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Migration in Großbritannien nach der Dekolonisation des Indischen Subkontinents

Title: Migration in Großbritannien nach der Dekolonisation des Indischen Subkontinents

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Kern (Author)

History of Europe - European Postwar Period
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In Folge des Zweiten Weltkrieges fand eine starke Dekolonisation statt, von der alle Kolonialmächte gleichermaßen betroffen waren. Großbritannien, als bedeutendste Kolonialmacht, verlor nach und nach einen Großteil seiner Kolonien. Mit der Dekolonisation, vor allem durch die Unabhängigkeit des indischen Subkontinents 1947, verlor Großbritannien nicht nur eine ihrer wirtschaftlich bedeutendsten Kolonien, sondern sah sich auch dem Problem der Zuwanderung ausgesetzt. Die ehemalige Kolonialmacht war für auswandernde Inder und Pakistaner erstes Ziel, aufgrund der Erfahrungen während der Kolonialzeit und der wirtschaftlichen Attraktivität. Durch die zahlreiche Migration musste in Großbritannien Bestimmungen gefunden werden um auf die Folgen der Dekolonisation reagieren zu können. Wie aber sahen diese Einwanderungsbestimmungen aus und welche Auswirkungen hatten sie für England? Um diese Fragestellung umfassend zu beantworten wird die vorliegende Arbeit sich mit der Ausgangslage in England und dem indischen Subkontinent auseinandersetzen und im weiteren mit den entstehenden Einwanderungsgesetzen. Als letzten Schritt befasst sich die vorliegende Arbeit mit den Folgen der Migration und der rechtlichen Grundlagen sowie den Reaktionen der englischen Politik und Gesellschaft auf die Einwanderung. Statt sich den innenpolitischen Problemen zu widmen, konzentrierte sich Großbritannien viel mehr auf außenpolitische Situationen, wie ihre Stellung im weltpolitischen Kontext nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Höhe der Einwanderung und ihre Folgen für die englische Gesellschaft hatte Großbritanniens Politik völlig unterschätzt und sich erst zu spät mit der Migration intensiver auseinandersetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg

3. Dekolonisation und Migration des Indischen Subkontinents

4. Rechtliche Grundlagen der Migration nach Großbritannien

5. Auswirkungen der Migration in Großbritannien

6. Öffentliche Meinungen in Großbritannien

6.1 Meinungen in der Politik

6.2 Meinungen in der Bevölkerung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen der Dekolonisation des Indischen Subkontinents und der darauffolgenden Migrationsbewegung nach Großbritannien. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die britische Politik und Gesellschaft auf diese unerwartete Zuwanderung einstellten und welche rechtlichen sowie sozialen Auswirkungen dieser Prozess nach sich zog.

  • Historischer Kontext der Dekolonisation und des Commonwealth
  • Entwicklung britischer Einwanderungsgesetzgebung
  • Soziale Auswirkungen und Migrationsdebatten der 1950er bis 1970er Jahre
  • Konfliktlinien zwischen Politik, Bevölkerung und Immigranten
  • Etablierung eines Modells der multiethnischen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

3. Dekolonisation und Migration des Indischen Subkontinents

Der Zweite Weltkrieg setzte die Beziehungen zwischen London und den politischen Akteuren auf dem Subkontinent einer neuen Belastungsprobe aus, weil der Vizekönig Deutschland 1939, ohne Absprache mit London, die Kriegserklärung im Namen des Subkontinents erteilte. Daraufhin kündigte die Kongresspartei die Kooperation auf und zog sich auf dem Subkontinent aus den Provinzregierungen zurück. Doch der japanische Vorstoß und der Druck Washingtons ließen in London die Bereitschaft wachsen, den indischen Forderungen auf mehr Mitspracherecht entgegenzukommen.

