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Der Stellenwert des gesellschaftlichen Phänomens der Menschenfeindlichkeit am Beispiel des Werkes "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund

Titre: Der Stellenwert des gesellschaftlichen Phänomens der Menschenfeindlichkeit am Beispiel des Werkes "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 20 Pages , Note: 1.0

Autor:in: Elvina Machleidt (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Sinne einer Feststellung über die Beschaffenheit der Komödie handelt es sich beim im Rahmen dieser Seminararbeit behandelten Werk "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund um eines mit zahlreichen komödiantischen Elementen, die auch in der Bearbeitung negativ behafteter Themenkomplexe zum Einsatz kommen. So wird es auf den folgenden Seiten in erster Linie um das sowohl historisch relevante als auch allgegenwärtige Phänomen der Menschenfeindlichkeit gehen, deren Motive bereits hochrangige Schriftsteller wie etwa Raimund und Molière beschäftigten, aber bedauerlicherweise auch in die Gegenwart hineinreichen.

Im Zuge der vorliegenden Seminararbeit werden zunächst Rolle und Stellenwert der Komödie in der neudeutschen Literatur des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt gestellt, ehe auf das von Ferdinand Raimund verfasste Werk "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" Bezug genommen wird. Einer kurzen Beschreibung der Geschichte folgt eine umfassende Untersuchung des Motivs der Menschenfeindlichkeit, die Raimund in erster Linie im Kontext des Staatsbankrotts des Jahres 1811 beschäftigt. Diesem Phänomen wird aber nicht lediglich im historischen Längsschnitt erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt; ergänzend zu einem kurzen Vergleich in der Bearbeitung zwischen Raimund und früheren Generationen von Schriftstellern wie etwa von Shakespeare oder Molière werden auch wesentliche Entstehungsfaktoren der Menschenfeindlichkeit skizziert und entsprechende Einbettungen in den geschichtlichen Kontext vorgenommen.

Die Umsetzung der hier beschriebenen Vorgehensweise dient vor allem der Beantwortung der Forschungsfragen, welchen Einfluss das Motiv der Menschenfeindlichkeit auf dessen literarische Verarbeitung Raimunds im Rahmen des Werkes "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" hat sowie welche Parallelen sich zwischen historischer und kontemporärer Bedeutung dieses Phänomens herausarbeiten lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellungen

2. Die Komödie in der neudeutschen Literatur des 19. Jahrhunderts

3. Das Werk „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“

3.1 Exkurs: Der österreichische Staatsbankrott des Jahres 1811

3.2 Handlung, Bedeutung, Interpretation

4. Das Motiv der Menschenfeindlichkeit

4.1 Die Menschenfeindlichkeit bei Raimund und anderen Autoren

4.2 Wichtige Entstehungsfaktoren der Menschenfeindlichkeit

5. Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert der Menschenfeindlichkeit im Werk „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ von Ferdinand Raimund und analysiert dabei, wie historische sozioökonomische Faktoren, wie etwa der Staatsbankrott von 1811, zur literarischen Ausgestaltung misanthroper Züge beitragen.

  • Analyse der Rolle der Komödie in der neudeutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.
  • Untersuchung der Handlung und der psychologischen Dimensionen des Misanthropen Rappelkopf.
  • Vergleich der Menschenfeindlichkeit bei Raimund mit anderen Autoren wie Shakespeare und Molière.
  • Darstellung von Entstehungsfaktoren der Misanthropie im historischen Kontext des Vormärz.

Auszug aus dem Buch

3.2 Handlung, Bedeutung, Interpretation

Ohne einer reinen Inhaltsangabe des Werkes übermäßig viel Raum geben zu wollen, ist zumindest eine grobe Skizzierung der Handlung von Raimunds „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ für eine detailliertere Analyse unerlässlich. Beim misanthropen Protagonisten namens Rappelkopf handelt es sich um einen (ehemalig) wohlhabenden, angesehenen Buchhändler, der aufgrund vermeintlich betrügerischen Verhaltens in seinem beruflichen Umfeld beinahe finanziell ruiniert wird und infolge dieser Geschehnisse beginnt, einen anderen – negativeren – Blick auf seine Mitmenschen zu entwickeln.

Von seiner (gefühlten) Großzügigkeit und Naivität gebrandmarkt, verfestigt sich bei Rappelkopf infolgedessen eine Art grundsätzliches Misstrauen, was sich nicht zuletzt darin manifestiert, dass er in jeder Handlung etwas Böses, Vergiftetes zu wittern beginnt. Die Konsequenz ist der totale Rückzug in die Isolation: Seine Familie und Dienerschaft leben ebenso wie er selbst bar jeder konkreten Perspektive, die nicht zuletzt auch in einen massiven Realitätsverlust zu münden droht. Für die Figur des Protagonisten bedient sich Raimund in diesem Sinne des Motivs eines global enttäuschten, frustrierten Hypochonders und seiner Umgebung die Schuld an allem (als so wahrgenommenem) Unheil auf der Welt gebenden Menschenfeindes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellungen: Die Einleitung führt in die Problematik der Menschenfeindlichkeit als literarisches Motiv ein und definiert die Forschungsfragen hinsichtlich Raimunds Verarbeitung dieses Themas.

