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Vorstellungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen über die Interpendenzen gesellschaftlicher Teilsysteme

Eine netzwerkanalytische empirische Studie im internationalen Vergleich zwischen gesellschaftlichen Gruppen aus der Bundesrepublik Russland und der Bundesrepublik Deutschland

Titre: Vorstellungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen über die Interpendenzen gesellschaftlicher Teilsysteme

Dossier / Travail , 2007 , 82 Pages

Autor:in: Antje-Catrin Loose (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Studie über die Vorstellungen von Leistungsrollenträgern unterschiedlicher Teilsysteme der Gesellschaft über die Beschaffenheit der heutigen Gesellschaft sowie die Bearbeitung der Forschungsfrage:
Gibt es Gemeinsamtkeiten der Gesellschaftvorstellungen und wenn dies zutrifft, wird das Gesellschaftsbild einer Person durch seine Rollenzugehörigkeit zu einem bestimmten Teilsystem der Gesellschaft über seine Berufsrolle, durch seine Zugehörigkeit zu einer speziellen Nation oder durch subjektive Lebenserfahrungen geprägt?
Um dieser Frage nachzugehen, wurden Probanten aus der Bundesrepublik Russland und aus der Bundesrepublik Deutschland interviewt. Dabei wurden Leistungsträger aus folgenden Teilsystemen der Gesellschaft berücksichtigt:
Leistungssportler aus dem Teilsystem Sport,
Lehrer aus dem Teilsystem Bildung,
Kinderärzte und Internisten aus dem Teilsystem Gesundheit,
Ingenieure aus dem Teilsystem Wirtschaft.
Für die Studie sind die Daten des vorangegangenen Forschungspraktikums der FachUniversität Hagen im Fachbereich Soziologie einbezogen worden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Gesellschaftsbild und Individualisierung

1.2 Vorstellungen über die Veränderungen von Rolle, Status und Beziehungen

1.3 Individualität versus Kollektivismus

1.4 Forschungsfragen und Thesen

2.0 Forschungsprojekt „ Analyse sozialer Netzwerke“ der FernUniversität Hagen

3.0 Differenzierungstheoretische Perspektiven – Rollendifferenzierung, teilsystemische Ausdifferenzierung und Interdependenzen

4.0 Historie und Gegenwart

4.1 Historische Hintergründe für die aktuelle Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland

4.2 Rückblicke in die Geschichte Russland als Basis für die aktuelle Situation

4.3 Aktuelle Situation der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesrepublik Russland

5.0 Kulturvergleichende Studie in der Organisationsforschung als theoretischer Ansatz für die Datenanalyse

6.0 Verknüpfungen soziologischer Gesellschaftsmodelle mit differenzierungstheoretischen Überlegungen in Reflektion zur Netzwerkanalyse teilsystemischer Interdependenzen

6.1 Die Mediengesellschaft

6.2 Die Wissensgesellschaft

6.3 Die Risikogesellschaft

6.4 Die Moderne Welt Giddens

7.0 Die Untersuchung

7.1 Der Fragebogen

7.2 Die Rücklaufquote

7.3 Die Datenerhebung

8. 0 Die Netzwerkanalyse

9.0 Analyse der Netzwerkdaten – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

9.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Gruppen im nationalen und internationalen Vergleich beim Netzwerk T1

9.1.1 Die Dichte – Werte des Netzwerkes T1

9.1.2 In – und Outdegree im Netzwerk T1

9.1.3 Vergleich der Beziehungen im Zusammenhang mit Symmetrien und Unterschieden des Netzwerkes T1

9.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Gruppen im nationalen und internationalen Vergleich beim Netzwerk Teilnetz T2

9.2.1 Die Dichte – Werte des Netzwerkes T2

9.2.2 In – und Outdegree im Netzwerk T2

9.2.3 Vergleich der Beziehungen im Zusammenhang mit Symmetrien und Unterschieden des Netzwerkes T2

9.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Gruppen im nationalen und internationalen Vergleich beim Netzwerk T3

9.3.1 Die Dichte - Werte im Netzwerk T3

9.3.2 In – und Outdegree im Netzwerk T3

9.3.3 Vergleich der Beziehungen im Zusammenhang mit Symmetrien und Unterschieden des Netzwerkes T2

10.0 Zusammenfassung

11.0 Resümee

12.0 Literaturverzeichnis

12. 1 Internetadressen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Vorstellungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen (Leistungsträger) in Russland und Deutschland über die Interdependenzen gesellschaftlicher Teilsysteme. Ziel ist es, durch eine netzwerkanalytische Studie herauszufinden, ob sich Gesellschaftsbilder primär durch die nationale Zugehörigkeit oder durch die berufliche Rollenzugehörigkeit prägen lassen und inwieweit Gemeinsamkeiten oder Unterschiede im internationalen Vergleich bestehen.

