Die Wirkung des Eventmarketings in der Markenkommunikation


Diplomarbeit, 2008

52 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Veränderungen der Zeit
2.1 Veränderungen der Konsumentengesellschaft
2.2 Veränderungen auf den Märkten

3 Konsumentenverhalten
3.1 Emotionen beim Konsum
3.2 Psychisches Erklärungskonstrukt des veränderten Konsumenteverhaltens
3.2.1 Aktivierung, Emotionen, Motivationen
3.2.2 Drei-Komponenten Modell
3.2.3 Kognitive, affektive und konative Wirkungsweise

4 Kommunikation – Ein komplexes System
4.1 Multisensuale Markenkommunikation
4.1.1 Der „Stroop-Test“
4.1.2 Der „Framing-Effekt“
4.2 Events als Markenkommunikation
4.3 Annahme für die wachsende Relevanz des Eventmarketings

5 Eventmarketing
5.1 Entwicklung des Eventmarketings
5.2 Das „Flow-Erlebnis“
5.3 Zielgruppen
5.4 Arten von Events
5.5 Anschauungsbeispiel „Red Bull“
5.6 Markenwelten

6 Zusammenfassung

7 Zukunftsaussichten

1 Einleitung

'They will forget what you said, but they will never forget how you made them feel.' (CARL W. BUECHNER)1

Schnelllebigere Trends, immer mehr Produktvariationen die gegeneinander ausgetauscht werden können, immer mehr Unternehmen die auf den Markt strömen und die immer feinere Segmentierung der Zielgruppen sind nur einige Aspekte der veränderten Rahmenbedingungen mit denen sich die heutige Marketingkommunikation auseinandersetzen muss.

Diese verschiedenen Trends machen das Marketing der einzelnen Unternehmen nicht einfacher. Die zunehmenden Informationsüberlastungen durch hunderte von Artikelvarianten, Werbespots, Slogans und Plakaten steigern die Relevanz sich von einander abzuheben und sich durch neue Marketingstrategien von anderen zu differenzieren.

In der heutigen Zeit ist es auffällig, dass Kunden und Konsumenten immer weniger auf traditionelle Marketinginstrumente reagieren.

Unternehmen fällt es dadurch immer schwerer ihren Zielgruppe entsprechend anzusprechen, wodurch sie immer auf der Suche nach neuen innovativen Kommunikationsinstrumenten sind. Marketees und Unternehmen gehen deshalb immer mehr in die Richtung – nicht mehr nur die Marke oder das Produkt zu vermarkten - sondern das Produkt und die Marke fühlbar und erlebbar erscheinen zulassen.

„Virtuality meets Reality“, „Hin zum Selbsterlebnis“, „stärkeres Involvement“, „ungewöhnliche Erlebnisse“, „Kommunikation im Raum“, „weg von Standardlösungen“ und „Interaktionsprozesse“ sind Schlagwörter, Trends und Modeströme die von der Live-Marketing Agentur Vok Dams durch Befragungen ermittelt wurden und die Notwendigkeit des Event- und Live Marketings in den Unternehmen unterstützt.

In den heutigen Strategien werden eher Wörter, wie „Authentizität“ und „Werteorientierung“ verwendet. Die früher eingesetzten Marketingstrategien die den traditionellen Trend „schneller, höher, weiter“2 widerspiegeln, kommen immer seltener vor. Es wird eher nach „sinn-voller, marken-affiner und origineller“3 gesucht.

Kunden sollen nicht nur individueller angesprochen werden, sondern sollen mit einbezogen und interaktiv integriert werden.

Denn wie Konfuzius schon sagte:

„Sage es mir, und ich vergesse es, zeige es mir, und ich erinnere mich, lass es mich tun, und ich behalte es“ (Konfuzius, 551 – 479 v. Chr.).

Durch die Überflutung von Reizen und die Austauschbarkeit der Produkte werden Momente in denen der Kunde selbst involviert ist immer wichtiger. In den Köpfen der Konsumenten sollen sich Marken oder Produkte von selbst verankern. Um sich von den „Me-too“ Produkten, die zu tausenden auf den Markt strömen zu unterscheiden, müssen in Zukunft Produkte und Marken emotional erlebbarer werden.

