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Rainald von Dassel

Title: Rainald von Dassel

Seminar Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Stefan Schusterbauer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Am großem Aufstieg des deutschen Kaisertums Mitte des 12. Jahrhunderts hatte ein Mann maßgeblichen Anteil, der den meisten Menschen heutzutage kein Begriff mehr ist.
Sicherlich kennt man Kaiser Friedrich Barbarossa. Aber war es diesem Mann alleine überhaupt möglich, für einen solchen Aufschwung zu sorgen?
Wohl kaum.
Die Fäden im Spiel der Mächte zwischen Kaiser und Papst zog einer, dem Friedrich völlig vertraute und der dieses Vertrauen auch zur vollsten Zufriedenheit des Kaisers rechtfertigte.
Die Rede ist von der Person, über die meine Arbeit handeln wird: Rainald von Dassel, der Kanzler Friedrichs.
Um seine Handlungsweisen und Denkmuster während seiner Kanzlerzeit besser zu verstehen, beschäftige ich mich im ersten Teil meiner Arbeit mit der Person Rainald, seiner Zeit vor 1156, dem Jahr, in dem er zum Kanzler aufstieg, sowie seinem Verhältnis zur Kunst.
Im zweiten Abschnitt gehe ich auf seine Positionen, er war neben seiner Tätigkeit als Kanzler auch Erzbischof von Köln, ein und beschreibe in Bezug auf diese sein Verhältnis zu Friedrich und zur Kirche.
Der dritte und vierte Teil behandelt seine Kanzlerjahre. Zum Großteil chronologisch werden die das Kaiserreich betreffenden wichtigen politischen Ereignisse aufgelistet und die Rolle, die Rainald dabei spielte, näher beleuchtet.
Bei der Auswahl der Literatur benutzte ich als Leitfaden „Das Zeitalter Barbarossas“ von Cartellieri. Speziell auf Rainald bezieht sich Diederichs „Ein Kanzler Barbarossas“. Weitere Literatur, die ich zur Ergänzung bei verschiedenen Ereignissen benutze, entnehmen Sie bitte dem Literaturverzeichnis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2

2.1 Rainald vor 1156

2.2 Zur Person

2.3 Rainald und die Kunst

3

3.1 Rainald, der Kanzler

3.2 Verhältnis zu Friedrich Barbarossa

3.3 Rainald als Erzbischof von Köln

3.4 Rainalds Verhältnis zur Kirche

4

4.1 Reichstag in Besancon 1157

4.2 Italienfeldzug 1158

4.3 Doppelwahl des Papstes 1159 - Ausbruch des Schismas

4.4 Zerstörung Mailands - Einnahme der Lombardei

a) Das gescheiterte Treffen auf der Saônebrücke – Verhältnis zu Frankreich

5

5.1 Fortsetzung des Schismas - Papstwahl 1164

5.2 Reichstag in Würzburg 1165

5.3 Außenpolitik zu England

5.4 Heiligsprechung Karls des Großen

5.5 Romfeldzug 1167

5.6 Die Katastrophe vor Rom

6 Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert das Leben und Wirken von Rainald von Dassel als Kanzler unter Kaiser Friedrich Barbarossa, um seinen maßgeblichen Einfluss auf die deutsche Reichspolitik und seine Rolle im Konflikt zwischen Kaiser und Papsttum zu verdeutlichen.

  • Die Entwicklung Rainalds vor seinem Aufstieg zum Kanzleramt im Jahr 1156.
  • Rainalds strategische Rolle im kirchenpolitischen Schisma und dem Kampf gegen Alexander III.
  • Die diplomatischen Bemühungen Rainalds zur Festigung der kaiserlichen Macht in Italien.
  • Symbolpolitische Maßnahmen wie die Heiligsprechung Karls des Großen.
  • Die Analyse von Rainalds Verhältnis zum Kaiser sowie zu europäischen Mächten wie England und Frankreich.

Auszug aus dem Buch

4.1 Reichstag in Besancon 1157

Anläßlich des Falls Eskils erhob die päpstliche Gesandtschaft Beschwerde auf dem Reichstag. Vorgefallen war folgendes: Der Papstfreund Eskil von Lund wurde auf seiner Heimreise von Rom nach Dänemark in Burgund ausgeplündert und ins Gefängnis geworfen, worauf Kaiser Friedrich aber nichts unternahm und der Papst, zu dem Zeitpunkt Hadrian IV., äußerst ungehalten war.

