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Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Unternehmensbewertung

Title: Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Unternehmensbewertung

Bachelor Thesis , 2008 , 34 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Tobias Faltin (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Zielsetzung von Unternehmensbewertungen ist die Ermittlung von Unternehmenswerten zu unterschiedlichen Anlässen. Auf die Grundlagen und Anlässe der Unternehmensbewertung wird im weiteren Verlauf der Arbeit detaillierter eingegangen, sie sind jedoch nicht zentraler Bestandteil der Untersuchung.
Die Besteuerung nimmt in diesem Zusammenhang eine fokussierende Rolle ein, da ein geschicktes Ausnutzen der steuerlichen Bewertungsmöglichkeiten den Unternehmenswert erheblich beeinflussen kann.
Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 sind daher gravierende Veränderungen in den Bewertungstheorien zu erwarten, insbesondere ausgelöst durch die Einführung einer Zinsschranke, Senkung der Körperschaftsteuer und die Einführung einer Abgeltungsteuer (ab Januar 2009). Inwieweit diese Veränderungen Auswirkungen auf die Unternehmensbewertungspraxis haben, soll im weiteren Verlauf untersucht und abschließend übersichtlich dargestellt werden. Dass sich eine Anpassung der Gesetzgebung im Rahmen der Besteuerung erheblich auf den Unternehmenswert ausdrücken kann, wurde mit Einführung des Halbeinkünfteverfahrens und der damit verbundenen Ablösung
des körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahren zum Januar 2002 bereits deutlich.

Das Hauptziel der Unternehmenssteuerreform 2008 ist neben der Erhöhung der Standortattraktivität für den Standort Deutschland, eine „weitgehende Finanzierungsneutralität“, sowie die Einschränkung der (steuerlichen) Gestaltungsmöglichkeiten.

Da sich der Unternehmenswert erst aus den
Bedürfnisbefriedigungsoptionen auf der Seite der Anteilseigner ergibt, können sich die genannten Änderungen in erheblichem Maße auf den Wert der Unternehmung auswirken. Die zentrale Fragestellung muss also sein, in welchem Ausmaß sich die Reform der Unternehmenssteuer 2008 auf die
Input-Faktoren bei Unternehmensbewertungen auswirkt und ob diese gravierende Folgen für die weitere Bewertungspraxis hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Umfang der Untersuchung

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung

3 Hauptaspekte der Unternehmenssteuerreform

3.1 Zinsschranke

3.1.1 Aufbau der Zinsschranke

3.1.2 Ausnahmen von der Zinsschranke

3.2 Senkung der Steuersätze

3.2.1 Senkung der Körperschaftsteuer

3.2.2 Änderungen bei der Gewerbesteuer

3.3 Abgeltungsteuer

3.4 Weitere Regelungen

4 Unternehmensbewertung nach Maßgabe der Unternehmenssteuerreform 2008

4.1 Zeitpunkt der Gesetzesänderung

4.2 Steuerbelastung von Eigenkapitalgeber-Einkünften

4.2.1 Kapitalgesellschaftsebene

4.2.2 Anteilseignerebene

4.3 Steuerbelastung von Fremdkapitalgeber-Einkünften

4.3.1 Steuerersparnis

4.4 Höhe des Diskontierungszinssatzes

4.4.1 Grundlagen

4.4.2 Tax-Shield

4.5 Konsequenz für den Unternehmenswert

5 Zusammenfassung

6 Kommentare der Industrie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Praxis der Unternehmensbewertung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der steuerrechtlichen Analyse, um zu ermitteln, inwieweit die gesetzlichen Änderungen die zentralen Input-Faktoren von Bewertungsverfahren beeinflussen und ob diese Reformen zu einer nachhaltigen Veränderung in der Bewertungspraxis führen.

  • Einführung einer Zinsschranke zur Begrenzung des Betriebsausgabenabzugs bei Zinsaufwand.
  • Senkung der Steuersätze für Körperschaft- und Gewerbesteuer.
  • Einführung der Abgeltungsteuer als pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen.
  • Analyse der Auswirkungen dieser Änderungen auf das Tax-Shield und den Diskontierungszinssatz.
  • Überprüfung der Relevanz für den Unternehmenswert anhand aktueller Bewertungsmodelle.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Aufbau der Zinsschranke

Die Zinsschranke verringert den Betriebsausgabenabzug direkt auf Unternehmensebene und ist unmittelbar an die Zinsaufwendungen in Abhängigkeit zu dem erwirtschafteten Gewinn gekoppelt. Die Einführung der Zinsschranke sieht einen Abzug der Zinsaufwendungen in Höhe der Zinserträge desselben Geschäftsjahres vor, jedoch einen maximalen Zinsabzug in Höhe von 30% des steuerlichen EBITDA. Zinsaufwendungen, die über diese Betrag hinaus gehen, sind zeitlich unbegrenzt als Zinsvortrag in die Folgejahre zu übernehmen verrechnet zu werden. Das folgende Beispiel stellt die Wirkung der Zinsschranke vereinfacht dar.

