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Kulturelle Beeinflussung Japans durch Korea im Altertum als Kontrast zum gegenwärtigen Koreaboom

Title: Kulturelle Beeinflussung Japans durch Korea im Altertum als Kontrast zum gegenwärtigen Koreaboom

Term Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marvin Udzik (Author)

South Asian Studies, South-Eastern Asian Studies
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Summary Excerpt Details

Im Verlauf der letzten Jahre gelangte eine unaufhörlich zunehmende Menge an koreanischer Populärkultur zu großer Beliebtheit in südostasiatischen Ländern wie beispielsweise Japan, China, Vietnam, Thailand oder Singapur. Auf den Märkten dieser Länder wird dabei eine äußerst breite Palette von Konsumbedürfnissen abgedeckt: Von Fernsehserien, Filmen und Popmusik über Bücher und Magazine bis hin zu Kleidung, Kosmetik und Schmuck wird der an Korea interessierte Kunde mit Produkten geradezu überschwemmt, weshalb diese Erscheinung von Seiten der Nachrichtenpresse und Fachzeitschriften auch schon früh als „Korean Wave“ (hallyu auf Koreanisch) festgehalten und geprägt wurde.
Wo aber hat dieses Interesse seinen Ursprung? Liegt die Seouler Zeitung "Segye Ilbo" richtig mit ihrer Behauptung, dass Korea der Ursprung japanischer Kultur sei? Um dies herauszufinden soll rückblickend die kulturelle Beeinflussung Japans durch Korea in der Geschichte untersucht werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Der Koreaboom – eine Renaissance?

2 Hauptteil: Kulturkontakte und Kulturerzeugnisse

2.1 Der Beginn japanisch-koreanischer Beziehungen

2.2 Frühe Zeugnisse der Paekche-Yamato-Verbindung

2.3 Japanischer Buddhismus als koreanisches Kulturerzeugnis

2.4 Koreanische Einflüsse im höfischen Leben der Heian-Zeit

3 Resumée: Gesellschaftsprodukt oder Produktgesellschaft?

4 Verzeichnis der verwendeten Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und kulturellen Wechselwirkungen zwischen Korea und Japan im Altertum und setzt diese in Kontrast zum gegenwärtigen „Koreaboom“ in Japan, um kritisch zu hinterfragen, ob von einer bloßen „Renaissance“ der koreanischen Kulturbeeinflussung gesprochen werden kann.

  • Historische Kulturkontakte zwischen Japan und Korea (Yamato- bis Heian-Zeit)
  • Kulturelle Vermittlerrolle Koreas zwischen China und Japan
  • Entwicklung und Einfluss des Buddhismus sowie höfischer Künste
  • Differenzierung zwischen grundlegenden Kulturtechniken und populärkulturellen Phänomenen

Auszug aus dem Buch

2.3 Japanischer Buddhismus als koreanisches Kulturerzeugnis

Wie oben bereits erwähnt, spielen die ursprünglich aus China stammenden Erzeugnisse, welche von den Koreanern erst von dort importiert und später weiter nach Japan exportiert wurden, keine minder wichtige Rolle bei der Beurteilung des kulturellen Einflusses Koreas auf Japan während des Altertums, da Koreaner so gut wie ausnahmslos als Überbringer und daher sozusagen als „Kulturinstallateure“ fungierten. Dass derartige ökonomische Tauschverhältnisse und soziokulturelle Interaktionen zwischen China und Japan entscheidend durch den Mittler Korea beeinflusst wurden, lässt sich beispielsweise an der Entwicklung des Buddhismus in Japan aufzeigen.

Der Buddhismus gelangte um die Jahre 538 – 552, also während der Herrschaft Kaiser Kimmeis, nach Japan und war ein Geschenk des zu jener Zeit regierenden Königs Sông myông von Paekche, der zusammen mit den eigentlichen Lehren in Sutrenform auch buddhistische Bronzestatuen, Flaggen und Regenschirme sandte. Obwohl die neue Religion zunächst aus abergläubischen Gründen abgelehnt und erst gegen Ende des sechsten Jahrhunderts wirklich populär wurde, diente der Buddhismus fortan als eine Art Vehikel für chinesische Wissenschaften wie Medizin, Kalenderkunde, Literatur, Astronomie, Geographie und auch Wahrsagerei. Einen entsprechend großen Zuwachs koreanischer Spezialisten auf diesen Gebieten konnte Japan daher in den folgenden Jahren verbuchen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der durch koreanische Kultureinflüsse in Verbindung mit der Einrichtung des Buddhismus in Japan zustande kam, ist das Errichten buddhistischer Tempel und die damit verbundene Architektur. Einheimische japanische Baufähigkeiten waren noch recht gering ausgeprägt und von der Konstruktion buddhistischer Tempel war nicht einmal das Basiswissen bekannt. Auch hier half wieder Paekche aus, indem Metallarbeiter, Töpfer, Schreiner und Maler aus dem eigenen Königreich nach Japan übergesetzt wurden, ausgestattet mit genauen Plänen und Modellen eines solchen Konstruktes. Fortan wurde der Tempelbau zu einer populären Beschäftigung, und das Nihonshoki berichtet, dass Japan bereits im Jahre 623 eine stolze Summe von 46 Tempeln vorzuweisen hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Koreaboom – eine Renaissance?: Dieses Kapitel führt in den gegenwärtigen Koreaboom in Japan ein und hinterfragt kritisch die These, ob dieser eine Renaissance der historischen kulturellen Vormachtstellung Koreas darstellt.

