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Theorie und Praxis von Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel der Londoner Congestion Charge

Titre: Theorie und Praxis von Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel der Londoner Congestion Charge

Dossier / Travail , 2005 , 22 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Stephan Ester (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie Economique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die wachsende Verkehrsbelastung in Großstädten ist ein nicht zu unterschätzendes Problem. Hohe Verkehrsdichte, ständige Staus, Lärmentwicklung und starke Luftverschmutzung stellen nicht nur eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität dar, sondern führen auch zu einem beträchtlichen Effizienzverlust für die Wirtschaft einer Stadt. Sie verschwenden Energie und Millionen Arbeitsstunden und machen die City für Kunden und Firmen unattraktiver. Von daher ist es für betroffene Städte unverzichtbar, ihren Straßenverkehr zu reduzieren oder zumindest effektiver zu steuern. Eine von vielen Ökonomen favorisierte Methode ist dabei die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren. In London, dessen Innenstadt unter besonders hoher Verkehrsbelastung zu leiden hatte, wurde mit der Congestion Charge im Februar 2003 erstmals in Europa eine solche Gebühr eingeführt.

Ziel dieser Arbeit ist, die empirische Stichhaltigkeit und praktische Anwendbarkeit der theoretischen Grundlagen von Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel Londons zu überprüfen, um die Möglichkeiten und etwaige Grenzen dieser Form der Verkehrspolitik aufzuzeigen. Hierzu werde ich in Kapitel 2 zunächst die Ausgangslage vor Einführung der Gebühr darstellen und kurz auf die historischen und ökonomischen Ursachen der Londoner Verkehrsproblematik eingehen. In Kapitel 3 werden ich die theoretischen Grundlagen von Straßenbenutzungsgebühren darstellen und erläutern. Dabei werde ich in 3.1. die ökonomischen Zusammenhänge erläutern, um in 3.2. die in der Theorie zu erwartenden Effekte zu beschreiben und die mögliche Funktionsweise eines Gebührensystems darzustellen. Kapitel 4 behandelt die Londoner Congestion Charge. In 4.1. werde ich zunächst auf die Funktionsweise des Londoner Systems eingehen, während 4.2. der Beschreibung der bisherigen Auswirkungen dient. In Kapitel 5 werde ich schließlich die Ergebnisse der Londoner Praxis den theoretischen Annahmen aus Kapitel 3 gegenüberstellen. Hierbei wird von Interesse sein, inwieweit die getroffenen Maßnahmen den Empfehlungen der Wissenschaft entsprechen und ob die empirischen Ergebnisse die theoretischen Vorhersagen tatsächlich untermauern. Außerdem werde ich auf die mögliche Anwendbarkeit von Straßenbenutzungsgebühren über London hinaus eingehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Londoner Verkehrsproblematik

3. Theoretische Grundlagen

3.1. Das Prinzip von Straßenbenutzungsgebühren

3.2. Wie sollte eine Gebühr implementiert werden?

4. Das London Congestion Charging Scheme

4.1. Congestion Charge: Implementierung und Funktionsweise

4.2. Empirische Ergebnisse

5. Bewertung / Fazit

6. Bibliografie

7. Abbildungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel der Arbeit ist es, die empirische Stichhaltigkeit und praktische Anwendbarkeit theoretischer Konzepte zu Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel des Londoner Modells zu evaluieren, um Möglichkeiten und Grenzen dieser verkehrspolitischen Maßnahme aufzuzeigen.

  • Historische und ökonomische Analyse der Londoner Verkehrsproblematik
  • Darstellung theoretischer Modelle zur Effizienzsteigerung durch Gebühren
  • Detaillierte Untersuchung der Funktionsweise und Implementierung der London Congestion Charge
  • Empirische Bewertung der Auswirkungen auf Verkehrsfluss, Umwelt und Ökonomie

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Prinzip von Straßenbenutzungsgebühren

Sowohl O’Sullivan (2003) als auch Glaister und Graham (2004) gehen in ihrem Modell davon aus, dass jedes Individuum seine Entscheidung mit dem Auto zu fahren in Abhängigkeit seiner gesamten Fahrtkosten (Treibstoffkosten, Kfz-Steuern, Opportunitätskosten der Fahrzeit usw.) trifft. Darüber hinaus erzeugt jeder Verkehrsteilnehmer zusätzliche soziale Kosten, indem er beispielsweise den Verkehr verlangsamt, zur Luftverschmutzung und Lärmentwicklung beiträgt, das Unfallrisiko erhöht und den Straßenbelag abnutzt. Abbildung 1 illustriert, wie eine Gebühr in diesem Modell die Gesamtwohlfahrt steigern kann. Autofahrer werden die Straße so lange benutzen, wie ihr Grenznutzen größer ist als ihre privaten Grenzkosten. In einem Gleichgewicht ohne Gebühren entspricht die Nachfrage x0 daher genau den privaten Grenzkosten (Punkt A). Bei ihrer Entscheidung ignorieren die Fahrer allerdings die von ihnen verursachten externen Effekte. Die sozialen Grenzkosten liegen daher überhalb des Grenznutzens (Punkt D); das Gleichgewicht ist damit gesamtwirtschaftlich gesehen ineffizient.