Es erfolgt jedoch nicht nur eine Veränderung auf den Märkten, sondern auch ein Wertewandel in der Gesellschaft. Es zeigen sich immer mehr Tendenzen zur „Emotionalisierung“ und die Forderung der Kunden stärker involviert zu werden.4 Die Unternehmenskommunikation muss sich neu orientieren.

Die Veränderung des Verbraucherverhaltens, die immer mehr zum Erlebniskonsum tendieren ist unübersehbar.

Der Freizeit wird in der heutigen Zeit eine immer größer werdende Bedeutung zu gesprochen, die nach Jan Drenger5 einen zunehmenden Anteil in der Lebenszeit bekommt. Das empfinden die meisten Beschäftigen zurzeit noch nicht, für sie ist Freizeit noch Mangelware. Aufgrund dieser Empfindung wird es zunehmend wichtiger, die gefühlsmäßig weniger werdende Freizeit, so aufregend wie möglich zu gestalten.

Die Strömungen zum genuss- und erlebnisorientierten Lebensstil und die verstärkten Selbstentfaltungsansprüche werden durch gestiegene Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur verdeutlicht (vgl. Statistisches Bundesamt, 2002, S. 126).6

Erfolgsorientierte Unternehmen setzen daher immer mehr auf erlebnisorientierte, interaktive Kommunikation. Durch exklusiv inszenierte Markenwelten bzw. Events wird versucht die Kunden emotional und interaktiv an die Marke zu binden und den Erinnerungsfaktor an das Unternehmen zu maximieren.

Es geht darum, die Konsumenten durch die erlebnisorientierte Kommunikation auf allen drei der psychologischen Ebenen zu erreichen.

Die erste Ebene, der kognitiven Ebene, bei der es um die Beeinflussung der Informationsaufnahme, der Informationsverarbeitung und der Informationsspeicherung der Teilnehmer und Konsumenten geht.

Auf der zweiten, affektiv orientierten Ebene sollen Emotionen bei den Konsumenten bzw. Teilnehmer ausgelöst werden. Der Teilnehmer wird Element des Ereignisses, was möglicherweise eine stärkere Emotionalisierung hervorrufen könnte, als bei der klassische Kommunikation.

Die dritte Ebene ist die konative Aktivierung, die sich auf die Handlung der Teilnehmer bezieht. Es geht auf der einen Seite um die Handlungsaktivierung vor dem Event, dass die Konsumenten überhaupt teilnehmen lässt, aber auch um die Handlungen während des Events.

Ist es nicht in Wirklichkeit so, dass man sich eher involviert und angesprochen fühlt, wenn man persönlich handeln und interagieren kann. Ist dann das eigene Erinnerungsvermögen nicht viel größer?

Überlegen sie einmal für sich: erinnern sie sich an den letzten Werbespot oder eher an das letzte Event an dem sie teilgenommen haben? Ich denke, die Antwort auf diese Frage ist das Event, da die erlebnisorientierte, interaktive Kommunikation stärker im Gedächtnis bleibt.

Das Marketinginstrument das die oben aufgeführten Challenges bewältigen soll, ist das Event-Marketing.7 Es wird als eigenständiges, erlebnisorientiertes Kommunikationsinstrument in der integrierten Marketingkommunikation verstanden.8 Es bewegt sich im Marketing-Mix als ein vielseitiges und übergreifend einsetzbares Instrument auf einer hohen Trendwelle.9

Die Bedeutung des Eventmarketings ist in dieser Beziehung nicht nur durch die überproportional inszenierten Veranstaltungen zu merken, sondern auch durch die große Anzahl von praxisorientierter Veröffentlichungen.

Events sind heute in aller Munde. Alles was passiert und inszeniert wird sind Events, doch was ist die Wirkung dieser Veranstaltungen in Bezug auf die Markenkommunikation. Ist dieser Trend eine Langzeit Orientierung oder nur eine kurzzeitige Modeerscheinung?

