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Philosophische Funktion und Innovation der Zoogenie des Lukrez in Lukr. De rerum natura 5.1007-1027

Inde casas postquam ac pellis ignemque pararunt

Titel: Philosophische Funktion und Innovation der Zoogenie des Lukrez in Lukr. De rerum natura 5.1007-1027

Hausarbeit , 2019 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.Ed. Markus Thomas Hörty (Autor:in)

Latinistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Lange und ausgiebig wurde diskutiert, ob Lukrez den primitiven Menschen und seine Lebensweise favorisiert, eine Lesart, die inzwischen zumeist zurückgewiesen wird.

Die Arbeit wird aufzeigen, wie es zu dieser Lesart kam und dass es gute Gründe gibt, warum sich eine alleinig primitivistische Lesart der Passage nicht anbietet. Ferner wird die Arbeit in der Analyse verdeutlichen, warum sich die konträre Progressivismus-Lesart ebenso wenig anbietet. Ein differenzierterer Deutungsansatz, der nicht ausschließlich schwarz-weiß malt, muss also der Erklärung von Lukrez‘ Zoogenie Rechnung tragen.

Zu diesem Zweck wird unter Betrachtung aller beschriebenen Entwicklungsphasen der Menschheit ein differenzierteres Bild von Lukrez‘ Darstellung der Menschheitsentwicklung und sich implizit dahinter verbergenden Wertungen angestrebt, um die Funktion seiner Zoogenie in philosophischer und ethischer Hinsicht schließlich besser beurteilen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

2.1 TEXTSTELLE

2.1.1 Übersetzung

2.1.2 Textkritische Betrachtung

2.1.3 Stilistische Betrachtung

2.2 INTERPRETATION

2.2.1 Einordnung der Textstelle in den Kontext

2.2.2 Philosophische Lehrabsicht in Lukrez‘ Zoogenie

2.2.3 Lukrez: Primitivist, Progressivist oder doch etwas anderes?

2.2.4 Die Innovation in Lukrez‘ Zoogenie

3. SCHLUSS

4. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zoogenie des Lukrez im fünften Buch von "De rerum natura" mit dem Ziel, ihre Funktion innerhalb des epikureischen Lehrsystems zu bestimmen. Dabei wird analysiert, wie der Autor durch die Darstellung der Menschheitsentwicklung moralische Lehrsätze vermittelt und eine differenzierte Bewertung des Fortschritts vornimmt, anstatt sich auf eine einseitige primitivistische oder progressivistische Interpretation festzulegen.

  • Analyse der epikureisch-philosophischen Lehrabsicht in der Zoogenie.
  • Untersuchung der Rolle von Freundschaft und Gesellschaftsbildung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Primitivismus- und Progressivismus-Diskurs.
  • Vergleich der lukrezischen Menschheitsentwicklung mit den Konzeptionen Hesiods.
  • Innovation durch die Verwendung bekannter Topoi in neuem philosophischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Übersetzung

Damals gab Mangel an Nahrung außerdem dem Tode die ermatteten Glieder, heute dagegen versenkt sie der Speisen Fülle. Jene gaben sich in ihrer Ahnungslosigkeit selbst oftmals das Gift, nun, verschlagener als zuvor, geben sie es selbst anderen. Nachdem sie Hütten erbaut und Felle und Feuer besorgt hatten, und die mit dem Mann verbundene Frau mit ihm zusammengekommen war…

Dies wurde bekannt und sie sahen ihren Nachwuchs aus sich entsprießen, da begann das Menschengeschlecht erstmals zu verweichlichen. Das Feuer nämlich sorgte dafür, dass die frostigen Körper die Kälte nicht länger ertragen konnten unter dem Dach des Himmels, sowie die Venus die Raubeinigkeit minderte und auch Knaben mit Schmeichelei leicht die hochmütige Veranlagung der Eltern brachen. Darauf begannen auch Freundschaft zu schließen die Nachbarn, in dem Wunsch, sich untereinander nicht zu schaden und keinen Schaden zu erfahren, und sie empfahlen auch Knaben und Weiber dem Schutze, während sie mit stammelnder Stimme und abgehacktem Gestus zu verstehen gaben, dass es doch fair für alle wäre, sich der Schwachen zu erbarmen. Nicht konnte in jeder Hinsicht Eintracht hervorgebracht werden, doch ein guter und großer Teil bewahrte pflichtbewusst den Pakt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen teleologischen und anti-teleologischen Weltbildern ein und verortet die behandelte Passage aus Lukrez' Zoogenie in dessen Werk sowie im epikureischen Kontext.

