Dialogischer Gedankengang darüber, was Liebe ist


Hausarbeit, 2002

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Vorwort oder ´Die Begründung zur Wahl der Gesprächspartner´

Es sei vorab bemerkt, dass sich im Folgenden die zwei dekadentesten (endstuflichtesten) Formen, d.h. das „Leben“ und der „Tod“ in personifizierter Form unterhalten werden.

Der Tod als das Nichtvitale kann in seiner Form nichts in Sachen Liebe erfahren, wodurch es ihm unmöglich ist, darüber etwas zu artikulieren. Er ist diesbezüglich auf sein Pendant angewiesen. Das Leben, sich als das definierend, was jedem menschlichen Körper im Diesseits innewohnt, empfindet wegen seiner Art bei jedem Akt gedanklicher wie auch körperlicher Liebe, dass es in einem Körper ist. Aus diesem Wesen zieht es sein Wissen um die Liebe.

Prolog oder ´Die Orientierung der Gedankenganginhalte´

Tod: Nun – Ewiglicher Bruder – da sind wir beide seit Jahrhunderten unter den Menschen und klärten schon so manches Geschehen und Ereignis, was die Vergänglichen betrifft. Doch den einen Aspekt haben wir noch nicht ...!

Leben: Gevatter, was ermangelt Dir?

Tod: Mein Blick schweift in den Osten sogleich auch in den Westen und hier wie da vernehmend, haben die Menschen nur ein Wort für etwas, was so unterschiedliche Ebenen umfasst – das wohl mannigfaltigste Abstraktum an sich.

Leben: Ich meine zu verstehen, welchem Verständnis wir uns weitergehend nähern wollen. Handelt es sich um die(se) latente Möglichkeit, die in jedem menschlichen Wesen vorhanden ist? Es zu realisieren, ist der unbewusste Drang all dieser. Sie suchen die Erfüllung dieses Dranges in der Außenwelt, d.h. gar wohl im Gegenüber des anderen Geschlechtes oder, wenn die Persönlichkeits-struktur entsprechend geformt ist, auch im eigenen.

Tod: LIEBE – so nennen sie es!

Leben: Zu einem übermächtigen Symbol menschlicher Sehnsucht ist sie geworden und voll gepackt mit 1) romantischen,

2) biologisch - psychologischen,

3) ethischen und

4) religiösen Vorstellungen,

dass eine Sichtung und Klärung dringend nötig erscheint.

Tod: Als denn, nehmen wir es zum Programm und fangen zu philosophieren an.

Lukas Scholz (abc_okay@gmx.de)

Was Liebe sei?

Tod:

Siehst Du die Zwei da drüben?

Leben:

Ja.

Tod:

Was hör´ ich da?

Was tun die da?

Erklär´s mir mal!

Leben:

In feurigem Hell, erhoben und frei

sprechen sie sich einander

das Sympathiegefühl ihrer Herzen herbei.

Tod:

Ließe sich dieser Reigen als Zaubermoment aufzeigen?

Leben:

Man müsste wohl eher sagen,

Liebe ist Aufbau von Beziehung sfragen.

Tod:

Was tut ihnen einander denn so gut?

Leben:

Das Erfahren der Zuwendung vom Gegenüber-Du

wird als äußerst angenehm empfunden,

weil sich bei ihnen das Persönlichkeitsgefühl überhöht auf Zeitlichkeit ohne Stunden.

Schau hin, wie schneller der Atem geht, das Herz in voller Wallung schwebt. Als ob im Bauche Schmetterlinge fliegen, die sie nicht gefangen kriegen!

Tod:

Ach so, so so,

beginnen Verlangen und Entzücken,

die sich

im gemeinsamen Puls hinlänglich- heitrer Selbstzufriedenheit ausdrücken ...

Leben:

... und in geschwollnen Adern tobt das Blut.

Dem Munde durstet´s nach dem Versus-Runde,

nach dem Rhythmus der Geselligkeit und Vereinigung zu zweit.

Man könnt´ wohl sagen,

sie wollten einander zur Ganzheit jagen,

Vertrauen und Gefühle einander schenken und nie an etwas andres denken.

Nur an seelische Ausgeglichenheit in harmonischer Zweisamkeit.

[...]

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Dialogischer Gedankengang darüber, was Liebe ist
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Philosophie)
Veranstaltung
Didaktik der Sprachphilosophie
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
11
Katalognummer
V12056
ISBN (eBook)
9783638180511
ISBN (Buch)
9783656739777
Dateigröße
597 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Liebe ist das, was DU fühlen, jedoch nicht beschreiben kannst. DU kannst sie nicht anfassen, sondern nur erfahren, spüren und weitergeben. Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern, dass man in die gleiche Richtung sieht. Liebe ist das Vertrauen zum Anderen. Liebe braucht die Ehrlichkeit, das gegenseitige Mutmachen und die Nähe - körperliche wie auch gedankliche Nähe. Die Liebe ist das Resultat einer spontanen emotionalen Reaktion, in der man plötzlich von einem unwiderstehlichen Gefühl erfasst wird. Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl - es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen! Mit dieser "etwas anderen" Hausarbeit liegt ein sprachphilosophisches Gedankenspiel um den abstrakten Begriff der Liebe vor, welches in Dialogform von den zwei dekadentesten Formen - dem Leben und dem Tod - entwickelt wird und sich als übermächtiges Symbol menschlicher Sehnsucht mit den Aspekten romantischer, biologisch-psychologischer, ethischer und religiöser Vorstellung beschäftigt.
Schlagworte
Liebe, Endorphine, Vertrauen, Ehrlichkeit, romantische, biologisch-psychologische und ethische Aspekte
Arbeit zitieren
Lukas Scholz (Autor), 2002, Dialogischer Gedankengang darüber, was Liebe ist, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12056

Kommentare

  • Lukas Scholz am 3.12.2004

    "Dialogischer Gedankengang darüber, was Liebe sei".

    LIEBE

    Liebe ist das, was DU fühlen, jedoch nicht beschreiben kannst. DU kannst sie nicht anfassen, sondern nur erfahren, spüren und weitergeben. Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern, dass man in die gleiche Richtung sieht. Liebe ist das Vertrauen zum Anderen. Liebe braucht die Ehrlichkeit, das gegenseitige Mutmachen und die Nähe – körperliche wie auch gedankliche Nähe. Die Liebe ist das Resultat einer spontanen emotionalen Reaktion, in der man plötzlich von einem unwiderstehlichen Gefühl erfasst wird. Jemanden zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl – es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen!
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    Mit dieser "etwas anderen" Hausarbeit liegt ein sprachphilosophisches Gedankenspiel um den abstrakten Begriff der Liebe vor, welches in Dialogform von den zwei dekadentesten Formen – dem Leben und dem Tod – entwickelt wird und sich als übermächtiges Symbol menschlicher Sehnsucht mit den Aspekten romantischer, biologisch-psychologischer, ethischer und religiöser Vorstellung beschäftigt.

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