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Postsowjetisches Russisch

Title: Postsowjetisches Russisch

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Studentin Tatiana Orlova (Author)

Russian / Slavic Languages
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Summary Excerpt Details

Die Recherche für die Textsorte Zeitungsüberschriften nach den Neubildungen in den Bereichen Wortbildung, Semantik und Grammatik des Russischen in der postsowjetischen Zeit brachte vielfältige Wortbildungsprodukte, die der Schrift- und somit der Standardsprache, der Umgangssprache oder auch der Substadardsprache zuzuordnen sind. Angesichts der Tatsache, dass die Sprache der Printmedien sehr loyal ist und als erste auf die soziale und politische Ereignissauch lexikalisch gefärbten Charakter. Denn das Ziel der Medien ist für alle zugänglich zu sein. Die vorliegende Arbeit hat im Rahmen des Seminars „Grammatik der öffentlichen Sprache in Russland“ zum Ziel die Textsorte Zeitungsüberschriften nach den Neubildungen in der Grammatik des Russischen in der postsowjetischen Zeit zu untersuchen und anhand der Beispiele die Neuerscheinungen zu analysieren. An Beispielen aus dem Korpora soll gezeigt werden, wie oft die Erscheinungen der neuen Wörtern auf der morphologischen Ebene vorkommen und welche Wortbildungsverfahren sind für meinen Korpus charakteristisch. Es wird auch untersucht, ob sich die Neubildungen durch stilistische Färbung gekennzeichnet sind. Auf der syntaktischen Ebene soll untersucht werden, ob die Redebeiträge und dazugehörige Redeinstanzen lexikalisch und syntaktisch markiert sind. Es wird angegeben, welche Ereignisse hierbei erzielt wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Plan der Arbeit

2. Postsowjetisches Russisch

3. Beschreibung der Korpora

4. Wortbidung im heutigen Russisch in Zeitungsüberschrften

4.1. Darstellung der Wortbildungsprodukte

4.1.1. Derivation

4.1.2. Komposition

4.1.3. Semantische Neologismen

4.1.4. Okkasionalismen

4.2. Zusammnefassung

5. Syntax im heutigen Russisch

5.1. Redebeiträge

6. Resümee

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die textsortenspezifischen Merkmale von Zeitungsüberschriften im postsowjetischen Russland mit dem Ziel, neue sprachliche Entwicklungen in den Bereichen Wortbildung, Semantik und Syntax zu identifizieren und zu analysieren.

  • Morphologische Analyse von Wortneubildungen
  • Einfluss der gesellschaftlichen Transformation auf die Mediensprache
  • Verwendung von Anglizismen und Substandardsprache
  • Syntax-Besonderheiten wie Parzellierung und Segmentierung
  • Lexikalische und syntaktische Markierung von Redebeiträgen

Auszug aus dem Buch

4.1.4. Okkasionalismen

Laut Fleischmann (Fleischmann, 2007, S. 260) versteht man unter Okkasionalismen individuelle Neologismen, dessen Wortbildungsmodelle nicht entsprechend ihrem üblichen Konnotation gebraucht werden. Hier sind einige Beispiele aus meinem Korpus:

секс-цунами – Anspielung darauf, dass die moderne Gesellschaft offener mit dem Thema Sex umgeht, als in der sowjetischen Zeit. Es ist damit eine Art „sexuelle Welle“ gemeint, die überschwabt und damit das Thema Sex kein Tabuthema mehr ist.

бумеромания – Anspielung darauf, dass die Automodelle von BMW als Statussymbol gelten. Das Wort wird ironisch beziehungsweise negativ verwendet, um die Abneigung gegen die Entwicklung in der Gesellschaft hin zu Statussymbolen zu kritisieren.

гармонбозия - Anspielung darauf, dass die Menge der Seifenopern zu nimmt, so dass der Mensch ähnlich eines Sklaven nicht mehr merkt, dass er verblödet. ?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Plan der Arbeit: Einführung in die Zielsetzung, die zu untersuchende Textsorte Zeitungsüberschriften und die methodische Vorgehensweise.

2. Postsowjetisches Russisch: Darstellung der historischen und gesellschaftlichen Umbrüche seit den 80er Jahren und deren unmittelbarer Einfluss auf die russische Sprache.

3. Beschreibung der Korpora: Definition der empirischen Datengrundlage, bestehend aus 20 ausgewählten Zeitungsüberschriften aus vier russischen Printmedien.

4. Wortbidung im heutigen Russisch in Zeitungsüberschrften: Untersuchung der verschiedenen Wortbildungsmuster wie Derivation, Komposition und okkasionelle Bildungen.

5. Syntax im heutigen Russisch: Analyse syntaktischer Besonderheiten in Schlagzeilen, insbesondere die Verwendung von Segmentierung und Parzellierung zur Steigerung der Expressivität.

6. Resümee: Zusammenfassende Auswertung der Erkenntnisse über die Dynamik und Demokratisierung der russischen Mediensprache.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Referenzwerke.

Schlüsselwörter

Postsowjetisches Russisch, Zeitungsüberschriften, Wortbildung, Derivation, Komposition, Neologismen, Okkasionalismen, Syntax, Parzellierung, Sprachwandel, Mediensprache, Demokratisierung der Sprache, Substandard, Anglizismen, Russische Grammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sprachlichen Veränderungen in russischen Zeitungsüberschriften nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Wortbildung, die semantische Entwicklung von Vokabular und syntaktische Besonderheiten in der Presse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse von Zeitungsüberschriften aufzuzeigen, wie sich neue sprachliche Phänomene und der Einfluss von Substandardsprache in den Medien manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Korpusanalyse, bei der 20 Zeitungsüberschriften mit Hilfe von Fachwörterbüchern auf ihre Normgerechtheit und ihre stilistische Einordnung geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wortbildungsprozessen (Derivation, Komposition), die Verwendung von Neologismen sowie eine syntaktische Analyse von Segmentierungs- und Parzellierungsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sprachwandel, postsowjetisches Russisch, Wortneubildungen, Mediensprache und syntaktische Expressivität.

Warum spielt die gesellschaftliche Situation für die Sprache eine so wichtige Rolle?

Da sich die gesellschaftlichen Tabus nach der Perestrojka auflösten, spiegeln die Medien diese Freiheit wider, was zu einer Öffnung gegenüber Jargon und umgangssprachlichen Elementen führte.

Was sind Okkasionalismen in diesem Kontext?

Dies sind individuelle Wortneubildungen, die in Zeitungsüberschriften verwendet werden, um durch unübliche Konnotationen eine ironische oder kritische Wirkung auf den Leser zu erzielen.

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Details

Title
Postsowjetisches Russisch
College
University of Hamburg  (Slavistik)
Course
Seminar II: Grammatik der öffentlichen Sprache in Russland (Medien, Politik, Werbung)
Grade
2,0
Author
Studentin Tatiana Orlova (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V120942
ISBN (eBook)
9783640251667
ISBN (Book)
9783640251773
Language
German
Tags
Postsowjetisches Russisch Seminar Grammatik Sprache Russland Politik Werbung)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Studentin Tatiana Orlova (Author), 2007, Postsowjetisches Russisch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120942
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