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Mach mich Fit: Zur Dynamik des Medikamentenmissbrauchs im Fitnesssport

Title: Mach mich Fit: Zur Dynamik des Medikamentenmissbrauchs im Fitnesssport

Diploma Thesis , 2008 , 97 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jean-Philipp Boch (Author)

Sport - Sport Medicine, Therapy, Nutrition
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Summary Excerpt Details

Heute ist Doping zu einem Massenphänomen im Alltagsleben herangewachsen. Die Einnahme lässt sich nicht mehr auf bestimmte Gruppen der Gesellschaft eindämmen, sondern quer durch die Bevölkerungsschichten nachweisen. Angefangen von Jugendlichen, welche erst kurze Zeit aktiv in einem Fitnessstudio oder vergleichbaren Einrichtungen sind, über Fitnesssportler im Erwachsenenalter, welche mit beiden Beinen im Leben stehen, bis zum Amateur, der sich auf dem Weg in die Profiliga befindet. Dies ist eine Interviewstudie bei der individuelle und soziale Gründe für den Missbrauch von Medikamenten beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Problemstellung

1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise

1.3 Dimensionen von Anabolikakonsum

1.3.1 Relevante Medikamentengruppen und deren Anwendung

1.3.2 Wirkung von anabolen/androgenen Steroiden

1.3.2.1 Wirkungen

1.3.2.2 Nebenwirkungen

1.3.2.3 Langzeitnebenwirkungen

1.3.3 Juristische Aspekte des Medikamentenmissbrauchs

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Die produktive Verarbeitung der inneren und äußeren Realität als umfassendes Modell der Sozialisation

2.1.1 Grundannahmen des Modells der produktiven Realitätsverarbeitung

2.1.2 Die „7 Maximen“ der Sozialisationstheorie

2.2 Bildung von Handlungskompetenz und Identität

2.2.1 Handlungskompetenz

2.2.2 Selbstbild

2.2.3 Identität

2.2.4 Die Bedeutung des Körpers für die Identität des Menschen

2.3 Deviantes Verhalten als Konsequenz fehlgeschlagener Sozialisation

2.4 Sport als äußere Realität

2.4.1 Gesundheitssport

2.4.2 Freizeit- und Breitensport

2.4.3 Leistungs- und Hochleistungssport

2.5 Die drei Zielorientierungen in Sportstudios

2.5.1 Gesundheitstraining

2.5.2 Bodybuildingtraining

2.5.3 Fitnesstraining

2.6 Fitnessstudios als äußere Realität

3 Differenzierung der Fragestellung

4 Methodik

4.1 Untersuchungsdesign

4.1.1 Beschreibung der Stichprobe

4.1.2 Vorbereitung der Hauptinterviews

4.1.3 Interviewdurchführung

4.1.4 Methode der Interviewdurchführung

4.2 Auswertungsmethode

4.2.1 Erhebungsinstrumente

4.2.2 Beschreibung der Auswertungskategorien

4.2.3 Beschreibung des Codierungssystems

4.2.4 Exemplarische Materialübersicht

5 Ergebnisse

5.1 Sozialdaten

5.2 Einflussfaktoren der Sozialisationsinstanzen

5.3 Konsum von Genussmitteln, illegalen Drogen und Sucht

5.4 Einfluss durch den Konsum von Medien auf den Substanzkonsum

5.5 Geschlechterthematische Einflüsse und Eigeninszenierung

5.6 Einflussfaktoren der sozialen Lebenswelt „Sportstudio“

5.7 Indirekte Einflussfaktoren

6 Diskussion

6.1 Diskussion und Interpretation der Ergebnisse

6.2 Diskussion der Sozialisationsinstanzen

6.3 Diskussion des Konsums von Genussmitteln, illegalen Drogen und sonstigen Suchtstrukturen

6.4 Diskussion des Einflusses der Medien auf den Substanzkonsum

6.5 Diskussion der geschlechterthematischen Einflüsse und Eigeninszenierung

6.6 Diskussion des Einflusses der Lebenswelt Fitness

6.7 Diskussion indirekter Einflussfaktoren

7 Zusammenfassung

7.1 Fazit

7.2 Kritische Betrachtung der Vorgehensweise

7.3 Weiterführende Fragestellungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die individuellen und sozialen Einflussfaktoren, die Fitnesssportler dazu bewegen, Medikamente zur Leistungssteigerung oder Körperformung einzunehmen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das "Warum" dieses Medikamentenmissbrauchs zu entwickeln, um wirksamere Präventionsmaßnahmen jenseits reiner Sanktionen zu ermöglichen.

  • Analyse der Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisationsprozesse als Basis für Medikamentenkonsum.
  • Untersuchung des Einflusses von Medienbildern und Vorbildern auf Schönheitsideale.
  • Betrachtung der Lebenswelt "Fitnessstudio" als deviantes Netzwerk.
  • Reflexion der Bedeutung der Eigeninszenierung und geschlechtsspezifischer Körperideale.

