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Periodische Finanzberichterstattung deutscher Fußball-Bundesligisten

Rechnungslegungspflichten und Bilanzierung von Spielerwerten

Title: Periodische Finanzberichterstattung deutscher Fußball-Bundesligisten

Diploma Thesis , 2007 , 107 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Wagner (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die Klubs der Bundesliga erzielten in der Saison 2004/2005 einen Rekordumsatz in Höhe von durchschnittlich rund EUR 71,4 Mio., was einer Steigerung im Vergleich zur vorangegangenen Saison um ca. 18 % entspricht. Die Bilanzsumme betrug in derselben Saison im Durchschnitt EUR 56,4 Mio. Es handelt sich also bei den Klubs der Bundesliga aufgrund des Umsatzes und der Bilanzsumme im Mittel um große Unternehmen, legt man den Maßstab des § 267 HGB zugrunde.

Der für den Lizenzfußball üblicherweise größte Aufwandsposten – die Spielergehälter – beträgt pro Bundesligist rund EUR 27,5 Mio. Der Umfang des Personalaufwands ist im Vergleich zu anderen Branchen ungewöhnlich hoch und birgt enorme Risiken, da meist ein großer Teil der Gehälter fix, also unabhängig vom Saisonverlauf und -ausgang und somit unbeeinflusst von den Einnahmen des Klubs vereinbart wird. Zusätzlich werden im Berufsfußball hohe Ablösesummen für die Abwerbung von Spielern bezahlt, die bei einem anderen Klub einen noch zu erfüllenden Arbeitsvertrag haben. Die Frage der Aktivierbarkeit solcher Zahlungen löste in der Vergangenheit große Diskussionen aus und war auch Gegenstand der Rechtsprechung. Eine weitere Besonderheit des Wirtschaftszweigs Fußball-Bundesliga ist die Tatsache, dass einige der Klubs in der Rechtsform des Vereins auftreten. Die Risiken, die mit dieser Rechtsform verbunden sind, sind die nur in geringem Maße vorhandenen gesetzlichen Regelungen und die daraus resultierenden Unsicherheiten bzgl. der Rechnungslegungspflichten.

Um den Risiken und den Besonderheiten des Fußballgeschäfts zu begegnen, führt die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH ein verbandsinternes Lizenzierungsverfahren für die Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga durch, bei dem die Bewerber unter anderem ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen.
An dieser Stelle knüpft die vorliegende Arbeit an. Ziel ist die Darstellung und Analyse des Lizenzierungsverfahrens. Zusätzlich werden die gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften sowohl für Vereine als auch für Kapitalgesellschaften systematisch dargestellt. Bzgl. der viel diskutierten Frage der Bilanzierbarkeit von Spielerwerten hat die vorliegende Arbeit das Ziel, einen Überblick über die diesbezügliche Rechtsprechung zu liefern und die praxisrelevante Vorgehensweise bei Ansatz, Bewertung und Ausweis sowohl nach HGB als auch nach IFRS aufzuarbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in den Problemkreis

2 Die Organe der Fußball-Bundesliga

2.1 Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) e.V.

2.1.1 Geschichtliche Entwicklung des DFB und der Bundesliga

2.1.2 Organisatorische Grundlagen des DFB

2.2 Die Liga – Fußballverband e.V. (Ligaverband)

2.3 Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH

2.4 Vereine und Kapitalgesellschaften

3 Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten deutscher Bundesligisten