2. HAUPTTEIL: Der Hauptteil gliedert sich in eine textnahe Untersuchung der lateinischen Vorlage, eine detaillierte Interpretation der philosophischen Absichten sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Positionierung des Autors innerhalb des Forschungsdiskurses.

3. SCHLUSS: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die innovative, zweckorientierte Konstruktion der lukrezischen Zoogenie als Instrument für den epikureischen Appell.

4. LITERATURVERZEICHNIS: Diese Sektion listet die verwendeten Textausgaben, Hilfsmittel und die wissenschaftliche Sekundärliteratur auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Lukrez, De rerum natura, Zoogenie, Epikureismus, Menschheitsentwicklung, Primitivismus, Progressivismus, Teleologie, Freiheit von Furcht, Utilitarismus, Freundschaft, Gesellschaftsbildung, Hesiod, Antike Philosophie, Moralphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert einen Ausschnitt aus der Zoogenie des Lukrez im fünften Buch von "De rerum natura", um dessen philosophische Funktion und Intention zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die epikureische Ethik, der Prozess der menschlichen Gesellschaftsbildung, die Kritik an moderner Lebensführung und die philosophische Transformation traditioneller Topoi.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der Funktion der lukrezischen Zoogenie und untersucht, ob Lukrez ein primitivistisches, progressivistisches oder ein drittes, differenzierteres Menschenbild zeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine textanalytische Untersuchung, die Übersetzung, textkritische Betrachtungen sowie eine komparative Analyse mit anderen antiken Autoren wie Hesiod und Epikur kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Kernpassage hinsichtlich ihrer Sprache und Struktur, ordnet sie in den Kontext von Epikurs Lehre ein und diskutiert die Forschungskontroverse um die Einschätzung des Fortschritts bei Lukrez.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Epikureismus, Menschheitsentwicklung, Zoogenie, Freiheit von Furcht und Gesellschaftsbildung maßgeblich charakterisiert.

Wie bewertet Lukrez den Erwerb des Feuers?

Lukrez betrachtet den Erwerb des Feuers als eine technologische Entwicklung, die physische Erweichung bedingt, aber gleichzeitig entscheidend zur Sicherung des Überlebens und zur Ermöglichung des gesellschaftlichen Zusammenlebens beiträgt.

Welche Rolle spielt das "Honigbechergleichnis" in der Argumentation?

Das Gleichnis dient dazu zu erklären, warum Lukrez die komplexe und oft "bittere" epikureische Lehre in ein ästhetisch ansprechendes Lehrgedicht kleidet, um die Leser von der Richtigkeit seiner Philosophie zu überzeugen.

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Details

Titel
Philosophische Funktion und Innovation der Zoogenie des Lukrez in Lukr. De rerum natura 5.1007-1027
Untertitel
Inde casas postquam ac pellis ignemque pararunt
Hochschule
Universität Potsdam  (Historisches Institut und Klassische Philologie)
Veranstaltung
Lukrez: De rerum natura
Note
1,3
Autor
M.Ed. Markus Thomas Hörty (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
33
Katalognummer
V1215824
ISBN (PDF)
9783346644053
ISBN (Buch)
9783346644060
Sprache
Deutsch
Schlagworte
philosophische funktion innovation zoogenie lukrez lukr inde
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Ed. Markus Thomas Hörty (Autor:in), 2019, Philosophische Funktion und Innovation der Zoogenie des Lukrez in Lukr. De rerum natura 5.1007-1027, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215824
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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