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Zu E.T.A. Hoffmann: Meister Martin und die Harmonie

Titre: Zu E.T.A. Hoffmann: Meister Martin und die Harmonie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 20 Pages , Note: 1,8

Autor:in: Jens Pfundstein (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Das Thema dieser Hausarbeit ist Meister Martin und die Harmonie, wobei der Titel allerdings etwas unverständlich sein mag. Ich werde daher genauer auf den Begriff „Harmonie“ eingehen, eine Definition geben. Das nachfolgende Beispiel soll aufzeigen, wie der Eindruck von Harmonie entsteht.
Die weitere Struktur der Hausarbeit ist abhängig von der Hypothese, die ich hier vorstellen möchte: Ich unterstelle, dass die Erzählung Meister Martin der Küfner und seine Gesellen bewusst auf eine bestimmte Wirkung hin konstruiert wurde. Die der Erzählung zugrunde liegenden, formalen Aspekte sind mitverantwortlich für den in der Rahmenerzählung erwähnte „… gemütliche[n] Ton …“ (SB, 471). Das Besondere zweier wesentlicher Aspekte wird herausgestellt werden, die Intention eben dieser, beziehungsweise inwiefern deren jeweilige Wirkung sich mit dem serapiontischen Prinzip vereinbaren lässt.
Gemäß oben genannter Hypothese werde ich mich auf zwei Punkte konzentrieren: Zum einen die Personenkonstellation der Erzählung, wobei der Effekt dieser Konstellation, sowie die Methode ebenfalls Beachtung finden werden. Zum anderen soll auf ein besonders auffälliges Merkmal des Handlungsverlaufes eingegangen werden.
Im Anschluss daran wird – unter Berücksichtigung des serapiontischen Prinzips – der Rekapitulation, der Synthese der gefundenen Ergebnisse Raum gegeben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1) Vorwort

2) Harmonie – Eine Definition

3) Das serapiontische Prinzip

3.1) Meister Martin und das serapiontische Prinzip

3.2) Palestrina

4) Kontrapunktische Elemente des Meister Martin

4.1) Rosa

4.2) Meister Martin

4.3) Friedrich

4.4) Reinhold

4.5) Conrad

5) Der Handlungsverlauf

6) Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit E.T.A. Hoffmanns Erzählung Meister Martin der Küfner und seine Gesellen durch eine bewusste, musikalisch-kontrapunktische Strukturierung auf eine spezifische ästhetische Wirkung hin konstruiert wurde. Ziel ist es, die Verbindung zwischen der Personenkonstellation und dem Handlungsverlauf unter Einbeziehung des serapiontischen Prinzips als methodisches Instrument zu analysieren.

  • Analyse der Harmonie-Definition im Kontext der Erzählstruktur.
  • Anwendung des serapiontischen Prinzips als wirkungsorientierte Erzählmethode.
  • Untersuchung der Personenkonstellation anhand kontrapunktischer Techniken (Umkehrung und Umschichtung).
  • Analyse des Handlungsverlaufs als harmonisches Arrangement.

Auszug aus dem Buch

4.4) Reinhold

„Reinhold ist nun offenbar der schönste von allen“ (SB, 452). Dieses Kompliment unterstreicht die Eigenschaft die er einerseits mit Rosa gemeinsam hat, andererseits ist es – da Korpulenz als weniger attraktiv gilt - die Vertauschung von Meister Martins Beleibtheit (SB, 444) mit dessen, in Reinholds Falle, nur zu erratendem Gegenteil, gleichwohl Reinhold eine Eigenschaft an den Tag legt, die die bis jetzt genannten Akteure vermissen lassen. Wie Meister Martin verfügt Reinhold ebenso über eine Untugend. Diese unterscheidet ihn zwar von Meister Martin, aber gerade das Vorhandensein einer Untugend ist das Merkmal, das er wiederum mit Meister Martin gemeinsam hat. Reinholds Reaktion als Friedrich versehentlich an Reinholds Reisebündel stößt (SB, 435), die Art und Weise in der Reinhold die Laute spielt, „… als wolle er alle Saiten zersprengen“ (SB, 435), verrät seinen Jähzorn.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt teilt Friedrich mit Rosa die Bescheidenheit. Hier liegt aber gerade der Unterschied zu Reinhold, er ist nun mal kein bescheidener Mensch: „… [W]as das Berechnen der Größe, der Proportion, das Abzirkeln der hübschen Rundung betrifft, da findest du an mir deinen Mann.“ (SB, 438).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Vorwort: Der Autor führt kurz in das Thema ein und legt die Hypothese dar, dass die Erzählung bewusst auf eine bestimmte Wirkung hin konstruiert wurde.

2) Harmonie – Eine Definition: Es erfolgt eine musiktheoretische Bestimmung des Begriffs Harmonie als wohltönendes, geplantes Anordnen von Tönen zur Vermeidung von Dissonanz.

