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Kreditrisikominderung mit Kreditderivaten

Title: Kreditrisikominderung mit Kreditderivaten

Seminar Paper , 2008 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Jossen (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Ein jeder Kredit ist mit einem Kreditrisiko behaftet, dem Risiko des Ausfalls
der entsprechenden Adresse. Zwar kompensieren Banken dieses Risiko durch
entsprechende Zinsaufschläge, doch für eine vollkommene Eliminierung des
Kreditrisikos mussten Banken bis zum Ende des letzten Jahrhunderts zu Versicherungen
greifen. Solche klassischen Versicherungen werden inzwischen
Vielfach durch die modernen Instrumente des Kreditrisikotransfers, die
Kreditderivate abgelöst, da sie es ermöglichen, das Ausfallrisiko auf andere
Marktteilnehmer zu übertragen und aus den eigenen Büchern zu tilgen. So
können Konzentrationsrisiken abgebaut werden, wodurch sich wiederum der
Handlungsspielraum der Banken vergrößert. Angesichts ihrer Vorteile gegenüber
traditionellen Versicherungen, zu denen letztlich auch die variable Gestaltbarkeit
hinsichtlich der Präferenzen der Kontraktpartner und eine
fehlende Regulierung gehören, haben Kreditderivate in den letzten Jahren ein
rasantes Wachstum erlebt.
Der Starinvestor Warren Buffet bezeichnete Kreditderivate jedoch einst als „finanzielle
Massenvernichtungswaffen“. Dieses Zitat spiegelt eine weit
verbreitete Meinung bezüglich dieser Instrumente wieder, besonders da sie in
der aktuellen Finanzkrise eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
Die vorliegende Arbeit erläutert zunächst die Funktionsweise von Kreditderivaten
mit einem besonderen Fokus auf ihre dominanteste Gruppe, die
Credit Default Swaps, und geht anschließend auf ihre Risiken am Beispiel der
aktuellen Finanzkrise ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen: Derivative Instrumente zur Kreditrisikominderung

3. Credit Default Swaps als Beispiel für Kreditderivate

3.1 Ausgestaltung

3.2 Anwendungen und Auswirkungen auf den Finanzmarkt

4. Weiterentwicklung des Marktes für CDS

4.1 CDS-Indizes als Beispiel für die Weiterentwicklung des CDS-Marktes

4.2 Risiken von CDS am Beispiel der Finanzkrise

4.3 Zukünftige Entwicklungen auf dem Markt für CDS

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktionsweise von Kreditderivaten, mit einem primären Fokus auf Credit Default Swaps (CDS), und analysiert deren Rolle sowie die damit verbundenen systemischen Risiken im Kontext der Finanzkrise.

  • Grundlagen des Kreditrisikotransfers mittels Derivaten.
  • Strukturelle Analyse von Credit Default Swaps (CDS).
  • Marktentwicklung und Innovationen wie CDS-Indizes.
  • Analyse der Risiken (Moral Hazard, Kontrahentenrisiko) am Beispiel der Finanzkrise.
  • Zukunftsperspektiven und regulatorische Notwendigkeiten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ausgestaltung

Bei einem CDS verpflichtet sich der Sicherungsgeber bei Eintritt des Kreditereignisses, welches üblicherweise in Bezugnahme auf die in Kapitel 2 genannten Rahmenverträge der ISDA definiert wird, an den Sicherungsnehmer innerhalb einer festgesetzten Frist eine Ausgleichszahlung zu leisten. Im Gegenzug erhält er vom Sicherungsnehmer eine Prämienzahlung (CDS-Spread).

Als Referenzaktivum eines CDS kann sowohl der Kredit oder die Anleihe eines einzelnen Schuldners (Single-name CDS), als auch ein Kreditportfolio (Portfolio-CDS) fungieren. Für erstes kann im Fall eines Kreditereignisses entweder eine Ausgleichszahlung, in deren Gegenzug der Sicherungsgeber das Referenzaktivum erhält, oder eine physische Lieferung, bei welcher der Sicherungsnehmer i.d.R. zwischen gleichwertigen Wertpapieren entscheiden kann, vereinbart werden. Es ist jedoch auch eine Ausgleichszahlung in Höhe der Differenz zwischen Nominal- und Marktwert nach Eintritt des Kreditereignisses möglich. Diese Art der Kompensation wird jedoch hauptsächlich bei Kreditportfolios angewendet, da dort die einzelnen Kredite nur sehr schwer separierbar sind.

