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Chomskys Minimalist Program

Annahmen und Probleme

Titre: Chomskys Minimalist Program

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 21 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Josephine Ernst (Auteur)

Philologie Allemande - Sémiotique, Pragmatique, Sémantique
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Zahlreiche Wissenschaften versuchen immer wieder ihre theoretischen Ansätze zu minimieren um universal möglichst viele Aspekte abzudecken. Auch im Bereich der Grammatik, genauer gesagt der so genannten Generativen Grammatik, sollte ein Anstoß zur Minimierung aller bestehenden Konstituenten vorgebracht werden. Einer der ersten ausbuchstabierten Versuche dessen scheint zwar von Noam Chomsky selbst zur Bedingung der Minimalität getroffen worden zu sein, jedoch folgten 1990 erst noch Gedanken zum Minimalismus von Rizzi in der Theorie der Relativierten Minimalität, die in diesem Rahmen von Bedeutung sind. Dieses wird hier allerdings vorausgesetzt und nicht näher darauf eingegangen, falls nicht unbedingt notwendig.
Mit seinem Minimalistischen Programm (MP) versuchte Noam Chomsky nun gleich zwei Ansprüchen gerecht zu werden. Auf der einen Seite nahm er die Annahmen der Universalgrammatik (UG) als grundlegend. Das bedeutet, dass grammatische Phänomene für verschiedene Sprachen denselben Erklärungen unterliegen. Anspruch einer UG ist es somit, „von endlichen Mitteln unendlichen Gebrauch machen“ zu können. Was allerdings das Minimalistische betrifft, versucht Chomsky auf zweierlei Art, diese zu einer Theorie zu verflechten. Program nennt er es nun allerdings deswegen, weil er es noch nicht für eine ausgereifte Theorie hält. Bis heute haben die verschiedenen Versuche nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. So bestehen verschiedene Ansatzpunkte, die jedoch meist bald teils oder vollkommen widerlegt werden. Wissenschaftliche Lücken, die nicht geschlossen werden können, Eliminierung von Daten, die schlicht unzureichend sind sowie teilweise scheinbar willkürlich getroffene Festlegungen erschweren eine vollkommen fundierte Version des Minimalismus in der Generativen Grammatiktheorie.
Im Folgenden sollen die Annahmen Chomskys dargestellt werden, so wie sie seit 1992, nachdem der Aufsatz A minimalist program for linguistic theory veröffentlicht wurde, bestanden haben. Dabei soll auf Grundlegendes des Programms Bezug genommen werden, das die Wissenschaft bis heute rezipiert hat. Angesichts dessen werden Problemkreise angesprochen werden, die eben dafür sorgen, dass das MP den Status einer Theorie noch nicht erlangt hat.
Vorwiegend anhand von Beispielen des Deutschen sollen Erklärungen folgen, die zum Verständnis des Gedankengangs beitragen. Jedoch ist dies nicht immer möglich. Deswegen sind Belege aus anderen Sprachen, zum Beispiel dem Englischen teilweise unverzichtbar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Hinführung

2. Chomskys Minimalist Program

2.1. Die Derivation

2.2. Ökonomie

2.3. Neuerungen

3. Probleme

3.1. Willkür bei Subjekten?

3.2. Ökonomie bei Split Infl?

4. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Noam Chomskys Minimalistischem Programm (MP) auseinander, um dessen theoretische Annahmen, die Grundmechanismen der Satzgenerierung sowie bestehende wissenschaftliche Unzulänglichkeiten und offene Problemstellungen innerhalb dieses linguistischen Rahmens zu beleuchten.

  • Grundlagen und zentrale Konzepte des Minimalistischen Programms
  • Mechanismen der Derivation (Select, Merge, Move, Feature-Checking)
  • Die Rolle der Ökonomieprinzipien und Schnittstellenbedingungen
  • Kritische Analyse von Problemfeldern wie Subjektpositionen und der Split-Inflection-Hypothese

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Derivation

Aus dem Lexikon werden in ungeordneter Reihenfolge Lexeme - eine „lexikalische Kollektion“ entnommen, die zusammen eine Phrase ergeben sollen. Als selbstgewähltes Beispiel fungiert hier:

(1) [...] weil sie die Arbeit betreut hat.