3.1 Verbandsinterne Rechnungslegungspflichten und Prüfungshandlungen im Zuge des Lizenzierungsverfahrens

3.1.1 Vorbemerkungen zum Lizenzierungsverfahren des Ligaverbands

3.1.2 Die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

3.1.2.1 Einzureichende Unterlagen

3.1.2.1.1 Bilanz

3.1.2.1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

3.1.2.1.3 Anhang

3.1.2.1.4 Lagebericht und weitere Angaben

3.1.2.1.5 Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers

3.1.2.1.5.1 Auswahl des Prüfers

3.1.2.1.5.2 Rechtliche Grundlagen und Gegenstand der Prüfung

3.1.2.1.5.3 Berichterstattung

3.1.2.2 Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch die DFL

3.1.2.2.1 Liquiditätsverhältnisse

3.1.2.2.2 Vermögenslage

3.1.2.2.3 Abschließendes Urteil

3.1.2.2.4 Zuständigkeiten und Verfahren

3.1.3 Das Lizenzierungsverfahren der UEFA

3.2 Externe Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten

3.2.1 Kapitalgesellschaften

3.2.1.1 Jahresabschluss und Lagebericht

3.2.1.2 Konzernabschluss und Konzernlagebericht

3.2.1.2.1 Pflicht zur Aufstellung

3.2.1.2.2 Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen

3.2.1.2.3 Kapitalmarktorientierte Unternehmen

3.2.1.3 Prüfung

3.2.1.4 Offenlegung

3.2.2 Vereine

3.2.2.1 Vereinsarten

3.2.2.2 Typische Struktur gemeinnütziger nichtwirtschaftlicher Vereine

3.2.2.3 Die Rechnungslegung gemeinnütziger Vereine

3.2.2.3.1 Rechnungslegung nach dem BGB

3.2.2.3.2 Rechnungslegung nach dem HGB

3.2.2.4 Prüfung

3.2.2.5 Offenlegung

4 Die Bilanzierung von Spielerwerten im immateriellen Anlagevermögen

4.1 Begriffsklärung und Rechtsprechung

4.2 Bilanzansatz von Spielerwerten

4.2.1 Ansatz von originärem immateriellem Vermögen

4.2.1.1 Ansatz von Spielerwerten gemäß HGB

4.2.1.2 Ansatz von Spielerwerten gemäß IFRS

4.2.2 Ansatz von derivativem immateriellem Vermögen

4.2.2.1 Ansatzvorschriften gemäß HGB

4.2.2.2 Ansatzvorschriften gemäß IFRS

4.3 Bewertung derivativer Spielerwerte

4.3.1 Zugangsbewertung

4.3.1.1 Zugangsbewertung gemäß HGB

4.3.1.2 Zugangsbewertung gemäß IFRS

4.3.2 Folgebewertung

4.3.2.1 Planmäßige Abschreibungen

4.3.2.1.1 Planmäßige Abschreibungen gemäß HGB

4.3.2.1.2 Planmäßige Abschreibungen gemäß IFRS

4.3.2.1.2.1 Anschaffungskostenmodell

4.3.2.1.2.2 Neubewertungsmodell

4.3.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung

4.3.2.2.1 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung gemäß HGB

4.3.2.2.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung gemäß IFRS

4.4 Ausweisvorschriften

4.4.1 Ausweisvorschriften gemäß HGB

4.4.2 Ausweisvorschriften gemäß IFRS

5 Zusammenfassende Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Darstellung und Analyse des Lizenzierungsverfahrens der deutschen Fußball-Bundesliga, insbesondere im Hinblick auf die damit verbundene finanzielle Berichterstattung. Dabei werden sowohl die spezifischen verbandseigenen Anforderungen als auch die allgemeinen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften für Vereine und Kapitalgesellschaften untersucht. Ein besonderer Fokus liegt auf der kontroversen Bilanzierung von Spielerwerten, für die ein Überblick über die Rechtsprechung sowie die praktische Vorgehensweise bei Ansatz, Bewertung und Ausweis nach HGB und IFRS erarbeitet wird.

  • Strukturanalyse der Organe des deutschen Profifußballs
  • Verbandsinterne Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten im Lizenzierungsprozess
  • Gegenüberstellung gesetzlicher Pflichten für Vereine und Kapitalgesellschaften
  • Bilanzierung und Bewertung von derivativen Spielerwerten
  • Kritische Würdigung der bilanzrechtlichen Behandlung von Ablösesummen

Auszug aus dem Buch

ad 1.3.2. Transferentschädigungen:

Bei diesem Posten ist zu unterscheiden, ob zu dem „verkauften“ Spieler gleichzeitig ein Spielerwert in der Bilanz vorzufinden ist, da dieser selbst im Zuge eines Transfers aus einem laufenden Vertrag herausgekauft respektive für ihn eine Ausbildungs- und Förderungsentschädigung gezahlt wurde. Oder ob es sich um einen Spieler aus der eigenen Jugend bzw. um einen ablösefrei unter Vertrag genommenen Spieler handelt, der dementsprechend nicht mit einem Spielerwert in der Bilanz aktiviert ist. Ist ein Spielerwert aktiviert, so ist gleichzeitig eine Vollabschreibung auf den aktivierten Betrag vorzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung in den Problemkreis: Diese Einleitung beleuchtet die ökonomische Bedeutung der Bundesliga sowie die daraus resultierenden Risiken und Besonderheiten, insbesondere im Hinblick auf die Spielergehälter und Rechnungslegung.