Das Zitat: „Creating differential advantage through emotional benefits is one of the keys to market success"10, trifft die Situation auf den Märkten in den letzten Jahren sehr gut. Die Konsumenten müssen sich persönlich und emotional angesprochen fühlen und wollen interaktiv mit einbezogen werden.

Durch Events zu kommunizieren, bedeutet die Konsumenten mit einzubeziehen und das Einkaufen zum Erlebnis werden zu lassen. Ein Event hat die Möglichkeit den Konsumenten emotional mit dem Unternehmen, deren Marken und Identity zu verbinden. Events schaffen ein erlebnisorientiertes Umfeld, dass das Bewusstsein der Konsumenten aktiviert und das Involvement der einzelnen erhöht.

Marken werden immer häufiger zu gestalterischen Komponenten und rücken im Sinne des Unternehmenserfolges immer stärker in den Mittelpunkt.

Der Markenwert wird häufig als erstes von Unternehmen veröffentlicht und befindet sich im Abschlussbericht meist ganz am Anfang. Die Marke wird immer mehr der Wertschöpfer eines Unternehmens und erreicht somit einen sehr hohen kulturellen Wert.11

Da Eventmarketing lediglich Sinn macht, wenn es sich um die Kommunikation von Markenprodukten handelt, wird im Weiteren davon ausgegangen, dass es sich dabei um ein integriertes Kommunikationsinstrument von Unternehmen handelt, die als Markenartikler gelten.

In der Vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Wirkung des Eventmarketings in der Markenkommunikation auseinandersetzen.

Zu Beginn meiner Ausführung befasse ich mich mit den theoretischen Aspekten des Eventmarketings und der Markenkommunikation.

Im weitern Verlauf der Arbeit werden verschieden Beispiele aufgezeigt wie Unternehmen das Eventmarketing einsetzen.

Eine zukunftsorientierte Meinung für den Markt erfolgt im Schlussteil.

2 Veränderungen der Zeit

„So wie der Körper der Übersetzer der Seele ins Sichtbare ist, ist die Markenkommunikation der Schlüssel zu Psyche der Verbraucher.“ (Christian Morgenstern)12.

Kommunikation im Marketing hat die Aufgabe Marken wirkungsvoll in den Herzen und Köpfen der Konsumenten zu verankern.

Ist diese nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kommunikation jedoch in den letzten Jahren gelungen, ist nicht eher das Gegenteil eingetreten?13

Befindet sich der Marketingmarkt im Moment nicht in einem Übergang vom Produktwettbewerb zum Markenwettbewerb, bzw. Kommunikationswettbewerb?

Die Kommunikation wird als das best geeignete Marketinginstrument beurteilt. Es hat die Aufgabe Marken, Produkte und Dienstleistungen auf den heute häufig gesättigten und ausgereiften Märkten voneinander zu differenzieren, doch anscheinend scheitern die Unternehmen immer deutlicher daran.14 Wer kann sich heute noch an einen bestimmten Werbespot im Fernsehen erinnern oder an eine Anzeige in der Zeitung?

Es lassen sich seit einigen Jahren Veränderungen in der Gesellschaft und auf den Märkten beobachten, „die zur Etablierung des Eventmarketings beigetragen haben“15. Durch politische, kulturelle Veränderungsprozesse und deren soziologischen und psychologischen Auswirkungen, eröffnen sich im Marketing und speziell in der Kommunikationspolitik Fragen zu deren Lösungen innovative Konzepte und Ideen erforderlich sind.16

2.1 Veränderungen der Konsumentengesellschaft

„Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit verstehen“ (aus dem Film Magnolia, 1999) Die Werte der Gesellschaft haben sich geändert. Früher wurden die Werte, übertragen durch die Kommunikation mit den Eltern, als Konstante nicht zu hinterfragende Leitlinie hin genommen. Doch seit den 60iger Jahren änderte sich das. Alte materielle Werte werden durch neue postmaterielle Werte abgelöst.17

Von der Nachkriegszeit geprägt war die Werteskala dominiert von „Hoher Wertschätzung der Berufspflicht“, „Leistung und hohem Einkommen“, Wohlstand, Besitz und Karriereaufstieg. Nicht das Individuum und seine besonderen Wünsche standen im Vordergrund, sondern eher die Pflicht der Gemeinschaft Genüge zu tun.18 Heute steht eher die Verwirklichung der einzelnen Individuen ganz im Vordergrund.