Ein gesamtwirtschaftlich effizientes Gleichgewicht ist dagegen gegeben, wenn der soziale Grenznutzen den sozialen Grenzkosten entspricht (Punkt C). Dieser Punkt kann durch eine Gebühr erreicht werden, die der Differenz von sozialen und privaten Grenzkosten bei entsprechendem Verkehrsvolumen entspricht, in der Abbildung die Differenz von C und B. Die sozialen Grenzkosten werden somit in die privaten Grenzkosten integriert und die optimale Anzahl an Fahrzeugen generiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Problematik des städtischen Verkehrsaufkommens und umreißt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Die Londoner Verkehrsproblematik: Dieses Kapitel analysiert die historischen Ursachen der verstopften Londoner Straßen und die strukturellen Defizite in der damaligen Verkehrsplanung.

3. Theoretische Grundlagen: Hier werden ökonomische Modelle zur Effizienzsteigerung durch Straßenbenutzungsgebühren dargelegt und Anforderungen an deren Implementierung formuliert.

4. Das London Congestion Charging Scheme: Das Kapitel beschreibt die konkrete Einführung, die Funktionsweise sowie die empirisch messbaren Resultate des Londoner Systems.

5. Bewertung / Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, einem Abgleich mit den theoretischen Modellen und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

6. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

7. Abbildungen: Zusammenstellung der grafischen Darstellungen und Datenblätter zum Londoner Verkehrssystem.

Schlüsselwörter

Straßenbenutzungsgebühren, Congestion Charge, London, Verkehrsplanung, Stau, Ökonomie, Effizienz, Verkehrspolitik, ÖPNV, Infrastruktur, soziale Kosten, Fahrzeugaufkommen, Mobilität, Verkehrssteuerung, Umverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung von Straßenbenutzungsgebühren anhand des Fallbeispiels der Londoner Congestion Charge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die ökonomische Effizienz von Gebührensystemen, die Ursachen städtischer Verkehrsprobleme und die empirische Analyse der Auswirkungen in London.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung der praktischen Anwendbarkeit theoretischer Modelle zur Verkehrssteuerung und die Aufdeckung von Möglichkeiten sowie Grenzen dieser Form der Verkehrspolitik.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse ökonomischer Modelle (u.a. O’Sullivan, Glaister & Graham) sowie eine Auswertung empirischer Daten von Transport for London.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Verkehrssituation in London, die theoretische Herleitung der Gebührenprinzipien und die detaillierte Vorstellung der Londoner Congestion Charge mitsamt ihrer ökonomischen und sozialen Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Straßenbenutzungsgebühren, Congestion Charge, Verkehrssteuerung und ökonomische Effizienz charakterisieren.

Hat die Gebühr in London tatsächlich zu weniger Staus geführt?

Ja, laut den empirischen Ergebnissen hat sich das Stauaufkommen innerhalb der Charging Zone seit Einführung der Gebühr um durchschnittlich 30 % reduziert.

Welchen Einfluss hat die Gebühr auf die lokale Wirtschaft in London?

Es gibt keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Wirtschaftslage; die Zahl der Unternehmen und die Einzelhandelsumsätze unterliegen Trends, die äquivalent zum restlichen Stadtgebiet verlaufen.

Warum wird ein Teil der Einnahmen in den ÖPNV reinvestiert?

Dies dient der Kompensation der Autofahrer und ist gesetzlich vorgeschrieben, um eine effiziente Verkehrsinfrastruktur im Großraum London sicherzustellen.

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Résumé des informations

Titre
Theorie und Praxis von Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel der Londoner Congestion Charge
Université
University of Mannheim  (Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie)
Cours
Stadtökonomie
Note
1.0
Auteur
Stephan Ester (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
22
N° de catalogue
V120996
ISBN (ebook)
9783640254347
ISBN (Livre)
9783640254552
Langue
allemand
mots-clé
Straßenbenutzungsgebühren London Congestion Charge Verkehrspolitik Stadtökonomie Road Pricing Verkehrsmanagement
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stephan Ester (Auteur), 2005, Theorie und Praxis von Straßenbenutzungsgebühren am Beispiel der Londoner Congestion Charge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/120996
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Extrait de  22  pages
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