2 Die Organe der Fußball-Bundesliga: Das Kapitel stellt die Organisationsstruktur des deutschen Profifußballs mit DFB, Ligaverband und DFL vor und erläutert deren jeweilige Rollen und Verflechtungen.

3 Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten deutscher Bundesligisten: Dieser Teil analysiert das verbandsinterne Lizenzierungsverfahren inklusive der Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie die externen gesetzlichen Pflichten für Vereine und Kapitalgesellschaften.

4 Die Bilanzierung von Spielerwerten im immateriellen Anlagevermögen: Das Kapitel widmet sich der Bilanzierbarkeit von Spielern, der historischen Rechtsprechung dazu und den spezifischen Vorgehensweisen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis nach HGB und IFRS.

5 Zusammenfassende Schlussbemerkungen: Hier werden die Kernergebnisse der Arbeit resümiert und die Bedeutung einer ökonomisch zweckmäßigen Behandlung von Spielerwerten betont.

Schlüsselwörter

Bundesliga, Lizenzierungsverfahren, Rechnungslegung, Spielerwerte, Bilanzierung, DFL, Kapitalgesellschaften, Vereine, HGB, IFRS, Transferentschädigungen, Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Abschreibungen, Prüfungspflicht, Anlagevermögen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rechnungslegungs- und Prüfungspflichten von Klubs der deutschen Fußball-Bundesliga, sowohl im Rahmen des verbandsinternen Lizenzierungsverfahrens als auch nach gesetzlichen Standards.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Organisationsstruktur des Profifußballs, das Lizenzierungsverfahren der DFL, die gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften für Vereine und Kapitalgesellschaften sowie die spezifische Bilanzierung von Spielerwerten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Analyse des Lizenzierungsverfahrens sowie eine systematische Aufarbeitung der Praxis zur Bilanzierung von Spielerwerten nach HGB und IFRS, inklusive eines Überblicks über die diesbezügliche Rechtsprechung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analysierenden Herangehensweise, welche die geltenden rechtlichen Bestimmungen (Satzungen, HGB, IFRS, AO) systematisch darstellt und in den Kontext des Profifußballs einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Verbandsstrukturen, die detaillierte Analyse des Lizenzierungsverfahrens der DFL, die Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowie die fundierte Auseinandersetzung mit der Bilanzierung von Spielerwerten (Ansatz, Bewertung, Ausweis).

Welche Begriffe sind für die Arbeit besonders wichtig?

Besonders relevante Fachbegriffe sind Lizenzierungsverfahren, Transferentschädigung, Spielerwerte, Immaterielles Anlagevermögen, Bilanzklarheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Abschreibung und Gesamtkostenverfahren.

Warum wird der "Sicherungsfonds" in der Bilanz diskutiert?

Der Sicherungsfonds dient dazu, den Spielbetrieb auch im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eines Klubs abzusichern. Die Arbeit hinterfragt kritisch den Ausweis dieser Kaution im Anlagevermögen.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung von Spielerwerten zwischen HGB und IFRS?

Während beide Systeme eine Aktivierung derivativer Spielerwerte erlauben, ergeben sich Unterschiede bei der Aktivierung von Handgeldern (Signing Fees) und der Behandlung von Fremdkapitalkosten.

Was ist die zentrale Herausforderung bei der Bewertung von Spielerwerten?

Die größte Schwierigkeit liegt in der mangelnden Homogenität und dem fehlenden aktiven Markt für Spieler, was eine objektive Marktpreisermittlung und damit die Anwendung bestimmter IFRS-Methoden (wie die Neubewertungsmethode) nahezu ausschließt.

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Details

Title
Periodische Finanzberichterstattung deutscher Fußball-Bundesligisten
Subtitle
Rechnungslegungspflichten und Bilanzierung von Spielerwerten
College
University of Ulm  (Institut für Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung)
Grade
1,0
Author
Dipl.-Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Wagner (Author)
Publication Year
2007
Pages
107
Catalog Number
V121197
ISBN (eBook)
9783640250790
ISBN (Book)
9783640250899
Language
German
Tags
Fußball Rechnungslegung LIzenzierung Bosman Humankapital Finanzberichterstattung Bundesliga IFRS HGB Bewertung Spielerwerte Fußball-Bundesligisten Sebastian Wagner
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Wagner (Author), 2007, Periodische Finanzberichterstattung deutscher Fußball-Bundesligisten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121197
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