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Konfliktmanagement am Beispiel Südafrika

Title: Konfliktmanagement am Beispiel Südafrika

Term Paper , 2005 , 26 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Mara Drochner (Author)

Politics - Region: Africa
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt den Südafrikanischen Verhandlungsprozess, der zu dem außergewöhnlichen politischen und gesellschaftlichen Wandel geführt hat. Hierbei werden die formalen Verhandlungen von 1990 bis 1994 untersucht sowie die Voraussetzungen und die historische Eingliederung des Verhandlungsprozess, Vorverhandlungen und die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft erörtert.
Außerdem wird analysiert, welche Faktoren den Erfolg des Verhandlungsprozesses beeinflusst haben und welche Vorteile sich ergeben, wenn eine Nation die Möglichkeit erhält, ihre eigenen Probleme selbst zu lösen. In Bezug auf die Bewertung dieser Südafrikanischen Konfliktlösung werden die Stabilität sowie der Wirkungsgrad des Übereinkommens, die Wahrscheinlichkeit der Durchsetzung und die nationale Versöhnung untersucht.

Excerpt


Gliederung

1 Einleitung

2 Vorgeschichte des Konfliktes in Südafrika

3 Verhandlungsgrundlagen und -voraussetzungen

3.1 International

3.2 National

4 Der Verhandlungsprozess

4.1 Pre-Pre-Negotiation

4.2 Pre-Negotiation

4.3 Formal Negotiation

4.4 Rolle der Internationalen Gemeinschaft

5 Bewertung

5.1 Südafrika nach der Apartheid

5.2 „Das Südafrikanische Wunder“?

6 Fazit

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den außergewöhnlichen, nahezu gewaltlosen Übergang Südafrikas von der Apartheid zur Demokratie im Zeitraum von 1990 bis 1994, wobei der Fokus insbesondere auf den direkten Verhandlungen zwischen der National Party und dem African National Congress unter Verzicht auf eine externe Mediation liegt.

  • Historische Voraussetzungen und Konfliktursachen in Südafrika
  • Analyse des mehrstufigen Verhandlungsprozesses (Pre-Pre, Pre- und Formal Negotiation)
  • Untersuchung der Rolle der Internationalen Gemeinschaft als Beobachter
  • Bewertung der Stabilität und Effektivität des gefundenen Übereinkommens
  • Herausforderungen der post-Apartheid-Ära wie Schwerkriminalität und soziale Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

4.1 Pre-Pre-Negotiation

Schon Mitte der 80er Jahre begann ein loses und anfangs zufällig gewebtes Netzwerk von Kontakten zwischen Angehörigen der weißen Elite und des ANC zu entstehen. Es fand eine Vielzahl von öffentlichen Treffen zwischen verschiedenen Gruppen statt, die auf eine Konfliktlösung in Südafrika hinarbeiteten. Diese Gespräche zwischen 1985 und 1990 stellten die Grundlage für die späteren formalen Verhandlungen dar und legten Gemeinsamkeiten offen. Dieser sogenannte „public peace process“ brachte Afrikaaner aus Wirtschaft, Medien, Bildung sowie Politik und ANC-Mitglieder an einen Tisch. Die Treffen bauten eine Verbindung auf, die über die schwierigen Verhandlungen der nächsten Jahre halten würde, und schafften ein Vertrauensverhältnis, welches später wiederholt half, kritische Situationen im Prozess des Machtwechsels zu überstehen. Außerdem wurden Vorurteile und Stereotypen abgebaut, gegenseitiges Verständnis erreicht sowie die Erkenntnis gewonnen, dass Verhandlungen eine durchaus erfolgreiche Lösungsstrategie sein können. Durch diese sogenannte „track-two diplomacy“ gelangte man zu einer gemeinsamen Problemdefinition und Annäherung. Die Grundlage für die Anerkennung von Verhandlungen in der Gesellschaft war gelegt.

Obwohl die Botha-Regierung direkte Gespräche mit dem ANC ablehnte und verurteilte, wusste sie von den Treffen und nutze sie, um Informationen über die gegnerische Partei zu erlangen ohne direkt involviert zu sein. Darüber hinaus gab es eine Reihe geheimer Treffen zwischen Mitgliedern der Botha Regierung, vor allem dem Justizminister Kobie Coetsee, und dem inhaftierten Nelson Mandela. Diese Gespräche legten die Richtlinien für die folgenden Verhandlungen fest.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Apartheid-System und definiert das Ziel der Arbeit, den friedlichen Übergang Südafrikas durch direkte Verhandlungen zwischen 1990 und 1994 zu untersuchen.

