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"Die GRÜNEN - Eine postmaterialistische Partei"

Titre: "Die GRÜNEN - Eine postmaterialistische Partei"

Dossier / Travail de Séminaire , 2008 , 25 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Friedemann Karig (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Wir sind die grundlegende Alternative“

Präambel der Satzung der Bundespartei Die Grünen, Gründungsparteitag 12./13.1.
1980, Karlsruhe, Abs. 1


Die Partei, die man in Deutschland unter dem Namen „Die Grünen“ kennt, hat eine turbulente Geburt, einen rasanten
Aufstieg, heftige innere Konflikte und damit einhergehende einschneidende Veränderungen hinter sich. Ihre Wurzeln im
postmaterialistischen Wertewandel (und den daraus entstehenden Neuen Sozialen Bewegungen) liefern Aufschluss über die
soziokulturelle Entwicklung, die politische Kultur und die Gesellschaft an sich in der BRD der letzten Jahrzehnte. Bis heute bleiben Die Grünen ein Forschungsgegenstand, der weit mehr zu erzählen weiß als pure Parteienchronik, und dessen weitere Entwicklung spannend
bleibt.
Diese Arbeit soll also nicht nur die Genese und Geschichte der Grünen in Deutschland skizzieren, sondern dies auch immer in Hinblick auf spezifische Faktoren und Gegebenheiten tun, die sich hierzulande als
besonders fruchtbar für eine postmaterialistische Partei zeigen. Eine
Analyse der Wahlergebnisse und des Wählerpotenzials der Grünen soll
zeigen, welche Zukunft die Partei erwarten könnte.
Der Fall der britischen „The Green Party“ wiederum liefert einige konkrete
Hinweise, warum gerade in Deutschland eine Erfolgsgeschichte wie die der Grünen möglich war bzw. inwieweit in Großbritannien die Voraussetzungen weniger günstig lagen.
So soll ein möglichst genaues Bild einer Partei entstehen, die, wie diese Arbeit zeigen wird, gestern und heute als Vertreterin des Postmaterialismus und damit als gelungene Institutionalisierung von
politischer Veränderung gelten kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursprung, Entstehung und Theorie „postmaterialistischer“ Parteien

2.1 Postmaterialismus

2.2 Neue Soziale Bewegungen

2.3 Eine Definition „Grüner“ Parteien

3. „Die Grünen“ in der BRD

3.1 Gründung und Anfänge

3.2 Fundis vs. Realos

3.3 Regierungsbeteiligung 1998-2005

3.4 Gegenwart & Zukunft

4. Im Vergleich dazu: The Green Party in Großbritannien

4.1 The Green Party

4.2 Ungleiche Bedingungen in UK / BRD

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Erfolg der Partei „Die Grünen“ in Deutschland vor dem Hintergrund postmaterialistischer Wertewandlung und vergleicht diese mit den britischen Bedingungen.

  • Postmaterialismus als soziologische Grundlage
  • Rolle der Neuen Sozialen Bewegungen
  • Interne Konfliktlinien zwischen Fundis und Realos
  • Regierungsbeteiligung und strukturelle Anpassung
  • Internationaler Vergleich der Erfolgsfaktoren

Auszug aus dem Buch

3.2 Realos vs. Fundis

Wenn auch Jean Fuchs, Gründungsmitglied nach seinem Parteiaustritt vehementer Kritiker der realpolitischen Neuorientierung der Grünen, die Reduktion der innerparteilichen Grabenkämpfe auf die einfache Formel „Fundis vs. Realos“ als oberflächlich verurteilt, soll sie hier als Verdeutlichung der bestimmenden Konfliktlinie innerhalb der Partei dienen.

Die Fundamentalisten, kurz „Fundis“, deren prominenteste Vertreter Jutta Ditfurth und Petra Kelly waren, hielten als „Gesinnungslinke“ am radikalen Pazifismus (bis zur vollständigen Abrüstung Deutschlands und damit der Abschaffung der Bundeswehr), dem Atomausstieg und den flachen Hierarchien der Gründungszeit fest. Sie wollten die Repräsentanz in Parlamenten und Gremien nicht für eine kompromissorientierte Reformpolitik, sondern ausschließlich für öffentlichkeitswirksamen Protest am System nutzen, „jede Form der parlamentarischen Bündnispolitik oder gar Regierungsbeteiligungen lehnten sie strikt ab“.