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Relevante Medikamentengruppen und deren Anwendung

In der WADA Verbotsliste von 2008 sind alle relevanten Medikamentengruppen aufgeführt. Zudem sind dort auch alle verbotenen physikalischen Methoden der illegalen Leistungssteigerung aufgeführt. Für diese Arbeit ist es wichtig, dem Leser einen Überblick über Medikamente und Methoden zur Leistungssteigerung zu geben, da sie teilweise im Bereich des Hobbysports angewendet werden. Da die finanziellen Mittel einzelner zumeist zu begrenzt sind, um evtl. komplexere Methoden umsetzen zu können wird, nicht auf alle in der WADA Verbotsliste aufgeführten Mittel und Methoden eingegangen. In dieser Arbeit ist der Begriff des „Doping“ spezifiziert als Formen von oralen Hormonpräparaten oder eines entsprechenden injizierbaren Produktes der Gruppe der anabolen/androgenen Steroide (AAS). Solche Mittel sind leicht auf dem Schwarzmarkt zu beziehen und ebenso leicht anzuwenden. Weiterhin sind die Kosten nicht exorbitant hoch, so dass es einem potentiellen „Kunden“ leicht gemacht wird, seinen Bedarf zu decken. Es handelt sich bei den Medikamenten um Ableger des männlichen Geschlechtshormons Testosteron, welches synthetisch hergestellt wird und als anabole/androgene Steroide verkauft werden. Zusammenfassend wird ein kurzer Überblick über die Wirkstoffgruppen gegeben, welche sich zur Leistungssteigerung im Hobbysport eignen:

– Gruppe der Stimulanzien wie Weckamine, Kokain, Koffein, Ephedrin.

– Gruppe der Narkotika wie Morphin oder Kodein.

– Gruppe der anabolen/androgenen Steroide (AAS) wie Testosteron und dessen Derivate.

– Gruppe der Beta-2-Agonisten wie Clenbuterol.

– Gruppe der Peptidhormone, Mimetika und Analoge, deren bekanntester Vertreter das Wachstumshormon HGH bzw. Somatropin ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Doping als Massenphänomen im Freizeit- und Fitnesssport und definiert das Ziel der Arbeit, motivationale Determinanten dieses Verhaltens zu identifizieren.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in das Modell der „produktiven Realitätsverarbeitung“ von Hurrelmann ein und verknüpft dieses mit Identitäts- und Sozialisationstheorien sowie dem Rubikon-Modell der Handlungsphasen.

3 Differenzierung der Fragestellung: Hier werden die zentralen Forschungsfragen zur Untersuchung der Einflussfaktoren auf das Medikamentenkonsumverhalten bei Fitnesssportlern hergeleitet und präzisiert.

4 Methodik: Der methodische Teil beschreibt das Design der qualitativen Interviewstudie mit fünf Probanden sowie die Anwendung der strukturierten qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die Erkenntnisse aus den Interviews, gegliedert in Bereiche wie Sozialisation, Suchtstrukturen, Medienkonsum und die Rolle des sozialen Umfelds.

6 Diskussion: Das Kapitel diskutiert und interpretiert die gewonnenen Ergebnisse unter Einbezug der theoretischen Annahmen aus Kapitel 2.

7 Zusammenfassung: Abschließend fasst die Arbeit die zentralen Ergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Vorgehensweise kritisch und benennt weiterführende Fragestellungen.

Schlüsselwörter

Medikamentenmissbrauch, Fitnesssport, Anabolika, Doping, Sozialisation, Identitätsbildung, Körperkult, Leistungssteigerung, qualitative Inhaltsanalyse, Suchtverhalten, Impression Management, Körperbild, Fitnessstudio, Sportsoziologie, Hurrelmann.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Motive von Fitnesssportlern, die Anabolika oder andere leistungssteigernde Substanzen konsumieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Körperinszenierung und die sozialen Strukturen in Fitnessstudios.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die individuellen und sozialen Determinanten zu ergründen, die zur Entscheidung für Medikamentenmissbrauch führen, um daraus präventive Ansätze zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Sozialstudie, in deren Rahmen teilstrukturierte Interviews geführt und anschließend mittels strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Sozialisation, der Methodik der Datenerhebung, der Darstellung der Ergebnisse aus den Interviews sowie der anschließenden Diskussion der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medikamentenmissbrauch, Fitnesssport, Sozialisation, Anabolika, Identitätsbildung und Körperkult.

Welche Rolle spielt der "Trainingspartner" laut den Ergebnissen?

Er fungiert in der Regel als entscheidende Vertrauensperson, die den ersten Kontakt zu den Substanzen herstellt und den Athleten zur Einnahme motiviert.

Warum spielt die Körperinszenierung für die Probanden eine so große Rolle?

Der Körper dient als Kommunikationsmittel und Symbol sozialer Kategorie; durch ihn wird versucht, Anerkennung und einen höheren Status im sozialen Umfeld zu erreichen.

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Details

Title
Mach mich Fit: Zur Dynamik des Medikamentenmissbrauchs im Fitnesssport
College
Bielefeld University
Grade
2,0
Author
Jean-Philipp Boch (Author)
Publication Year
2008
Pages
97
Catalog Number
V120700
ISBN (eBook)
9783656389194
ISBN (Book)
9783656389255
Language
German
Tags
mach dynamik medikamentenmissbrauchs fitnesssport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jean-Philipp Boch (Author), 2008, Mach mich Fit: Zur Dynamik des Medikamentenmissbrauchs im Fitnesssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120700
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