In dieser Arbeit soll es um die Bildungshistorie in Subsahara-Afrika gehen, wobei diese in die drei Stadien traditionell, missionarisch und kolonial unterteilt wird. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, inwieweit sich das Verständnis von Bildung und ihrer Vermittlung über die Jahrhunderte gewandelt hat und wie dies zu der heutigen Bildungskrise beiträgt. Besonderes Augenmerk soll auf die „Bildung der Knechte“ während der Kolonialzeit gelegt werden, um hier zu diskutieren, inwieweit diese der Bezeichnung „Bildung“ entspricht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ubuntu und die traditionelle afrikanische Bildung
- Bildung in Afrika zu Zeiten der Missionierung
- Bildung in Afrika zu Zeiten der Kolonialisierung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Bildungshistorie Subsahara-Afrikas und analysiert, wie die Entwicklung des Bildungsverständnisses von der traditionellen Bildung über die Zeit der Missionierung bis hin zur Kolonialzeit zur heutigen Bildungskrise in der Region beigetragen hat.
- Die Bedeutung des Ubuntu-Konzepts für die traditionelle afrikanische Bildung
- Die Transformation des Bildungsverständnisses während der Missionierung
- Die „Bildung der Knechte“ während der Kolonialisierung und ihre Folgen für die afrikanische Bevölkerung
- Der Einfluss der europäischen Bildungsmodelle auf die Bildungskrise in Subsahara-Afrika
- Die Herausforderungen der Analyse von Bildungsprozessen in nicht-deutschsprachigen Kulturen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der Bildungskrise in Subsahara-Afrika vor und verdeutlicht die Notwendigkeit, die Geschichte der Bildung in der Region zu betrachten.
Kapitel 2 untersucht die traditionelle afrikanische Bildung und die Philosophie des Ubuntu, die als Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der Bildung in vielen Ländern Subsahara-Afrikas diente.
Kapitel 3 beleuchtet den Einfluss der Missionierung auf das Bildungsverständnis in Subsahara-Afrika und analysiert die Auswirkungen auf die lokale Bildung.
Schlüsselwörter
Bildungshistorie, Subsahara-Afrika, Ubuntu, traditionelle afrikanische Bildung, Missionierung, Kolonialisierung, Bildungskrise, „Bildung der Knechte”, Kulturrelativismus
Häufig gestellte Fragen
Was sind die drei Stadien der Bildungshistorie in Subsahara-Afrika?
Die Arbeit unterteilt die Geschichte in die traditionelle afrikanische Bildung, die missionarische Bildung und die koloniale Bildung.
Was bedeutet das Ubuntu-Konzept für die Bildung?
Ubuntu ist eine Philosophie der Menschlichkeit und Gemeinschaftlichkeit, die das Fundament der traditionellen, informellen Bildung in vielen afrikanischen Kulturen bildete.
Was ist mit der „Bildung der Knechte“ gemeint?
Es beschreibt das koloniale Bildungswesen, das primär darauf ausgerichtet war, die einheimische Bevölkerung für untergeordnete Dienste in der Kolonialverwaltung zu qualifizieren.
Wie trug die Kolonialzeit zur heutigen Bildungskrise bei?
Durch die Zerstörung traditioneller Systeme und die Einführung europäischer Modelle, die oft nicht an die lokalen Bedürfnisse angepasst waren, entstanden strukturelle Defizite.
Welchen Einfluss hatte die Missionierung auf afrikanische Sprachen?
Missionare verschriftlichten oft lokale Sprachen für religiöse Zwecke, drängten aber gleichzeitig westliche Denkmuster auf, die das traditionelle Bildungsverständnis transformierten.
- Arbeit zitieren
- Hannah Bruckmann (Autor:in), 2021, Bildungshistorie von Subsahara-Afrika. Beitrag zu der kontemporären Bildungskrise der Region, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214609