Es sei zu sagen, dass für obiges Beispiel vereinfachende Annahmen getroffen werden. So sind Zinsaufwendungen existent, jedoch liegen keine Zinserträge oder Abschreibungen vor. Bei Vorliegen von Zinsaufwendungen und Zinserträgen, wird der Saldo, also die Differenz für die Zinsschranke zur Grundlage der Bemessung.

Werden über die Grenzen der Zinsschranke hinausgehende Zinsaufwendungen als Zinsvortrag in das nächste Wirtschaftsjahr übernommen, so erhöhen sie in diesem die Zinsaufwendungen, ohne den maßgeblichen Gewinn gleichbedeutend zu beeinflussen. Unter bestimmten Voraussetzungen, können diese Zinsvorträge allerdings dezimiert oder vollständig eliminiert werden. So ist der Zinsvortrag u.a. nicht geschützt vor Aufgabe, Fusion oder Übertragung. Bei Kapitalgesellschaften kann der Zinsvortrag im Rahmen der Anteilsübertragung verloren gehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der steuerlichen Reformen auf Unternehmensbewertungen zu untersuchen und die zentrale Fragestellung der Reformrelevanz für die Praxis darzulegen.

2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Dieses Kapitel skizziert die methodischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, insbesondere die Relevanz der Steuerbereinigung für die Bestimmung von Zukunftswerten.

3 Hauptaspekte der Unternehmenssteuerreform: Hier werden die Kernelemente der Reform wie die Zinsschranke, die Steuersatzsenkungen und die Abgeltungsteuer detailliert dargestellt und analysiert.

4 Unternehmensbewertung nach Maßgabe der Unternehmenssteuerreform 2008: Dieses Kapitel überträgt die Reformaspekte auf die Bewertungspraxis, analysiert die Auswirkungen auf den Diskontierungszins und das Tax-Shield.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert die Expertenmeinungen zur langfristigen Bewertungsneutralität der Reform.

6 Kommentare der Industrie: Dieses Kapitel führt verschiedene Expertenstimmen aus der Wirtschaft auf, die kritisch auf die neuen steuerlichen Rahmenbedingungen reagieren.

Schlüsselwörter

Unternehmenssteuerreform, Unternehmensbewertung, Zinsschranke, Abgeltungsteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Discounted Cash Flow, WACC, Kapitalkosten, Tax-Shield, Eigenkapital, Fremdkapital, Besteuerung, Steuerplanung, Bewertungspraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert die steuerrechtlichen Änderungen durch die Unternehmenssteuerreform 2008 und deren Auswirkungen auf die Bewertung von Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Einführung der Zinsschranke, die Senkung der Unternehmenssteuersätze sowie die Einführung der Abgeltungsteuer auf privater Ebene.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage ist, in welchem Ausmaß sich die Reform der Unternehmenssteuer 2008 auf die Input-Faktoren bei Unternehmensbewertungen auswirkt und ob diese gravierende Folgen für die Bewertungspraxis hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine steuerrechtliche Analyse der Gesetzgebung, um diese auf finanzmathematische Bewertungsmodelle wie das DCF-Verfahren oder das WACC-Konzept zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Steuerreform sowie der praktischen Anwendung dieser Änderungen auf die Ermittlung des Unternehmenswertes und des Diskontierungszinssatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Unternehmenssteuerreform, Unternehmensbewertung, Zinsschranke, Abgeltungsteuer und Kapitalkosten.

Was besagt die neue Zinsschranke konkret?

Die Zinsschranke begrenzt den steuerlichen Abzug von Zinsaufwendungen auf 30% des steuerlichen EBITDA, wobei Zinsüberschüsse über diese Grenze hinaus als Zinsvortrag in Folgejahre übertragen werden können.

Wie wirkt sich die Reform auf den Diskontierungszinssatz aus?

Die Reform führt durch pauschalierte Steuersätze (Abgeltungsteuer) zu einer Veränderung im Nachsteuer-CAPM, was wiederum den Diskontierungszins und die Marktrisikoprämie beeinflusst.

Was bedeutet die "Escape-Klausel" im Rahmen der Zinsschranke?

Die Escape-Klausel ermöglicht es Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen, wie etwa bei Einhaltung der Eigenkapitalquote oder Unterschreitung von Freigrenzen, von der Zinsschranke befreit zu werden.

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Details

Title
Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Unternehmensbewertung
College
University of Hamburg  (Department Wirtschaft und Politik)
Grade
1,00
Author
Tobias Faltin (Author)
Publication Year
2008
Pages
34
Catalog Number
V121073
ISBN (eBook)
9783640254002
ISBN (Book)
9783640254194
Language
German
Tags
Auswirkungen Steuern Unternehmensbewertung Bachelor Unternehmen Steuerreform 2008 Abgeltungssteuer Verfahren Steuerrecht BWL FInanz- und Rechnungswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Faltin (Author), 2008, Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008 auf die Unternehmensbewertung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121073
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