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Zu Judith Hermanns "Sommerhaus, später". Eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki

Title: Zu Judith Hermanns "Sommerhaus, später". Eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Lisa Sangmeister (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Ich habe bewusst eine Kurzgeschichte der so genannten ‚jungen deutschsprachigen Literatur‘ gewählt, da man den Schülern einen Einblick in alle Bereiche der Literatur gewähren sollte. Jedes Werk erlaubt einen Einblick in die Lebenswelt, in der es verfasst wurde. Das vorliegende Werk wurde 1998 verfasst und ist damit der Lebenswelt der Schüler sehr nah. Darüber hinaus thematisiert es Themen, wie beispielsweise die Problematik der Identitätsfindung, die Schülerinnen und Schüler unmittelbar betreffen.

Der erste Teil dieser Analyse beschäftigt sich mit dem Lerngegenstand und erläutert damit die Struktur des Inhalts. Die Frage nach der Struktur des Inhalts soll laut Klafki nicht rein fachwissenschaftlich betrachtet werden. Der Fachwissenschaft komme eine regulative Funktion zu (vgl. Jank, Meyer 2002: 226): Zwar solle das Thema fachwissenschaftlich korrekt formuliert sein, doch vor allem sollen an diesem Punkt „didaktisch relevante und fruchtbare Fragen“ (Jank, Meyer 2002: 226) an das Thema gestellt werden. Daher erläutert die folgende Sachanalyse nur Punkte, die auch für den Unterricht geeignet und von Bedeutung sind. Auf die Sachanalyse folgt die didaktische Analyse, welche die Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarische Bedeutung sowie die Zugänglichkeit des Themas beschreibt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse

2.1 Autorin und Werk

2.2 Inhaltsangabe

2.3 Motive in Sommerhaus, später

2.4 Strukturelle Analyse

3. Didaktische Analyse

3.1 Gegenwartsbedeutung

3.2 Zukunftsbedeutung

3.2 Exemplarische Bedeutung

3.4 Zugänglichkeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine didaktische Analyse der Kurzgeschichte "Sommerhaus, später" von Judith Hermann nach den Kriterien von Wolfgang Klafki durchzuführen. Dabei steht die Untersuchung des Lerngegenstandes im Hinblick auf seine Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft von Oberstufenschülern sowie dessen exemplarischer Gehalt und Zugänglichkeit im Fokus der pädagogischen Reflexion.

  • Didaktische Aufbereitung eines Werks der "jungen deutschsprachigen Literatur"
  • Analyse von Motiven wie Identitätsfindung, Wunsch und Aufschub
  • Untersuchung der strukturellen Besonderheiten der Kurzgeschichte
  • Beurteilung der Relevanz für den gymnasialen Deutschunterricht der Oberstufe
  • Reflexion über Lebensentwürfe und die Verwirklichung eigener Träume

Auszug aus dem Buch

2.3 Motive in Sommerhaus, später

„Was soll ich dir denn sagen. Das hier ist eine Möglichkeit, eine von vielen. Du kannst sie wahrnehmen, oder du kannst es bleiben lassen. Ich kann sie wahrnehmen, oder abbrechen und woanders hingehen. […] Ich wollt’s dir nur zeigen, das ist alles.“, Stein (S.152).

Das „Mögliche“ ist ein wiederkehrendes Motiv in den Erzählungen von Judith Hermann. In ‚Sommerhaus, später‘ repräsentiert das Haus einen „alternativen Lebensentwurf zu dem gewohnten städtischen Treiben“ (Mansbrügge 2005:133). Es steht für Entspannung und Rückzug vom Alltag.

Alle Figuren der Kurzgeschichten scheinen sich gewissermaßen auf der Suche zu befinden. Die Ich-Erzählerin und ihr Freundeskreis verbringen ihr Leben mit „einem beliebigen Einerlei aus Feiern, kurzen Partnerschaften, leidenschaftslos geteilten Unternehmungen und Ereignissen“ (Mansbrügge 2005:137). Hinzu kommt der regelmäßige Konsum von Drogen: „Wer nahmen LDS, Stein nahm es auch. Toddi taumelte ins Abendlicht, faselte bei jeder Berührung etwas von ‚Blau‘,[…]“ (S.143). Auch Stein äußert sich zynisch über diese Lebensweise, obwohl auch er gemeinsam mit der Clique Drogen konsumierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begründung der Wahl der Kurzgeschichte aus der zeitgenössischen Literatur und Darstellung der methodischen Vorgehensweise nach Klafki.

