Die BRD auf dem Weg zur Strategie der flexible response

Eine schwierige Suche nach Sicherheit und Gleichberechtigung im Spannungsfeld von Bündnispolitik, nuklearer Frage und gerechter Risikoverteilung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

25 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Insistieren auf dem Nukleareinsatz und die Strategie der massive retaliation

III. Ausgangs- und Verhandlungsposition des westdeutschen Teilstaats in der
Strategiedebatte

IV. mutual deterrence und beginnende Zweifel an der massiven Vergeltung
IV.I. „Sputnik-Schock“ und das Ultimatum Chruschtschows
vom November 1958
IV.II. Bowie-Studie, Amtsantritt Kennedys und Mauerbau in Berlin 1961

V. Ernsthafte Zerreißprobe: die letzte Etappe zur flexible response

VI. MC 14/3 als pragmatischer Formelkompromiss

VII. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Bis weit in die 1960er Jahre stützte sich die auf Europa bezogene verteidigungspolitische Pla­nung der Nordatlantischen Allianz wesentlich auf die nukleare Komponente.[1] Dieses als mas­sive retaliation bekannt gewordene Konzept fußte auf der umfassenden und unmittelbaren Androhung einer nuklearen Eskalation im Falle jedweder Aggression von sowjetischer Seite.[2] Das Nuklearpotential für die Verteidigung der Allianz – geschützt von den zahlenmäßig deut­lich unterlegenen Truppen der NATO – wäre im Ernstfall mit sehr hoher Wahr­scheinlichkeit auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland zum Einsatz gekommen. Als kohärente und unumstrittene Strategie der Verteidigung hatte diese Konzeption – zumin­dest in internen Planungs- und Beraterstäben – lediglich bis Mitte bzw. Ende der 1950er Jahre Bestand. Im Zuge einzelner Aufstände auf dem Gebiet des Warschauer Paktes, der zwei Ber­lin-Krisen, dem Konflikt um Kuba sowie einer forcierten nuklearen Aufrüstung und technolo­gischen Fortschritten seitens der Sowjet­union setzte allmählich ein Umdenken ein. Vor allem unter den militärstrategischen Beratern des US-Präsidenten kursierten Vorschläge und Über­legun­gen bezüglich eines Konzeptes, welches neben der totalen Eskalation noch weitere Alter­nati­ven der Abschreckung bieten sollte, die nukleare Kontrolle zentralisierte und im Gegenzug dafür erwägte, die nukleare Mitsprache europäischer Staaten auszuweiten. Diesbezüglich können die Ausführungen des früheren Chefs des Planungsstabes des Department of State, Robert R. Bowie – wenngleich sie scheiterte –, vom Sommer 1960 wohl als die Studie gelten. In ihrer Relevanz von Eisenhower noch weitestgehend negiert, rückten derar­tige Überlegun­gen erst unter dem neuen Prä­sidenten Kennedy ins Zentrum der amerikanischen Position, und wurden erstmalig 1962 in den „Athener Guidelines“ institutionalisiert. Es ging mit Blick auf die Sowjetunion zunehmend darum, Wege zu finden, welche an einem mit hoher Wahr­scheinlichkeit für beide Seiten höchst gefährlichen und tödlichen Konflikt vorbeiführten. Letztlich war unter diesen Bedingungen eine Strategierevision unausweichlich, die zugleich jedoch die Frage des Zusammenhalts der NATO insgesamt berührte. Denn wie bei dem nuk­learen Patt die Abschreckung glaubhaft aufrecht erhalten werden sollte, darüber gab es vor­nehmlich zwischen den Vereinigten Staaten und Westeuropa divergierende Ansichten.[3] In Folge dessen dauerte es noch gut fünf Jahre bis zur Verabschiedung der überarbeiteten Strate­gie zur Verteidigung des NATO-Ter­ritoriums – der flexible response (MC 14/3).[4] Im Grunde glich die gesamte Strategie­debatte hin zu diesem Kon­zept einer permanenten Suche nach ge­rechter Risikoverteilung innerhalb der Allianz.[5] Der Weg dahin gestaltete sich außerordentlich schwierig, da bei den jeweiligen Bündnispartnern die Ausgangspositionen sowie die Erwar­tungshaltungen deutlich differierten und jeder zudem versuchte, die eigenen Risiken, Bedro­hungen und Kosten so gering wie möglich zu halten. Dass sämtliche Verhandlungen nicht zentral an einem Tisch geführt werden konnten, ver­komplizierte den Diskursverlauf noch zusätzlich.[6]