Lebenslust gepaart mit Erleben, Spaß und Abenteuer sind heute die Werte die den Menschen dominieren.

Voraussetzung ist natürlich eine Befriedigung materieller Werte für die Entfaltung postmaterieller Werte.19

Jedoch nicht nur der Wertewandel ist essentiel für das Umdenken in den Marketingabteilungen, sondern auch der grundlegende Wandel der Konsumenten im Umgang mit Marken und deren Kommunikation ist entscheidend.

Die Konsumenten haben „aufgerüstet“, denn sie sind wissender, selbstbewusster und autonomer geworden. Ein negativer Effekt kann bedeuten, dass Werbung immer öfter reflexartige Gegenwehr oder Gleichgültigkeit bei den Konsumenten auslöst.20

Das geschieht durch die Informationsüberlastung bzw. –überschuss, die durch die stetig steigende klassische Marketingkommunikation verursacht wird.

„Zwar stieg die Mediennutzungsdauer der Bevölkerung jedoch steht diesem ein überproportionales Wachstum der Medienangebotes gegenüber21 (Fernsehsender stiegen von einer Anzahl von 9 auf 156 in den Jahren von 1960 bis 2004, aus den damaligen 8 Radiostationen wurden 331 und die Zeitschriftenanzahl verdreifachte sich im gleichen Zeitraum)“22.

Die einzelnen Informationen werden von den Konsumenten nicht mehr aufgenommen und bewältigt. Die Menschen haben gelernt „zu überhören, zu überblättern und zu übersehen, was sie nicht interessiert“.23

Eine Untersuchung von S. Ottler24 hat gezeigt, das ein Drittel der Bevölkerung eine negative Einstellung zur Werbung hat. Da ist es nicht überraschend, dass die meisten Konsumenten den erhöhten Werbedruck als störend empfinden. Es scheint plausibel, dass ein zunehmender Werbedruck zu einer sinkenden Akzeptanz gegenüber der klassischen Kommunikation führen kann. Diese Art der Verneinung wird auch Vermeidungshaltung genannt. Ein Vermeidungsverhalten führt letztlich zu einem schwachen Erinnerungsvermögen an die Kommunikationsmaßnahme. Die Werbewirkung scheint hier nicht eingetreten zu sein.25

Wie schon in der Einleitung kurz angedeutet bekommt auch die Freizeit bei den Menschen eine immer stärkere Bedeutung zu geschrieben. Die Abgrenzungen zwischen Arbeit und Freizeit, ebenso wie die von Daheim und Unterwegs werden immer durchlässiger.26

Gerade deshalb ist es heute umso wichtiger den Konsumenten Alternativen zu schaffen, in denen sie etwas erleben und interaktiv eingebunden werden und somit aus dem Alltag entfliehen können.

Die angedeuteten Probleme in der heutigen Unternehmenskommunikation zeigen, dass sich Firmen durch innovative Kommunikationsmittel differenzieren müssen um den gewünschten Effekt bei den Konsumenten zu erreichen.

2.2 Veränderungen auf den Märkten

„Wenn die Menschen nur einkaufen gehen würden, weil sie etwas brauchen, und wenn sie nur kaufen würden, was sie brauchen, wäre die kapitalistische Wirtschaft längst zusammen gebrochen. Auf den Märkten der westlichen Welt wird also um Kunden Konkurriert, die im Grunde schon alles haben was sie brauchen“ (Bolz, Das konsumistische Manifest)27.

Produkte über Produkte, Variationen in allen Richtungen, alles anders und doch irgendwie gleich, so strömt es uns in den Regalen und Displays entgegen.

