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Rijswijk 1697 - Das Zeremoniellwesen des Friedenskongresses und inoffizielle Direktverhandlungen

Title: Rijswijk 1697 - Das Zeremoniellwesen des Friedenskongresses und inoffizielle Direktverhandlungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Alexander Hofstetter (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich im Folgenden mit den Friedensschlüssen von Rijswijk am 20. September und 30. Oktober 1697. Hierbei werden diplomatische Ziele einzelner
Parteien zu Beginn und während des Verlaufs der Verhandlungen untersucht, ebenso die zeremoniellen Aspekte der Friedensschließung. Ferner werden auch Konflikttypen und Strategien zur Unterwanderung des Zeremoniells betrachtet.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Publikation

A) Der Pfälzer Erbfolgekrieg 1688 – 1697

B) Der Friedenskongress - Verhandlungen vom 09. Mai 1697 bis zum 20. September / 30. Oktober 1697

1.) Ortswahl und Kongresseröffnung

2.) Teilnehmer des Friedenskongresses

3.) Die französischen Präliminarien

4.) Die Vermittlerrolle Schwedens

5.) Diplomatische Strategien und Ziele einzelner Parteien

6.) Geheimverhandlungen anstelle öffentlicher Gespräche

7.) Zeremonielle „Stolpersteine“ für den Friedenschluss

8.) Scheinbare „Bedeutungslosigkeit“ des Zeremoniells?

C) Ergebnisse in Form von Thesen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert das komplexe Zusammenspiel von offiziellem Zeremoniellwesen und informellen Geheimverhandlungen während des Friedenskongresses von Rijswijk 1697. Dabei wird untersucht, wie diplomatische Strategien und zeremonielle Anforderungen die Friedensfindung beeinflussten und inwieweit das aufwendige Protokoll der Zeit den Verhandlungsprozess sowohl untermauerte als auch verzögerte.

  • Historische Einordnung des Pfälzer Erbfolgekrieges und dessen Ende.
  • Analyse der Akteure, ihrer diplomatischen Ziele und der Rolle des Mediators Schweden.
  • Untersuchung der Bedeutung und Instrumentalisierung von Zeremoniell und Etikette.
  • Gegenüberstellung von öffentlichen Kongressverhandlungen und geheimen Separatgesprächen.
  • Bewertung der langfristigen Relevanz des Friedensschlusses und des Wandels diplomatischer Praxis.

Auszug aus dem Buch

7.) Zeremonielle „Stolpersteine“ für den Friedenschluss

Die Welt des 17. Jahrhunderts misst zeremoniellen Formen der Repräsentation enorme Bedeutung bei. Allerdings gilt auch zu beachten, dass diese zeremoniellen Aspekte den allgemeinen Friedensschluss oft verzögern, zumindest aber verlangsamen. Ein schwerwiegender Punkt, bedenkt man, dass das Kampfgeschehen während eines Kongresses nicht eingestellt wird. Rückwirkend betrachtet, erweckt das Zeremoniell des Friedens von Rijswijk den Anschein einer leeren Hülle, da die wesentlichen Fortschritte in Richtung Frieden nicht durch repräsentative Imponiergebärden, sondern durch nüchterne Geheimverhandlungen erzielt worden sind. Da sich die Forschung im Bereich des Rijswijker Friedenszeremoniells sehr bedeckt hält, werden im folgenden Absatz nur einige dieser zeremoniellen Schwierigkeiten oder auch Streitfragen genannt.

Zwei der frühen Streitpunkte sind sicherlich die bereits aufgeführte Ortswahl des Friedenskongresses sowie die Auswahl und Bestätigung eines Mediators. Kommissionen tagen mehrere Monate, wohl bemerkt Monate der fortgeführten Kampfhandlungen, an welchem Ort der Frieden geschlossen werden soll. Diese Barriere ist noch nicht bewältigt, als sich die Alliierten am 4. Februar der Vermittlung Schwedens einig werden. Kaunitz, als erster Bevollmächtigter des Kaisers, trägt dem schwedischen Freiherrn Lillienroot als Erster im Namen des Kongresses die Vermittlerrolle an. Die anderen Minister der Alliierten tun es ihm hernach gleich.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Der Pfälzer Erbfolgekrieg 1688 – 1697: Diese Einleitung beleuchtet die Ursachen, den Verlauf des Konflikts und die militärische sowie politische Ausgangslage, die zu den Verhandlungen von Rijswijk führte.