  • Netzwerkanalyse gesellschaftlicher Teilsysteme (z.B. Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Sport).
  • Vergleich der Gesellschaftsbilder zwischen Russland und der Bundesrepublik Deutschland.
  • Einfluss von Berufsrolle, Status und nationaler Mentalität auf Wahrnehmungen.
  • Reflektion soziologischer Gesellschaftsmodelle (Mediengesellschaft, Wissensgesellschaft, Risikogesellschaft).
  • Explorative Analyse der Indegree- und Outdegree-Werte als Indikatoren für Einflussnahme und Macht.

Auszug aus dem Buch

1.1 Gesellschaftsbild und Individualisierung

Die Vorstellung, sich als Individuum zu begreifen und doch als zugehörig zu einer Gesellschaft, scheint völlig selbstverständlich zu sein. In Tradition mit Durkheim (Durkheim 1995) und Simmel (Simmel 1995) kann diese Individualisierung als Resultat der gesellschaftlichen Differenzierung angesehen werden. Der Mensch als Individuum, der als selbständig, vernunftbegabt und willensfähig, als einzigartig anzusehen ist und der auch als Mitglied einer Gesellschaft diese Attribute nicht verliert. Im Gegenteil, diese Merkmale kann ein Individuum aus soziologischer Sicht gerade nicht außerhalb einer Gesellschaft entwickeln, sondern nur im Netzwerk der Interdependenzen (Luhmann 1997). Das Geflecht dynamischer und stabiler gesellschaftlicher Beziehungen sowie die Interdependenz zwischen Individuum und Gesellschaft schlagen sich nieder im Gesellschaftsbild, den Vorstellungen, die sich deren Mitglieder von den die Gesellschaft strukturierenden Prinzipien machen (Luhmann 1997).

Spencer (Abel 2001), der sich die Gesellschaft als Organismus und den Einzelnen als Teil der Gesamtheit vorstellte, ging davon aus, dass eine Gesellschaft, die sich im stetigen Wachstum befindet, einer zunehmenden Differenzierung unterworfen wird. Wechselseitige Unterstützung und Abhängigkeit führen im Sinne einer Funktionsdifferenzierung zu einem progressiven Prozess der Arbeitsteilung.

Für Durkheim (Durkheim 1995) war dieser Prozess der Arbeitsteilung gleichzusetzen mit einer Zunahme der Individualisierung. Das Bild einer heterogenen, differenzierten Gesellschaft, das bereits Spencer, Simmel und Durkheim malten, führt bei Parsons (Parsons 1986) zu einer Rollentheorie, die davon ausgeht, dass die individuellen Schnittpunkte von Persönlichkeitssystem, sozialem System und kulturellen System die jeweilige Rolle darstellen. Im Sinne Parsons wird Rolle auch als soziale Erwartung an das Handeln des Rollenträgers gesehen. Seine Rolle wird von Normen reguliert und kennzeichnet sich durch die jeweiligen Wertmuster, die die Rolle charakterisiert.

Neben der gesellschaftlichen Differenzierung auf der Ebene der Rolle sehen Weber (Weber 1972), Parsons (Parsons 2000) und Luhmann (Luhmann 1997) die Gesellschaft in Teilsysteme unterteilt: „Ein Ensemble selbstreferentiell geschlossener und strukturell gekoppelter Teilsysteme“ (Schimank und Volkmann (1999): Gesellschaftliche Differenzierung, S. 15).

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Individualisierung und die Bedeutung von Gesellschaftsbildern sowie die Forschungsfrage der Studie.

2.0 Forschungsprojekt „ Analyse sozialer Netzwerke“ der FernUniversität Hagen: Beschreibt den Ursprung und den methodischen Rahmen der Untersuchung basierend auf der Hagener Studie.

3.0 Differenzierungstheoretische Perspektiven – Rollendifferenzierung, teilsystemische Ausdifferenzierung und Interdependenzen: Beleuchtet die soziologischen Konzepte von Differenzierung, insbesondere in Bezug auf Rollen und Teilsysteme.

4.0 Historie und Gegenwart: Analysiert die historische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und Russlands als Basis für die aktuelle gesellschaftliche Situation.

5.0 Kulturvergleichende Studie in der Organisationsforschung als theoretischer Ansatz für die Datenanalyse: Diskutiert die Relevanz interkultureller Forschung für die Analyse nationaler vs. rollenspezifischer Gesellschaftsbilder.