Welche Überlegungen, Erwägungen und Perzeptionen bei dem Strategiewechsel eine Rolle spielten, welche Interessen hinter verschiedenen Standpunkten und Argumentationen steckten und weshalb sich auch Widerstand gegen die Strategierevision regte – diese Punkte sollen zumindest in ihren Grundzügen Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Besondere Berück­sichtigung gilt zudem der Haltung der Deutschlands in dieser Debatte, das auf Grund des erst

kurz zurückliegenden Endes des Zweiten Weltkrieges noch unter besonderer Beobachtung stand, und deshalb – zumal als nuklearer have not in geostrategisch exponierter Lage – eine gesonderte Rolle einnahm. Am Schluss eines politischen und diplomatischen Prozesses stand eine erstmals entscheidende deutsche Mitsprache in der „nuklearen Diskussion“ im November 1969 – im zweiten Jahr nach der Verab­schiedung der neuen Verteidigungsstrategie.

Diese Abhandlung konzentriert sich vornehmlich auf das Gebiet Westdeutschlands, da ledig-

lich der von den drei Westalliierten kontrollierte Teil Deutschlands als Bezugspunkt in den strategischen Erwägungen des Nordatlantik-Pakts eine Rolle spielte. Selbstverständlich wäre jedoch das gesamte Gebiet der heutigen Bundesrepublik von dem Handeln beider Super­mächte betroffen gewesen – die auf feindliche Aggressionen rea­gierenden NATO-Truppen hätten Zerstörungen in ähnlichem Maße verursacht, wenn das Territorium hätte als Auf­marschgebiet der Streitkräfte des Warschauer Paktes hätte herhalten müssen.[7]

II. Insistieren auf dem Nukleareinsatz und die Strategie der massive retaliation

Mitte der 1950er Jahre lautete die Devise amerikanischer Außen- und Verteidigungspolitik vollends und ausschließlich auf massiver Vergeltung, basierte also auf der Androhung des Ein­satzes des gesamten verfügbaren nuklearen Potentials gegenüber einem Aggressor.[8] Der poten­tielle Feind, vornehmlich die Sowjetunion, sah sich – so die Überlegung – im Falle eines Angriffs dem unkalkulierbaren Risiko eines allgemeinen Atomkriegs gegenüber, welches ihn schließlich von kriegerischen Handlungen abhielt.[9] Ausgehend von dem nuklearen Monopol – dieses Privileg verloren die Vereinigten Staaten de facto erst Ende der 1960er Jahre[10] – legten nicht nur die USA in dieses Konzept nahezu grenzenloses Vertrauen.[11] Die Vorteile der mas­sive retaliation waren durchaus lukrativ, wobei der wichtigste meines Erachtens darin be­stand, dass alle NATO-Staaten den gleichen Status an Sicherheit genossen, weshalb diesbe­züglich politische Konflikte innerhalb des Bündnisses minimiert werden konnten.[12] Für die militärisch weniger starken Länder dürfte zudem jene Tatsache eine große Rolle gespielt ha­ben, dass – vornehmlich vor dem Hintergrund des erst kurz zurückliegenden Zweiten Welt­krieges – eine konventionelle kriegerische Auseinandersetzung im Grunde in den Bereich des Unmögli­chen abgeschoben wurde. Ebendieser Fakt galt auch lange Zeit sowohl als morali­sche wie auch politische Legitimation der massiven Vergeltung.[13]

