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Was ist der "Trilaterale Wattenmeerplan" und wie wurde der Zuständigkeitsbereich abgegrenzt?

Vergleich mit dem Niedersächsischen Wattenmeer-Nationalpark

Title: Was ist der "Trilaterale Wattenmeerplan" und wie wurde der Zuständigkeitsbereich abgegrenzt?

Term Paper (Advanced seminar) , 1999 , 22 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Schöll (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Schon vor mehr als zwanzig Jahren erkannte man die weltweit einmalige ökologische Besonderheit des Wattenmeeres und daß es als solches möglichst unbeeinflußt für die Nachwelt erhalten werden muß. Zu diesem Zweck versuchte man, auf politischem Wege eine Regulierung der Beeinflussung dieses empfindlichen Lebensraumes durch den Menschen zu bewirken. So wurde der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer eingerichtet und mit dem Trilateralen Wattenmeerplan, an dem die drei Anrainer-Staaten des Wattenmeeres, Deutschland, Dänemark und die Niederlanden gemeinsam mitschrieben, eine Kompromißebene zum Schutz des Wattenmeeres geschaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Trilaterale Wattenmeerplan

2.1 Der Inhalt des Trilateralen Wattenmeerplans

2.2 Die Prinzipien des Wattenmeerplans

2.3 Die Struktur des Wattenmeerplans

3. Die Esbjerg Konferenz

4. Die Leeuwarden Konferenz

4.1 Die Abgrenzung des Zuständigkeitsbereiches des Trilateralen Kooperationsgebietes

4.2 Die Trilaterale Zusammenarbeit der Regionen

5. Die Konferenz von Stade

6. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

7. Das Gebiet des Nationlaparks Niedersächsisches Wattenmeer

8.Vergleich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer mit dem Trilateralen Kooperations gebiet des Wattenmeerplans

9. Aktuelle Diskussionen und Entwicklungen

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Trilateralen Wattenmeerplan als Instrument zum Schutz des Wattenmeer-Ökosystems und untersucht dabei die Abgrenzung der Zuständigkeitsbereiche im Vergleich zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, um die Effektivität und Verbindlichkeit dieser Schutzmaßnahmen zu bewerten.

  • Trilateraler Wattenmeerplan: Struktur, Prinzipien und Genese
  • Regionale und internationale Kooperationsstrukturen
  • Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Abgrenzung und Zonierung
  • Vergleich der Schutzkonzepte (national vs. trilateral)
  • Konfliktfelder zwischen Naturschutz und wirtschaftlichen Interessen

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Prinzipien des Wattenmeerplans

Das Leitprinzip des Planes, wie es in Artikel 1 der Esbjerg-Erklärung steht, ist es, ein Ökosystem zu erreichen, das sich selbst erhalten kann, natürlich ist und in dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Dem Leitprinzip entsprechend bilden die gemeinsamen Ziele des Plans den Schwerpunkt, wobei eine aktive Unterstützung der zuständigen Behörden, Interessenverbänden und der ortsansässigen Bevölkerung Grundvoraussetzung ist.

Dazu wurden sieben Managementprinzipien erstellt, nach denen verfahren werden sollte:

• Das Prinzip der sorgfältigen Entscheidungsfindung (Entscheidungen sollen auf der Grundlage der besten zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden).

• Das Vermeidungsprinzip (Aktivitäten, die Gefahrenpotential für das Wattenmeer bieten, sollen vermieden werden).

• Das Vorsorgeprinzip (Für das Wattenmeer möglicherweise gefährliche Tätigkeiten sollen gar nicht erst durchgeführt werden).

• Das Verlagerungsprinzip (Aktivitäten, die das Wattenmeer schädigen würden, sollen nicht in diesem Bereich durchgeführt werden).

• Das Ausgleichsprinzip (Entstandene Schäden sollen ausgeglichen wieder gut gemacht werden).

• Das Wiederherstellungsprinzip (Teile des Wattenmeeres, die nicht mehr im ursprünglichen Zustand sind, sollen nach Möglichkeit wieder hergestellt werden).

• Das Prinzip des Standes der Technik und der besten Umweltpraxis (Um Maßnahmen durchzuführen, soll man auf die bestmögliche technische und umweltfreundlichste Methode zurückgreifen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit des Schutzes des Wattenmeeres und die Entwicklung politischer Instrumente zur Regulierung menschlicher Einflüsse.

2. Der Trilaterale Wattenmeerplan: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, die Verwaltungsstruktur sowie die Managementprinzipien des länderübergreifenden Schutzplans.

