologie auf die Berufspädagogik
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Einführung in Wirtschaftspädagogik)
Curso
Wirtschaftspädagogisches Proseminar
Calificación
1,7
Autor
Christian Schäfer (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
15
No. de catálogo
V120250
ISBN (Ebook)
9783640241224
ISBN (Libro)
9783640249091
Idioma
Alemán
Etiqueta
Berufsausbildung Wirtschaftspädagogisches Proseminar DDR sozialistisch Ideologie Pädagogik Berufspädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christian Schäfer (Autor), 2006, Berufsausbildung in der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120250
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