Entscheidend für die strategische Ausrichtung war zweifelsohne die Einschätzung über die möglichen bzw. wahrscheinlichen Absichten der Sowjetunion.[14] Nach Ausbruch des Korea-Krieges 1950 befürchteten Verteidigungsplaner und führende Politiker in den NATO-Staaten eine Reihe sich anschließender sowjetischer Großoffensiven,[15] weshalb worst-case -Szenarien – aus die­ser Perzeption heraus verständlich – zunächst im Fokus verteidigungspolitischer Er­wägungen standen.[16] Umfassende konventionelle Aufrüstungsprogramme in den NATO-Staa­ten – trotz der noch präsenten ökonomischen, finanziellen und psychischen Folgen des zwei­ten Welt­krieges – waren Ausdruck dieser Bestandsaufnahme. Das Ausbleiben des befürchte­ten Szena­rios jedoch lenkte in Verbindung mit den volkswirtschaftlichen Belastungen der einzelnen Länder den Blick auf eine Adaption der Verteidigungsstrategie.[17] Im Zuge des sog. „New Look“, der „einer veränderten Bedrohungsanalyse ebenso Rechnung [trug] wie wirt­schaftli­chen, budgetäre und innenpolitischen Gesichtspunkten“,[18] zielten die USA auf eine Reduzie­rung ihrer konventionellen Streitkräfte in Europa zugunsten einer Stärkung der nukle­aren Komponente, denn auf Grund der nicht aufzuholenden sowjetischen Überle­genheit im Be­reich der Boden- und taktischen Luftstreitkräfte galt nun der Einsatz des nuklearen Potenti­als als einzig wirksames Mittel, die weitgehende Integrität des NATO-Territoriums zu ge­währ­leisten. Vornehmlich die europäischen Truppen der Bündnispartner sollten den Schild „vom Nordkap bis zum Kaukasus mit Schwerpunkt in Mitteleuropa“[19] zum Schutz des „nuklea­ren Schwertes“ gewährleisten. Dies war nach amerikanischen Vorstellungen legitim, bedeutete es doch für jeden Verbündeten in gleichem Maße den unmittelbaren Schutz des jeweils eigenen Gebietes. Die neue Konzeption einer glaubwürdigen Abschreckung verfolgte in erster Linie den Zweck, den Gegner von etwaigen Angriffen abzuhalten, und im Falle einer Aggression eine effektive Verteidigung in Form nuklearer Vergeltung zu ermögli­chen.[20] Das Zwei-Stufen-Szenario eines künftigen Krieges – kurzer und verheerender atoma­rer Erstschlag sowie sich anschließende konventio­nelle „Aufwisch-Operationen“[21] – zeugte jedoch zugleich von einem gehörigen Maß an Un­kenntnis über die Wirkungsweise nuklearer Waffen.[22] Zu­dem implizierte das Konzept der mas­siven Vergeltung auch einige nachteilige Aspekte, denn so war bspw. die Aufrechterhaltung einer glaubwürdigen Abschreckung mit dem permanenten Risiko der Selbstzerstörung ver­bunden.[23] Neben den immensen Folgekos­ten nuklearer Vernich­tung – ökonomisch wie die nachfolgenden Generationen betreffend – bestand der meines Erachtens größte Nachteil in dem Versagen der Abschreckung im Falle eines nicht beabsichtigten Angriffes.[24] Überhaupt befanden sich die NATO-Staaten insgesamt in einem Dilemma, da sie in ihrer Existenz von der militärischen Macht der Sowjetunion be­droht wa­ren, die Verteidigung mit Kernwaffen jedoch die vollkommene Vernichtung weiter Gebiete bedeutete. Jede strategische (Neu-)Aus­richtung innerhalb des Bündnisses war demzu­folge zugleich immer eine Suche nach möglichst ge­rechter Risikoverteilung.

[...]


