Medien wurden zu allen Zeiten in der Schule (und nicht nur dort) eingesetzt, um die Bildung zu unterstützen und aufrecht zu erhalten, sie zu vertiefen und sie zu verändern. Die klassischen Bildungsmedien sind Bücher, Texte und Bilder, wobei sich die Palette in den letzten Jahrzehnten in ihrer Vielfalt stark erweitert hat. Hinzugekommen sind die elektronischen Medien wie Fernsehen, Computer, Internet, Handy etc..
Die zunehmende Entwicklung und Verbreitung sogenannter Neuer Medien hat in den letzten Jahren zu einer Veränderung des Alltags von Familie und auch schule geführt. Sie können Kommunikation erleichtern und bieten Orientierung an, sie greifen Themen des gesellschaftlichen Lebens auf und wirken sich dadurch stark auf die persönliche Lebensgestaltung aus, und dies schon in früher Kindheit und Jugend. Somit sind Medien zu Miterziehern geworden.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriffserklärung Medien
2. Medienerziehung als Teil der Medienpädagogik
3. Bedingungen und Auswahlkriterien für den Medieneinsatz
4. Didaktische Gründe für den Medieneinsatz
5. Medienkompetenz als Ziel schulischer Medienerziehung
6. Bezug zu curricularen Vorgaben
7. Methoden der Medienerziehung
8. exemplarisch ausgewählte Medien
8.1 Medium Modell
8.2 Medium Bilder/Fotos
8.3 Medium Buch
8.4 Medium Film/Fernsehen
8.5 Medium Computer/Internet
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Medienerziehung im schulischen Kontext, insbesondere im Sachunterricht der Grundschule, zu beleuchten und Wege zur Förderung von Medienkompetenz bei Kindern aufzuzeigen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie verschiedene Medien methodisch sinnvoll in den Unterricht integriert werden können, um neben technischem Verständnis auch kritische Urteilsfähigkeit und aktives Lernen zu fördern.
- Theoretische Grundlagen der Medienerziehung und Medienpädagogik
- Bedingungen und didaktische Kriterien für einen effektiven Medieneinsatz
- Entwicklung von Medienkompetenz als zentrales Erziehungsziel
- Analyse und praktische Anwendung ausgewählter Medienformen (Modelle, Bilder, Bücher, Fernsehen, Computer)
Auszug aus dem Buch
8.1 Medium Modell
Unter einem Modell versteht man die Nachbildung oder Wiedergabe von Ausschnitten der Wirklichkeit, wobei die Darstellung dreidimensional, maßstäblich verkleinert, vereinfacht und körperhaft ist. Sie sind zu unterscheiden von graphischen und illustrativen Modellen, die zweidimensional als Karte, Profil oder Blockbild gezeichnet sind, und von zweidimensionalen Abbildern von Theorien.
Da das Modell bestimmte Phänomene der Wirklichkeit darstellen soll, besteht die Vereinfachung oftmals darin, dass bestimmte Eigenschaften bewusst vernachlässigt wurden, um dadurch die wesentlichen Eigenschaften hervorzuheben.
Nach F. Achilles lassen sich Modelle in folgende Klassen einteilen:
- Anschauungsmodelle: Sie dienen der Veranschaulichung und können lediglich angeschaut, beschrieben und betastet werden (z.B. Schichtvulkan, Talsperre)
- Funktionsmodelle: Sie geben einen Einblick in Vorgänge und Funktionen. Sie können in Aktion gesetzt werden und regen somit zur Selbsttätigkeit an (z.B. Schiffsschleuse)
- Arbeitsmodelle: Sie veranschaulichen Arbeitsvorgänge und bestehen aus mehreren Einzelteilen, die zusammengesetzt, manipuliert und operationalisiert werden können (z.B. Flussbegradigung)
- Planungsmodelle: Diese Modelle simulieren planerische Fragestellungen in der Modellwirklichkeit einfacher und wirkungsvoller als gezeichnete Modelle (z.B. Modelle von Verkehrswege- oder Spielplatzplanungen)
- Versuchsmodelle: Modelle mit experimentellem Charakter, z.B. Versickern von Wasser in verschiedenen Bodenarten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriffserklärung Medien: Dieses Kapitel definiert Medien als vermittelnde Elemente und Träger von Informationen, die im pädagogischen Kontext zur Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen eingesetzt werden.
