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Konfliktfeld Beruf und Familie

Das Vereinbarkeitsdilemma

Title: Konfliktfeld Beruf und Familie

Seminar Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Soz. Katja Hüttner (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie genauer analysiert werden. Da besonders die berufstätigen Mütter von diesem Konflikt betroffen sind, werden sie im Hauptaugenmerk der Seminararbeit stehen. Bei der Betrachtung der Entwicklung der Beruftätigkeit von Frauen ist speziell die ungleiche Verteilung zwischen Ost- und Westdeutschland vor sowie nach der Wende auffällig.
Es soll versucht werden die Ursachen dieser unterschiedlichen Entwicklungen aufzudecken und im Anschluss Möglichkeiten der Verbesserung des Vereinbarkeitsdilemmas aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Ein Frauenproblem?

3. Berufstätige Mütter

3.1 Berufstätige Mütter in Ostdeutschland

3.1.1 Vor der Wende

3.1.2 Nach der Wende

3.2 Berufstätige Mütter in Westdeutschland

4. Lösungsansätze des Vereinbarkeitsdilemmas

4.1 Möglichkeiten seitens der Arbeitgeber

4.1.1 „Work-Life-Balance“

4.1.2 Inanspruchnahme von „Work-Life-Balance“ Maßnahmen

4.2 Möglichkeiten seitens der Arbeitnehmer, der erwerbstätigen Eltern

4.3 Weitere Möglichkeiten

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Hausarbeit analysiert die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wobei der Fokus insbesondere auf berufstätigen Müttern liegt. Untersucht werden die Ursachen für das Vereinbarkeitsdilemma sowie die ungleichen Entwicklungen zwischen Ost- und Westdeutschland unter Berücksichtigung historischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, um abschließend Lösungsansätze aufzuzeigen.

  • Analyse des Konflikts zwischen Erwerbstätigkeit und Familienverantwortung.
  • Vergleichende Betrachtung der Situation berufstätiger Frauen in der ehemaligen DDR und der alten Bundesrepublik.
  • Einfluss staatlicher Rahmenbedingungen und Kinderbetreuungssysteme auf die Erwerbsquote von Müttern.
  • Evaluierung von "Work-Life-Balance"-Maßnahmen und betrieblichen Strategien.
  • Individuelle Bewältigungsstrategien für erwerbstätige Eltern im Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität.

Auszug aus dem Buch

Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Ein Frauenproblem?

Sowohl die Familie, als auch die Arbeit, nehmen meist wenig Rücksicht aufeinander und somit scheint es problematisch, diese beiden Teilaspekte unseres Lebens zu verbinden. Hauptsächlich für Frauen ist das ein kennzeichnendes Problem, da die Ansicht herrscht, dass besonders kleine Kinder mehr ihre Mutter benötigen als ihren Vater. (Oberndorfer (1994), S. 21).

Da es sich aber hierbei nicht nur um eine alleinige Verantwortung seitens der Mütter handelt, sondern auch die Koordination und Abstimmung mit dem Partner bzw. dem Vater des Kindes gefragt ist, entsteht auch seitens des Mannes ein Konflikt zwischen dem Familienleben und der Erwerbsarbeit. (Blanke (1996), S.180) Durch die marginale Beteiligung am Haushalt und an der Kindererziehung ist dieser Konflikt jedoch bei Männern noch nicht so stark ausgeprägt, wie bei Frauen. Zusätzlich haben Männer seltener Schuldgefühle bei der Vernachlässigung von Familie und Haushalt. Als Begründung hierfür bringen Männer zum Ausdruck, dass sie doch schon mehr als ihre Väter damals tun und die Frau zwangsläufig dankbar sein sollte für dieses Zugeständnis. (Hickey/Salmans (1993), S. 154f)

Arlie Hochschild spricht auch von der sogenannten unfertigen Revolution. (Hochschild (1993), S. 34f) Darunter ist zu verstehen, dass Frauen schneller auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflüsse reagieren und sich damit rasanter verändern als die Männer dies tun. Zum Beispiel passen sich Frauen der männlichen Kultur an und übernehmen Aufgaben, die früher ihre Väter erledigt hätten und gehen einer Erwerbsarbeit nach, was früher zum größten Teil nur Männern vorbehalten war. Doch im Gegenzug dazu fehlt, dass Männer sich auch diesen Gegebenheiten anpassen und Aufgaben erledigen, die sie vor einiger Zeit noch als Aufgabe der Frau betrachtet haben, wie z.B. den Haushalt und die Kinderbetreuung. Frauen verändern sich also zusehends, doch die Männer beharren auf ihrem Rollenbild. Somit bleibt die Frage offen, wer die entstehende Kluft innerhalb der unfertigen Revolution schließt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Geburtenrückgangs in Deutschland als Folge des Konflikts zwischen Berufs- und Familienleben sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie. Ein Frauenproblem?: Analyse der geschlechtsspezifischen Belastungen und der ungleichen Rollenverteilung in Familie und Haushalt.