6.0 Verknüpfungen soziologischer Gesellschaftsmodelle mit differenzierungstheoretischen Überlegungen in Reflektion zur Netzwerkanalyse teilsystemischer Interdependenzen: Reflektiert moderne Gesellschaftsmodelle wie die Medien-, Wissens- und Risikogesellschaft.

7.0 Die Untersuchung: Detailliert das methodische Vorgehen, den Fragebogen und die Datenerhebung der Studie.

8. 0 Die Netzwerkanalyse: Erklärt die netzwerkanalytischen Verfahren und die Auswertung der Rohdaten.

9.0 Analyse der Netzwerkdaten – Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Präsentiert die empirischen Ergebnisse der Netzwerkvergleiche (T1, T2, T3) zwischen den Gruppen.

10.0 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Untersuchung im Kontext soziologischer Theorien zusammen.

11.0 Resümee: Zieht ein Fazit und gibt Ausblicke auf weiterführende Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsbild, Netzwerkanalyse, soziale Teilsysteme, Individualisierung, Russland, Deutschland, Leistungsträger, Rollendifferenzierung, Systemtheorie, Interdependenzen, Sozialisation, Berufsrolle, Transformation, Gesellschaftsmodell, Kulturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Vorstellungen, die Angehörige verschiedener gesellschaftlicher Gruppen (Leistungsträger) in Deutschland und Russland von den wechselseitigen Abhängigkeiten (Interdependenzen) der Teilsysteme ihrer Gesellschaft haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Studie vereint soziologische Differenzierungstheorien, historische Analysen der beiden Vergleichsländer und netzwerkanalytische Methoden, um die Struktur von Gesellschaftsbildern zu untersuchen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist zu klären, ob die Vorstellungen über das gesellschaftliche Beziehungsgeflecht eher durch die nationale Identität oder durch die berufliche Rollenzugehörigkeit geprägt sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine explorative netzwerkanalytische Methode verwendet, bei der Befragte mittels Fragebögen die Beziehungen zwischen zwölf definierten gesellschaftlichen Teilsystemen bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der historischen Herleitung der aktuellen Situation in Deutschland und Russland, der Diskussion soziologischer Gesellschaftsmodelle (z.B. Risikogesellschaft) und der detaillierten Analyse der erhobenen Netzwerkdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Netzwerkanalyse, Teilsysteme, Systemtheorie, Transformation, Berufsrollen und interkultureller Vergleich charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext (z.B. Umbruchsituation) die Ergebnisse?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Umbruchprozesse in Russland zu einer hohen Dynamik führen, die sich in den erhobenen Daten als inhomogen bzw. in einer Suche nach neuen Strukturen widerspiegelt.

Welche Rolle spielt die „Intelligenzia“ bei den Befragungsergebnissen?

Da ein Großteil der Probanden in Russland zur sogenannten Intelligenzia (Akademiker) zählt, haben Bildung und Wissenschaft für diese Gruppe einen besonders hohen Stellenwert, was die Resultate der Netzwerkanalyse entsprechend beeinflusst.

Wird durch die Ergebnisse eine Dominanz einzelner Teilsysteme (z.B. Politik) bestätigt?

Nein, es zeigt sich eher das Bild einer Gesellschaft ohne „Spitze und Zentrum“, in der die Interdependenzen zwischen den Teilsystemen als dichtes, komplexes Netzwerk wahrgenommen werden, ohne dass ein einzelnes Teilsystem alle anderen dominiert.

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Résumé des informations

Titre
Vorstellungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen über die Interpendenzen gesellschaftlicher Teilsysteme
Sous-titre
Eine netzwerkanalytische empirische Studie im internationalen Vergleich zwischen gesellschaftlichen Gruppen aus der Bundesrepublik Russland und der Bundesrepublik Deutschland
Université
University of Hagen  (Institut für Soziologie)
Cours
Forschungspraktikum "Analyse sozialer Netzwerke" der FernUniversität Hagen 2001
Auteur
Antje-Catrin Loose (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
82
N° de catalogue
V121360
ISBN (ebook)
9783640507269
ISBN (Livre)
9783640507689
Langue
allemand
mots-clé
Vorstellungen Gruppen Interpendenzen Teilsysteme Eine Studie Vergleich Gruppen Bundesrepublik Russland Bundesrepublik Deutschland
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Antje-Catrin Loose (Auteur), 2007, Vorstellungen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen über die Interpendenzen gesellschaftlicher Teilsysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121360
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Extrait de  82  pages
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