Rainald trägt nun in Besancon die Übersetzung eines päpstlichen Schreibens vor, wobei er das doppeldeutige Wort beneficium mit Lehen anstatt mit Wohltat übersetzt. Dadurch wird die Kaisergewalt als Lehen der Kirche bezeichnet. Daraufhin rief Roland von Siena, der spätere Papst Alexander III, in die Runde: „Von wem hat der Kaiser die Krone, wenn nicht vom Papste?“ Dadurch war eine mißverständliche Deutung der streitsüchtigen Absicht Hadrians nicht mehr möglich und ein lauter Sturm der Entrüstung entbrannte, wobei Pfalzgraf Otto von Wittelsbach sogar mit gezücktem Schwert auf die päpstlichen Legaten losging, aber noch zurückgehalten werden konnte.

Die Legaten wurden darauf angehalten auf kürzestem Weg nach Rom zurückzukehren, wo sie vom Papst Gegenmaßnahmen verlangten. Hadrian antwortete Ende 1157 und schrieb an die deutschen Erzbischöfe und Bischöfe, in denen er die Haltung des Kaisers beklagt und sie ermahnt, dafür zu sorgen, dass Rainald und Otto von Wittelsbach zu einer öffentlichen Genugtuung veranlaßt werden sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Person Rainald von Dassel und Erläuterung des methodischen Vorgehens sowie der verwendeten Literatur.

2: Untersuchung der frühen Jahre Rainalds, seiner Persönlichkeitsmerkmale und seiner Verbindung zur Dichtkunst.

3: Beleuchtung der Amtszeit Rainalds als Kanzler und Erzbischof von Köln sowie seines engen Verhältnisses zum Kaiser und der Kirche.

4: Historische Aufarbeitung der politischen Krisen ab 1157, inklusive des Reichstags von Besancon und des Beginns des Schismas.

5: Dokumentation der späten Kanzlerjahre, die von der Fortsetzung des Schismas und dem Romfeldzug 1167 geprägt waren.

6 Schluss: Reflexion über Rainalds Rolle als richtungsweisenden Faktor der kaiserlichen Politik und die Folgen seines Todes.

Schlüsselwörter

Rainald von Dassel, Friedrich Barbarossa, Kaiserreich, Papsttum, Schisma, Reichstag, Kanzler, Italienfeldzug, Erzbischof von Köln, Alexander III., Paschalis III., Reichspolitik, Mittelalter, Diplomatie, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Bedeutung von Rainald von Dassel als Kanzler des Kaisers Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die kaiserliche Italienpolitik, das langjährige Schisma zwischen Kaiser und Papst sowie die Rolle Rainalds als einflussreicher Berater und Diplomat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Rainalds Einfluss auf die politische Entwicklung des deutschen Kaisertums und seine Handlungsweisen während der Kanzlerjahre aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-chronologische Untersuchung, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur zum Zeitalter Barbarossas basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch in die Jahre vor 1156, die Tätigkeit als Kanzler, die Reichstage, diplomatische Missionen nach England und Frankreich sowie die militärischen Feldzüge in Italien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schisma, Reichskanzler, Kirchenpolitik, Kaisermacht und diplomatische Intrigen charakterisiert.

Wie wirkte sich Rainalds eigenmächtiges Handeln aus?

Sein oft eigenmächtiges und kompromissloses Handeln trug entscheidend zur Profilierung der Reichspolitik bei, erschwerte jedoch gleichzeitig diplomatische Ausgleiche mit dem Papsttum.

Warum war die Heiligsprechung Karls des Großen so bedeutend?

Sie diente als Propagandainstrument, um Friedrich Barbarossa in die Tradition Karls des Großen zu stellen und den kaiserlichen Anspruch auf Rom symbolisch zu unterstreichen.

Welchen Einfluss hatte der Tod Rainalds auf die Politik Barbarossas?

Sein Tod durch die Malaria-Epidemie vor Rom stoppte die Umsetzung seiner politischen Ziele und zwang den Kaiser langfristig zu einer Neuorientierung, die letztlich zum Frieden von Venedig führte.

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Details

Title
Rainald von Dassel
College
Technical University of Braunschweig  (Historisches Seminar, Mittelalterliche Geschichte)
Course
Staufer und Welfen
Grade
2,5
Author
Stefan Schusterbauer (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V120988
ISBN (eBook)
9783640253142
Language
German
Tags
Rainald Dassel Staufer Welfen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Schusterbauer (Author), 2002, Rainald von Dassel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120988
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