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Die Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union

Título: Die Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union

Trabajo Escrito , 2007 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Christoph Kern (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Die Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) ist Bestandteil der ersten Säule der Europäischen Union, die Säule umfasst neben der Wirtschafts- und Währungsunion auch Angelegenheiten des gemeinsamen Markts, einer gemeinsamer Agrarpolitik und anderen Aufgaben der wirtschaftlichen Integration. Dies bekräftigt die wichtige Stellung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) als einen wesentlichen Bestandteil der Europäischen Union und ist damit das große finanzpolitische Integrationsprojekt der Neunziger Jahre. Durch die Übertragung der Finanzhoheit auf die Europäische Union wurden nationale Interessen überwunden und die ökonomische Integration der Europäischen Staaten vorangebracht. Das große Ziel war die Schaffung eines Marktes mit einer einheitlichen Währung, um Europa gegenüber den Konkurrenten wie den USA, Japan und China zu stärken. Dabei galten die Vereinigten Staaten von Amerika als Vorbild, denn mit ihren 50 Staaten existiert eine Währungsunion mit wirtschaftlich heterogenen Teilstaaten.1 Ebenfalls anvisiert wurde die feste Verankerung des vereinten Deutschlands ins europäische Gefüge. Welche Interessen der Europäischen Staaten führten zur Idee einer Wirtschafts- und Währungsunion? Wie gestalteten sich die Durchführung und die Umsetzung dieser? Mit diesen Fragen wird sich diese Arbeit auseinandersetzen. Des Weiteren wird betrachtet, welche Ziele die Europäische Union mit der Wirtschafts- und Währungsunion verfolgte und weiterhin verfolgt. Dazu wird im Folgenden die geschichtliche Entwicklung bis zur WWU dargestellt und die Durchführung der Wirtschafts- und Währungsunion veranschaulicht. Darüber hinaus wird der Stabilitäts- und Wachstumspakt unter dem Gesichtspunkt der ökonomischen Ziele der EU gezeigt. Wissenschaft und Politik sind der Meinung, dass die Wirtschafts- und Währungsunion eine große Errungenschaft für die Europäische Gemeinschaft ist.2 Dennoch wurden ebenfalls Stimmen laut, dass die Maastricht-Kriterien den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen anzugleichen sind sowie der Stabilitäts- und Wachstumspakt flexibler zu gestalten ist.3 Die Themenauswahl spiegelt die Literaturlage und die brisant diskutierten Themen der Wirtschafts- und Währungsunion der letzten Jahre wieder, vor allem im Zusammenhang mit der Diskussion um den Stabilitäts- und Wachstumspakt im Verlauf des Defizitverfahrens gegen Deutschland 2003.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Ablauf zur Wirtschafts- und Währungsunion

3. Die drei Stufen/Phasen der Wirtschafts- und Währungsunion

4. Der Stabilitäts- und Wirtschaftspakt

4.1 Verfassungsrechtlicher Rahmen

4.2 Die Haushaltsüberwachung der EU-Länder

4.3 Das Defizitverfahren gegen Deutschland

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Umsetzung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) als zentrales Integrationsprojekt der Europäischen Union. Dabei werden die geschichtliche Entwicklung, die strukturellen Stufen der Implementierung sowie die Funktionsweise und Problematik des Stabilitäts- und Wachstumspaktes anhand der konkreten Anwendung – insbesondere am Beispiel des Defizitverfahrens gegen Deutschland – kritisch analysiert.

  • Historische Meilensteine von den Anfängen bis zur Euro-Einführung
  • Die drei Phasen der Wirtschafts- und Währungsunion
  • Mechanismen zur Überwachung der Haushaltsdisziplin
  • Die politische Rolle des Rates gegenüber der Kommission im Defizitverfahren
  • Herausforderungen einer koordinierten Wirtschaftspolitik

Auszug aus dem Buch

4.3 Das Defizitverfahren gegen Deutschland 2003

Bis zum Jahr 2001 stieg das deutsche Defizit bis auf 2,8% an, womit sich die Bundesrepublik der Drei-Prozentmarke bedenklich näherte. In Anbetracht dieser Entwicklung empfahl die Kommission Anfang 2002 dem Rat, einen „blauen Brief“ als frühzeitige Warnung an Deutschland herauszugeben, da die genannten Ziele nicht erreicht wurden und für das Jahr 2002 auch deutlich überschritten werden sollten. Doch der Rat vermied es im Jahr des Bundestagswahlkampfes eine Verwarnung an Deutschland auszusprechen. Die Bundesregierung stellte eine Defizitkorrektur in Aussicht, die bis 2004 zum Budgetausgleich führen sollte. Doch auch diese Versprechen konnte nicht eingehalten werden. Also wurde im Herbst 2002 durch die Kommission das neue Ziel 2006 ausgegeben. Der Rat übernahm diesen Vorschlag nicht. Aber man beschloss, dass die Länder mit einem Haushaltsdefizit dieses jährlich um mindestens einen halben Prozentpunkt verringern müssen.

