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Finanzielle Repression als möglicher Ausweg aus der Überschuldung

Eine kritische Analyse der Auswirkungen

Titre: Finanzielle Repression als möglicher Ausweg aus der Überschuldung

Thèse de Bachelor , 2015 , 43 Pages , Note: 3

Autor:in: Sabrina Pracz-Groenen (Auteur)

Gestion d'entreprise - Investissement et Financement
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Im Rahmen dieser Bachelorarbeit als konkrete Zielsetzung der Frage nachgegangen werden: Welche Auswirkungen haben Gläubiger und Schuldner im Hinblick auf die derzeit "moderne" Finanzrepression und den damit wachsenden Trends zu negativen Zinsen zu erwarten und welche Effekte hat die finanzielle Repression auf die Wirtschaft? Eine Diskussion darüber, ob die finanzielle Repression ein geeignetes Instrument zur Bewältigung von Staatsschulden ist oder doch reformbedürftig aufgrund ihrer eigenen Grenzen, bzw. der gesamtwirtschaftlichen Kritik an ihrem Modell und der ihr gegenüberstehenden Alternativen, soll als konkrete Forschungsfrage am Ende beantwortet werden.

Das Schlagwort der "Financial Repression" macht derzeit die Runde. Die Aktualität des Themas wird belegt durch das seit Ausbruch der Schuldenkrise global sehr niedrige Zinsniveau. Nach drei Jahren Schuldenkrise in Europa zeichnen sich neben Strukturreformen auch unkonventionelle Wege, wie die der Finanzrepression ab, nach denen Noten-Banken und Regierungen direkt oder indirekt in die Zinsbildung eingreifen können und das Zinsniveau damit künstlich drücken. Maßnahmen, mit denen Staatsfinanzen nachhaltig saniert werden können, führen erst mittel- bis langfristig zum Erfolg. Aus diesem Grunde musste ein Modell her, welches auch kurzfristig produktiv wirkt. Trotz der Möglichkeit, die Schulden kurzfristig zu reduzieren, birgt jedoch auch die finanzielle Repression enorme Folgen für Sparer und Investoren, Banken sowie Versicherungsunternehmen und andere Geldanleger und führt zunehmend zu Herausforderungen für die Marktwirtschaft und die Demokratie und das nicht nur im europäischen Raum.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1 Grundlagen: Das Wesen der finanziellen Repression

1.1 Definition und Konzept finanzieller Repression

1.2 Staatsverschuldung und die Möglichkeit der Entschuldung

1.3 Übersicht der finanziellen Repression in der Historie

2 Methodisches Vorgehen: Finanzielle Repression als ein Ausweg aus der Überschuldung neben weiteren Alternativen

2.1 Maßnahmen zur finanziellen Repression

2.2 Inflation und Deflation im Zuge finanzieller Repression

2.3 Der Finanzrepression stehen einige Alternativen gegenüber

3 Auswirkungen der finanziellen Repression auf verschiedene Sektoren

3.1 Folgen finanzieller Repression auf Gläubiger sind zumeist negativ

3.2 Die Effekte finanzieller Repression auf den Staat als Schuldner

3.3 Die Begrenztheit der Finanzrepression ist gleichermaßen gesamtwirtschaftliche Kritik an ihrem Modell

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der modernen finanziellen Repression auf Gläubiger und Schuldner vor dem Hintergrund wachsender Trends zu negativen Zinsen und analysiert die Effekte auf die Gesamtwirtschaft. Ziel ist es, die Eignung der finanziellen Repression als Instrument zur Schuldenbewältigung kritisch zu hinterfragen.

  • Mechanismen und Instrumente der finanziellen Repression
  • Vergleichende Analyse zu alternativen Ansätzen des Schuldenabbaus
  • Auswirkungen auf verschiedene Sektoren (Gläubiger, Staat, Banken)
  • Gesamtwirtschaftliche Kritik und Grenzen des Modells
  • Bedeutung von Inflation und Deflation in diesem Kontext

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition und Konzept finanzieller Repression

Die derzeit so häufig verwendete Begrifflichkeit „finanzielle Repression“ bzw. „Finanzrepression“, englisch financial repression, kann wie folgt definiert werden: Finanzielle Repression bedeutet eine Reduktion der staatlichen Schulden durch gezielte Beeinflussung der Staatsschuldenkosten. Genau genommen ist diese staatliche Kapitallenkungsstrategie, die ausführlich durch die Ökonomen Reinhart und Sbrancia gekennzeichnet wurde, ein schleichender Verlust des Sparvermögens, der zur Verarmung der Bürger führt und gleichzeitig den hochverschuldeten Staat und die Banken finanziell entlastet. Typische Erscheinungsformen finanzieller Repressionen sind hohe, schwankende Inflationsraten. Durch diese gezielte Beeinflussung sollen die Schulden entwertet werden. Braunschweig und Kablitz definieren die Finanzrepression in ihrer Studie als eine verdeckte Umverteilung von den Sparern und Anlegern bis hin zum Staat.