2 Hauptteil: Kulturkontakte und Kulturerzeugnisse: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die historischen Handels- und Austauschbeziehungen zwischen Japan und Korea von der Yamato- bis zur Heian-Zeit.

2.1 Der Beginn japanisch-koreanischer Beziehungen: Hier werden die mythologischen und archäologischen Ursprünge der frühen Kontakte zwischen Japan und den koreanischen Teilstaaten, insbesondere Paekche, untersucht.

2.2 Frühe Zeugnisse der Paekche-Yamato-Verbindung: Das Kapitel kategorisiert archäologische Funde in primär koreanische Neuerungen und solche, die über Korea als Vermittler aus China nach Japan gelangten.

2.3 Japanischer Buddhismus als koreanisches Kulturerzeugnis: Der Fokus liegt auf der Rolle Koreas als „Kulturinstallateur“ bei der Einführung des Buddhismus und der damit verbundenen Architektur sowie den Wissenschaften.

2.4 Koreanische Einflüsse im höfischen Leben der Heian-Zeit: Hier wird aufgezeigt, dass koreanische Kulturströmungen auch nach der Hinwendung Japans zu chinesischen Vorbildern im höfischen Alltag, etwa in der Literatur, weiterhin präsent und wertgeschätzt waren.

3 Resumée: Gesellschaftsprodukt oder Produktgesellschaft?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der aktuelle Koreaboom eher als Renaissance der Populärkultur zu bezeichnen ist, da historische Einflüsse grundlegende Gesellschaftsstrukturen prägten.

4 Verzeichnis der verwendeten Literatur: Auflistung der im Text referenzierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Koreaboom, Japan, Altertum, Kulturkontakt, Paekche, Yamato-Zeit, Heian-Zeit, Buddhismus, Kulturtransfer, Populärkultur, Geschichte, Gesellschaft, Architektur, Kulturgeschichte, Renaissance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kulturellen Beeinflussungen Japans durch Korea im Altertum und setzt diese in Bezug zum modernen Koreaboom.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der historische Kulturaustausch, die Vermittlerrolle Koreas gegenüber China sowie der Unterschied zwischen früher gesellschaftsprägender Kultur und moderner Populärkultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die aktuelle Beliebtheit koreanischer Kultur in Japan historisch als „Renaissance“ der koreanischen Kulturquelle gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine thematisch strukturierte und chronologische Analyse historischer und archäologischer Belege sowie literarische Vergleiche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Anfängen der Beziehungen, der Rolle Koreas bei der Übermittlung von Technologien und Religion (Buddhismus) sowie Einflüssen im höfischen Leben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Koreaboom, Kulturkontakt, Paekche-Yamato-Verbindung, Buddhismus und Gesellschaftsstruktur.

Warum spielt das Königreich Paekche eine so wichtige Rolle für Japan?

Paekche fungierte als enger Verbündeter und als „Kulturinstallateur“, der Japan wichtige Technologien, religiöse Lehren und architektonisches Wissen vermittelte.

Welches Fazit zieht der Autor zur "Renaissance"-These?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Begriff der Renaissance in Bezug auf die Populärkultur zulässig ist, während die historischen Einflüsse als fundamentale Basis der japanischen Gesellschaft weitaus weitreichender waren.

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Details

Title
Kulturelle Beeinflussung Japans durch Korea im Altertum als Kontrast zum gegenwärtigen Koreaboom
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Ostasien-Institut)
Course
Koreaboom in einem transkulturellen Japan?
Grade
1,3
Author
Marvin Udzik (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V120812
ISBN (eBook)
9783640248797
ISBN (Book)
9783640288892
Language
German
Tags
Kultur Einfluss Japan Korea Altertum Koreaboom Korean wave hallyu Paekche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marvin Udzik (Author), 2008, Kulturelle Beeinflussung Japans durch Korea im Altertum als Kontrast zum gegenwärtigen Koreaboom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120812
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