Darum ist es gerade auf den zunehmend gesättigten Märkten wichtig an die Emotionen der Konsumenten zu appellieren, damit sie die Produkte, die weitgehend als ausgereift und qualitativ ähnlich bzw. austauschbar gelten, kaufen.28

Durch die heutige hoch technisierte Produktherstellung kann sich der Kunde weitgehend auf die Qualität der Produkte verlassen. Er scheint durch den Produktnutzen nicht mehr hinreichend aktiviert zu werden, wodurch der emotionale Zusatznutzen eine höhere Bedeutung für ihn bekommt.29

Es geht darum den Konsumenten auf der emotionalen Ebene anzusprechen. Als Konsequenz aus den angedeuteten veränderten Bedingungen ist ein Reagieren der Unternehmen unabdingbar. Es ist für sie von essentieller Bedeutung, dass eine Verschiebung von der klassischen Kommunikation zur innovativen Kommunikation erfolgt.

Nur wer in dem heutigen reiz- und informationsüberfluteten Markt

„Aufmerksamkeits-, Erinnerungs- und Erlebniswerte vermitteln kann, wird sich von der Konkurrenz differenzieren und nachhaltig Erfolg haben.

Auch das Wissen über die neue Segmentierung der Zielgruppen müssen die Unternehmen als einen entscheidenden Faktor für ihre Marketingaktivitäten mit einbeziehen.

Es ist nicht mehr nur die demographische Segmentierung relevant, sondern die sozidemographische Unterteilung, bei dem es um Einstellung, Motivation und Individualität geht.

3 Konsumentenverhalten

Wenn man den Konsumenten erreichen möchte, muss man lernen sie zu verstehen. Man muss nicht nur die Grundbedürfnisse, sondern auch die emotionalen Bedürfnisse erkennen. “Was man benötigt ist ein ganzheitliches Verständnis des Verbrauchers, seine Motive, Wünsche und Einstellungen. Was treibt ihn wirklich an, was bestimmt seine Einstellung?“30 Diese Fragen müssen sich die Unternehmen stellen, um ihre Kunden effektiv anzusprechen.

3.1 Emotionen beim Konsum

Der Konsum ist Dreh- und Angelpunkt unserer heutigen Industriegesellschaft.31 Es geht nicht nur darum zu konsumieren um die eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen, sondern um sich damit selbst zu identifizieren, aus dem Alltag zu entfliehen und etwas zu erleben.

„Produkte mit einem klar definierten Gebrauchswert werden zunehmend unattraktiver und durch Angebote ersetzt die einen „Erlebniswert“ bieten. Es geht immer mehr darum etwas zu erleben und nicht einfach um den Konsum“32. Das Einkaufen selbst soll zum Erlebnis werden.

Das Ziel des innovativen Marketings sollte sein, emotionale Erlebnisse bei dem Konsumenten auszulösen, um im Wettbewerb von Marktanteilen ganz vorne mitzuspielen. Emotionen sind im zunehmenden Maße an Entscheidungen beteiligt, je ähnlicher die Produkte sind.33

Ist man einmal ehrlich mit sich selbst kann man bestätigen, dass man nicht immer nur rationale Einkäufe tätigt. Man verbindet die Produkte mit einem Gefühl; einem Gefühl, dass sich positiv in unserem Gedächtnis verankert und das sich dann zugunsten des Produktes auf unser Einkaufsverhalten auswirkt.

Kann dass mit Eventmarketing erreicht werden? Präferieren Kunden wirklich Marken die sie im Gedächtnis mit einem Event verbinden?

Anschauungsbeispiel – „Blind-Test“

Nehmen wir das Beispiel der beiden Getränkeherstellern „The Coca-Cola Company“ und „PepsiCo. Inc.“

Bei einem „Blind-Test“ wurden beide Marken zur Verkostung bereitgestellt. Der Soft Drink der Marke „Pepsi“ wurde von den Probanten bei verbundenen Augen bevorzugt; bei Markenkenntnis wurde jedoch das Getränk der Marke

„Coca-Cola“ bevorzugt.

Die Forscher McClure, Li, Tomlin, Cyoert, Montague und Montague haben durch diesen Test 2004 die Annahme unterstützt, dass in der Tat durch das Wissen um die Marke und damit durch die Aktivierung des Erlebniswertes ein objektiv anderes Produkterlebnis erzeugt wird.34

Man könnte daher davon ausgehen, dass die von Coca-Cola nachweißlich mit großem Ausmaße durchgeführten Events, ein positives Auswirken auf unser Markenbewusstsein haben.