3) Das serapiontische Prinzip: Das Kapitel erläutert das serapiontische Prinzip als wirkungsorientiertes Erzählen, das den Verstand in eine ordnende Funktion stellt.

3.1) Meister Martin und das serapiontische Prinzip: Die Arbeit überträgt das serapiontische Prinzip auf Meister Martin und hinterfragt, wie die spezifische Atmosphäre der Gemütlichkeit methodisch erzeugt wird.

3.2) Palestrina: Hier werden der Palestrinastil und die Technik des Kontrapunkts als musikalisches Modell für die Analyse der Erzählung eingeführt.

4) Kontrapunktische Elemente des Meister Martin: Das Kapitel prüft, ob die Personenkonstellation der Erzählung als musikalisches Arrangement im Sinne eines doppelten Kontrapunkts interpretiert werden kann.

4.1) Rosa: Rosa wird als zentraler Ausgangspunkt der Personenkonstellation und als Trägerin der Eigenschaft Bescheidenheit charakterisiert.

4.2) Meister Martin: Meister Martin wird als Gegenpol zu seiner Tochter analysiert, wobei sein Stolz als Umkehrung von Rosas Bescheidenheit interpretiert wird.

4.3) Friedrich: Friedrich wird als „Amalgam“ beschrieben, das Merkmale von Rosa und Meister Martin verbindet, um die Erzählung formal zu ergänzen.

4.4) Reinhold: Reinhold wird als weiterer Charakter analysiert, dessen Jähzorn ihn als gezielte Variation innerhalb der Personenkonstellation kennzeichnet.

4.5) Conrad: Conrad wird als letzter, ungehobelter Charakter eingeführt, dessen Wildheit die Kontrapunktik innerhalb des Umfelds von Meister Martin vervollständigt.

5) Der Handlungsverlauf: Dieser Abschnitt untersucht, wie die einzelnen Episoden der Erzählung in Analogie zur Funktionsharmonik angeordnet sind, um eine harmonische Gesamtwirkung zu erzielen.

6) Schlussfolgerung: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und bekräftigen die These, dass die Erzählung ein bewusst konstruiertes, harmonisches Gefüge darstellt.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Meister Martin, serapiontisches Prinzip, Harmonie, Kontrapunkt, Palestrina, Personenkonstellation, Funktionsharmonik, Gemütlichkeit, Erzähltechnik, musikalische Analyse, literarische Struktur, Umschichtung, Umkehrung, Gattungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die strukturellen und formalen Aspekte von E.T.A. Hoffmanns Erzählung Meister Martin, um nachzuweisen, dass sie bewusst auf eine spezifische Wirkung hin konstruiert wurde.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Harmonie, dem serapiontischen Prinzip, der Analyse der Personenkonstellation und der Untersuchung des Handlungsverlaufs als harmonisches Arrangement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, dass Hoffmann die Charaktere und den Plot seiner Erzählung nach kontrapunktischen Prinzipien der Musik angeordnet hat, um eine einheitliche Wirkung zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die musiktheoretische Konzepte (wie Kontrapunkt und Funktionsharmonik) als Interpretationswerkzeuge auf den erzählerischen Text anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die einzelnen Figuren (Rosa, Meister Martin, Friedrich, Reinhold, Conrad) als musikalische Stimmen, die durch Umkehrung und Umschichtung zueinander in Beziehung stehen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie serapiontisches Prinzip, kontrapunktische Erzählweise, harmonische Konstruktion und wirkungsorientiertes Erzählen definiert.

Inwiefern spielt der Palestrinastil für die Interpretation eine Rolle?

Der Palestrinastil dient als analytisches Modell, da er durch Strenge, Konsequenz und das Prinzip des Kontrapunkts eine methodische Vergleichsgröße für die strukturelle Analyse der Erzählung bietet.

Wie lässt sich die „Verzahnung“ von Rahmen- und Binnenerzählung verstehen?

Die Arbeit argumentiert, dass die Verzahnung nicht inhaltlicher Natur ist, sondern auf einer rein formalen Ebene erfolgt, um die serapiontische Struktur des Gesamtwerks zu wahren.

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Résumé des informations

Titre
Zu E.T.A. Hoffmann: Meister Martin und die Harmonie
Université
Saarland University
Cours
E.T.A. Hoffmann
Note
1,8
Auteur
Jens Pfundstein (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
20
N° de catalogue
V121483
ISBN (ebook)
9783640261550
ISBN (Livre)
9783640261567
Langue
allemand
mots-clé
E.T.A. Hoffmann Serapionsbrüder serapiontisch serapiontisches Prinzip Harmonie Meister Martin Funktionsharmonik Musik & Literatur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jens Pfundstein (Auteur), 2007, Zu E.T.A. Hoffmann: Meister Martin und die Harmonie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121483
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Extrait de  20  pages
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