Jedes der Lexeme enthält einen Index in Höhe der Anzahl, in der sie in der Phrase vorkommen:

(2) Arbeit1 betreut1 die1 hat1 sie1 weil1

In welcher abfolge die Lexeme nun zu einer Einheit verbunden werden, hängt von der zu erreichenden Struktur ab. Meistens gibt es nur eine adäquate Variante. Falls diese im Laufe der Zusammenfügung nicht gewählt wird, scheitert die Derivation.

Ziel ist es nun, anders als in der Generativen Grammatik bis hier hin, die Merkmale der einzelnen Lexeme zu überprüfen und nicht, sie erst zuzuweisen. Chomsky nennt diesen Vorgang Feature-Checking. Das ist eine „syntaktische Operation, die die Flexionsmerkmale eines Lexems mit dem Flexionsmerkmalen einer funktionalen Kategorie vergleicht und die Merkmale bei Merkmalübereinstimmung aus der Struktur eliminiert“.

Dafür müssen die Lexeme zuerst aus dem mentalen Lexikon entnommen werden. Das geschieht durch die Operation Select – Auswählen. Sobald Lexeme mitsamt ihren Merkmalen in die Derivation eingeleitet wurden, das heißt, sobald sie sich im syntaktischen Generator, in dem die Operationen ablaufen, befinden, wird ihr Index jeweils um eins reduziert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Hinführung: Dieses Kapitel führt in den Kontext der Generativen Grammatik ein und erläutert die Ambitionen des Minimalistischen Programms als wissenschaftliches Bestreben zur theoretischen Minimierung.

2. Chomskys Minimalist Program: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Programms, insbesondere die Rolle des Lexikons, des syntaktischen Generators sowie die Bedeutung von Derivationsschritten und Ökonomieprinzipien detailliert dargelegt.

3. Probleme: Dieser Abschnitt widmet sich der kritischen Reflexion und deckt konzeptionelle Schwachstellen sowie ungeklärte Fragen in Bezug auf Ökonomie und strukturelle Modellierungen auf.

4. Schlussbetrachtungen: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Status des Minimalistischen Programms als eine zwar ambitionierte, aber noch nicht vollständig ausgereifte Theorie.

Schlüsselwörter

Minimalistisches Programm, Generative Grammatik, Noam Chomsky, Syntax, Derivation, Ökonomieprinzipien, Feature-Checking, Universalgrammatik, Schnittstellenebenen, Struktur, Lexeme, Split-Inflection, Move, Merge, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Grundannahmen von Noam Chomskys Minimalistischem Programm und untersucht kritisch dessen theoretische Konsistenz.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören die Mechanismen der Satzgenerierung, die Anwendung von Ökonomieprinzipien in der Syntax sowie die Herausforderungen bei der empirischen Modellierung natürlicher Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweise des Minimalistischen Programms transparent zu machen und gleichzeitig aufzuzeigen, an welchen Stellen die Theorie bisher an ihre Grenzen stößt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der linguistischen Fachliteratur, ergänzt durch die exemplarische Anwendung der Theorie auf deutsche und englische Beispielsätze.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Darstellung der Derivationsschritte, die verschiedenen Ökonomieprinzipien und die Diskussion spezifischer Probleme wie der Split-Inflection-Hypothese.

Was zeichnet die Arbeit aus?

Die Arbeit charakterisiert sich durch die Verknüpfung theoretischer Konzepte mit praktischen Beispielen, wobei insbesondere die kritische Distanz zur unvollkommenen Theorie hervorgehoben wird.

Welche Rolle spielt die Kopiertheorie in diesem Modell?

Die Kopiertheorie ist eine essenzielle Voraussetzung für die Behandlung von Spuren in der Derivation, steht jedoch laut der Autorin in einem Spannungsverhältnis zur lexikalischen Definition von Spuren.

Warum wird dem MP teilweise Beliebigkeit vorgeworfen?

Die Kritik basiert darauf, dass die Unterscheidung in starke und schwache Merkmale sowie die Wahl der Strukturen oft nicht konsequent durch die Theorie selbst begründet, sondern scheinbar willkürlich vorgenommen wird.

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Résumé des informations

Titre
Chomskys Minimalist Program
Sous-titre
Annahmen und Probleme
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft)
Cours
Infinite Verbformen
Note
1,0
Auteur
Josephine Ernst (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
21
N° de catalogue
V121461
ISBN (ebook)
9783640261178
ISBN (Livre)
9783640261390
Langue
allemand
mots-clé
Chomskys Minimalist Program Infinite Verbformen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Josephine Ernst (Auteur), 2009, Chomskys Minimalist Program, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121461
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Extrait de  21  pages
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