3. Die Esbjerg Konferenz: Hier wird der erste Entwurf des Wattenmeerplans und die ministerielle Vereinbarung zum gemeinsamen Schutz des Ökosystems beschrieben.

4. Die Leeuwarden Konferenz: Der Fokus liegt auf der Etablierung des Trilateralen Kooperationsgebiets und der notwendigen Zonierung des komplexen Ökosystems.

5. Die Konferenz von Stade: Dieses Kapitel behandelt die Fortschreibung des Plans, bei der erstmals konkrete Verbote anstelle von reinen Empfehlungen traten.

6. Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: Es wird die Einrichtung des Nationalparks, seine ökologischen Schlüsselfunktionen und seine Verwaltung dargelegt.

7. Das Gebiet des Nationlaparks Niedersächsisches Wattenmeer: Die geografische Ausdehnung, die Zonierung und die regionale Abgrenzung des Nationalparks werden hier analysiert.

8.Vergleich des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer mit dem Trilateralen Kooperations gebiet des Wattenmeerplans: Hier werden die unterschiedlichen Grenzziehungsansätze (behördlich vs. ökologisch) einander gegenübergestellt.

9. Aktuelle Diskussionen und Entwicklungen: Das Kapitel reflektiert aktuelle rechtliche Änderungen, Nutzungsverbote und die Konflikte um wirtschaftliche Infrastrukturprojekte.

10. Fazit: Zusammenfassende kritische Würdigung der Wirksamkeit des Wattenmeerplans angesichts ökonomischer Interessen und mangelnder rechtlicher Verbindlichkeit.

Schlüsselwörter

Wattenmeer, Trilateraler Wattenmeerplan, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, Naturschutz, Managementprinzipien, Interregionale Kooperation, Esbjerg Konferenz, Leeuwarden Konferenz, Stade Konferenz, Zonierung, Ökosystem, Küstenschutz, Nachhaltige Nutzung, Geografie, Umweltpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenwirken zwischen dem trilateralen Schutzansatz für das Wattenmeer und dem spezifisch niedersächsischen Nationalpark-Modell.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Trilateralen Wattenmeerkonferenzen, die Managementprinzipien, die räumliche Abgrenzung von Schutzgebieten und die daraus resultierenden Konflikte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Status des Trilateralen Wattenmeerplans als rechtlich unverbindliches Instrument zu analysieren und zu prüfen, wie effektiv dieser den Schutz des Wattenmeeres im Vergleich zu nationalen Regelungen gewährleistet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse politischer Dokumente, Konferenzbeschlüsse und der Auswertung von Fachberichten sowie regionalen Diskursen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der chronologischen Entwicklung der trilateralen Konferenzen, die spezifische Betrachtung des niedersächsischen Nationalparks und einen vergleichenden Abschnitt zu den Abgrenzungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wattenmeerplan, Naturschutz, Ökosystemmanagement, Zonierung und politische Kooperation definiert.

Wie wird das Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Wirtschaft bewertet?

Das Fazit der Arbeit zeigt, dass wirtschaftliche Interessen, wie etwa durch Hafenprojekte oder Erdgasförderung, oft Vorrang gegenüber den Zielen des Wattenmeerplans erhalten, was dessen Glaubwürdigkeit einschränkt.

Was zeichnet die Zonierung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer aus?

Die Zonierung unterteilt das Gebiet in Ruhe-, Zwischen- und Erholungszonen, um eine Balance zwischen strengem Naturschutz und touristischer Nutzung zu ermöglichen.

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Details

Title
Was ist der "Trilaterale Wattenmeerplan" und wie wurde der Zuständigkeitsbereich abgegrenzt?
Subtitle
Vergleich mit dem Niedersächsischen Wattenmeer-Nationalpark
College
University of Hannover  (Geographisches Seminar)
Course
Regionalisierung
Grade
1
Author
Thomas Schöll (Author)
Publication Year
1999
Pages
22
Catalog Number
V12109
ISBN (eBook)
9783638180856
ISBN (Book)
9783656069287
Language
German
Tags
Wattenmeer Wattenmeerplan trilateraler Wattenmeerplan Nordsee Küste Nationalpark Leeuwarden Konferenz Stade Esbjerk Konferenz Niedersachsen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Schöll (Author), 1999, Was ist der "Trilaterale Wattenmeerplan" und wie wurde der Zuständigkeitsbereich abgegrenzt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12109
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