[1] Als grundlegende Konzeption des „Overall Strategic Concept for the Defense of the North Atlantic Treaty Area” (MC 14/2) sowie der Strate­gie der massiven Vergeltung – also für die Planungen zur Verteidigung Euro­pas – exis­tierte ab 1954 bis Mitte der 1960er Jahre die sog. „Schwert-Schild-Konzeption“. Als „Schwert“ – von dem man sich eine von kriegerischen Aggressionen ab­haltende Wirkung versprach – fungierten hierbei die ame­rikani­schen Nuklear- und Fernwaffen bzw. die strategischen Bomber des Strategic Air Command. Nukleare Kontrolle oblag allein dem US-Präsidenten. Das „Schild“ zum Schutz von vornehmlich Flugplätzen, Raketen­basen und Navi­gationszentren für ebendieses „Schwert“ bestand aus konventionellen Waf­fen, taktischen Luft­waffen, leichten Streitkräften und bald auch taktischen Nuklearwaffen. Vgl. hierzu Pommerin: Die Berlin-Krise von 1961, S. 121/122 sowie Steinhoff/Pommerin: Strategiewechsel Bundesrepublik und Nuklearstrategie in der Ära Adenauer-Kennedy, S. 21. Militärische Notfallplanungen wie bspw. für die Berlin-Krise 1961 fanden hierin keine Beachtung.

[2] Vgl. hierzu und im Folgenden Altenburg: Die Nuklearstrategie der Nordatlantischen Allianz, S. 63.

[3] Vgl. Hoppe: Zwischen Teilhabe und Mitsprache. Die Nuklearfrage in der Allianzpolitik Deutschlands 1959-1966, S. 14.

[4] Dieses letzte strategische Konzept der NATO hatte bis zum Ende des Kalten Krieges bestand, vgl. Heuser: Die Strategie der NATO während des Kalten Krieges, S. 51. Der 1961 von Präsident Kennedy aufgegriffene und auf der Bowie-Studie basierende Vorschlag des ehemaligen US-Außenministers Herter bezüglich einer Multi Lateral Force (MLF) – einer von der NATO kontrollierten Atomstreitmacht – war bei der Suche nach einer flexibleren Strategie zwar relevant, soll in dieser Arbeit jedoch nicht näher beleuchtet werden. Denn wenngleich derartige Überlegungen auf deutsches Bestreben hin intensiviert wurden, so genoss doch der Aufbau der MLF unter Ken­nedy keinerlei Priorität und kann auf Grund seiner dezidierten wie komplexen Realisierungsbestimmungen wohl vornehmlich als Placebo gegenüber deutschen Befürchtungen einer weniger glaubhaften, weil flexibleren nukle­aren Abschre­ckung gelten. Zudem schien sie konzipiert, um das Drängen Großbritanniens und Frankreichs hin zu nationalen nuklearen Streitkräften einzudämmen. Vgl. zur MLF Steinhoff/Pommerin: Strategiewechsel, S. 122-131, Hoppe: Zwischen Teilhabe und Mitsprache, S. 48-52 sowie ausführlich unter Berücksichtigung aller wesentlicher Ak­teure sowie des Agierens der Regierung Erhard, S. 102-281. Außerdem Pommerin: Bonn ohne Bombe. Zur Nuklearwaffen­abstinenz der Bundesrepublik Deutschland, S. 335/336, Haftendorn: Kernwaffen und Glaubwür­digkeit der Alli­anz. Die NATO-Krise von 1966/67, S. 350/351 sowie Haftendorn: Sicherheit und Ent­spannung. Zur Außenpoli­tik der Bundesrepublik Deutschland 1955-1982, S. 172 und 176.

[5] Vgl. hierzu und im Folgenden Tuschhoff: Strategiepoker: Massive Vergeltung – flexible Antwort, S. 167-169.

[6] Wieck sieht in derartigen politischen Konsultationen einen Ausdruck der Vitalität des Bündnisses, vgl. Wieck: Bündnispolitik und Nationales Interesse, S. 513.

[7] Vgl. dazu Steinhoff/Pommerin: Strategiewechsel, S. 10.

[8] Eine dieses Konzept vorstellende Rede hielt am 12. Januar 1954 der amerikanische Außenminister John F. Dulles, wenngleich er auf Grund diverser Interventionen, bspw. der Presse einschränkende Konzessionen zubil­ligen musste, vgl. hierzu Pommerin: Die Berlin-Krise, S. 122 sowie Steinhoff/Pommerin: Strategiewechsel, S. 22.