Das theoretische Konzept, das sich hinter der finanziellen Repression versteckt, umfasst vielerlei Faktoren. Transfer von Pensionsvermögen zu Regierungen, niedrige Leitzinsen und Anleiherenditen, der Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB und der politische Druck auf Banken, Staatsanleihen zu kaufen, charakterisieren die finanzielle Repression in ihren einzelnen Merkmalen, auf die allerdings zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingegangen wird. Da die europäische Zentralbank in Korrespondenz mit der Regierung die Zinssätze absenkt, können sich Banken sehr preisgünstig über die EZB finanzieren. Der Wohlstand wird hierbei jedoch umverteilt. Privatanleger erhalten bei ihren Banken keine nennenswerten Zinsen für ihre Geldanlagen. Durch diese Niedrigzinspolitik wird der Staat entlastet, weil der Schuldendienst leichter fällt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlagen: Das Wesen der finanziellen Repression: Dieses Kapitel definiert den Begriff der finanziellen Repression, erläutert das theoretische Konzept der staatlichen Kapitallenkung und betrachtet die historische Entwicklung sowie die Ursachen staatlicher Verschuldung.

2 Methodisches Vorgehen: Finanzielle Repression als ein Ausweg aus der Überschuldung neben weiteren Alternativen: Hier werden die konkreten Maßnahmen der Finanzrepression wie Zinssenkungen und steuerliche Eingriffe sowie das Zusammenspiel von Inflation und Deflation analysiert und Alternativen zum Schuldenabbau gegenübergestellt.

3 Auswirkungen der finanziellen Repression auf verschiedene Sektoren: Dieses Kapitel beleuchtet die negativen Konsequenzen für Gläubiger, Sparer und Versicherungen sowie die Vorteile für den Staat als Schuldner und die gesamtwirtschaftlichen Grenzen des Modells.

Schlüsselwörter

Finanzielle Repression, Staatsschulden, Entschuldung, Niedrigzinspolitik, Inflation, Deflation, EZB, Gläubiger, Kapitalmärkte, Umverteilung, Schuldenkrise, Realzinsen, Sparer, Investoren, Staatsanleihen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die finanzielle Repression als Instrument zur Bewältigung hoher staatlicher Schuldenlasten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition des Konzepts, historische Anwendungsbeispiele, Maßnahmen der Zentralbanken und Regierungen sowie die Auswirkungen auf verschiedene wirtschaftliche Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Forschungsfrage, inwieweit die finanzielle Repression ein geeignetes und nachhaltiges Instrument zur Staatsentschuldung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse theoretischer Konzepte sowie der Auswertung historischer Daten und aktueller ökonomischer Zusammenhänge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den konkreten Mechanismen der Repression, dem Vergleich zu alternativen Sanierungsmaßnahmen und einer Sektoren-Analyse hinsichtlich der Belastungen und Effekte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Finanzielle Repression, Entschuldung, Niedrigzinspolitik, Realzinsen und Inflationssteuerung.

Warum belastet die Finanzrepression insbesondere Sparer?

Durch die künstliche Reduktion von Zinsen und die gezielte Entwertung von Kapitalvermögen durch Inflation sinkt die Kaufkraft, ohne dass Anleger von angemessenen Renditen profitieren können.

Welche Kritik übt die Autorin am Modell der Finanzrepression?

Die Autorin weist auf potenzielle gesamtwirtschaftliche Schäden, verfälschte Marktsignale und die Gefahr hin, dass notwendige Strukturreformen durch das „bequeme“ Modell der Repression aufgeschoben werden.

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Résumé des informations

Titre
Finanzielle Repression als möglicher Ausweg aus der Überschuldung
Sous-titre
Eine kritische Analyse der Auswirkungen
Université
University of Duisburg-Essen
Note
3
Auteur
Sabrina Pracz-Groenen (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
43
N° de catalogue
V1214568
ISBN (PDF)
9783346668004
Langue
allemand
mots-clé
Finanzielle Repression Überschuldung Negativzinsen Strafzinsen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sabrina Pracz-Groenen (Auteur), 2015, Finanzielle Repression als möglicher Ausweg aus der Überschuldung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214568
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Extrait de  43  pages
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