2. Medienerziehung als Teil der Medienpädagogik: Hier wird Medienerziehung als Teildisziplin der Medienpädagogik vorgestellt, die darauf abzielt, Schüler zu einem kritischen Umgang mit schulischen und außerschulischen Medien zu befähigen.
3. Bedingungen und Auswahlkriterien für den Medieneinsatz: Das Kapitel thematisiert notwendige Voraussetzungen für erfolgreiche Medienarbeit, wie die technische Ausstattung sowie die fachliche und methodische Vorbereitung der Lehrkräfte.
4. Didaktische Gründe für den Medieneinsatz: Es wird erläutert, warum der Einzug von Medien in die Lebenswelt der Kinder die Schule dazu verpflichtet, das Verhältnis von Kind und Realität durch gezielte Medienerziehung neu zu bestimmen.
5. Medienkompetenz als Ziel schulischer Medienerziehung: Dieses Kapitel definiert Medienkompetenz als die zentrale Zielgröße, die Wahrnehmungs-, Beurteilungs- und Gestaltungskompetenzen umfasst.
6. Bezug zu curricularen Vorgaben: Hier wird der Status der Medienbildung in aktuellen Bildungsstandards und Lehrplänen untersucht, wobei insbesondere auf den Sachunterricht Bezug genommen wird.
7. Methoden der Medienerziehung: Das Kapitel unterscheidet zwischen direkter (intentionaler) und indirekter (funktionaler) Medienerziehung im Unterricht.
8. exemplarisch ausgewählte Medien: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse verschiedener Medientypen, von Modellen über Bilder, Bücher und Film/Fernsehen bis hin zum Computer/Internet, hinsichtlich ihres Einsatzes und ihrer Bedeutung.
Schlüsselwörter
Medienerziehung, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Sachunterricht, Grundschule, Lehr- und Lernprozesse, Mediennutzung, Medienkritik, Mediengestaltung, Modell, Bildungsstandards, Handlungsorientierung, Internet, Filmerziehung, Wissensgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen und praktischen Grundlagen der Medienerziehung in der Grundschule, wobei der Fokus auf dem Sachunterricht liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit spannt einen Bogen von der Definition des Medienbegriffs über die didaktische Begründung des Medieneinsatzes bis hin zur konkreten Analyse verschiedener Medienarten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Medienerziehung die Medienkompetenz der Schüler gefördert werden kann, um sie in einer mediengeprägten Welt handlungsfähig zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse medienpädagogischer Standards, Lehrpläne und fachdidaktischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Bedingungen, didaktische Begründungen, Zielsetzungen, curriculare Bezüge, methodische Ansätze und die spezifischen Potenziale verschiedener Medientypen für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Medienkompetenz, Medienerziehung, Medienpädagogik und handlungsorientiertes Lernen.
Welche Rolle spielen Modelle im Unterricht laut der Autorin?
Modelle dienen als Bindeglied zwischen der Wirklichkeit und der zweidimensionalen Abstraktion, fördern die Anschaulichkeit und ermöglichen durch Selbsttätigkeit eine bessere Speicherung von Lerninhalten.
Wie unterscheidet die Arbeit den Medieneinsatz im Unterricht?
Es wird zwischen der direkten Medienerziehung, bei der ein Medium intentional im Zentrum steht, und der indirekten Medienerziehung, bei der Medien beiläufig als Mittel zum Zweck eingesetzt werden, unterschieden.
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- Stefan Wehe (Author), 2008, Medienerziehung. Bedingungen, Auswahlkriterien, didaktische Gründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121432