2. Sachanalyse: Fachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Biografie der Autorin, der Handlung des Werks sowie den zentralen Motiven und dem Erzählstil.

2.1 Autorin und Werk: Vorstellung von Judith Hermann als prägende Stimme der Generation und Einordnung ihres Debüt-Erzählungsbandes.

2.2 Inhaltsangabe: Detaillierte Zusammenfassung der Erzählung um den Taxifahrer Stein und sein gescheitertes Projekt des Sommerhauses.

2.3 Motive in Sommerhaus, später: Analyse zentraler Themen wie das „Mögliche“, der Gegensatz zwischen Stadtleben und utopischem Rückzugsort sowie die Rolle der Melancholie.

2.4 Strukturelle Analyse: Untersuchung der formalen Kurzgeschichten-Merkmale, des abrupten Einstiegs und der lakonischen Sprache.

3. Didaktische Analyse: Übertragung der fachlichen Erkenntnisse in einen pädagogischen Rahmen für den Deutschunterricht in der Oberstufe.

3.1 Gegenwartsbedeutung: Reflexion über die Anknüpfungspunkte des Themas "Sommerhaus" an die Lebenswelt und die Entscheidungssituationen der Schüler.

3.2 Zukunftsbedeutung: Diskussion über die Förderung kritischen Denkens bezüglich Lebensentwürfen und die Motivation zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Literatur.

3.2 Exemplarische Bedeutung: Analyse der Gattungsspezifik und der Frage, inwieweit die Kurzgeschichte als Beispiel für "Popliteratur" dienen kann.

3.4 Zugänglichkeit: Evaluation der methodischen Umsetzbarkeit im Unterricht unter Berücksichtigung von Lehrplänen und Textverständlichkeit.

Schlüsselwörter

Judith Hermann, Sommerhaus später, Kurzgeschichte, Didaktik, Wolfgang Klafki, Literaturunterricht, Oberstufe, Lebensentwürfe, Melancholie, Popliteratur, Identitätsfindung, Generation Golf, Gegenwartsliteratur, Textanalyse, didaktische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine didaktische Analyse der Kurzgeschichte "Sommerhaus, später" von Judith Hermann, um deren Eignung für den Deutschunterricht in der gymnasialen Oberstufe zu prüfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Identitätsfindung junger Erwachsener, die Suche nach alternativen Lebensentwürfen und die Problematik von Melancholie und Drogenkonsum in der sogenannten Popliteratur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Lerngegenstand nach den didaktischen Kriterien von Wolfgang Klafki (Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung, exemplarische Bedeutung, Zugänglichkeit) zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt das Modell der didaktischen Analyse nach Wolfgang Klafki, kombiniert mit einer fachwissenschaftlichen Sachanalyse zur Struktur und Motivik der Kurzgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse (Autorin, Inhalt, Motive, Struktur) und eine darauf aufbauende didaktische Analyse für den schulischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Judith Hermann, didaktische Analyse, Oberstufe, Lebensentwürfe und Kurzgeschichten-Struktur.

Warum wird die Kurzgeschichte als besonders zugänglich für Schüler eingestuft?

Die Arbeit argumentiert, dass die Nähe zur Lebenswelt der Schüler, die einfache Alltagssprache und der geringe Umfang des Werks die Lesemotivation fördern.

Wie bewertet die Arbeit die Einordnung des Werks als "Popliteratur"?

Die Autorin hebt hervor, dass die Zuordnung schwierig ist, da sich der Schreibstil durch eine spezifische Stille und Lakonie von anderen Werken der Popliteratur unterscheidet.

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Details

Title
Zu Judith Hermanns "Sommerhaus, später". Eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki
College
University of Marburg  (Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Course
Einführung in die Literaturdidaktik
Grade
14 Punkte
Author
Lisa Sangmeister (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V121562
ISBN (eBook)
9783640261253
ISBN (Book)
9783640261451
Language
German
Tags
Judith Hermann Sommerhaus Eine Analyse Wolfgang Klafki Einführung Literaturdidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Sangmeister (Author), 2008, Zu Judith Hermanns "Sommerhaus, später". Eine didaktische Analyse nach Wolfgang Klafki, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121562
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