B) Der Friedenskongress - Verhandlungen vom 09. Mai 1697 bis zum 20. September / 30. Oktober 1697: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Rollen der Teilnehmer, den Einfluss des Vermittlers Schweden und den entscheidenden Kontrast zwischen öffentlichem Protokoll und inoffiziellen Geheimverhandlungen.

C) Ergebnisse in Form von Thesen: Das Fazit fasst zusammen, dass das Zeremoniell trotz seiner verzögernden Wirkung für die Legitimation und den Erfolg des Friedensschlusses von zentraler Bedeutung war und einen Wandel in der diplomatischen Praxis einleitete.

Schlüsselwörter

Rijswijk 1697, Pfälzer Erbfolgekrieg, Friedenskongress, Zeremoniellwesen, Diplomatie, Geheimverhandlungen, Ludwig XIV., Kaiser Leopold I., schwedische Vermittlung, Große Allianz, Friedensschluss, Etikette, Machtpolitik, europäisches Gleichgewicht, territoriale Restitution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Friedensverhandlungen von Rijswijk im Jahr 1697 und der Rolle, die diplomatische Gepflogenheiten und das Zeremoniellwesen in diesem Prozess spielten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den politischen Zielen der Kriegsparteien, der Funktion der schwedischen Vermittlung und dem Spannungsfeld zwischen offiziellem Zeremoniell und tatsächlichen Geheimabsprachen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob das aufwendige Zeremoniell lediglich ein hinderliches Element war oder ob es eine notwendige Funktion für die politische Untermauerung des Friedensschlusses erfüllte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Dokumente, Berichte und Korrespondenzen, um die diplomatischen Abläufe des Kongresses historisch zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den verschiedenen Phasen des Kongresses, von der Ortswahl über die verschiedenen Teilnehmergruppen bis hin zu den konkreten Streitpunkten bezüglich Rangordnung und Protokoll.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind der Pfälzer Erbfolgekrieg, Rijswijk 1697, Friedenskongress, Zeremoniell, Diplomatie, Geheimverhandlungen und Machtpolitik.

Warum empfanden zeitgenössische Diplomaten die schwedische Vermittlung teilweise als hinderlich?

Da der Mediator in alle offiziellen Abläufe eingebunden war, verzögerte dies den direkten Informationsaustausch, was in einer Zeit, in der das Kampfgeschehen während der Verhandlungen weiterlief, zu Unmut führte.

Welche Rolle spielte das Zeremoniell bei den Vertragsunterzeichnungen?

Das Zeremoniell diente als symbolischer Akt, der die Gleichrangigkeit der Mächte im Völkerrecht festigte, auch wenn die eigentlichen Inhalte oft bereits vorab in inoffiziellen Gesprächen geklärt wurden.

Wie beeinflussten Geheimverhandlungen das offizielle Ergebnis von Rijswijk?

Sie ermöglichten es den beteiligten Parteien, wie beispielsweise den Seemächten und Frankreich, ihre Kerninteressen abseits der Blockaden des Kongress-Protokolls durchzusetzen und den Kaiser faktisch zu isolieren.

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Details

Title
Rijswijk 1697 - Das Zeremoniellwesen des Friedenskongresses und inoffizielle Direktverhandlungen
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit)
Course
Friedensschlüsse in Früher Neuzeit
Grade
1,7
Author
Alexander Hofstetter (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V120728
ISBN (eBook)
9783640243174
ISBN (Book)
9783640251926
Language
German
Tags
Rijswijk Zeremoniellwesen Friedenskongresses Direktverhandlungen Friedensschlüsse Früher Neuzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Hofstetter (Author), 2006, Rijswijk 1697 - Das Zeremoniellwesen des Friedenskongresses und inoffizielle Direktverhandlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120728
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