Postsowjetisches Russisch


Hausarbeit, 2007

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Plan der Arbeit

2. Postsowjetisches Russisch

3. Beschreibung der Korpora

4. Wortbidung im heutigen Russisch in Zeitungsüberschrften
4.1. Darstellung der Wortbildungsprodukte
4.1.1. Derivation
4.1.2. Komposition
4.1.3. Semantische Neologismen
4.1.4. Okkasionalismen
4.2. Zusammnefassung

5. Syntax im heutigen Russisch.
5.1. Redebeiträge

6. Resümee

7. Literaturverzeichnis

1. Plan der Arbeit

Die vorliegende Arbeit hat im Rahmen des Seminars „Grammatik der öffentlichen Sprache in Russland“ zum Ziel die Textsorte Zeitungsüberschriften nach den Neubildungen in der Grammatik des Russischen in der postsowjetischen Zeit zu untersuchen und anhand der Beispiele die Neuerscheinungen zu analysieren. An Beispielen aus dem Korpora soll gezeigt werden, wie oft die Erscheinungen der neuen Wörtern auf der morphologischen Ebene vorkommen und welche Wortbildungsverfahren sind für meinen Korpus charakteristisch. Es wird auch untersucht, ob sich die Neubildungen durch stilistische Färbung gekennzeichnet sind. Auf der syntaktischen Ebene soll untersucht werden, ob die Redebeiträge und dazugehörige Redeinstanzen lexikalisch und syntaktisch markiert sind. Es wird angegeben, welche Ereignisse hierbei erzielt wurden.

2. Postsowjetisches Russisch

Zunächst erscheint es sinnvoll einen kurzen Ausblick auf die geschichtliche Entwicklung des postsowjetischen Russisch zu geben.

Die Mitte der 80-er und 90-er Jahren ist mit wesentlichen Erschütterungen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben der ehemaligen Sowjetunion gekennzeichnet. Der Zerfall der UdSSR, der Putsch in August 1991 und die Ergebnisse der in Dezember folgeneder politischen Wahl bestimmten die Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Gesellschaft, was seinerseits die Auswirkung auf die Sprache gewehrleistet hat. Skljarewskaj schreibt: „... , , “[1]. Diese Veränderungen in der Gesellschaft haben sich in der Sprache abgesondert. Laut Tošovic (Branko Tošovic, 2001:S. 95-173) begannen die Massenmedien jene Themen aufzugreifen, die früher tabu waren: Kriminalität, Narkomanie, Religion. Es tauchte die besondere Bezeichnung „neue Russen“ ( Die Leute, die reich wurden) auf. Viele Wörter haben die entgegengesetzte stilistische Färbung bekommen, d.h. die positive Wahrnehmung wurde zur negativen: ( negativ) und umgekehrt (positiv). Die Kriminalisierung der Gesellschaft hat den Einfluss des Jargons auf die Schriftsprache verstärkt: (Geld) , (Der Dieb und die einflussreiche Person in den kriminellen Kreisen). Man kann auch von einer Kommerzialisierung der Sprache sprechen, da die kommerzielle Tätigkeit zu jener mit dem meisten Prestige und der größten Konjunktur wurde ( immer öfter ertönten Wörter „Barter“, „Broker“, „Voucher“, „Dealer“, „Investor“).

Es sind Fälle des Eindringens von Substantiven in die Sphäre der Verben und ihre Verbalisierung zu bemerken. Ein typisches Beispiel ist Werbeneubildung: . ! (Bremse nicht. Nimm Snickers!)

3. Beschreibung der Korpora

Für die empirische Untersuchung habe ich die Beispiele aus den russischen Zeitungen der Periode von 1997 bis 2008 benutzt: „“, „ “, „ “, „ “.

Das Korpus besteht aus 20 Zeitungsüberschriften, die aus den oben genannten russischen Zeitungen genommen wurden. (Anhang 1).

4. Wortbidung im heutigen Russisch in Zeitungsüberschrften

4.1. Darstellung der Wortbildungsprodukte

Für das Grundkriterium der Zuordnung der Wörter angesichts ihrer Innovation wurde die Wortfixierung genommen. Für die Bestimmung der Wortfixierung habe ich folgende Wörterbücher benutzt: = 4 (, 1981 -1984), .. (, 1985), = (-, 1998), : XX . (, 2005).

Angesichts der Tatsache, dass die in MAS oder Ozhegov erschienenen Wörter der alten Norm gehören, sind in meinem Korpus 6 Beispiele dafür gefunden (Anhang 2). Die Wörter, die nur in BTS erscheinen, werden als neue Norm fixiert. In den vorgelegten Beispielen gibt es nur ein Wort der neuen Norm. Die Wörter, die weder in Ozhegov oder MAS noch in BTS oder in Skljarevskaja erscheinen, bilden neuen Usus der modernen russischen Sprache. Dafür sind 6 Beispiele vorhanden.

Zwei Wortbildungsprodukte der alten Norm und sind stilistisch als prostorecie markiert. Die Wörter der neuen Usus haben sowohl den schriftlich neutralen als auch stilistisch markierten Charakter.

Es ist zu bemerken, dass viele Wörter aus der Alltagskommunikation in Schriftsprache hinübergewandert sind. Solche Verschriftlichungen waren vorher nur in mündlich existener substadardsprachlichen Varianten zu finden. Auf die einzelne Beispiele werde ich in der weiteren Analyse angehen.

Neue Wortbildungsprodukte lassen sich in den Bereichen der Anglizismen und aus dem Bereich der rein russischen Neubildungen finden. Die typischen Wortbildungsverfahren für mein Korpus sind die Derivation und Komposition. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Derivation.

4.1.1. Derivation

Derivate mit traditionellen Affixen (Russkaja Grammatika, 1980: 142-180)

l Suffix - ();

(1) „ (13 1998)

- Suffix - ();

(2) (25 2007)

- Suffix - ;

(3) (27 1998)

- Suffix - (); ;

(4) o (19 2007)

(5) (14 2007)

Das Suffix - () zeigt die soziale Erscheinungen mit dem negativen Chatakter (Dulicenko, 2001, S.275). Im Russischen gibt es einige dutzende Wörter mit diesem Suffix, die als motivierendes Wort Substantive, Adjektive oder Verben haben ( > , > , > , > ).

In der postsowjetischen Zeit hat sich die Liste mit solchen Wörtern wesentlich verbreitet. Der Charakter dieser Wörter bleibt heute wie auch früher negativ.

Die Wortbildungen mit dem Suffix - bedeuten auch negative Erscheinungen der Gesellschaft sowohl der nicht so weiten Vergangenheit als auch der heutigen Zeit: , , .

[...]


[1], ..:“ , “, . , . 1., , 1991, . 252.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Postsowjetisches Russisch
Hochschule
Universität Hamburg  (Slavistik)
Veranstaltung
Seminar II: Grammatik der öffentlichen Sprache in Russland (Medien, Politik, Werbung)
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V120942
ISBN (eBook)
9783640251667
ISBN (Buch)
9783640251773
Dateigröße
493 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Postsowjetisches, Russisch, Seminar, Grammatik, Sprache, Russland, Politik, Werbung)
Arbeit zitieren
Studentin Tatiana Orlova (Autor), 2007, Postsowjetisches Russisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120942

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