Liegt ein Portfolio-CDS vor, so ist zwischen zwei Kontraktformen zu unterscheiden. Zum einen kann ein n’th-to-default-Produkt vorliegen, welches nur den n-ten Ausfall des zugrundeliegenden Portfolios absichert. Zum anderen kann es sich um einen tranchierten Portfolio-CDS handeln, bei dem verschiedene Tranchen begeben werden. Da bei dieser Konstruktionsform die Ausgleichszahlungen nach dem Wasserfallprinzip geleistet werden und höher rangige Tranchen demnach erst an den Verlusten des Referenzportfolios beteiligt werden, sofern untergeordnete Tranchen aufgezehrt wurden, weisen sie eine bessere Bewertung und geringere Prämienzahlung auf als niederrangige.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit des Kreditrisikotransfers zur Entlastung der Bankbilanzen und führt in die Problematik von Kreditderivaten im Kontext der Finanzkrise ein.

2. Grundlagen: Derivative Instrumente zur Kreditrisikominderung: Hier werden die theoretischen Konstruktionsbausteine von Kreditderivaten sowie die Rollen der beteiligten Vertragspartner definiert.

3. Credit Default Swaps als Beispiel für Kreditderivate: Dieses Kapitel behandelt die spezifische Funktionsweise von CDS sowie deren Anwendungen und die ökonomische Bedeutung für Marktteilnehmer.

4. Weiterentwicklung des Marktes für CDS: Es wird die Entwicklung von CDS-Indizes beschrieben, die Risiken der Marktkonzentration beleuchtet und die Notwendigkeit zukünftiger Regulierungen diskutiert.

5. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass Kreditderivate zwar nützliche Instrumente sind, sich durch die Vernachlässigung des ursprünglichen Zwecks zugunsten von Spekulationsgewinnen jedoch vom eigentlichen Ziel des Risikotransfers entfernt haben.

Schlüsselwörter

Kreditderivate, Kreditrisikominderung, Credit Default Swaps, CDS, Finanzkrise, Kontrahentenrisiko, Risikotransfer, Portfolio-CDS, CDS-Indizes, Moral Hazard, Systemkrise, Banken, Hedging, Arbitrage, Regulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz und den Auswirkungen von Kreditderivaten, insbesondere Credit Default Swaps (CDS), als Instrumente zur Übertragung von Kreditrisiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die technische Struktur von CDS, ihre Rolle bei der Diversifikation von Risiken sowie die kritische Analyse ihrer Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzsystems während der Finanzkrise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob Kreditderivate ihren beabsichtigten Nutzen des effektiven Kreditrisikotransfers erfüllen oder ob sie durch Fehlentwicklungen zu systemischen Risiken beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung finanzwirtschaftlicher Berichte und Studien zur Funktionsweise und Marktstruktur von Kreditderivaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Erläuterung der CDS-Instrumente, die Analyse innovativer Marktprodukte wie CDS-Indizes sowie die kritische Betrachtung der Risiken am Beispiel der Finanzkrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kreditderivate, CDS, Risikotransfer, Finanzkrise, Kontrahentenrisiko und systemische Stabilität.

Welche Rolle spielt das Kontrahentenrisiko bei CDS?

Das Kontrahentenrisiko beschreibt die Gefahr, dass der Sicherungsgeber bei Eintritt eines Kreditereignisses zahlungsunfähig wird und seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, wie es etwa bei Lehman Brothers geschah.

Warum werden CDS oft als „Brandbeschleuniger“ der Finanzkrise bezeichnet?

Sie verstärkten die Krise, da durch die Korrelation zwischen CDS-Spreads und Bonität ein Teufelskreis aus Vertrauensverlust, Liquiditätsengpässen und sinkenden Anleihekursen entstand.

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Details

Title
Kreditrisikominderung mit Kreditderivaten
College
TU Bergakademie Freiberg  (Professur ABWL, insbesondere Investition & Finanzierung)
Grade
1,3
Author
Julia Jossen (Author)
Publication Year
2008
Pages
24
Catalog Number
V121583
ISBN (eBook)
9783640262120
ISBN (Book)
9783640262328
Language
German
Tags
Kreditrisikominderung Kreditderivaten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Jossen (Author), 2008, Kreditrisikominderung mit Kreditderivaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121583
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