Auf Empfehlung der Kommission im Januar 2003 ein „übermäßiges Defizit“ festzustellen, folgte der Rat Ende Januar dieser und eröffnete das Verfahren. Deutschland wurde darin verpflichtet, bis zum 21. Mai 2003 Maßnahmen einzuleiten, um eine weitere Verschuldung zu vermeiden. Die Bundesregierung versprach in der Ratssitzung die notwendigen Reformen durchzuführen und ihr Haushaltsdefizit jährlich um 0,5% zu verringern. Der damalige Finanzminister Hans Eichel leitete Schritte zur Verringerung des Defizits ein und die Kommission lobte Deutschland im Mai 2003 dafür. Doch die Konjunktur kam ins Stocken und ein das Defizit erreichte 2003 einen Wert von 3,8%.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die WWU als zentrales Integrationsprojekt der EU und skizziert die Fragestellung bezüglich der Interessen der Mitgliedstaaten sowie der Umsetzung der Währungsunion.

2. Geschichtlicher Ablauf zur Wirtschafts- und Währungsunion: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von ersten Anläufen wie dem Werner-Plan über das Europäische Währungssystem bis hin zur Finalisierung durch den Vertrag von Maastricht nach.

3. Die drei Stufen/Phasen der Wirtschafts- und Währungsunion: Hier werden die organisatorischen Schritte der WWU erläutert, von der Liberalisierung des Kapitalverkehrs bis zur Einführung des Euro als elektronisches Buchgeld und Bargeld.

4. Der Stabilitäts- und Wirtschaftspakt: Dieser Abschnitt analysiert das Regelwerk zur Haushaltsdisziplin, die Rolle der Kommission bei der Überwachung und den politischen Konflikt um das Defizitverfahren gegen Deutschland.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Währungsunion zwar weitgehend realisiert ist, die Wirtschaftsunion jedoch noch erhebliche Defizite aufweist und die politische Durchsetzungsfähigkeit der EU gegenüber den Mitgliedstaaten ein zentrales Problem bleibt.

Schlüsselwörter

Wirtschafts- und Währungsunion, Europäische Union, Euro, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Maastricht-Kriterien, Haushaltsdisziplin, Defizitverfahren, Europäische Zentralbank, Finanzpolitik, Konvergenz, Europäische Integration, Binnenmarkt, Rat der EU, Kommission, Preisstabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung und dem institutionellen Rahmen der Wirtschafts- und Währungsunion innerhalb der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Währungsunion, der stufenweise Aufbau des Systems sowie die Mechanismen und politischen Schwierigkeiten bei der Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspakts.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Interessen der EU-Staaten bei der Einführung der WWU zu beleuchten und zu bewerten, inwiefern die vereinbarten Haushaltsregeln in der Praxis – insbesondere im Konfliktfall – eingehalten werden konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von Dokumenten, Verträgen und der verfügbaren Fachliteratur zur ökonomischen Integration Europas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung, die Beschreibung der drei Phasen der WWU sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt und dem Defizitverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Wirtschafts- und Währungsunion, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Maastricht-Kriterien und das Defizitverfahren.

Warum war das Defizitverfahren gegen Deutschland so problematisch?

Das Verfahren illustriert das Machtungleichgewicht, da der Rat als politisches Gremium die Sanktionsvorschläge der Kommission aussetzte und somit die Glaubwürdigkeit des Regelwerks infrage stellte.

Welche Rolle spielt die Europäische Kommission im Vergleich zum Rat?

Die Kommission fungiert als Überwachungsinstanz mit Initiativrecht, ist jedoch bei der Durchsetzung von Sanktionen stark von den Entscheidungen im Rat abhängig, was ihre Handlungsmöglichkeiten einschränkt.

Hat der Stabilitäts- und Wachstumspakt zum Erfolg der Integration beigetragen?

Ja, in den ersten Jahren führte er zu einem hohen Disziplinierungsdruck, auch wenn die spätere flexible Auslegung bei großen Mitgliedstaaten wie Deutschland für Kritik sorgte.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
1,7
Autor
Christoph Kern (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
17
No. de catálogo
V121117
ISBN (Ebook)
9783640249947
ISBN (Libro)
9783640251957
Idioma
Alemán
Etiqueta
Wirtschafts- Währungsunion Europäischen Union
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Christoph Kern (Autor), 2007, Die Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121117
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