Das Kommunikationsinstrument Eventmarketing hat also die Aufgabe, „das Produkt beziehungsweise die Marke bei den Konsumenten in der emotionalen Erfahrungswelt und Erlebniswelt zu verankern und ganz bestimmte Emotionen und Motive anzusprechen. In der Markenkommunikation ist es wichtig, dass die Marken und damit deren Produkte im Gedächtnis der Verbraucher ein lebendiges, assoziationsreiches und eigenständiges Bild hinterlässt“35.

Es könnte also daraus geschlossen werden, dass ein Präferenzverhalten für die Marke Coca-Cola vorliegt, da dieses wesentlich davon abhängt, wie lebendig das innere Bild ist, dass sich der Verbraucher von dem Produkt macht.

[...]


1 http://www.worldofquotes.com/author/Carl-W.-Buechner/1/index.html, zugegriffen 23.01.2008

2 Colja M. Dams, 2007, Vok Dams Studie, Die Megatrends im Live-Marketing, S. 7 / S. 20

3 Colja M. Dams, 2003, Vok Dams Studie, S. 20, siehe a. a. O.

4 Colja M. Dams, 2003, Vok Dams Studie, S. 20, siehe a. a. O.

5 vgl. Jan Drenger, 2006, Imagewirkung von Eventmarketing, Entwicklung eines ganzheitlichen Messansatzes, Deutscher Universitätsverlag, 2. Auflage, S. 11

6 Vgl. Prof. Dr. Manfred Bruhn, 2005, Unternehmens- und Marketingkommunikation, Franz Vahlen Verlag, S. 1047

7 Vgl. Frank Sistenich,1999, Event-Marketing, Ein innovatives Instrument zur Metakommunikation in Unternehmen, Deutscher Universitätsverlag, S. 1

8 Vgl. Prof. Dr. Cornelia Zanger, 2007, Eventmarketing als Kommunikationsinstrument – Entwicklungsstand in Wissenschaft und Praxis, in Event-Marketing, Grundlagen und Erfolgsbeispiele, Hrsg. Dr. Oliver Nickel, Franz Vahlen Verlag , 2. Auflage, S.2

9 Vgl. Gerd Nufer, 2006, Event-Marketing, Theoretische Fundierung und empirische Analyse unter besondere Berücksichtigung von Imagewirkung, Deutscher Universitäts- Verlag, 2. Auflage, S. 1

10 http://www.warc.com/Search/WordSearch/Results.asp zugegriffen 15.01.2008

11 Vgl. Dr. Oliver Nickel, Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, 2007, Markentechnische und verhaltenswissenschaftliche Aspekte erfolgreicher Marketing Events, in Event Marketing, Hrsg. Prof. Dr. Oliver Nickel, Franz Vahlen Verlag, 2. Auflage, S. 53

12 Vgl. Dr. Christain Schleier und Dirk Held, 2007,Was Marken erfolgreich macht, Neuropsychologie in der Markenführung, Rudolf Haufe Verlag GmbH, Plannegg München, S. 8

13 Vgl. Dr. Christain Schleier und Dirk Held, 2007, S. 7, siehe a. a. O.

14 Vgl. Jan Drenger, 2006, Imagewirkung von Eventmarketing, Entwicklung eines ganzheitlichen Messansatzes, Deutscher Universitätsverlag, 2. Auflage, S. 13

15 Vgl. Gerd Nufer, 2006, Event-Marketing, Theoretische Fundierung und empirische Analyse unter besondere Berücksichtigung von Imagewirkung, Deutscher Universitäts- Verlags, 2. Auflage, S. 9

16 Vgl. Gerd Nufer, 2006, S. 9, siehe a. a. O.

17 Vgl. Brigitte Holzhauer, 2007, Marktbeobachtung – Trendsignale zeitig erkennen und Marktchancen nutzen, Cornelson Verlag Scriptor GmbH & Co. KG, 1. Auflage, S. 10

