Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Literatura alemana moderna

Die Schmerzdarstellung und das Weiblichkeitsbild in Sacher-Masochs „Venus im Pelz“

Título: Die Schmerzdarstellung und das Weiblichkeitsbild in Sacher-Masochs „Venus im Pelz“

Trabajo , 2008 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Moritz Alexander Claassen (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Schon seit der Antike versuchen Autoren in ihren Werken das Gefühl des Schmerzes darzustellen und zu beschreiben. Unumstritten dabei ist, dass es sich bei Schmerz um ein subjektives Gefühl handelt: Jeder kann nur für sich selbst definieren, was er als schmerzvoll empfindet und wie er dieses Gefühl erlebt. Des-halb ist es für einen Autoren schwierig, ein Schmerzempfinden, das allgemein verstanden und akzeptiert werden soll, in seinen Schriften auszudrücken. So gibt es allein eine Vielzahl an Ausdrücken wie z. B. Qual, Strafe, Gebrechen, Sorge, Hitze, Kälte oder aber auch Freude, die man mit dem Begriff Schmerz gleichsetzen kann. Fraglich ist dennoch, ob die Sprache überhaupt ausreichen kann, um die verschiedenen Facetten des Schmerzes darstellen zu können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Die Novelle „Venus im Pelz“

2.2 Masochismus und Schmerzdarstellung

2.3 Fetischismus

2.4 Weiblichkeitsbild

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die literarische Darstellung von Schmerzempfinden in Verbindung mit Lust in Leopold von Sacher-Masochs Novelle „Venus im Pelz“ von 1870. Dabei steht die Analyse der masochistischen Identität, der Fetischisierung von Objekten sowie das durch den Autor entworfene, konträre Weiblichkeitsbild im Zentrum der Untersuchung.

  • Historische Einordnung und Rezeption der Novelle „Venus im Pelz“.
  • Die literarische und psychologische Konstruktion des Masochismus.
  • Die Rolle von Fetischen (Pelz, Peitsche, Stiefel) als Machtinstrumente.
  • Das Verhältnis der Geschlechter als asymmetrischer Machtkampf.
  • Der Einfluss antiker Vorbilder auf die Schmerzdarstellung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Novelle „Venus im Pelz“

„Als ich die Novelle gelesen, sagte ich kurz und gut: Pfui Teufel! Ich glaube nicht, daß irgend ein geistig gesunder Mensch anders urtheilen kann.“ Karl von Thaler, Neue Freie Presse, 28. Juni 1870

Als Leopold von Sacher-Masochs Novelle 1870 erschien, war sie äußerst umstritten. Vielmehr gab es teilweise heftige Reaktionen auf „Venus im Pelz“. Ähnlich wie Karl von Thaler urteilte auch der Literaturkritiker Julius Rodenberg in der Zeitschrift „Der Salon“: „Häßlich, widerwärtig, unnatürlich, unwahr – wir haben für die Existenz eines solchen Geschöpfes keine Entschuldigung, ja nicht einmal einen Milderungsgrund [...].“ Jedoch soll es neben Kritik auch hymnische Verehrung der „Venus im Pelz“ gegeben haben. Wie kam es zu einer so heftigen Ablehnung und Zustimmung?

Der Geschichtsprofessor und besonders in Frankreich populäre Autor Sacher-Masoch (1836-1895) plante im Jahr 1869 den Novellenzyklus „Das Vermächtnis Kains“. Dieser sollte aus sechs Bänden bestehen, die sich mit Themen des Lebens auseinandersetzen sollten: Liebe, Eigentum, Geld, Staat, Krieg und Tod. Ein so umfangreiches Werk war für Sacher-Masoch nicht ungewöhnlich, denn er war ein Vielschreiber und veröffentlichte zwischen 1860 und 1895 ca. 80 Romane, über 100 Novellen und Aufsätze und acht Dramen. Seine „[...] Vielschreiberei umkreist monomanisch den Kampf der Geschlechter und die Schmerzenslust der Erniedrigung und Versklavung.“ Von „Das Vermächtnis Kains“ stellte Sacher-Masoch jedoch nur die ersten beiden Teile fertig. Aufgrund des geringen Echos von Seiten der Verlage auf seinen Zyklus, wurde „Venus im Pelz“ im Jahr 1870 als Einzelwerk veröffentlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Motiv der Schmerzdarstellung seit der Antike ein und verknüpft diese mit Sacher-Masochs Novelle, um die Forschungsziele der Arbeit abzustecken.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Novelle, definiert den Begriff des Masochismus sowie den Fetischismus und dekonstruiert das in der Literatur entworfene Weiblichkeitsbild.