Die Realisten oder „Realos“ unter Führung von Joseph Fischer und Otto Schily galten u.a. durch Koalitionsbestrebungen mit der SPD und damit einhergehenden Kompromissen und Aufweichungen des ursprünglichen grünen Programms als machtorientierte Realpolitiker. In ihren Kernen unterschieden sich die zwei Parteien grundsätzlich: Die Fundis wollten das herrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu Gunsten eines ökologischen Marxismus abschaffen, die Realos die bestehenden Verhältnisse im Sinne einer ökologisch-linken Politik reformieren und „eine praktische Politik der kleinen Schritte“ machen. Sie strebten eine grüne Reformpolitik an, die wie jede andere Politik machtorientiert und konsensfähig funktionieren musste, während die Fundis jegliche Interaktion mit dem System und seinen Parteien ablehnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Genese der Grünen als Ausdruck postmaterialistischer Werte ein und skizziert den geplanten Vergleich mit der britischen „Green Party“.

2. Ursprung, Entstehung und Theorie „postmaterialistischer“ Parteien: Dieses Kapitel erläutert Ingleharts Theorie des Wertewandels und die Bedeutung Neuer Sozialer Bewegungen für die Entstehung grüner Parteien.

3. „Die Grünen“ in der BRD: Es wird die chronologische Entwicklung der deutschen Grünen von der Gründung über die innerparteilichen Konflikte bis hin zur Regierungsbeteiligung und der aktuellen Lage dargestellt.

4. Im Vergleich dazu: The Green Party in Großbritannien: Der Abschnitt analysiert die Entwicklung der britischen Grünen und identifiziert strukturelle Faktoren, die den Erfolg im Vergleich zur deutschen Partei erschwerten.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Grünen trotz programmatischer Spannungen ein erfolgreiches Beispiel für die Institutionalisierung sozialen Wandels in der deutschen Parteienlandschaft darstellen.

Schlüsselwörter

Die Grünen, Postmaterialismus, Neue Soziale Bewegungen, Realos, Fundis, Regierungsbeteiligung, Wertewandel, Basisdemokratie, politischer Erfolg, Großbritannien, politische Kultur, Parteienentwicklung, Umweltschutz, 68er-Bewegung, systemopposition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehungsgeschichte und die parteiinterne Entwicklung der Partei „Die Grünen“ in der Bundesrepublik Deutschland sowie deren Einbettung in den postmaterialistischen Wertewandel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die soziologische Theorie des Postmaterialismus, die Rolle Neuer Sozialer Bewegungen, die Evolution vom radikalen Protest zur Regierungsverantwortung sowie ein Vergleich mit der britischen Green Party.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Erfolgsgeschichte der Grünen in Deutschland zu skizzieren und zu erklären, warum die Voraussetzungen hierzulande für eine postmaterialistische Partei deutlich günstiger waren als in Großbritannien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische Modelle (insb. Inglehart) und einer historischen Analyse der Parteientwicklung unter Hinzuziehung von Wahlergebnissen und Parteistrukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung postmaterialistischer Parteien, die spezifische Entwicklung der deutschen Grünen inklusive ihrer inneren Konfliktlinien (Fundis vs. Realos) und einen vergleichenden Blick auf Großbritannien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Postmaterialismus, Neue Soziale Bewegungen, Fundis/Realos, Regierungsbeteiligung und der Vergleich zwischen deutschen und britischen Parteienstrukturen.

Wie beeinflusste der Konflikt zwischen Fundis und Realos die Partei?

Dieser Konflikt prägte die Partei in den 90er Jahren massiv; während die Fundis an radikaler Systemopposition festhielten, setzten die Realos auf parlamentarische Kompromisse, was letztlich zur Regierungsfähigkeit führte.

Warum sind die Grünen in Deutschland erfolgreicher als in Großbritannien?

Die Arbeit führt dies unter anderem auf das Wahlsystem, die stärkere Ausprägung postmaterialistischer Werte in der Bevölkerung und die finanzielle Parteienförderung in Deutschland zurück.

Fin de l'extrait de 25 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
"Die GRÜNEN - Eine postmaterialistische Partei"
Université
University of Passau  (Lehrstuhl für Politikwissenschaft)
Cours
Hauptsseminar "Institutionen im Kulturvergleich"
Note
1,3
Auteur
Friedemann Karig (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
25
N° de catalogue
V121418
ISBN (ebook)
9783640258291
Langue
allemand
mots-clé
Politik Postmaterialismus Grünen Parteien Soziale Bewegungen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Friedemann Karig (Auteur), 2008, "Die GRÜNEN - Eine postmaterialistische Partei", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121418
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Extrait de  25  pages
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