Im Sommer 1942 wurde der Labour-Politiker Stafford Cripps nach Dehli entsandt und er unterbreitete dem Kongress ein Angebot des Dominionstatus nach Kriegsende, der aber auf Ablehnung stieß. Die Kongresspartei verschärfte daraufhin die Lage mit der Quit-India Kampagne: Im Zuge dieser Kampagne wurden durch die Behörden in Dehli tausende Kongressanhänger verhaftet. Nach dem Krieg und dem Wahlsieg der Labour-Party schienen die Zeichen auf eine schnelle Einigung zu stehen. Doch die Wahlen 1944/46 spiegelten die ethnische Spaltung des Subkontinents wieder und etablierten die Muslimliga, als Interessenvertretung der muslimischen Bevölkerung. Eine neue Kabinettsdelegation im Frühjahr 1946 sollte die Möglichkeit einer indischen Föderation ausloten, diese provozierte aber nur den Zorn der Muslimliga, die auf ein selbstständiges Pakistan beharrte. Als Folge rief die Muslimliga zum Protest auf und es kam zu Ausschreitungen zwischen den Parteien, bei denen in Kalkutta circa 5000 Menschen starben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Dekolonisation nach 1945 und die daraus resultierende Migrationsbewegung nach Großbritannien als zentrale Herausforderung für die britische Politik dar.

2. Großbritannien nach dem Zweiten Weltkrieg: Das Kapitel analysiert die geschwächte Position Großbritanniens als Wirtschaftsmacht und die Anfänge der Zuwanderung im Kontext von Arbeitskräftemangel und dem Entstehen des Commonwealth.

3. Dekolonisation und Migration des Indischen Subkontinents: Hier wird der politische Prozess der Unabhängigkeit Indiens und Pakistans detailliert dargestellt, der die Grundlage für die anschließende Auswanderung auf den Subkontinent bildete.

4. Rechtliche Grundlagen der Migration nach Großbritannien: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Gesetzesinitiativen, vom "British Nationality Act" bis zum "Immigrant Act", und deren Wirksamkeit bei der Steuerung der Migrationsströme.

5. Auswirkungen der Migration in Großbritannien: Die sozialen Spannungen, insbesondere die Unruhen von 1958, sowie die gesellschaftlichen Konflikte um Wohnraum und Integration werden hier beleuchtet.

6. Öffentliche Meinungen in Großbritannien: Das Kapitel kontrastiert die debattierfreudige politische Ebene mit den Ängsten und Vorurteilen innerhalb der Bevölkerung und beleuchtet die Rolle der Kirche.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der "mentalen Dekolonisation" und der Erkenntnis, dass sich Großbritannien trotz anfänglicher Verweigerung zu einer multiethnischen Gesellschaft entwickeln musste.

Schlüsselwörter

Dekolonisation, Großbritannien, Migration, Indischer Subkontinent, Commonwealth, Einwanderungspolitik, Integration, Rassismus, Arbeitsmigration, British Nationality Act, Multikulturalismus, soziale Konflikte, Identität, Nachkriegszeit, Minderheitenpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Dekolonisation des Indischen Subkontinents auf die Migrationsströme nach Großbritannien in der Zeit nach 1945.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die britische Politik und die Gesellschaft auf die unerwartete Zuwanderung reagierten und welche rechtlichen und sozialen Prozesse dadurch in Gang gesetzt wurden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind der historische Kontext des Empire-Endes, die gesetzgeberische Reaktion auf die Zuwanderung sowie die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Integration und Diskriminierung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse, die verschiedene Gesetzestexte, Regierungsberichte und zeitgenössische öffentliche Debatten auswertet.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen dem politischen Unwillen, sich als Einwanderungsland zu definieren, und dem faktischen Zuzug von Arbeitskräften aus den ehemaligen Kolonien.

Welche Keywords beschreiben das Werk am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Dekolonisation, Migration, Einwanderungspolitik, Multikulturalismus und die sozio-politische Identitätskrise Großbritanniens.

Warum empfand die britische Bevölkerung die Einwanderung nach dem Krieg als so problematisch?

Da Großbritannien traditionell nicht als Einwanderungsland auftrat, wurde die plötzliche Präsenz von Menschen aus ehemaligen Kolonien oft mit sozialem Abstieg, Wohnungsnot und kultureller Fremdartigkeit assoziiert.

Welche Rolle spielte die Kirche in diesem Migrationsprozess?

Die Kirche setzte sich proaktiv für die Integration von Minderheiten ein und versuchte, dem Rassismus durch Bildungsarbeit entgegenzuwirken.

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Details

Title
Migration in Großbritannien nach der Dekolonisation des Indischen Subkontinents
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,3
Author
Christoph Kern (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V121121
ISBN (eBook)
9783640250974
ISBN (Book)
9783640251964
Language
German
Tags
Migration Großbritannien Dekolonisation Indischen Subkontinents
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Kern (Author), 2008, Migration in Großbritannien nach der Dekolonisation des Indischen Subkontinents, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121121
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