3. Berufstätige Mütter: Untersuchung der Erwerbsquoten von Frauen und Müttern mit differenzierter Betrachtung der Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland vor und nach der Wende.

4. Lösungsansätze des Vereinbarkeitsdilemmas: Vorstellung von betrieblichen "Work-Life-Balance"-Strategien sowie individuellen Bewältigungsstrategien für berufstätige Eltern.

5. Zusammenfassung: Resümee über die Notwendigkeit gesellschaftlicher und politischer Aufmerksamkeit zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Schlüsselwörter

Vereinbarkeit, Beruf, Familie, berufstätige Mütter, Erwerbstätigkeit, Ostdeutschland, Westdeutschland, Kinderbetreuung, Work-Life-Balance, Geschlechterrollen, Haushalt, unfertige Revolution, Konfliktpotential, staatliche Unterstützung, Arbeitswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik, wie Erwerbstätigkeit und familiäre Verantwortung in Einklang gebracht werden können, wobei der Fokus auf den spezifischen Herausforderungen für berufstätige Mütter liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, den Einfluss historischer politischer Systeme (DDR vs. BRD) auf Frauenerwerbsquoten sowie Strategien von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Bewältigung des Vereinbarkeitskonflikts.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, die Ursachen für das Vereinbarkeitsdilemma aufzudecken, die unterschiedlichen Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland zu vergleichen und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Situation aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine theoretische und empirische Aufarbeitung bestehender Studien und Statistiken, um die Thematik soziologisch einzuordnen und zu analysieren.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil der Ausarbeitung?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Situation berufstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland sowie die Vorstellung konkreter Lösungsansätze für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den zentralen Begriffen gehören unter anderem Vereinbarkeit, Work-Life-Balance, geschlechtsspezifische Rollenverteilung, Kinderbetreuung und das dual-earner-model.

Wie unterscheidet sich die Situation von Müttern in Ost- und Westdeutschland?

Die Arbeit zeigt, dass in der ehemaligen DDR die Erwerbstätigkeit von Müttern durch institutionelle Rahmenbedingungen (wie flächendeckende Betreuungsangebote) gefördert wurde, während in Westdeutschland das "Male-Breadwinner-Model" und ein geringeres Betreuungsangebot dominierten.

Was versteht die Autorin unter dem Konzept der „unfertigen Revolution“?

Dieser Begriff beschreibt den Umstand, dass Frauen sich rasch an neue gesellschaftliche Anforderungen (Erwerbsarbeit) angepasst haben, während die traditionellen Rollenbilder und Verhaltensweisen der Männer in Bezug auf Haushalt und Kinderbetreuung stagnieren.

Welche individuellen Bewältigungsstrategien werden für Eltern genannt?

Die Autorin führt Konzepte wie Downsizing (Senkung der Ansprüche), Outsourcing (Delegation von Aufgaben) sowie die Trennung von potentiellem und realem Ich nach Arlie Hochschild an.

Warum spielt das Thema der Kinderbetreuung in dieser Arbeit eine so tragende Rolle?

Weil die Verfügbarkeit und Qualität von Betreuungseinrichtungen eine entscheidende institutionelle Variable darstellt, die darüber entscheidet, in welchem Ausmaß Eltern – insbesondere Mütter – überhaupt in der Lage sind, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen.

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Details

Title
Konfliktfeld Beruf und Familie
Subtitle
Das Vereinbarkeitsdilemma
College
Technical University of Chemnitz
Course
Empirische Schlüsselstudien der Arbeits- und Industriesoziologie
Grade
1,7
Author
Dipl.-Soz. Katja Hüttner (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V120665
ISBN (eBook)
9783640250370
ISBN (Book)
9783656447665
Language
German
Tags
Konfliktfeld Beruf Familie Empirische Schlüsselstudien Arbeits- Industriesoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Soz. Katja Hüttner (Author), 2006, Konfliktfeld Beruf und Familie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120665
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