[9] Diese Androhung einer solchen Unverhältnismäßigkeit der Ziel-Mittel-Relation für den Aggressor war jedoch nur solange glaubhaft, wie allein die USA auf Grund ihrer finanziellen, technischen und wirtschaftlichen Mög­lichkeiten in der Lage waren, die Ausweitung jedweden Konfliktes zum general war anzudrohen. Dass diese Einseitigkeit nicht von Dauer sein würde, ließ der erste erfolgreiche Atombombentest der Sowjetunion im Au­gust 1949 schon erahnen, vgl. ebd., S. 10.

[10] Vgl. Hoppe: Zwischen Teilhabe und Mitsprache, S. 13/14.

[11] Dafür stellt die zu dieser Zeit sehr niedrige Schwelle für den Einsatz nuklearer Waffen meines Erachtens ein klares Indiz dar.

[12] Zu den Vorteilen der massive retaliation vgl. Tuschhoff: Strategiepoker, S. 172/173.

[13] Ebd., S. 173.

[14] Die MC 48 – so die offizielle Bezeichnung der Strategie der massiven Vergeltung – folgte dabei noch der Prämisse, „dass ein allgemeiner Krieg mit einem atomaren Schlagabtausch beginnen und die NATO ihre Atom­waffen in einem Konflikt sobald wie möglich einsetzen würde.“, Heuser: Die Strategie der NATO, S. 54.

[15] Das – auch deutschlandpolitische – Verhalten der Sowjetunion wird meines Erachtens mit „offensive[r] Konsoli­dierungspolitik“ und „Strategie der sukzessiven Expansion“ treffend beschrieben, vgl. Stein­hoff/Pommerin: Strategiewechsel, S. 9.

[16] Vgl. ebd., S. 10.

[17] Zum ab 1954 grundlegenden Konzept, welches die bisherige nuklear-konventionelle Doppelstrategie ablöste, vgl. Anm. 1 sowie Haftendorn: Sicherheit und Entspannung, S. 156.

[18] Ebd., S. 156.

[19] Steinhoff/Pommerin: Strategiewechsel, S. 22.

[20] Vgl. Heuser: Die Strategie der NATO, S. 51.

[21] Ebd., S. 54. Vgl. hierzu auch Maloney: Notfallplanung für Berlin. Vorläufer der Flexible Response 1958-1963, S. 3.

[22] Im Grunde lässt sich bis zum Jahre 1969 von einer Phase des nuklearen Nichtwissens sprechen, wenngleich die USA in Relation zu ihren Verbündeten über den größten Wissensvorrat verfügten. Für diesbezügliche Anre­gungen bezieht sich der Autor auf die erhellenden und konstruktiven Ausführungen des Dozenten Prof. Dr. Pommerin im Hauptseminar „Geschichte der Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland 1945-2005“ im Wintersemester 2005/06 an der TU Dresden.

[23] Zu den negativen Implikationen der Strategie der massiven Vergeltung vgl. Tuschhoff: Strategiepoker, S. 173/174.

[24] Explizit herausgestellt – mit einer differenzierteren Betrachtung sämtlicher Konsequenzen – wurde dies erst 1960 in der sog. Bowie-Studie. Zu Zeiten der Verkündung des „New Look“ galt eine „kommunistische[n] Ag­gression […] in Folge einer Fehlkalkulation“ noch als selbstverständlich möglicher Auslöser eines atomaren Konfliktes, vgl. Heuser: Die Strategie der NATO, S. 53/54. Zur Bowie-Studie s. auch Kapitel IV.II.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die BRD auf dem Weg zur Strategie der flexible response
Untertitel
Eine schwierige Suche nach Sicherheit und Gleichberechtigung im Spannungsfeld von Bündnispolitik, nuklearer Frage und gerechter Risikoverteilung
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte )
Veranstaltung
Geschichte der Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland 1945-2005
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V120638
ISBN (eBook)
9783640250165
ISBN (Buch)
9783640250226
Dateigröße
532 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Strategie, Geschichte, Sicherheitspolitik, Bundesrepublik, Deutschland
Arbeit zitieren
Norbert Hanisch (Autor:in), 2006, Die BRD auf dem Weg zur Strategie der flexible response, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120638

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