In dieser Arbeit werden die Begriffe Elternarbeit und Migration näher betrachtet. Zusätzlich wird auf den historischen Kontext dieser Begrifflichkeiten eingegangen sowie auf die verschiedenen Formen der Elternarbeit und der Migration. Zudem wird geschaut, was es für Faktoren gibt, die die Elternarbeit in der alltäglichen Arbeit erschweren und was für Hürden für die Fachkräfte und Familien entstehen. Doch diese Schwierigkeiten können verhindert werden, indem auch auf die positiven Seiten dieser Zusammenarbeit betrachtet werden. Genau diese Faktoren werden erarbeitet und aufgezeigt. Als letztes folgt ein Vergleich der Elternarbeiten von Familien mit Migrationshintergrund und einheimischen Familien. Dabei muss jedoch geschaut werden, ob überhaupt ein Unterschied zu erkennen ist oder nicht doch beide Formen der Elternarbeit vor den gleichen Herausforderungen stehen. Die Frage, welche durch diese Arbeit beantwortet werden soll, ist, inwieweit die Elternarbeit mit migrierten Familien Auswirkungen auf die alltägliche Arbeit hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1. Elternarbeit
2.1.1. Überblick
2.1.2. Formen
2.1.3. Historischer Kontext
2.2. Migration
2.2.1. Überblick
2.2.2. Formen
2.2.3. Historischer Kontext
3. Herausforderungen der Elternarbeit
3.1. Probleme und Schwierigkeiten in der alltäglichen pädagogischen Arbeit
3.2. Vermeidung der Probleme
4. Vergleich von Elternarbeit mit und ohne Migrationshintergrund
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Gestaltung der Elternarbeit in deutschen Kindertagesstätten im Kontext von Migration, um Hürden in der pädagogischen Zusammenarbeit zu identifizieren und Lösungsansätze für eine gelingende Erziehungspartnerschaft aufzuzeigen.
- Grundlagen der Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft
- Historische und aktuelle Aspekte der Migration in Deutschland
- Identifikation von Kommunikations- und Integrationsproblemen
- Rolle pädagogischer Fachkräfte bei der Konfliktvermeidung
- Vergleichende Analyse der Elternarbeit bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Überblick
„Kindertagesbetreuung wird neben dem Förderungsauftrag, welcher die Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes umfasst, gleichzeitig ein familienergänzender und – [sic] unterstützender Auftrag mit begleiten- den, entlastenden, präventiven und kompensatorischen Aufgaben zugewiesen“ (Landkreis Zwickau, 2019, S. 4). Diese Aufgabe wird durch die Kooperation der Familien, der sogenannten Elternarbeit, ergänzt.
Immer wieder wird von Elternarbeit oder Zusammenarbeit im pädagogischen Kontext gesprochen. Doch was genau wird unter Elternarbeit verstanden?
Elternarbeit ist die Arbeit von Eltern für ihre Kinder, die Erziehung und Versorgung, die Organisation des Familienlebens, aber auch die Mitwirkung der Eltern in der Kindertagesstätte, der Schule oder anderen Einrichtungen, die an der Erziehung und Ausbildung der Kinder beteiligt sind. (Arnhold et al., 2010, S. 6)
Nach § 22a SGB VIII sollen pädagogische Fachkräfte mit den Erziehungsberechtigten der Kinder kooperieren. Die Eltern sind „an den Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung zu beteiligen“ (§ 22a SGB 8, 1990/26.06.1990). Jedes deutsche Bundesland regelt das Mitwirken in Kitas auf seine Art und Weise, wodurch es Unterschiede in ganz Deutschland gibt. Für Hessen gibt es das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetz (HKJGB). In diesem Gesetz wird in § 27 Elternbeteiligung, Elternversammlung und Elternbeirat gesagt, dass Eltern von der Einrichtung über alles informiert und auch einbezogen sollen (HKJGB, 2021/28.09.2015).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Elternarbeit im Kontext zunehmender gesellschaftlicher Heterogenität und Migration in Deutschland ein.
2. Theoretische Fundierung: Es werden die zentralen Begrifflichkeiten der Elternarbeit als Erziehungspartnerschaft sowie die Hintergründe und Formen von Migration definiert.
3. Herausforderungen der Elternarbeit: Dieses Kapitel analysiert spezifische Schwierigkeiten, wie Sprachbarrieren oder kulturelle Missverständnisse, und zeigt Strategien zu deren Bewältigung auf.
4. Vergleich von Elternarbeit mit und ohne Migrationshintergrund: Hier werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Familiengruppen gegenübergestellt.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von interkultureller Kompetenz und Offenheit als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche pädagogische Zusammenarbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Kindertagesstätte, Migration, Migrationshintergrund, Interkulturelle Kompetenz, Pädagogische Fachkräfte, Integration, Vielfalt, Diskriminierung, Kommunikation, Werte und Normen, Bildungssystem, Familienkooperation, Diversität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung und den Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Personal in Kindertagesstätten, insbesondere unter dem Aspekt kultureller Vielfalt durch Migration.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition der Elternarbeit, die theoretischen Hintergründe von Migration, die Analyse von Hürden im Kita-Alltag sowie Lösungsansätze zur Förderung einer gelingenden Erziehungspartnerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte trotz bestehender Barrieren eine konstruktive Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund etablieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Aufarbeitung bestehender Studien und gesetzlicher Grundlagen zur Elternarbeit und Migration.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Begriffe, die Untersuchung konkreter Alltagsschwierigkeiten in der Kita und einen vergleichenden Blick auf die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Familienstrukturen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Erziehungspartnerschaft, Migrationshintergrund, interkulturelle Kompetenz und Elternarbeit definiert.
Wie beeinflussen Sprachbarrieren die Elternarbeit konkret?
Sprachbarrieren führen laut Arbeit oft zu Missverständnissen, da nicht nur Informationen fehlen, sondern auch Nuancen in der Kommunikation verloren gehen, was wiederum die Vertrauensbildung erschweren kann.
Welche Rolle spielt die „Erziehungspartnerschaft“?
Der Begriff beschreibt eine auf Augenhöhe basierende Kooperation, bei der Eltern und pädagogische Fachkräfte gemeinsam zum Wohle des Kindes agieren und sich gegenseitig als Experten für das Kind respektieren.
Gibt es Unterschiede in der Elternarbeit je nach Migrationsform?
Ja, die Arbeit differenziert zwischen verschiedenen Gruppen wie Arbeitsmigranten, Spätaussiedlern oder Geflüchteten, da diese jeweils unterschiedliche Voraussetzungen, Erwartungen und historische Hintergründe mitbringen.
- Citar trabajo
- Celine Arnold (Autor), 2021, Elternarbeit in deutschen Kindertagesstätten im pädagogischen Kontext von Migration, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214897