18 Vgl. Georg W. Oesterdiekhoff, Norbert Jegelka, 2001, Werte und Wertewandel in westlichen Gesellschaften, VS Verlag, S. 7

19 Vgl. Brigitte Holzhauer, 2007, S. 14, siehe a. a. O.

20 Vgl. Dr. Christian Schleier und Dirk Held, 2007, Was Marken erfolgreich macht, Neuropsychologie in der Markenführung, Rudolf Haufe Verlag GmbH, Plannegg München, S. 7

21 Vgl. Max Kaase, 2001, Massenkommunikation und Massenmedien, Gabler Verlag, S. 468

22 Vgl. Jan Drenger, 2006, Imagewirkung von Eventmarketing, Entwicklung eines ganzheitlichen Messansatzes, Deutscher Universitätsverlag, 2. Auflage, S. 14

23 Vgl. Saskia M. Scharfe, Prof. Dr. Marian Paschke, 2006, Eventmarketing – Urheber- und gewerblicher Rechtsschutz, Deutsches – und Internationales Wirtschaftsrecht, , LIT Verlag Hamburg, Band 46, S. 5

24 Vgl. Simon Ottler, 1998, Zapping: Zum selektiven Umgang mit Fernsehwerbung und dessen Bedeutung für die Vermarktung von Fernsehwerbezeit, Deutscher Universitätsverlag, S. 170

25 Vgl. Jan Drenger, 2006, S. 14-15, siehe a. a. O.

26 Vgl. Brigitte Holzhauer, 2007, Marktbeobachtung – Trendsignale zeitig erkennen und Marktchancen nutzen, Cornelson Verlag Scriptor GmbH & Co. KG, 1. Auflage, S. 76

27 Vgl. Brigitte Holzhauer, 2007, , Marktbeobachtung – Trendsignale zeitig erkennen und Marktchancen nutzen, Cornelson Verlag Scriptor GmbH & Co. KG, 1. Auflage, S. 120

28 Vgl. Prof. Dr. Thomas Foscht und Prof. Dr. Bernhard Swoboda, 2007, Käuferverhalten, Grundlagen – Perspektiven – Anwendungen, Gabler Verlag, 3. Auflage, S. 30

29 Vgl. Saskia M. Scharfe und Prof. Dr. Marian Paschke, 2006, Eventmarketing – Urheber- und gewerblicher Rechtsschutz, Deutsches – und Internationales Wirtschaftsrecht, LIT Verlag Hamburg, Band 46, S. 14

30 Vgl. Rudolf Sommer, 2007, Cumsumer´s Mind, Die Psychologie des Verbrauchers, Edition Horizont, Deutscher Fachverlag GmbH, S. 11

31 Vgl. Brigitte Holzhauer, 2007, Marktbeobachtung – Trendsignale zeitig erkennen und Marktchancen nutzen, Cornelson Verlag Scriptor GmbH & Co. KG, 1. Auflage, S. 120

32 Vgl. Prof. Dr. Georg Felser, 2007, Werbe- und Konsumentenpsychologie, Spektrum – Akademischer Verlag, 3. Auflage, S. 17

33 Vgl. Prof. Dr. Georg Felser, 2007, S. 38/39, siehe a. a. O.

34 Vgl. Prof. Dr. Georg Felser, 2007, Werbe- und Kosumentenpsychologie, , Spektrum – Akademischer Verlag, 3.Auflage, S. 18

35 Vgl. Prof. Dr. Thomas Foscht und Prof. Dr. Bernhard Swoboda, 2007, Käuferverhalten, Grundlagen – Perspektiven – Anwendungen, Gabler Verlag, 3. Auflage, S. 30

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten

Details

Titel
Die Wirkung des Eventmarketings in der Markenkommunikation
Hochschule
International Business School Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
52
Katalognummer
V120658
ISBN (eBook)
9783640242764
ISBN (Buch)
9783640246199
Dateigröße
710 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirkung, Eventmarketings, Markenkommunikation
Arbeit zitieren
Fenja Falkenthal (Autor), 2008, Die Wirkung des Eventmarketings in der Markenkommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120658

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