2 Vorgeschichte des Konfliktes in Südafrika: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung vom vor-kolonialen Südafrika bis hin zur Etablierung und Radikalisierung des Apartheid-Regimes nach 1948.

3 Verhandlungsgrundlagen und -voraussetzungen: Hier werden die internationalen und nationalen Faktoren analysiert, die den Druck auf die Regierung erhöhten und den Weg zu den Verhandlungen ebneten.

4 Der Verhandlungsprozess: Dieses Kernkapitel beschreibt detailliert die verschiedenen Phasen der Annäherung, die Rolle der internationalen Akteure und die Dynamik der Verhandlungen zwischen ANC und NP.

5 Bewertung: Das Kapitel evaluiert die politische und ökonomische Situation nach der Apartheid sowie die Gründe für den Erfolg dieses Verhandlungsweges.

6 Fazit: Das Fazit fasst den erfolgreichen, aber von Krisen begleiteten Wandel zusammen und hebt die Bedeutung des südafrikanischen Modells für die internationale Konfliktforschung hervor.

7 Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen, wissenschaftliche Arbeiten und journalistische Publikationen auf.

Schlüsselwörter

Südafrika, Apartheid, Demokratie, Verhandlungsprozess, Nelson Mandela, National Party, ANC, Machtübergabe, Konfliktlösung, Internationale Gemeinschaft, Transitional Executive Council, politische Transformation, Gewaltlosigkeit, Versöhnung, Reformpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der friedlichen Beendigung des rassistischen Apartheid-Regimes in Südafrika und der anschließenden demokratischen Transformation durch einen erfolgreichen, auf direkten Verhandlungen basierenden Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Konflikts, den Phasen der Verhandlungen, der Rolle der internationalen Gemeinschaft sowie der Bewertung der post-Apartheid-Ära hinsichtlich Stabilität und gesellschaftlichem Wandel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum Südafrika einen außergewöhnlich erfolgreichen, weitgehend gewaltlosen Übergang vollziehen konnte, obwohl viele Beobachter im Vorfeld einen Bürgerkrieg befürchtet hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Fallstudie, die primär auf der Auswertung von Fachpublikationen, historischen Biographien und einer Analyse von Verhandlungsdynamiken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Voraussetzungen (internationale Isolation, nationaler Druck), die Chronologie des Verhandlungsprozesses (von geheimen Treffen bis zum Allparteien-Kongress) und die Bewertung des neuen politischen Systems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Apartheid, Verhandlungsprozess, Machtübergabe, demokratische Transformation und Konfliktlösung charakterisiert.

Warum lehnte Südafrika eine direkte internationale Mediation ab?

Aufgrund des tiefen Misstrauens gegenüber internationalen Akteuren, die während des Kalten Krieges parteiisch agiert hatten, und wegen der im "public peace process" entwickelten Bereitschaft zur direkten Kooperation zogen es die Parteien vor, die Lösung selbst zu erarbeiten.

Welche Rolle spielte die Inkatha Freedom Party im Verhandlungsprozess?

Die IFP agierte als "spoiler group", die den Verhandlungsprozess durch Boykotte und Gewalt zu stören versuchte, um ihre politische Relevanz zu sichern, bevor sie letztlich doch an den Wahlen teilnahm.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Nelson Mandela und F.W. de Klerk?

Beide werden als charismatische Persönlichkeiten gewürdigt, deren Bereitschaft zum Konsens und zum Eingehen auf die Ängste der jeweils anderen Seite entscheidend für den friedlichen Übergang war.

Was macht das "Südafrikanische Wunder" in der Konfliktforschung so interessant?

Es gilt als Modell, da es zeigt, wie eine arme Mehrheit durch direkte Verhandlungen die Macht von einer reichen Minderheit übernehmen kann, wobei durch diesen langwierigen Prozess eine hohe Effektivität bei der Konfliktaustrocknung erreicht wurde.

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Details

Title
Konfliktmanagement am Beispiel Südafrika
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Internationale Organisationen und Regime
Grade
1.0
Author
Mara Drochner (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V121519
ISBN (eBook)
9783640262687
ISBN (Book)
9783640262731
Language
German
Tags
Konfliktmanagement Südafrika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mara Drochner (Author), 2005, Konfliktmanagement am Beispiel Südafrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121519
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