2. Die Komödie in der neudeutschen Literatur des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung und die theoretische Fassbarkeit des Komischen in der Literatur des 19. Jahrhunderts sowie den Einfluss gesellschaftlichen Wandels.

3. Das Werk „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“: Hier wird das Werk in den Kontext des „Besserungsstückes“ gestellt und die Bedeutung der magischen Rettung durch den Alpenkönig diskutiert.

3.1 Exkurs: Der österreichische Staatsbankrott des Jahres 1811: Das Kapitel beleuchtet die historischen Ursachen für das Misstrauen in der Bevölkerung und dessen Auswirkungen auf das soziale Klima.

3.2 Handlung, Bedeutung, Interpretation: Dieses Kapitel bietet eine inhaltliche Analyse der Figur Rappelkopf und der psychologischen Dynamik seiner sozialen Isolation.

4. Das Motiv der Menschenfeindlichkeit: Hier wird die Misanthropie als Fehlhaltung analysiert, die aus tiefer menschlicher Enttäuschung resultiert und im krassen Widerspruch zum Ideal der Humanität steht.

4.1 Die Menschenfeindlichkeit bei Raimund und anderen Autoren: Der Vergleich mit Autoren wie Shakespeare und Molière zeigt die literarische Tradition und Parallelen in der Gestaltung des Menschenfeind-Motivs.

4.2 Wichtige Entstehungsfaktoren der Menschenfeindlichkeit: Das Kapitel arbeitet die soziopsychologischen Ursachen wie den Teufelskreis des Egoismus und die Folgen enttäuschter Erwartungen heraus.

5. Zusammenfassung und abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schlägt eine Brücke zur Aktualität des Themas in modernen Gesellschaften.

Schlüsselwörter

Menschenfeindlichkeit, Misanthropie, Ferdinand Raimund, Der Alpenkönig und der Menschenfeind, Komödie, 19. Jahrhundert, Staatsbankrott 1811, Rappelkopf, Doppelgängermotiv, Soziale Isolation, Gesellschaftskritik, Vormärz, Humanität, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Enttäuschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Stellenwert und der literarischen Verarbeitung der Menschenfeindlichkeit (Misanthropie) in Ferdinand Raimunds Werk „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung des Staatsbankrotts von 1811, die psychologische Analyse der Figur Rappelkopf sowie der Vergleich mit anderen literarischen Darstellungen von Menschenfeinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Motiv der Menschenfeindlichkeit auf Raimunds literarische Verarbeitung hat und welche Parallelen zwischen der historischen Bedeutung und dem zeitgenössischen Phänomen existieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung historischer Kontexte und vergleichender Literaturforschung, um das Motiv der Misanthropie zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die literarische Einordnung des Werkes, die Analyse der Handlung inklusive der Rolle des Alpenkönigs sowie die soziopsychologischen Entstehungsfaktoren der Menschenfeindlichkeit dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Misanthropie, Sozialkritik, 19. Jahrhundert, österreichischer Staatsbankrott und psychologische Wandlung geprägt.

Inwiefern beeinflusst das Motiv des „Doppelgängers“ die Heilung Rappelkopfs?

Der Alpenkönig nutzt eine Verwandlung, um Rappelkopf dazu zu zwingen, sein eigenes Verhalten aus der Perspektive eines Beobachters zu reflektieren, was zur notwendigen Selbsterkenntnis und Heilung führt.

Wie bezieht die Autorin das Werk auf aktuelle gesellschaftliche Prozesse?

Die Autorin zieht Parallelen zur heutigen „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ und argumentiert, dass soziales Vertrauen und Chancengleichheit essenziell sind, um menschenfeindliche Tendenzen zu bekämpfen.

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Titre
Der Stellenwert des gesellschaftlichen Phänomens der Menschenfeindlichkeit am Beispiel des Werkes "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund
Université
University of Vienna
Cours
Komödie im 19. Jahrhundert
Note
1.0
Auteur
Elvina Machleidt (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
20
N° de catalogue
V1215312
ISBN (PDF)
9783346643148
ISBN (Livre)
9783346643155
Langue
allemand
mots-clé
Alpenkönig Metaphern Menschenfeind Komödie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elvina Machleidt (Auteur), 2018, Der Stellenwert des gesellschaftlichen Phänomens der Menschenfeindlichkeit am Beispiel des Werkes "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215312
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Extrait de  20  pages
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