2.1 Die Novelle „Venus im Pelz“: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, den historischen Kontext und die zeitgenössische Rezeption der Novelle.

2.2 Masochismus und Schmerzdarstellung: Hier wird die Entwicklung des Begriffs Masochismus sowie die Verbindung von physischem und psychischem Schmerz in der Novelle untersucht.

2.3 Fetischismus: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Fetischen wie Pelz und Peitsche für die Machtstrukturen innerhalb der Handlung.

2.4 Weiblichkeitsbild: Die Analyse konzentriert sich auf die Darstellung der Frau als dominanter Part im Geschlechterkampf und die verschiedenen Frauenideale der Novelle.

3 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Aktualität der von Sacher-Masoch thematisierten Geschlechterrollen und Perversionen.

Schlüsselwörter

Sacher-Masoch, Venus im Pelz, Masochismus, Fetischismus, Schmerzdarstellung, Weiblichkeitsbild, Machtverhältnis, Literatur, Novelle, Geschlechterkampf, Lustempfindung, Grausamkeit, Identität, Rezeption, Sado-Masochismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Novelle „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch hinsichtlich ihrer spezifischen Darstellung von Schmerz, Lust und den zugrundeliegenden Machtdynamiken zwischen den Geschlechtern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und literarischen Umsetzung des Masochismus, der Rolle von Fetischen für die Charakterisierung und dem komplexen, oft grausamen Weiblichkeitsbild bei Sacher-Masoch.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin oder der Autor mit dieser Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sacher-Masoch das Erleiden von Schmerz mit sexueller Lust verbindet und wie diese Themen in den historischen Kontext der Literatur sowie moderne gesellschaftliche Konzepte eingeordnet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse unter Einbeziehung philosophischer und psychoanalytischer Ansätze, gestützt auf Fachliteratur zu Sacher-Masoch und den Themenkomplex Masochismus.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Novelle, die Herleitung des Begriffs Masochismus, die Untersuchung der Fetischobjekte wie Pelz und Peitsche sowie die kritische Betrachtung des Frauenbildes im Werk.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Autor Sacher-Masoch und dem Titel „Venus im Pelz“ vor allem die Konzepte Masochismus, Fetischismus, Schmerzlust und die Dynamik des Geschlechterkampfes.

Warum spielt die Antike für die Argumentation des Autors eine so wichtige Rolle?

Der Autor zeigt auf, dass Sacher-Masoch sich für seine Schmerzdarstellung bewusst an antiken Mythen, wie etwa der Schindung des Marsyas durch Apollo, orientierte, um die ästhetisierte Form des Leidens literarisch zu legitimieren.

Welche Schlussfolgerung zieht der Text zum modernen Geschlechterverhältnis?

Die Arbeit schließt mit der Überlegung, dass in einer modernen Gesellschaft, in der Frauen und Männer in Bildung und Arbeit ebenbürtig sind, der von Sacher-Masoch inszenierte, extreme Kampf der Geschlechter an Relevanz verlieren sollte.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Schmerzdarstellung und das Weiblichkeitsbild in Sacher-Masochs „Venus im Pelz“
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Curso
Literatur und Schmerz
Calificación
1,0
Autor
Moritz Alexander Claassen (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
21
No. de catálogo
V121379
ISBN (Ebook)
9783640258109
ISBN (Libro)
9783640259700
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schmerzdarstellung Weiblichkeitsbild Sacher-Masochs Pelz“ Literatur Schmerz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Alexander Claassen (Autor), 2008, Die Schmerzdarstellung und das Weiblichkeitsbild in Sacher-Masochs „Venus im Pelz“ , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121379
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  21  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint